Lügenpresse pur

In nahezu jeder Gruppe (egal ob Staatsbürgerschaft, Religion, Politik, Beruf, Verein) gibt es Überzeugungen, die deren Mitglieder wahrscheinlich teilen oder eben nicht teilen.

Und in Wirklichkeit sind wir auch darauf angewiesen, selbst wenn man nicht immer richtig liegt. Niemand fängt bei null an, wenn derjenige weiß, dass die andere Person in Tom Cruise Sekte ist. Wer glaubt ihn erwartet das selbe, wenn er auf deren Schiff ist, wie wenn er sich auf einem Schiff der Anhänger des fliegenden Spaghettimonsters befindet?

Natürlich kategorisiert jeder immer, wer es angeblich nicht tut lügt zumindest sich selber an. Dennoch haben sich einige ideologisch dazu entschieden zumindest in bestimmten Fällen entweder nicht zu kategorisieren, oder in einer Weise, die mit der Realität nichts zu tun hat. Aber solche Kategorien sind real eben auch nützlich. Das führt dann zu ideologischer Naivität. Und ProSKAMNMbleme und Gefahren können und dürfen auch gar nicht erkannt werden.

Ich habe mal den Knackpunkt hier fett hervorgehoben: Der Nebensatz "..., selbst, wenn man nicht immer richtig liegt." Dieser Punkt ist da nämlich sehr wichtig, und den muss man im Hinterkopf behalten, wenn man schon unbedingt Menschen kategorisieren will. Denn die Kategorisierung hat dann große Nachteile, wenn dadurch Menschen nachteilig diskriminiert werden - z.B. wenn Frauen keine Führungspositionen o.ä. bekommen, weil das Vorurteil: "Frauen können das nicht." geglaubt wird.

Und, wenn es nicht nur um Jobs geht, sondern auch darum, ob betreffenden Menschen in Not geholfen wird, überhaupt menschenwürdig überleben können - ihnen realistische Chancen zu bieten - ist es umso wichtiger, die Kategorisierung nicht zu streng zu sehen.
 
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Das geht mir auch immer wieder und immer mehr durch den Kopf: "Warum habt ihr nichts getan?"
Zunächst wurde es nicht ernst genommen, dann wurden es immer mehr, die nichts mehr unternehmen wollten, im Gegenteil, und dann war es zu spät.
Das ist extrem einfach gefasst, aber man darf die Psyche des Menschen nie unterschätzen. Das Belohnungszentrum lässt einen die seltsamsten Dinge tun, nur, damit es befriedigt wird.

Politisches Desinteresse (soweit gehend dass man nicht gesehen hat oder sehen wollte was passiert), Angst und eine generelle Obrigkeitshörigkeit. Mit letzteren meine ich nicht Nazis (die fallen ja sowieso nicht unter die Gruppe, die nichts getan hat, weil sie es ja so wollten), sondern Leute, die sich nicht gegen Regierung und Staat stellen. Quasi so, dass etwas was Gesetz ist in gewisser Weise auch "richtig" sein muss. Angst als Grund ist sowieso klar, kann aber auch motiviert dadurch sein, dass man Familie hat und nichts riskieren will usw.

Eventuell könnte man noch Opportunisten nennen, die nicht direkt Nazis waren, aber Opposition wäre ja hinderlich für die Karriere gewesen. Aber da ist es schon fast nicht mehr fair, da nur zu sagen, dass sie es "nur" zugelassen haben.

Darüber wer nun heute die Gefahr ist, ist man sich hier jedenfalls sowieso nicht einig...
 
Ich habe mal den Knackpunkt hier fett hervorgehoben: Der Nebensatz "..., selbst, wenn man nicht immer richtig liegt." Dieser Punkt ist da nämlich sehr wichtig, und den muss man im Hinterkopf behalten, wenn man schon unbedingt Menschen kategorisieren will. Denn die Kategorisierung hat dann große Nachteile, wenn dadurch Menschen nachteilig diskriminiert werden - z.B. wenn Frauen keine Führungspositionen o.ä. bekommen, weil das Vorurteil: "Frauen können das nicht." geglaubt wird.

Und, wenn es nicht nur um Jobs geht, sondern auch darum, ob betreffenden Menschen in Not geholfen wird, überhaupt menschenwürdig überleben können - ihnen realistische Chancen zu bieten - ist es umso wichtiger, die Kategorisierung nicht zu streng zu sehen.

Es ist mir klar, aber "Diskriminierung" (Unterscheidung) ist erstens quasi normal, insofern bereits, dass bestimmte Personen Staatsbürger sind und andere nicht (allerdings werden wir wiederum in anderen Staaten in gleicher Weise "diskriminiert"). Wir verweigern niemandem etwas auf das er ein natürliches Recht hat (Unterschied zu Freiheitsentzug zum Beispiel).

