Liebe ist kein Einheitsmodell – Eine Replik auf den Vatikan

Es ist ohnehin wenig zielführend, in diesem Thema irgendetwas mit Biologie begründen zu wollen, aus zwei Gründen:

1.) Alle mit Meinung darüber, dass es nur ein richtiges Lebens- und Liebesmidell gäbe, haben mehr oder weniger selektive Beispiele im Tierreich, die die eigene Haltung zu stützen scheinen. Eine eklatant falsche "Biologisierung" findet sich dann z.B auch in der Anti-Emanzipation, deren Anhänger dann meinen, Frauen wären biologisch nur dazu da, am Herd zu stehen etc.

2.) Wir sind nicht verpflichtet uns "biologisch korrekt" zu verhalten, selbst wenn es ein "biologisch korrekt" gäbe oder gibt. Aus einem (angeblichen) Naturgesetz ein moralisches Gesetz ableiten zu wollen, ist der sog. Naturalustische Fehlschluss.
 
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:morgen:

Sicherlich kann sich jeder seine Lebensphilosophie selbst gestalten. Biologischer Fakt ist aber, dass Männer keine Kinder gebären. Es hat also einen biologischen Grund, warum es nun einmal Frauen und Männer gibt!

Emanzipation bedeutete eigentlich, dass sich ein Sohn von der Vormundschaft seines Vaters befreien sollte.
Warum möchten nun Frauen unbedingt den Untugenden der Männer nacheifern? Stellen sich die Frauen damit nicht selbst unter den Scheffel?

Das Patriarchat hat uns jedenfalls nicht unbedingt zum Guten geführt! Nun möchte man das Matriarchat ausrufen, aber wäre eine Gemeinsamkeit nicht ein klügerer Weg?

Merlin
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Sicherlich kann sich jeder seine Lebensphilosophie selbst gestalten. Biologischer Fakt ist aber, dass Männer keine Kinder gebären. Es hat also einen biologischen Grund, warum es nun einmal Frauen und Männer gibt!
Warum tun sich einige Menschen so schwer damit, anzuerkennen, das es ein biologisches Geschlecht, (sex) und ein soziales Geschlecht (gender) gibt. Erkläre mir das bitte mal?


Emanzipation bedeutete eigentlich, dass sich ein Sohn von der Vormundschaft seines Vaters befreien sollte.
Warum möchten nun Frauen unbedingt den Untugenden der Männer nacheifern? Stellen sich die Frauen damit nicht selbst unter den Scheffel?
Moderne Emanzipation bedeutet für Frauen nicht, die "Untugenden" der Männer zu imitieren, sondern Zugang zu den gleichen Rechten, Freiheiten und Möglichkeiten zu erhalten, die traditionell Männern vorbehalten waren. Was daran falsch sein sollte, verstehe ich nicht?

Als Frau wird einem nämlich nicht automatisch der Wunsch nach Kindern, Familie und Unterwürfigkeit mit in die Wiege gelegt. Auch wenn das sehr lange Zeit als etwas vollkommen normales in unserer Gesellschaft galt.

Wenn Frauen Führungspositionen anstreben, dann nicht, um "wie Männer" zu werden, sondern um Macht, Verantwortung und Gestaltungsmöglichkeiten wahrzunehmen. Das Ziel ist nicht, das System zu übernehmen, sondern es von innen heraus zu verändern und menschlicher zu gestalten, indem neue Perspektiven und Werte eingebracht werden. Die Unterstellung, Frauen würden sich "unter den Scheffel stellen", negiert den Selbstbestimmungsanspruch.
Die meisten modernen Gleichstellungsbewegungen lehnen nämlich die Dominanzstrukturen des Patriarchats ab. Nicht nur, weil sie Frauen unterdrückt haben, sondern weil sie allen Geschlechtern starre Rollen aufzwingen (z.B. muss der Mann der unfehlbare Versorger sein). Schau dir bitte mal die Selbstmord Rate bei Männern an....

