S
Solis
Guest
Da muss ich dir recht geben, zumal ein Gefühl etwas emotionales ist, und vom Glauben abhängig ist.
Naja, wir schimpfen im Moment ein wenig über die Gefühle. Wären diese denn zur Meinungsbildung wirklich überflüssig?
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Da muss ich dir recht geben, zumal ein Gefühl etwas emotionales ist, und vom Glauben abhängig ist.
Naja, wir schimpfen im Moment ein wenig über die Gefühle. Wären diese denn zur Meinungsbildung wirklich überflüssig?
Ja, durchaus, effektiv kann auch sein, wenn man versucht die Gegenseite zu vertreten, wie ein Anwalt das sonst macht![]()
Was das Weiterleben nach dem Tod betrifft kommt es wohl auch darauf an, in welchem Weltbild man sich ohnehin befindet. Wenn ich Materialist wäre, dann wären die Berichte wohl nicht ausreichend, weil dadurch zuviel Konsistenz zerstört wird, und die Berichte nicht eindeutig genug sind, um das Weltbild zu opfern, weil sie dem doch komplett widersprechen.
Zitat:Was allerdings blieb, ist die leise Hoffnung, mich hier zu irren.
Und die ist in Wirklichkeit komplett irrational oder durch irgendetwas begründet?
Zitat:Berichte sammeln ist ein schlechtes Vorgehen, um sich eine fundierte Meinung aufzubauen. Ich kann zu JEDEM Weltbild haufenweise Berichte sammeln, die es stützen, oder zu stützen scheinen (hängt ja auch sehr von der Darstellungsweise ab, welche Teilfakten ich erwähne und welche ich ignoriere etc...). Sich Berichte anzuschauen ist ein Anfang aber auf keinen Fall das Ende für eine gute Meinungsbildung.
Schon klar...
Aber beschreibe mal, was du damit konkret meinst.
Ian Stevenson erregte internationales Aufsehen durch seine Forschungen mit Kindern, die spontan (also ohne Hypnose) von "Erinnerungen" an frühere Leben berichten und vielfach auch psychologische und körperliche Eigenschaften aufweisen, die damit im Zusammenhang zu stehen scheinen. Für die parapsychologische Hypothese, dass die Reinkarnation ein reales Naturphänomen sei, stellen Stevensons Untersuchungsergebnisse die derzeit besten Argumente dar (Stand: 2007). Er selbst sprach jedoch nie von Beweisen in diesem Zusammenhang, sondern nur von Fällen, die Reinkarnation nahelegen.
Allerdings gibt es auch Zweifel an Stevensons Forschungsmethoden. Im Rahmen seiner Beobachtungen an Kindern werden ihm (unbewusste) Suggestion oder schlichtweg auch Interpretationsfehler hinsichtlich der Aussagen der Kinder vorgeworfen. Diesen Zweifeln entgegnete er mit seinem Hauptwerk Reincarnation and Biology in dem er seine These auf dokumentierte körperliche Merkmale stützt, um Suggestion oder Interpretationsfehler auszuschließen.
Es ist zum Haareraufen mit der eigenen Meinung. Der eine meint dies so und der andere so. Wie sind sie nur auf ihre Meinungen gekommen? Was hat sie dazu bewegt, diese Meinung zu haben und nicht eine andere? In einem erfundenen Gespräch, wie es jederzeit und überall sein könnte, möchte ich das genauer darstellen:
Da lese ich in einem roten Magazin einen Artikel über ein politisches Thema, verstehe alles gut und schenke ihm Glauben. Dann höre ich von meinem Nachbarn über die gleiche Sache aber eine ganz andere Meinung.
Dann will ich ihm erzählen, was ich alles in dem Artikel gelesen habe, um ihn zu überzeugen, wie ich überzeugt wurde, aber ich finde keinerlei Zustimmung. Ja, es wird sogar noch schlimmer, mein Nachbar lehnt alles ab, was ich doch so sorgfältig gelesen habe, und er fängt langsam an, mit mir zu brüllen, je mehr ich sage.
Es stellt sich im Verlauf des immer hitziger werdenden Gesprächs heraus, dass mein Nachbar in einem anderen Magazin, das eine grüne Farbe hat, eine ganz andere Stellungnahme zu dem Thema gelesen hat. Wie ist er damit umgegangen? Genauso wie ich: Er hat den Artikel gelesen, hat es gut verstanden und wurde zu einem Verfechter.
Nach einigen Tagen glätten sich bei mir wieder die Wogen und ich bemerke, dass mein Nachbar das gleiche Recht hatte wie ich, dem Artikel Glauben zu schenken. Nur ist die große Frage, wer hatte jetzt Recht? Oder anders gefragt, wie sollte man mit einem Artikel, den man gelesen hat - oder was es auch immer sei -, umgehen? Wie sollte man mit den vielfältigen Informationen, die an uns durch verschiedene Wege der Medien, den Schulen, den Kirchen, den Wissenschaften usw. am besten umgehen?
Ich fasse das alles nun in einer großen Frage zusammen:
Wie bilde ich mir meine Meinung am besten?
Welche Erfahrungen habt ihr dabei gemacht? Danke für die Antworten!
Die beste Möglichkeit, eine Illusion von der REalität zu unterscheiden ist, sie mit der Natur und dem Leben zu vergleichen.
Bestätigen diese, dass die Idee dort eine Grundlage hat, dann ist sie mit höchster Wahrscheinlichkeit recht realistisch.