Es ist im Gegenteil klar, dass dafür bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein müssen, und es ist ebenfalls nicht so, dass Mitglied einer Gruppe zu sein dabei kein Kriterium wäre. Im Gegenteil ist genau das nämlich der Fall. In der Nazizeit war es sehr wohl entscheidend ob jemand aus Deutschland aus der Gruppe der Juden kommt oder nicht, wenn man darüber entschieden hat (oder hier auch als theoretisches Beispiel entschieden hätte), ob derjenige aufgenommen wird. In gewisser Weise muss man Teil einer bestimmten Gruppe sein, um überhaupt erst verfolgt zu werden. Daher schon ist daran nichts moralisch verwerfliches, wenn man jemanden abweist, wenn man ihn einer Gruppe zuordnet, aus der Täter und Mitläufer kommen, wenn er also nicht verfolgt wird. Theoretisch könnte er natürlich einer anderen Gruppe angehören, wie der Gruppe der Oppositionellen. Das wäre dann auch legitim.

Und was die Strengheit betrifft muss man eben strenger sein, wenn man davon ausgeht, dass eine Gruppe bzw. deren Mitglieder im Schnitt Probleme verursachen könnten, bzw. diese Gruppe bereits Probleme verursacht.
 
Es ist mir klar, aber "Diskriminierung" (Unterscheidung) ist erstens quasi normal, insofern bereits, dass bestimmte Personen Staatsbürger sind und andere nicht (allerdings werden wir wiederum in anderen Staaten in gleicher Weise "diskriminiert"). Wir verweigern niemandem etwas auf das er ein natürliches Recht hat (Unterschied zu Freiheitsentzug zum Beispiel). (...)

Was ist "natürliches Recht"? Die Natur liefert keine Rechte. Aber wir haben zum Beispiel die UN-Menschenrechte und diverse andere Vereinbahrungen, in denen definiert ist, dass Mneschen a priori eben nicht nach Geschlecht, Rasse, Religionszugehörigkeit etc. be- bzw. verurteilt werden sollen.
 
Was ist "natürliches Recht"? Die Natur liefert keine Rechte. Aber wir haben zum Beispiel die UN-Menschenrechte und diverse andere Vereinbahrungen, in denen definiert ist, dass Mneschen a priori eben nicht nach Geschlecht, Rasse, Religionszugehörigkeit etc. be- bzw. verurteilt werden sollen.

Naja, normalerweise würde niemand sagen, dass man jemanden ohne entsprechende Gründe (Straftat) einsperren kann, aber kaum jemand würde sagen, dass es ein weltweites Aufenthaltsrecht gibt. "Natürliches Recht" ist quasi universelles Recht, unabhängig von regionalen Gesetzen.

Wenn die Nazis Juden verfolgen, dann ist der Glaube bzw. die Gruppenmitgliedschaft da auch ein Kriterium dafür, ob es Asyl gibt oder nicht. Wären damals schwarze Sklaven aus den USA irgendwohin geflohen, hätte die Hautfarbe auch Relevanz gehabt.

Insofern sehen wir, dass Gruppenzugehörigkeit bei dieser Problematik entscheidende Relevanz haben kann.

Davon abgesehen ist eins auch nicht wie das andere dort. Religionen haben sich selber mehr Schutz gegeben als sie verdienen (starke Lobby halt). Wie ich dir schon mal sagte, lassen sich religiöse Überzeugungen beurteilen, Geschlecht und Hautfarbe nicht. Man wird auch nicht mit einer Religion geboren, egal was einem Religiöse hierzu erzählen, also ist es auch nichts wofür man nicht zur Verantwortung gezogen werden kann.
 
Naja, normalerweise würde niemand sagen, dass man jemanden ohne entsprechende Gründe (Straftat) einsperren kann, aber kaum jemand würde sagen, dass es ein weltweites Aufenthaltsrecht gibt. "Natürliches Recht" ist quasi universelles Recht, unabhängig von regionalen Gesetzen. (...)

Z.B. in den UN-Menschenrechten und diversen anderen Vereinbahrungen, die von vielen Natiopnen ratifiziert wurden, ist auch definiert, welche Rechte Menschen in anderen Nationen als ihrem Geburtsland erwarten dürfen sollten. Alles weitere und konkretere würde wieder das gesperrte Thema stark antasten.
 
Z.B. in den UN-Menschenrechten und diversen anderen Vereinbahrungen, die von vielen Natiopnen ratifiziert wurden, ist auch definiert, welche Rechte Menschen in anderen Nationen als ihrem Geburtsland erwarten dürfen sollten. Alles weitere und konkretere würde wieder das gesperrte Thema stark antasten.

