Macht Schönheit dumm?

Elixyr, du sagst es ja selbst: "Erscheinen können" – d. h. dem Auge des Neides erscheinen schöne Menschen als dumm, während sie in Wirklichkeit eher durchschnittlich oder auch überdurchschnittlich intelligent sind (viele Models sind Akademikerinnen).

Für die alten Hellenen, bei denen neidische Menschen wohl weniger häufig waren als in den heutigen Bevölkerungen, wurde der schöne Mensch automatisch auch immer als der gute Mensch empfunden und vice versa.

Womit ich sagen will - dass dieser Schönheitswahn sich krankhaft auswirken kann - in - na , sagen wir - eine Art von narzisstischer Persönlichkeitsstörung...weißt, was ich meine?

Narzissmus wird nicht durch Schönheitskultur induziert, sondern entweder angeboren oder durch frühkindliche Fehlerziehung (fehlende Liebe von den Eltern) zustande gekommen.

Das Problem sind nicht die schönen Menschen selbst, sondern Psychopathen, die schöne Menschen bewußt instrumentalisieren (Hollywood, Pornographie, Model-Kultus usw.), um in der Bevölkerung unerreichbare sexuelle Ansprüche zu nähren und somit normale Beziehungen einschließlich der Ehe zu zerstören.

Eine schöne Hollywood-Schauspielerin, die von einem dieser kinderschändenden Psychopathen-Regisseure gezielt ausgenutzt wird, um Frauenbilder aufzuführen, zu denen es in der Realität keine Entsprechung gibt, weiß nichts vom bösen Hintergedanken dieser psychopathischen Regisseure, sie spielt das Spiel mit, das der Regisseur und dessen ebenfalls satanistischen / psychopathischen Auftraggeber vorgeben, ohne auch nur zu ahnen, wozu sie ausgenutzt wird.

Doch - ich möchte die Art und Weise, wie so manche(r) ,Schönling´ zu brillieren versucht, als dumm bezeichnen, weil sie sich durch diese Arroganz und Überheblichkeit so manche Sympathien verscherzen - und das ist in meinen Augen nicht klug!

Du verstehst die Psychologie des Narzissten nicht. Wenn ein narzisstischer Mensch zugleich schön ist (was hin- und wieder zufällig zusammenfällt, aber keineswegs miteinander kausal zusammenhängt), so nutzt er / sie die eigene Schönheit aus, um andere damit zu quälen – ein Verhalten, das man Hoffart nennt. Die Freude am Quälen ist aber bei jedem Menschen (nicht nur beim Narzissten) ein Versuch, eigene Nachgefühle (Ressentiments durch Ärger, Niederlagen, Rückschläge, Frust, Mißgeschicke, böse Blicke usw.) zu kompensieren. Da aufgrund der Neidanfälligkeit der Durchschnittsbevölkerung nun gerade schöne Menschen viel Nachgefühle einstecken müssen, haben diese nun auch viele Anlässe, solche auszugleichen und das geschieht dann gewöhnlich durch Instrumentalisierung der eigenen Schönheit zu Zwecken der Hoffart.

Narzissten nun sind Menschen, die seelisch überaus empfindlich sind und schon kleine mimische oder gestische Zuckungen anderer als subtile Angriffe empfinden zu können und also gleich gekränkt sind – in der Regel, ohne dies (sofort) zu zeigen, da sie aus leidvoller Erfahrung schon wissen, daß ihnen so etwas als Idiosynkrasie bzw. „Mimosenhaftigkeit“ ausgelegt werden würde. Also fressen sie Tag für Tag deutlich mehr kleinen Frust in sich hinein als andere Menschen und diesen bauen sie nun durch die oben beschriebenen Mechanismus der Hoffart ab.

Normale Menschen und Narzissten funktionieren hier prinzipiell absolut gleich, nur daß letztere eben weitaus häufiger und drastischer zu Hoffart und Aufschneiderei neigen, da sie mehr Nachgefühle aufnehmen als andere. Ein normaler Mensch hat sich in solchem Fall nur mal „daneben benommen“ oder etwas „zu stark auf die Kacke gehauen“, bei einem Narzissten ist dies jedoch das übliche Verhalten und ein Ausbleiben desselben wäre hier die Ausnahme.

