Lotusz
Sehr aktives Mitglied
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Hallo
Jan van Helsing meint, dass viele Menschen, die sich über die normal zugänglichen Medien, wie Radio, Zeitungen, Literatur und Fernsehen informieren, oft genug sagen "Davon habe ich noch nie etwas gehört", wenn die Rede auf Geheimlogen und deren Aktivitäten zu sprechen kommt. Schließlich seien solche Logen ja geheim, denn sonst würden sie ihren Zweck nicht erfüllen. Also müsse es da etwas Verborgenes geben, dass den Logenbrüdern wichtig genug erscheint, um vor den anderen Menschen geheim gehalten zu werden. Weiter stellt er die Frage, was das wohl sein mag, was da geheimgehalten werden muss? Und dann taucht bei ihm auch ganz schnell wieder die Vermutung auf, dass die Mitglieder der Geheimgesellschaften, sich überwiegend aus Menschen zusammensetzen, die zu den Führungspersönlichkeiten aus Staat, Wirtschaft, Finanzen, Kultur, Sport usw. gehören. Verrate mir mal einer, wie die wenigen Juden es immer wieder schaffen, überall die Spitzenpositionen zu besetzen? Das müssen ja wirklich ganz patente Kerlchen sein.
Zunächst stelle ich mir die Frage, wen Jan van Helsing eigentlich im Auge hat, wenn er von Geheimlogen redet. Könnte er etwa den Illuminatenorden gemeint haben? Der Illuminatenorden wurde am 1. Mai 1776 vom Philosophen und Theologen Adam Weishaupt in Ingolstadt gegründet. Die rund 1.500 Mitglieder des Illuminatenordens, welche zu rund einem Drittel zugleich Freimaurer waren, galten als Förderer der Aufklärung. Sie hatten sich die Tugenden und Sittlichkeit und die aufklärerischen Ideale von Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit, die auch zur Losung der französischen Revolution wurde, auf die Fahnen geschrieben und standen damit im krassen Widerspruch zu den herrschenden Vorstellungen zur römisch-katholischen Kirche und zum Adel.
Man stelle sich nur nur einmal die damalige Situation vor. Die Kirche und der Adel teilten die Macht untereinander auf. Was die selbsternannten "Illuminaten" anstrebten, war in den Augen der Obrigkeit Ketzerei und Hochverrat: Freiheit, Gleichheit und ein Ende der geistigen Bevormundung von oben. Schon der Besitz verräterischer Dokumente hätte nervösen Kirchenoberen, Amtmännern oder Fürsten Grund zum Einschreiten geliefert. Das führte dazu, dass die Mitglieder des Illuminatenordens unter einem geheimen Namen auftraten, ihre Wohnorte tarnten, ihre Namen mit antik klingenden Namen wie Eleusis oder Numantia tarnten, und Briefe gar nach altpersischem Vorbild, etwa auf den 30. Chardad 1148, datierten (spiegel.de).
Der Illuminatenorden wurde, wie bereits gesagt, 1776 gegründet und dümpelte in den ersten 4 Jahren ohne größere Bedeutung vor sich hin und hatte sogar Probleme, Mitglieder zu finden. Dieses änderte sich erst als der hochverschuldete Kleinadlige Adolf Freiherr von Knigge, der auch ein Buch über gutes Benehmen herausbrachte, dem Geheimbund beitrat. Aber schon bald wurde der Illuminatenorden bei der bayrischen Obrigkeit denunziert und am 22. Juni 1784 mit anderen Geheimgesellschaften durch Kurfürst Karl Theodor verboten, ihre Mitglieder polizeilich gejagt und als Anarchisten, Gottesleugner und Giftmischer verteufelt.
Nachdem der Illuminatenorden verboten war, wurden alle Papiere des Ordens, derer man habhaft werden konnte, veröffentlicht. 1785 erklärte Papst Pius VI. in zwei Briefen an den Bischof von Freising die Mitgliedschaft im Orden als unvereinbar mit dem katholischen Glauben. Weitere Verbote durch Kurfürst Karl Theodor folgten und am 16. August 1787 stellte man die Rekrutierung von Mitgliedern für Freimaurer und Illuminaten unter die Todesstrafe.