Aus meiner Sicht kann man nicht ohne weiteres von Verfolgung sprechen, wenn man von der Gruppe derer die diese Problematiken verursachen nicht unterscheidbar ist. Wäre doch lächerlich, wenn eine Bevölkerung einen Diktator an die Macht wählt und plötzlich ist 100% der Bevölkerung (außer ein paar Parteikader) überall asylberechtigt. Ich weiß nicht, wie man denkt, dass das Sinn macht.

Außerdem ist es kein non plus ultra das über allem steht.
 
Aus meiner Sicht kann man nicht ohne weiteres von Verfolgung sprechen, wenn man von der Gruppe derer die diese Problematiken verursachen nicht unterscheidbar ist. Wäre doch lächerlich, wenn eine Bevölkerung einen Diktator an die Macht wählt und plötzlich ist 100% der Bevölkerung (außer ein paar Parteikader) überall asylberechtigt. Ich weiß nicht, wie man denkt, dass das Sinn macht.

Außerdem ist es kein non plus ultra das über allem steht.

Ich verweise noch einmal auf die Themensperre. Ich könnte sehr gut darauf antworten, aber das Thema, was dadurch wieder betreten wird, ist aktuell hier nicht erwünscht.
 
Wie ich dir schon mal sagte, lassen sich religiöse Überzeugungen beurteilen, Geschlecht und Hautfarbe nicht. Man wird auch nicht mit einer Religion geboren, egal was einem Religiöse hierzu erzählen, also ist es auch nichts wofür man nicht zur Verantwortung gezogen werden kann.
Willst du damit etwa aussagen, dass jemand die “falsche Religion“ haben kann?
Freie Religionsausübung ist ein wesentlicher Bestandteil von demokratischen Systemen.
“Zur Verantwortung gezogen“ - diese Worte werden im Prinzip nur im Zusammenhang mit kriminellen Vergehen verwendet!
Wie sollen sich “religiöse Überzeugungen denn beurteilen“ lassen?
Sollen Theologen die Glaubensgrundsätze einer gewissen Religion untersuchen, um dann zu beurteilen, dass eine gewisse Religion “schlechter“ ist als andere und es deshalb Menschen, die sich dazu bekennen, nicht erlaubt sein soll, auf dem Gebiet eines bestimmten Staates zu leben? Das wäre nur bei einem diktatorisch geführten Regime möglich.
Und wer will sich anmaßen, zu beurteilen, ob jemand nur auf dem Papier einer Religion angehört oder dieses Glaubensbekenntnis aktiver, fixer Bestandteil seines Lebens ist?
Sollen etwa Kontrollorgane überwachen, ob jemand in die Moschee geht oder den Ramadan einhält?
Ich kann dir nur sagen: Moslems sind bei weitem nicht alle gleich, sondern haben ein sehr differenziertes Verhältnis zu ihrer Religion. Keiner ist wie der andere, sondern es sind Individuen. Ebenso wie Christen.
 
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Hitler hätte nichts ausrichten können wäre sein Samenkorn nicht auf fruchtbaren Boden gefallen. Nicht einer allein ist schuld sondern die Massen dahinter die dann später sagen, dass sie unschuldig sind weil sie nur Befehle ausgeführt haben.

Die Wechselwirkung hats in sich und das nicht nur, wenn es um unbelebte Materie geht, sondern erst recht, wenn scheinbar denkende Wesen davon betroffen sind.

Menschen können sehr arg manipuliert werden und die Möglichkeiten dies zu erreichen, werden von Tag zu Tag immer raffinierter. Ein Mensch, der nie wirklich gelernt hat, eigenständig zu denken, der wird vielen sog. klugen Köpfen zustimmen. Leben wir nicht in einer Welt, in der Prestige das Sagen hat?
Führungspositionen bringen viel Prestige mit, was Menschen mit wenig Selbstbewusstsein einschüchtert und sie zum Handeln zwingt. So folgen untere Ränge Alpha-Wesen, weil sie sie für ihren guten Hirten halten, der sie befreien soll.
Statt Vorbilder für Massen zu sorgen, sollten die Menschen daher eigenständig denken und handeln lernen. Wir brauchen keine Vorbilder. Wir brauchen selbständig und distanziert denkende Menschen.

Was das Thema angeht:
Die Aufgabe der Presse sollte unpersönliche Berichterstattung sein. Wie unpersönlich kann aber eine Person oder eine Gesellschaft von Personen sein? Alleine die Auswahl der Themen kann höchst manipulativ auf Massen wirken, was so manch ein Politiker oder politische Partei gerne für sich in Anspruch nimmt, da es hier um Macht geht. Mit nichts anderem sonst ist u.a. die Afd zu Amt und Würden gekommen.
 
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