Narzissten sind aufgrund ihrer Empfindlichkeit also vorsichtig und mit viel Nachsicht zu behandeln – sie sind zarte Blümchen, die sich schnell in fleischfressende Pflanzen verwandeln, wenn man sie zu grob, kühl oder hostil behandelt. Ihr Nervensystem ist sensibler, sie neigen initial eigentlich eher zur Introversion und oft haben sie auch höhere Begabungen, die nach ihrem eigenen Empfinden von der als feindlich empfundenen Umwelt oft unterdrückt werden.

Doch wie gesagt, es gibt keinen kausalen Bezug zwischen Narzissmus und besonderer Schönheit und eine Korrelation zwischen diesen existiert nur in der Seele der Neider schöner Menschen, die etwas suchen, diese herab zu setzen, wozu ihnen der leider einseitig pejorativ gewertete Narzissmus-Begriff geeignet scheint. Die Neider machen also gleich zwei Fehler auf einmal: Erstens werten sie Narzissmus unobjektiv rein negativ und zweitens implizieren sie einen objektiv empirisch nicht nachweisbare Korrelation bzw. gar Kausalität zwischen diesem und auffälliger Schönheit. Nun ja, das gehässige Wunschdenken des Ressentiments eben ...

.... für mich zählt der Mensch in seiner Ganzheit, nicht seine Hülle!

Mir scheint eher für dich zählt der Mensch, dessen Hülle keinen Neid bei dir erweckt. ;) Was sagst du denn zu der altgriechischen Vorstellung der καλοι κ'αγαθοι, also der „schönen und guten Menschen“, etwas, das sich der Hellene nur als zusammenfallend denken konnte. Natürlich nur bis der mißratene Σωκράτης mit seiner Wunsch-Konstruktion der vom Körper so völlig unabhängigen „Seele“ kam ... :D

So in etwa wie ständiges Haare zurückwerfen, unnatürliches Lachen, sehr lautstarkes, auffälliges Benehmen oder aber auch herablassendes Gebaren - eben die ganze Palette von gespreiztem Verhalten! Und vor allem sind sie wahnsinnig egoistisch!

Solches Verhalten trägt in der Tat nicht zum Frieden in der Gesellschaft bei und kann tiefer angelegten Menschen gehörig auf die Nerven gehen. Allerdings sehe ich wie gesagt nicht gerade eine Korrelation zwischen dieser Art hysterisch-aufgesetzter Hoffart und außergewöhnlicher Schönheit. Das Ganze korreliert eher mit Schlampigkeit wie wir bei diesem „Prachtexamplar“ einer beim besten Willen nicht gerade schönen Vorzeigeschlampe sehen können:

http://www.youtube.com/watch?v=f1cfuo3uI7o

Sternenlicht333 schrieb:
Wer extrem schön sein will ist geblendet und sieht nichts anderes mehr, solche Menschen merken nicht, das sie ursprünglich, original schöner waren als sie es nach etlichen Ops sind, weil dann sind sie wahrhaftig hässlich.

Sogenannte „Schönheits“-Operationen, also Lippen-Aufspritzen, Brustvergrößerungen und dergleichen, sollen auch gar nicht die eigentliche Schönheit einer Frau erhöhen, sondern vielmehr die bloße sexuelle Wirkung auf den Mann mittels bestimmter Reizmerkmale. (Siehe das von Anevay bemühte Beispiel auf Beitrag #165) Man muß immer unterscheiden zwischen Sexus (was den Lümmel eines Mannes hart macht) und Eros (was einen Mann verliebt macht).

Was die Schönheitsideale betrifft; die werden sich schon wieder wandeln. Alles ist im Wandel.