Der klügste Weg ist in der Tat die Egalität... Eine Gesellschaftsform, in der Macht und Verantwortung geteilt werden und die individuellen Fähigkeiten jedes Einzelnen, unabhängig vom Geschlecht, die Rolle bestimmen.

Polyamorie bedeutet einvernehmliche Liebe zu mehreren Menschen. Das bedeutet eben nicht zwangsläufig Sex.
Das es kulturellen Normen von Besitzanspruch, Exklusivität und traditioneller Ehe herausfordert, weiß ich. Das damit viele ein Problem haben kann ich mir gut vorstellen.

Der Kern der Angelegenheit liegt darin, dass man sich von der Annahme lösen müssen, dass Biologie unser gesellschaftliches Schicksal bestimmen muss. Stattdessen sollten man doch eine Gesellschaft anstreben, in der biologische Unterschiede existieren dürfen, ohne soziale Ungleichheit zu rechtfertigen eben eine kluge, egalitäre Gemeinsamkeit.

Ich verstehe das Problem nicht.....
 
Warum tun sich einige Menschen so schwer damit, anzuerkennen, das es ein biologisches Geschlecht, (sex) und ein soziales Geschlecht (gender) gibt. Erkläre mir das bitte mal?
Ich denke eher, dass manche ein Problem mit ihrem Geschlecht haben und sich damit verleugnen.
Ja, meine Zeilen zur Emanzipation hast Du nicht so recht verstanden.

Mir wäre jedenfalls eine Gesellschaft ohne Ellenbogen und Machogehabe lieber.

Merlin
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Biologischer Fakt ist aber, dass Männer keine Kinder gebären. Es hat also einen biologischen Grund, warum es nun einmal Frauen und Männer gibt!
Fakt ist, dass es „Frauen“ und „Männer“ gibt, weil wir entschieden haben, diese beiden speziellen Geschlechter so zu nennen. Der Mangel an Namen für die anderen Geschlechter liegt nicht an zu vielen Geschlechtern, sondern an zu wenig Fantasie.

Impotente Männer werden nicht zu TransFrauen, nur weil sie keine Kinder bekommen können. Es gibt auch Männer, die beide Hoden durch Krebs verlieren. Frauen ihre Gebärmutter. Was ist mit Frauen ab 50? Es werden die automatisch Trans.?

Dieses ganze binäre Gender-Ding funktioniert schon unter "normalen" Bedingungen nur gerade eben so...
 
Nein. Das würden sie eher tun, wenn sie ihr Leben so ausrichten würden, wie mancher Mann es für tugendvoll und angemessen hält.
Wenn ich das Wort "tugendvoll" schon lese.........:rolleyes:

Was soll das überhaupt sein und wer bestimmt das?
Die greisen Herren im Vatikan hätten es gerne, wenn Frau jungfräulich in die Ehe ginge und ein Leben lang diesem einen Mann "treu" sei, bis dass der Tod sie scheidet.

Gilt natürlich nur für die Frau, versteht sich...
Sie bekommt ja auch die Kinder.
Wo kämen wir denn da hin, wenn Frau von verschiedenen Männern mehrere Kinder bekommen würde?
Da ists dann schnell vorbei mit der "Tugend", weil die unbefleckte Empfängnis gabs bekanntlich nur einmal.

Seltsamerweise war/ist von den Männern nie die Rede....
 
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Wenn ich das Wort "tugendvoll" schon lese.........:rolleyes:

Was soll das überhaupt sein und wer bestimmt das?

Ich hab mich schon damals über den "Trotzkopf" amüsiert. Bei allen Mädchen die ihr ein Vorbild sein sollten, war es doch einzig Ilse, die sich andere als Vorbild hätten nehmen können. In vieler Hinsicht zumindest.

Unvergesslich auch ihre Verlobungsszene. Leo hat sie erst einmal gesehen und trifft ihn wieder, als ihr Vater ihn zum Erntedank einlädt. Er überrumpelt sie, erklärt ihr seine Liebe und übergeht erstmal ihre Abwehr. "Überwindet" sich dann aber. Seine Eltern sehen eine Umarmung und "schließen Ilse als ihr Töchterchen ins Herz".
 
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