LKW rast in einen Weihnachtsmarkt (Berlin-Charlottenburg)

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also mich interessiert´s, ob se den Fahrer (plus zu erwartende Mittäter) kriegen.
ich brauche aber keine News im Minutentakt und keine Pressemeute, die sich
vor einem Haus platziert, in welchem eine Durchsuchung zu erwarten ist, und dgl.
aber generell finde ich es schon gut, daß wir (soweit möglich) informiert werden.
von einem früheren Freund bei der Polizei weiß ich, daß eh nur ein Bruchteil der
Vorfälle etc nach draußen dringt. manches muß man halt auch zu lesen wissen
bzw auch einfach mal die Fachleute ihren Job machen lassen und bissl mitdenken.
 
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Zur Diskussion um das Thema Zusammenhalt hier ein interessanter Kommentar aus 'ZEIT ONLIE':

Anschlag in Berlin: Erstaunliche Angstresistenz
Nach Anschlägen schlägt die Stunde der Hetzer: Bild warnt vor "ANGST"! Die AfD twittert sich in Ekstase. Natürlich macht Seehofer mit. Allein: Die Bürger sind klüger.
Ein Kommentar von Peter Dausend
21. Dezember 2016, 17:28 Uhr
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Berliner nach dem Anschlag am Breitscheidplatz © Michael Sohn/AP/dpa

"Das sind wir den Opfern schuldig." Horst Seehofer, wer hätte Nachdenklicheres erwartet, hat den Anschlag von Berlin dazu benutzt, der Welt im Allgemeinen und Angela Merkel im Besonderen zu demonstrieren, dass er mit seinen Forderungen nach einer Umkehr in der Flüchtlingspolitik schon immer recht hatte. Da er das zu einem Zeitpunkt tat, da er noch gar nicht wissen konnte, ob der Täter tatsächlich ein Flüchtling ist, war das nicht nur dreist, sondern auch verantwortungslos.

Dass Seehofer seinen Reflex, den Tod von zwölf Menschen umgehend politisch zu instrumentalisieren, dann auch noch mit der moralischen Verpflichtung gegenüber den Opfern begründet, gibt dem Ganzen etwas Widerliches. Mieser ist da nur noch die AfD, die ihre Frontalangriffe gegen die Kanzlerin ("Blut an Merkels Händen") mit einer Mahnwache vor deren Amt garniert. Im Moment der Trauer schlägt die Stunde der Hetzer.

Die einen wollen politischen Profit aus dem Anschlag ziehen – und die anderen verbreiten Panik. Von "ANGST" in halbseitiger Aufmachung ist in den Boulevardmedien die Rede, von einer verunsicherten Bevölkerung, von Menschen, die sich nicht mehr in die Öffentlichkeit trauten.

Nur: Wer in den Tagen nach dem Anschlag auf Berlins Straßen unterwegs ist, spürt diese Angst nirgends. Man trifft allerorts auf Mitgefühl mit den Opfern, auf Nachdenklichkeit, von Panik keine Spur. Die Berliner bleiben gelassen, zeigen eine erstaunliche Angstresistenz, sind eher trotzig. Die Angst, die man beschreibt, will man durch solche Artikel offenbar selbst erzeugen. Weil Angst sich besser verkauft und höhere Quoten bringt als Gelassenheit.
 
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