Solche schnell dahingesagten Flachheiten werden nicht dadurch wahr, daß sie sehr populär sind und von Unzufriedenen gerne geglaubt werden. ;) Ein Ideal (von gr. Ιδέα) ist gerade das Unwandelbare, Ewige, von dem alle empirische Realität nur Abbild ist – jedenfalls nicht der idealistischen Philosophie Platos (Höhlengleichnis). Also kann es nur ein einziges Ideal weiblicher sowie ein einziges Ideal männlicher Schönheit geben. Die hellenischen Bildhauer haben dieses Ideal immer wieder versucht, darzustellen durch ihre Apollo- und Aphrodite-Skulpturen. Vor allem die italienischen Maler des Quattrocento und Cinquecento wiederum strebten nach einer bildlichen Darstellung des einen, einzigen Ideales.

Da alle empirischen Menschen diesem Ideal nicht entsprechen, sondern diesem nur mehr oder weniger nahekommen oder fernstehen, so gibt es notwendig eine abstufende Schönheits-Rangfolge aller Menschen. Gruppiert sich eine größere Zahl an Menschen um ein bestimmtes Erscheinungsbild, so entstehen Typen, welche die Funktion von so etwas wie „sekundären Idealen“ als einer Art Gruppennorm annehmen können. Diese Typen wiederum sind in der Tat ständigem Wandeln unterworfen, doch eben nicht die jeweiligen Idealen, von denen es je Geschlecht nur eines gibt und geben kann. Du wirfst also die Begriffe Ideal und Typus durcheinander.

Elixyr schrieb:
Diese Form der Überheblichkeit ist für mich eben unverständlich und ,inhuman´....

Ich kann deine Lage verstehen, nur ist es eben sehr fraglich, ob die „Arroganz“, die du zu beobachten glaubst, wirklich objektiv vorhanden ist oder nur deinem, vom Neide befleckten Okular entstammt. Tatsächlich gibt es aber in der Tat eine gewisse Diskriminierung dicker Menschen, schon allein deshalb, weil diese vom Schönheits-Ideal im allgemeinen weiter entfernt sind als schlanke. Der Mensch strebt innerlich doch dem Ideale zu und alles, was von diesem ablenkt, wird unbewußt verachtet. Man kann dieses Verhalten mit moralischer Entrüstung verurteilen, alleine wird das den Menschen nicht ändern, da es hier um Dinge geht, die im Unbewußten, Instinktiven liegen.

Die Verachtung für Dicke und einseitige Verherrlichung des Überschlanken, d. h. über das Ideal hinausgehenden und damit von diesem wiederum in die andere Richtung abweichenden Schlanken ist Ausdruck einer Zeit, die spätestens mit der Erfindung des Automobils begonnen hat, also die industrielle und maschinelle, die automobilistische Zeit, in der alles zuvor Ruhende, Dauerhafte in rastlose Bewegung versetzt wurde. Der überschlanke Typus ist das Sekundär-„Ideal“ ruheloser, ständig bewegter Menschen ohne inneren Halt – also das Ideal weltanschaulicher Nihilisten, politischer Liberalisten (in welcher Erscheinungsform auch immer) und gesellschaftlicher Karrieristen und rastloser Aufsteiger – es ist dies das eigentliche Sekundär-„Ideal“ des Westens, dessen Zentrum Amerika ist und dem Sport über Religion, Automobilismus über Ackerbau, Reise-Wahnsinn über Häuslichkeit und Fortschrittswahn über Konservatismus geht. Es kann verschiedene Formen annehmen: Ob als arroganter Hollywood- oder überspannter Model-Kultus, als hysterischer Fitness-Kult oder auch (in den 1930ern) als normative Rassenlehre – stets wird das Schlanke, Dynamische, Bewegliche verherrlicht und das Dicke, Behaglich-Gemütliche und Verharrende verachtet. Interessant in diesem Zusammenhang dürfte auch das folgende kurze Video sein:

http://www.youtube.com/watch?v=ejq-iq3qdjg

Gut - das heißt also, wenn man z.B. jemandem Neid und Missgunst unterstellt, dann trägt man diese Eigenschaften wohl in sich selbst.....

