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Luther und die Apokalypse

Dieses Thema im Forum "Religion & Spiritualität" wurde erstellt von Desperado, 15. Dezember 2019.

  1. Desperado

    Desperado Guest

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    @DruideMerlin scheint meine Aufforderung nicht zu verstehen, so richte ich sie direkt an das Forum in einem separaten Thread: Luther sagt gegenüber der Apokalypse, dem letzten Buch der Bibel (auch Offenbarung genannt): ... "Mein Geist kann sich in dieses Buch nicht schicken."

    DruideMerlin meint dazu:
    Meine Frage ist also nicht, wie die Apokalypse verstanden werden kann, sondern nur: Kann die Äußerung Luthers auch anders verstanden werden?
     
  2. Desperado

    Desperado Guest

    Vielleicht sollte ich noch ergänzen: Die Aussage Luthers interpretiert DruideMerlin als die Apokalypse ablehnend.
    Was ist jetzt verkehrt, die Apokalypse oder Luthers Aussage?
     
  3. DruideMerlin

    DruideMerlin Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    22. August 2008
    Beiträge:
    11.865
    Ort:
    An den Ufern der Logana
    Hallo zusammen,

    damit auch klar wird, was ich zu Luthers Meinung geschrieben hatte:

    Beitrag #17
    Kann schon sein, dass Dir der Sprachstil des Mittelalters unbekannt erscheint. Kurz und gut auf den Punkt gebracht – er hält nichts von der Offenbarung! Man muss dazu Luther nicht hinterherlaufen, um zu dieser Erkenntnis zu kommen. Es ist nur bemerkenswert, dass diese Worte auch aus der Feder eines Klerikers stammen. Nur so nebenbei angemerkt, die Offenbarung war auch schon zu Beginn sehr umstritten.


    Merlin
     
  4. Desperado

    Desperado Guest

    Dann ist die Offenbarung also falsch, wenn schon ein solcher bis heute hoch angesehener Kleriker dieser Meinung ist? Siehe hier:
    Das mag bemerkenswert sein, doch was Konstruktives fangen wir damit denn nur an? Was kann uns das sagen? Zu welcher Erkenntnis kann und das führen?
    Welche Konsequenz ergibt sich für uns?
     
  5. Tesouro

    Tesouro Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    28. Oktober 2019
    Beiträge:
    1.391
    Nö.
     
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  6. DruideMerlin

    DruideMerlin Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    22. August 2008
    Beiträge:
    11.865
    Ort:
    An den Ufern der Logana
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    Dieses Werk war in der frühen Christenheit sehr umstritten und fand sich zunächst nicht in allen Kanons jener Zeit wieder. Soweit ich mich richtig erinnere, fehlt sie noch heute in dem Kanon der orthodoxen Kirche.

    Die Offenbarung wurde eigentlich deshalb an die besagten Gemeinden in der Diaspora gesandt, um sie mit der Hoffnung zu erfüllen, dass dieses Leid ihrer Verfolgung ein baldiges Ende haben wird. Ein Ende, das mit dem nahenden Himmelreich verbunden war (Parusie).

    Die Offenbarung wurde in einer Zeit geschrieben, in der unter Nero im Jahre 64 Rom brannte, der Jüdische Krieg ausbrach (66), Jerusalem und der Tempel zerstörte wurde (70) oder das Tier Nero verstarb (68). Alles Ereignisse, die auf kryptischer Weise in die Offenbarung mit eingeflossen waren. So zum Beispiel das Zahlenspiel um den Namen Neros:

    Offenbarung 13[18] Hier ist Weisheit! Wer Verstand hat, der überlege die Zahl des Tieres; denn es ist eines Menschen Zahl und seine Zahl sechshundertsechsundsechzig.

    Wenn man nun die Zahlenwerte der hebräischen Buchstaben zu Kaiser Nero (נרון קסר) zusammenzählt ergibt sich daraus die Zahl 666. In dem folgenden Vers 14[1] wird dann umschrieben, wie diesem Drachen das Lamm (Jesus) mit seinen Gläubigen gegenübersteht.

    Auch der Untergang Pompejis im Jahr 79 kann als ein solches Vorzeichen in die Offenbarung mit eingeflossen sein oder zumindest den apokalyptischen Gedanken weiter angefacht haben. Solche epochale Ereignisse hatten die Menschen über die Zeit öfters als ein Vorzeichen des Jüngsten Tages in Verbindung gebracht. So zum Beispiel der Erste Weltkrieg mit seinen apokalyptischen Auswüchsen der Grabenkämpfe.

    Ich kann da beim besten Willen nichts finden, was wie die Offenbarung konstruktiv zu unserem Seelenheil beitragen oder dazu sagen könnte. Nach meinem Verständnis ist das ein düsteres und destruktives Buch, das ich der Seelen wegen nicht weiter empfehlen möchte. Es steht im krassen Gegensatz zur Feindes- und Nächstenliebe, Vergebung oder eines gütigen Vaters. Es ist das alte Gesetz von Moses mit seinem „Auge um Auge* ...“, gegen das sich Jesus ausgesprochen hatte:

    Matthäus 5 [37] Eure Rede soll sein: ja, ja; nein, nein. Was darüber ist von Übel. [38] Ihr habt aber gehört, dass da gesagt wird: „Auge um Auge, Zahn um Zahn.“ [39] Ich sage aber euch, dass ihr nicht wiederholen sollt dieses Übel, sondern so dir jemand einen Streich gibt auf deine rechte Wange, dem biete auch die andere dar.


    Merlin

    * 2. Mose 21[24]; 3. Moses 24[30]
    Nur so nebenbei stammte dieses Gesetz ursprünglich von den vorisraelitischen Amurritern
     
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  7. Desperado

    Desperado Guest

    Junge, das ist auch nicht die Frage. Du musst mal lernen, beim Thema zu bleiben und nicht dauernd auszuufern! - Siehe hier:
    ... sondern es geht hier um die Polarisierung zwischen Luthers Aussage und Offenbarung:
     
  8. NuzuBesuch

    NuzuBesuch Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    22. Juni 2016
    Beiträge:
    32.072
    Ort:
    Kleiner Planet am Rande der Milchstraße
    Eigentlich nicht, die Bedeutung von "sich nicht in etwas schicken" ist schon so, wie @DruideMerlin schrieb.
     
    DruideMerlin gefällt das.
  9. NuzuBesuch

    NuzuBesuch Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    22. Juni 2016
    Beiträge:
    32.072
    Ort:
    Kleiner Planet am Rande der Milchstraße
    Luthers Aussage ist eine über seine persönliche Befindlichkeit in Bezug auf die Apokalypse.
    Das hat nichts damit zu tun, ob sie wahr ist oder nicht.

    In dem Punkt geht es mir aber wie Luther - für mich passt die Apokalypse nicht zur Botschaft von Jesus.
     
    DruideMerlin gefällt das.
  10. Desperado

    Desperado Guest

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    Ist dir nicht bekannt, dass Aussagen mehrdeutig sein können?
     
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