Meditationshäufigkeit und -dauer

lazpel

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Hallo,

Meditation ist konzentrationsfördernd und sorgt dafür, daß man in Konfrontationsfällen sehr viel gelassener reagiert, man fühlt sich um einiges wohler und man ist aufmerksamer, was die "besonderen" Lebensumstände der eigenen Personen und auch anderer betrifft.

In großer Menge kann das jedoch auch über längere Zeiträume hinweg zu dauerhaften Gehirnschädigungen durch Beeinträchtigung des chemischen Gleichgewichts im Gehirn durch übermäßige Ausschüttung von Endorphinen wie Dopamin oder Serotonin führen.

Dies führt zu religiösen Haluzinationen ("Gotteserscheinungen") und sogar in einigen wenigen Fällen zu Krankheiten wie Shizophrenie oder Depressionen ("Zen-Krankheit").

Meine Fragen dazu sind nun:

- wie lange sollte man maximal pro Tag meditieren, damit die geistige Gesundheit gewahrt bleibt, und man selbst jedoch auch zur "Erleuchtung" gelangt.

Das ganze scheint ein wirklicher Drahtseilakt zu sein. Sicherlich gibt es auch hier im Forum Leute, die täglich sehr oft und sehr lange meditieren. Da würde mich interessieren, ob es schon zu den oben genannten Erscheinungen kam, und wie diese sich jeweils persönlich ausgewirkt haben.

Ich meditiere täglich eine Stunde. Meine Technik habe ich in einem anderen Thread beschrieben.

Für eure Erfahrungeberichte dazu bin ich sehr dankbar.

Gruß,
lazpel
 
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Lotusz

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Hallo lazpel

In großer Menge kann das jedoch auch über längere Zeiträume hinweg zu dauerhaften Gehirnschädigungen durch Beeinträchtigung des chemischen Gleichgewichts im Gehirn durch übermäßige Ausschüttung von Endorphinen wie Dopamin oder Serotonin führen.

Dies führt zu religiösen Haluzinationen ("Gotteserscheinungen") und sogar in einigen wenigen Fällen zu Krankheiten wie Shizophrenie oder Depressionen ("Zen-Krankheit").

Woher hast Du die Informationen?

Mir ging es nie um Erleuchtung, sondern immer nur um Heilung. Ich meditiere etwa 2 mal täglich 20 Minuten, mache 2 mal 10 Minuten Yoga und einmal am Tag 10 Minuten Atemübungen.

Alles Liebe. Gerrit
 

lazpel

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Hallo Lotusz,

die Infos stammen aus neurophysiologischen Forschungsergebnissen. Einen guten Text zu dem Thema findet man z. B. hier .

Gruß,
lazpel
 

Lotusz

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Hallo lazpel

Das scheint ein interessantes Buch zu sein. Ich werde es mir einmal durchlesen. Es kommt auch meiner Vorstellung entgegen, dass alles, was mit Meditation und Erleuchtung zu tun hat, in Wirklichkeit rein physiologisch erklärt werden kann. Aber viele interpretieren dort immer irgendetwas religiöses hinein.

Gut gefallen hat mir auch der Spruch des Webmasters auf der Startseite:

Wer die Dummkoepfe gegen sich hat verdient Vertrauen.
Jean Paul Sartre - französischer Schriftsteller und Philosoph (1905 - 1980)

Alles Liebe. Gerrit
 

lazpel

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Hallo,

Aussage zu Meditation und Dopamin aus dem im letzten Post genannten Text:

Dopamin und Meditation schrieb:
Meditation

Mit Hilfe von Selbstentspannungsübungen versucht man zunächst,
innere Ruhe und Entspannung zu erreichen und die
Außenreize auszuschließen, um schließlich zu einer tiefen Versenkung
zu kommen, einem Schwebezustand zwischen Bewußtsein
und Schlaf, einem »passiven Bewußtsein« (ohne bewußtes
Denken, ohne Zeiteinteilung, ohne Zweckgebundenheit).
Ein meditativer Zustand kann aber auch durch Atemübungen,
Tanz, bestimmte Bewegungsabläufe, Musik, Betrachtungen,
Gebete oder religiöse Gesänge erreicht werden. Meditation
ist aber nicht nur eine beruhigende, sondern auch eine aktivie-
rende und kreativitätssteigernde Übung: Das wiederholte nach
Innen-gerichtet-Sein fördert im halbmeditativen oder im Wachzustand
symbolisches und paralogisches Denken. Intuitives
Reagieren und ein ungehemmter Fluß von Assoziationen kommen
zum Tragen. Durch Meditieren werden u.a. folgende
Botenstoffe mobilisiert: Serotonin, Dopamin, Endorphine, Melatonin.
Endovalium, körpereigene Psychedelika. Als Folge der
Meditation wird manchmal vermehrt Noradrenalin ausgeschüttet
(siehe auch Zen-Meditation).

und noch ein Text zur Wirkung bei Überschuß des Dopamin:

Dopamin-Überschuß schrieb:
Ein krasser Überschuß an Dopamin steigert unsere geistigseelischen
Fähigkeiten in irreal (alp-)traumhaftes Erleben, und
scheinbar alltägliche Wahrnehmungen (z. B. die Gesichter vorbeigehender
Passanten) können uns bunt gefärbt, fratzen- oder
tierähnlich erscheinen. Aus Geistesblitzen werden Visionen, aus
gesundem Selbstbewußtsein wird Größenwahn, und innere Dialoge
wandeln sich in fremde Stimmen, die manchmal von den
Betroffenen sogar akustisch (z. B. als göttliche Befehle) wahrgenommen
werden. Bei hoher Dopamin-Konzentration lebt man
wie im Traum, man sieht und hört vieles, was andere nicht sehen
und hören, weil sie nur eine durchschnittlich normale Wahrnehmung
haben. Solch übersteigertes Erleben muß nicht als pathologisch
gelten. So entspringt die Kreativität der Künstler einer
die übliche Alltagsrealität übersteigenden Phantasie. Auch Kinder
vermischen oft Traum und Realität, haben eine ausschweifende
Phantasie, die von den nüchtern-logischen Erwachsenen nicht
verstanden wird.