Sehr platte „Argumentation“, die man auch leicht kontern kann mit der entsprechenden Behauptung:

Elixyr schrieb:
Wenn man z.B. jemandem Arroganz oder Oberflächlichkeit unterstellt, dann trägt man diese Eigenschaften wohl in sich selbst.....
 
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Comradeon, ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, das es Männer gibt, die so was sexy finden, dann haben die Männer aber Wahrnehmungsstörungen.

Ich erinnere dich hiermit an Frauen mit künstlichen Katzengesichtern.:rolleyes:
 
Elixyr, du sagst es ja selbst: "Erscheinen können" – d. h. dem Auge des Neides erscheinen schöne Menschen als dumm, während sie in Wirklichkeit eher durchschnittlich oder auch überdurchschnittlich intelligent sind (viele Models sind Akademikerinnen).

Für die alten Hellenen, bei denen neidische Menschen wohl weniger häufig waren als in den heutigen Bevölkerungen, wurde der schöne Mensch automatisch auch immer als der gute Mensch empfunden und vice versa.



Narzissmus wird nicht durch Schönheitskultur induziert, sondern entweder angeboren oder durch frühkindliche Fehlerziehung (fehlende Liebe von den Eltern) zustande gekommen.

Das Problem sind nicht die schönen Menschen selbst, sondern Psychopathen, die schöne Menschen bewußt instrumentalisieren (Hollywood, Pornographie, Model-Kultus usw.), um in der Bevölkerung unerreichbare sexuelle Ansprüche zu nähren und somit normale Beziehungen einschließlich der Ehe zu zerstören.

Eine schöne Hollywood-Schauspielerin, die von einem dieser kinderschändenden Psychopathen-Regisseure gezielt ausgenutzt wird, um Frauenbilder aufzuführen, zu denen es in der Realität keine Entsprechung gibt, weiß nichts vom bösen Hintergedanken dieser psychopathischen Regisseure, sie spielt das Spiel mit, das der Regisseur und dessen ebenfalls satanistischen / psychopathischen Auftraggeber vorgeben, ohne auch nur zu ahnen, wozu sie ausgenutzt wird.



Du verstehst die Psychologie des Narzissten nicht. Wenn ein narzisstischer Mensch zugleich schön ist (was hin- und wieder zufällig zusammenfällt, aber keineswegs miteinander kausal zusammenhängt), so nutzt er / sie die eigene Schönheit aus, um andere damit zu quälen – ein Verhalten, das man Hoffart nennt. Die Freude am Quälen ist aber bei jedem Menschen (nicht nur beim Narzissten) ein Versuch, eigene Nachgefühle (Ressentiments durch Ärger, Niederlagen, Rückschläge, Frust, Mißgeschicke, böse Blicke usw.) zu kompensieren. Da aufgrund der Neidanfälligkeit der Durchschnittsbevölkerung nun gerade schöne Menschen viel Nachgefühle einstecken müssen, haben diese nun auch viele Anlässe, solche auszugleichen und das geschieht dann gewöhnlich durch Instrumentalisierung der eigenen Schönheit zu Zwecken der Hoffart.

Narzissten nun sind Menschen, die seelisch überaus empfindlich sind und schon kleine mimische oder gestische Zuckungen anderer als subtile Angriffe empfinden zu können und also gleich gekränkt sind – in der Regel, ohne dies (sofort) zu zeigen, da sie aus leidvoller Erfahrung schon wissen, daß ihnen so etwas als Idiosynkrasie bzw. „Mimosenhaftigkeit“ ausgelegt werden würde. Also fressen sie Tag für Tag deutlich mehr kleinen Frust in sich hinein als andere Menschen und diesen bauen sie nun durch die oben beschriebenen Mechanismus der Hoffart ab.

Normale Menschen und Narzissten funktionieren hier prinzipiell absolut gleich, nur daß letztere eben weitaus häufiger und drastischer zu Hoffart und Aufschneiderei neigen, da sie mehr Nachgefühle aufnehmen als andere. Ein normaler Mensch hat sich in solchem Fall nur mal „daneben benommen“ oder etwas „zu stark auf die Kacke gehauen“, bei einem Narzissten ist dies jedoch das übliche Verhalten und ein Ausbleiben desselben wäre hier die Ausnahme.

Narzissten sind aufgrund ihrer Empfindlichkeit also vorsichtig und mit viel Nachsicht zu behandeln – sie sind zarte Blümchen, die sich schnell in fleischfressende Pflanzen verwandeln, wenn man sie zu grob, kühl oder hostil behandelt. Ihr Nervensystem ist sensibler, sie neigen initial eigentlich eher zur Introversion und oft haben sie auch höhere Begabungen, die nach ihrem eigenen Empfinden von der als feindlich empfundenen Umwelt oft unterdrückt werden.

Doch wie gesagt, es gibt keinen kausalen Bezug zwischen Narzissmus und besonderer Schönheit und eine Korrelation zwischen diesen existiert nur in der Seele der Neider schöner Menschen, die etwas suchen, diese herab zu setzen, wozu ihnen der leider einseitig pejorativ gewertete Narzissmus-Begriff geeignet scheint. Die Neider machen also gleich zwei Fehler auf einmal: Erstens werten sie Narzissmus unobjektiv rein negativ und zweitens implizieren sie einen objektiv empirisch nicht nachweisbare Korrelation bzw. gar Kausalität zwischen diesem und auffälliger Schönheit. Nun ja, das gehässige Wunschdenken des Ressentiments eben ...



Mir scheint eher für dich zählt der Mensch, dessen Hülle keinen Neid bei dir erweckt. ;) Was sagst du denn zu der altgriechischen Vorstellung der καλοι κ'αγαθοι, also der „schönen und guten Menschen“, etwas, das sich der Hellene nur als zusammenfallend denken konnte. Natürlich nur bis der mißratene Σωκράτης mit seiner Wunsch-Konstruktion der vom Körper so völlig unabhängigen „Seele“ kam ... :D



Solches Verhalten trägt in der Tat nicht zum Frieden in der Gesellschaft bei und kann tiefer angelegten Menschen gehörig auf die Nerven gehen. Allerdings sehe ich wie gesagt nicht gerade eine Korrelation zwischen dieser Art hysterisch-aufgesetzter Hoffart und außergewöhnlicher Schönheit. Das Ganze korreliert eher mit Schlampigkeit wie wir bei diesem „Prachtexamplar“ einer beim besten Willen nicht gerade schönen Vorzeigeschlampe sehen können:




Sogenannte „Schönheits“-Operationen, also Lippen-Aufspritzen, Brustvergrößerungen und dergleichen, sollen auch gar nicht die eigentliche Schönheit einer Frau erhöhen, sondern vielmehr die bloße sexuelle Wirkung auf den Mann mittels bestimmter Reizmerkmale. (Siehe das von Anevay bemühte Beispiel auf Beitrag #165) Man muß immer unterscheiden zwischen Sexus (was den Lümmel eines Mannes hart macht) und Eros (was einen Mann verliebt macht).



Solche schnell dahingesagten Flachheiten werden nicht dadurch wahr, daß sie sehr populär sind und von Unzufriedenen gerne geglaubt werden. ;) Ein Ideal (von gr. Ιδέα) ist gerade das Unwandelbare, Ewige, von dem alle empirische Realität nur Abbild ist – jedenfalls nicht der idealistischen Philosophie Platos (Höhlengleichnis). Also kann es nur ein einziges Ideal weiblicher sowie ein einziges Ideal männlicher Schönheit geben. Die hellenischen Bildhauer haben dieses Ideal immer wieder versucht, darzustellen durch ihre Apollo- und Aphrodite-Skulpturen. Vor allem die italienischen Maler des Quattrocento und Cinquecento wiederum strebten nach einer bildlichen Darstellung des einen, einzigen Ideales.