Und nochmal nachgereicht ein Text zur Verbindung zwischen Dopamin Überdosis und Schizophrenie:

Neurotransmitterstörungen und Schizophrenie

http://people.freenet.de/oliverwalter/Psychologie/Psychische_Storungen/Schizophrenie/schizophrenie.htm schrieb:
Aufgrund der Wirksamkeit neuroleptischer Medikamente vermutet man seit den 60er Jahren einen Zusammenhang zwischen dem Neurotransmitter Dopamin und Schizophrenie. Die klassischen Neuroleptika setzen v.a. am Dopamin-Rezeptor D2 an und lassen bei Schizophrenen v.a. die Positivsymptome zurückgehen, nicht jedoch die Negativsymptomatik. Scheinbar liegt daher bei Schizophrenie eine Hyperaktivität des Dopamin-Systems vor.

Im übrigen: Bei Ausübung der Sexualität wird ebenfalls Dopamin ausgeschüttet. Wird also sowohl meditiert als auch im hohen Maße der Sexualität nachgegangen, so kann auch dies zu einer Dopamin-Überdosis führen. Dies untermauert Lotusz Aussage zum Thema "Enthaltsamkeit".

Das oben genannte Buch zu Sexualität schrieb:
Sexualität

Bei intensiv erlebter Masturbation und bei heftigen Orgasmen in
der Partnersexualität kann es durch die exzessive Mobilisierung
von körpereigenen Psychedelika, Endorphinen und Dopamin
zu rausch- oder tranceähnlichen Bewußtseinszuständen kommen.
Darüber hinaus erreichen die Sexualhormone dabei maximale
Konzentrationen im Blut

Dopamin ist einerseits ein wunderbarer Stoff.. er ist verantwortlich für die Kreativität, die Hochgefühle und die Freude.. in Überdosis jedoch wandelt er das chemische Gleichgewicht im Gehirn um und der Geist wird schizophren.

Gruß,
lazpel
 

Metanoia

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lazpel schrieb:
- wie lange sollte man maximal pro Tag meditieren, damit die geistige Gesundheit gewahrt bleibt, und man selbst jedoch auch zur "Erleuchtung" gelangt.
Was ist Deiner Meinung nach Erleuchtung?

Zum dem übrigen kann ich nur sagen: eine mir persönlich als ungenügend erscheinende Reduzierung auf ein paar chemische Zusammenhänge.

LG, Metanoia
 

lazpel

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Hallo Metanoia,

Metanoia schrieb:
Was ist Deiner Meinung nach Erleuchtung?

Vollständige Übereinstimmung zwischen phänomenaler und transphänomenaler Sicht. Was ists nach Deiner Meinung?

Metanoia schrieb:
Zum dem übrigen kann ich nur sagen: eine mir persönlich als ungenügend erscheinende Reduzierung auf ein paar chemische Zusammenhänge.

Inwiefern ungenügend?

Gruß,
lazpel
 

Metanoia

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Hallo Lazpel!

lazpel schrieb:
Vollständige Übereinstimmung zwischen phänomenaler und transphänomenaler Sicht.
Klar.

lazpel schrieb:
Was ists nach Deiner Meinung?
Stille. Sein. Klarheit. Gewißheit, ohne Fragen. Das Ende allen Leids. Das Aufhören falscher Identifikationen. Mitgefühl. Tiefe Freude.

lazpel schrieb:
Inwiefern ungenügend?
In Bezug auf die Erklärung des Geistigen.

LG, Metanoia
 

lazpel

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Hallo Metanoia,

Metanoia schrieb:
Stille. Sein. Klarheit. Gewißheit, ohne Fragen. Das Ende allen Leids. Das Aufhören falscher Identifikationen. Mitgefühl. Tiefe Freude.

Klar.

Metanoia schrieb:
In Bezug auf die Erklärung des Geistigen.

Das sollten die Texte nicht erklären. Die Texte erklären, welche Botenstoffe im Gehirn durch Meditation freigesetzt werden, und was bei der jeweiligen Überdosis des jeweiligen Stoffes passiert.

Falls Du nicht glaubst, daß simple Chemikalien Bewußtseinszustände dieser Art hevorrufen können, hast Du offensichtlich noch nie gehört, wie sich z. B. Substanzen wie LSD oder Heroin auswirken können. Und Endorphine/Dopamin/Serotonin sind körpereigene Drogen, die natürlich ebenso bei Überdosierung fatale Auswirkungen haben können.

Gruß,
lazpel
 
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nada

Guest
Hallo,

Meditation führt nicht zur Erleuchtung,sondern verstärkt psychischen

Ballast in uns,danach kann bei den meisten eine Art "Krise" einsetzen !!!

Erleuchtung bedeutet der physische Körper besteht aus

100%igem atomarem Material,d.h. dieses Wesen hat die 4.planetare

Einweihung durchlebt (Alice Bailey - Einweihungen ).

Zuerst sollte der Mensch eine Transformation durchstehen,nach welcher

die Meditation zugänglich wird .


Gruß,nada
 
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