Da alle empirischen Menschen diesem Ideal nicht entsprechen, sondern diesem nur mehr oder weniger nahekommen oder fernstehen, so gibt es notwendig eine abstufende Schönheits-Rangfolge aller Menschen. Gruppiert sich eine größere Zahl an Menschen um ein bestimmtes Erscheinungsbild, so entstehen Typen, welche die Funktion von so etwas wie „sekundären Idealen“ als einer Art Gruppennorm annehmen können. Diese Typen wiederum sind in der Tat ständigem Wandeln unterworfen, doch eben nicht die jeweiligen Idealen, von denen es je Geschlecht nur eines gibt und geben kann. Du wirfst also die Begriffe Ideal und Typus durcheinander.



Ich kann deine Lage verstehen, nur ist es eben sehr fraglich, ob die „Arroganz“, die du zu beobachten glaubst, wirklich objektiv vorhanden ist oder nur deinem, vom Neide befleckten Okular entstammt. Tatsächlich gibt es aber in der Tat eine gewisse Diskriminierung dicker Menschen, schon allein deshalb, weil diese vom Schönheits-Ideal im allgemeinen weiter entfernt sind als schlanke. Der Mensch strebt innerlich doch dem Ideale zu und alles, was von diesem ablenkt, wird unbewußt verachtet. Man kann dieses Verhalten mit moralischer Entrüstung verurteilen, alleine wird das den Menschen nicht ändern, da es hier um Dinge geht, die im Unbewußten, Instinktiven liegen.

Die Verachtung für Dicke und einseitige Verherrlichung des Überschlanken, d. h. über das Ideal hinausgehenden und damit von diesem wiederum in die andere Richtung abweichenden Schlanken ist Ausdruck einer Zeit, die spätestens mit der Erfindung des Automobils begonnen hat, also die industrielle und maschinelle, die automobilistische Zeit, in der alles zuvor Ruhende, Dauerhafte in rastlose Bewegung versetzt wurde. Der überschlanke Typus ist das Sekundär-„Ideal“ ruheloser, ständig bewegter Menschen ohne inneren Halt – also das Ideal weltanschaulicher Nihilisten, politischer Liberalisten (in welcher Erscheinungsform auch immer) und gesellschaftlicher Karrieristen und rastloser Aufsteiger – es ist dies das eigentliche Sekundär-„Ideal“ des Westens, dessen Zentrum Amerika ist und dem Sport über Religion, Automobilismus über Ackerbau, Reise-Wahnsinn über Häuslichkeit und Fortschrittswahn über Konservatismus geht. Es kann verschiedene Formen annehmen: Ob als arroganter Hollywood- oder überspannter Model-Kultus, als hysterischer Fitness-Kult oder auch (in den 1930ern) als normative Rassenlehre – stets wird das Schlanke, Dynamische, Bewegliche verherrlicht und das Dicke, Behaglich-Gemütliche und Verharrende verachtet. Interessant in diesem Zusammenhang dürfte auch das folgende kurze Video sein:


Sehr schöner Beitrag - gut formuliert und (ab)geschrieben - nur leider zu wissenschaftlich und geschichtsträchtig!
Hat also nichts mit meinen realitätsbezogenen Erfahrungen zu tun!

So, als würde jemand beispielsweise über Schwangerschaft, Geburt und Kindererziehung einen Vortrag halten, der das nicht selbst erlebt hat - oder über Nahtoderfahrungen etcetera, etcetera.....
Tja - was die narzisstischen Persönlichkeitsstörungen betrifft - danke für den Aufklärungsversuch - nur - war nicht nötig, denn ich bin mit narzisstischen Eltern ,gesegnet´ und kann ein Liedchen davon singen!
Mein Vater ein despotischer Narziss - meine Mutter eine vom Schönheitswahn getriebene, egozentrische Narzisstin .....früher hab ich sie nicht verstanden - nach der Erkenntnis, dass dies ein Krankheitsbild ist, kann ich sie wieder lieben!

Ach übrigens, Comradeon - Du hast auf das obige Zitat die Betonung auf ,ERSCHEINEN können´ gelegt....die richtige Betonung wäre auf jene zu legen, wie sie von mir tatsächlich gemeint war, nämlich auf ,erscheinen KÖNNEN´- und dies richtig interpretiert, brächte weniger Missverständnis ;-)
 
Im Laufe meines Lebens habe ich viel über Schönheit nachgedacht, es war immer ein wichtiges Thema bei mir. Denn ich gehöre wohl eher zu den Charaktergesichtern und entspreche nur sehr wenig einem gängigen Schönheitsideal - und dies hat man mich oft, sogar sehr oft, in meinem Leben spüren lassen. Ich bin nicht mißgestaltet oder abstoßend, aber ich bin wohl eher "interessant" als schön. Die ganze Schulzeit, bis zu meinem 15. Lebensjahr, wurde ich böse gemobbt wegen meines Aussehens - wobei ich denke, es hatte eigentlich andere Gründe. Ich war immer etwas friedlicher, etwas naiver, etwas unbeholfener, mit anderen Dingen beschäftigt; also das ideale Opfer. Da suchte man sich wohl nur einen wunden Punkt, an dem ich angreifbar war. Heute ist mir das eher bewusst, doch es hat sich in mir festgegraben. Es gab Tage, an denen ich weinte wegen meiner vermeintlichen Häßlichkeit und mich überhaupt nicht zeigen mochte und ich mich hilflos fühlte, denn an meiner Optik kann ich ja nur begrenzt etwas ändern....heute komme ich meist ganz gut mit mir klar, doch ich fühle mich schon noch verletzlicher bei dem Thema als so manch anderer Mensch, scheint mir.


Ich habe so viel auf Schönheit geachtet, sie immer wieder wahrgenommen um mich herum und war oftmals neidisch, sogar mißgünstig. Zerrte in meinem Kopf die Makel der anderen Menschen ans Licht, um mich selbst zu beruhigen. Beschwerte mich über den Vorteil der Schönen, einfach nur da sein zu müssen statt zu überzeugen mit Persönlichkeit. Und schimpfte sie oft dumm.

Schönheit macht nicht dumm. Sie kann sogar schlauer machen, weil dem schönen Menschen oft mehr Möglichkeiten offen stehen, dadurch zu erfahren, zu lernen, sich selbst kennenzulernen. Aber auch genau das mag manchmal dem Wachstum im Wege stehen - es fällt einem in den Schoß, es ist zu leicht. Aber da geht es dem Schönen nicht anders wie dem Häßlichen; Gelegenheiten wollen auch genutzt werden und wo kein Acker, da keine Frucht. Ein schöner Mensch ist auch nur ein Mensch mit Stärken und Schwächen.

Heute besteht mein enger Freundeskreis aus lauter schönen Frauen, ohne das ich danach gesucht hätte und ohne das ich mich unterlegen oder bedroht fühlen müsste. Weil sie wunderbare Menschen sind, die keinerlei Dünkel mit sich herumschleppen und kein Thema aus ihrer Schönheit machen - also wieso sollte ich eines daraus machen? Ich sehe sie an und freue mich für sie über ihre Wohlgestalt, ohne sie zu beneiden. Und wenn mich mal wieder der Rappel packt, fangen sie mich auf und nehmen mich in ihre schönen Arme. Schönheit macht nicht dumm, sie ist nur ein Teilaspekt eines Menschen. Wenn ein schöner Mensch dumm ist, ist er nicht dumm, weil er schön ist, sondern weil er dumm ist. Oberflächlichkeit allerdings kann sicherlich Thema sein, wenn ein Mensch nur über sein Äußeres definiert wird und nur lernt, ebenso zu definieren.

Im Laufe meines Lebens habe ich gelernt, dass es schmerzen kann, nach der Optik beurteilt zu werden. Und ich habe daraus gelernt - wieso sollte ich einem anderen Menschen genau das antun?

:thumbup::thumbup::thumbup::thumbup:
 
Ausstrahlung ist Schwingung.
Die Ausstrahlung nach aussen und der Zustand im Inneren gehen Hand in Hand und drücken immer dasselbe aus.
Ein schön wirkender Mensch hat entsprechend alle Qualitäten, während etwas unschön nach aussen Wirkende, sich alles Wissen anlernen, weil sie mehr Zeit dafür haben.
Da ist der Unterschied zwischen natürlicher Weisheit und angelerntem Wissen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Schöne Menschen haben einen biologischen Grund/Sinn. Grade die letzten Jahre hat die Wissenschaft den Satz "Schönheit liegt im Auge des Betrachters" gekippt. Natürlich wissen wir schon lange, dass jeder Schönheit nahezu gleich betrachtet, daher sind auf den Covers auch immer die gleichen Typen und Typinnen. Eben die Schönen, jene welche gut aussehen und man die Zeitung ansehnlich findet!

Klar dass auf einer Autoshow sich auf dem Chassi nicht alte Omas oder 250kg Frauen mit Zellulitis räkeln, denn wir wissen alle: "Man will das nicht sehen, senkt den Verkauf!"

Ich denke dass schöne Menschen intelligenter sind, denn Schönheit hat nach neuesten, wissenschaftlichen Erkenntnissen einen evolutionären Vorteil. Schöne Menschen werden seltener krank, dass vermutlich aufgrund der Symmetrie!
 
Nun - ich konnte ein Leben lang beobachten, wie dumm ,schöne´Menschen´ erscheinen können (viele jedenfalls - nicht alle - aber der Großteil schon!) - und genauso ,dumm´verhalten sich diejenigen, die dieser Schönheit verfallen!
Eitelkeit, Überheblichkeit, Arroganz, Selbstherrlichkeit und ausgeprägter Geltungsdrang zeichnen diese Schönheiten aus, dagegen halten sich Abhängigkeit, Hörigkeit, stillstehen des Verstandes jener, die sich dieser Schönheit hingebungsvoll ergeben und deren Blicke für wahre Charakterstärkte getrübt sind - bis sie in ein tiefes Loch aus Enttäuschung und Frust fallen - nachdem der Glanz des angehimmelten und zunächst in den Götterstatus erhobenen Wesens zu bröckeln beginnt und sie erkennen, dass die wahren Werte ganz wo anders gelagert sind...nämlich in der Schönheit des Herzens!
Der gute alte Herr Napoleon hat es so treffend formuliert: ,,Ein schöner Mensch gefällt dem Auge - er ist ein Kleinod....jedoch ein guter Mensch gefällt dem Herzen!
Die Schönheit vergeht - und was bleibt dann übrig? Doch die Herzensgüte währt ewiglich"!.....welch wahre Worte!

So ein Blödsinn. Alleine schon mal da Schönheit relativ ist und Sie im Auge des Betrachters liegt.
Sowie die Aussage das Schönheit den Menschen verändert, Menschen verändern Menschen nicht ihr Aussehen?!?
 
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Schöne Menschen haben einen biologischen Grund/Sinn. Grade die letzten Jahre hat die Wissenschaft den Satz "Schönheit liegt im Auge des Betrachters" gekippt. Natürlich wissen wir schon lange, dass jeder Schönheit nahezu gleich betrachtet, daher sind auf den Covers auch immer die gleichen Typen und Typinnen. Eben die Schönen, jene welche gut aussehen und man die Zeitung ansehnlich findet!

Klar dass auf einer Autoshow sich auf dem Chassi nicht alte Omas oder 250kg Frauen mit Zellulitis räkeln, denn wir wissen alle: "Man will das nicht sehen, senkt den Verkauf!"

Ich denke dass schöne Menschen intelligenter sind, denn Schönheit hat nach neuesten, wissenschaftlichen Erkenntnissen einen evolutionären Vorteil. Schöne Menschen werden seltener krank, dass vermutlich aufgrund der Symmetrie!


Dabei geht es aber um das Schönheitsideal der westlichen Welt. "Die Schönheit" gibt es nicht. In anderen Kulturen sind gerade die 250 kg Damen das Schönste vom Schönsten. Das Schönheitsideal unterliegt kulturellen, soziologischen, geographischen und zeitgeistlichen Faktoren. Ein generelles Ideal gibt es nicht. Wohl lassen sich aber in unterschiedlichen Kulturen durchaus Vorlieben beobachten, die von der Allgemeinheit geteilt werden.
 
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