Viele Mitglieder wurden verhaftet, alle mit der Begründung, sie seien „notorische Freidenker“. Unter Johann Joachim Christoph Bode fand 1785 die Ordenstätigkeit in der Weimarer Minervalkirche ihr Ende. Der Illuminatenorden bestand also nicht einmal 10 Jahre. Unter dem Druck der Amtsgewalten zerstob der Geheimbund wie ein Spuk. Nur noch dunkle Sagen lebten fort - bis heute: Erst vor fünf Jahren hat Bestseller-Autor Dan Brown in seinem Thriller "Illuminati" die Schauermär vom "mächtigsten satanischen Kult auf Erden" wieder aufgewärmt.
Somit kann es also nicht der Illuminatenorden sein, dem Jan van Helsing heute geheime Machenschaften unterstellt, denn der hat bereits vor über 200 Jahren sein Leben ausgehaucht. (wikipedia.org)
Alles Liebe. Gerrit
Jan van Helsing meint, dass viele Menschen, die sich über die normal zugänglichen Medien, wie Radio, Zeitungen, Literatur und Fernsehen informieren, oft genug sagen "Davon habe ich noch nie etwas gehört", wenn die Rede auf Geheimlogen und deren Aktivitäten zu sprechen kommt. Schließlich seien solche Logen ja geheim, denn sonst würden sie ihren Zweck nicht erfüllen. Also müsse es da etwas Verborgenes geben, dass den Logenbrüdern wichtig genug erscheint, um vor den anderen Menschen geheim gehalten zu werden. Weiter stellt er die Frage, was das wohl sein mag, was da geheimgehalten werden muss? Und dann taucht bei ihm auch ganz schnell wieder die Vermutung auf, dass die Mitglieder der Geheimgesellschaften, sich überwiegend aus Menschen zusammensetzen, die zu den Führungspersönlichkeiten aus Staat, Wirtschaft, Finanzen, Kultur, Sport usw. gehören. Verrate mir mal einer, wie die wenigen Juden es immer wieder schaffen, überall die Spitzenpositionen zu besetzen? Das müssen ja wirklich ganz patente Kerlchen sein.
Zunächst stelle ich mir die Frage, wen Jan van Helsing eigentlich im Auge hat, wenn er von Geheimlogen redet. Könnte er etwa den Illuminatenorden gemeint haben? Der Illuminatenorden wurde am 1. Mai 1776 vom Philosophen und Theologen Adam Weishaupt in Ingolstadt gegründet. Die rund 1.500 Mitglieder des Illuminatenordens, welche zu rund einem Drittel zugleich Freimaurer waren, galten als Förderer der Aufklärung. Sie hatten sich die Tugenden und Sittlichkeit und die aufklärerischen Ideale von Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit, die auch zur Losung der französischen Revolution wurde, auf die Fahnen geschrieben und standen damit im krassen Widerspruch zu den herrschenden Vorstellungen zur römisch-katholischen Kirche und zum Adel.
Man stelle sich nur nur einmal die damalige Situation vor. Die Kirche und der Adel teilten die Macht untereinander auf. Was die selbsternannten "Illuminaten" anstrebten, war in den Augen der Obrigkeit Ketzerei und Hochverrat: Freiheit, Gleichheit und ein Ende der geistigen Bevormundung von oben. Schon der Besitz verräterischer Dokumente hätte nervösen Kirchenoberen, Amtmännern oder Fürsten Grund zum Einschreiten geliefert. Das führte dazu, dass die Mitglieder des Illuminatenordens unter einem geheimen Namen auftraten, ihre Wohnorte tarnten, ihre Namen mit antik klingenden Namen wie Eleusis oder Numantia tarnten, und Briefe gar nach altpersischem Vorbild, etwa auf den 30. Chardad 1148, datierten (spiegel.de).
Der Illuminatenorden wurde, wie bereits gesagt, 1776 gegründet und dümpelte in den ersten 4 Jahren ohne größere Bedeutung vor sich hin und hatte sogar Probleme, Mitglieder zu finden. Dieses änderte sich erst als der hochverschuldete Kleinadlige Adolf Freiherr von Knigge, der auch ein Buch über gutes Benehmen herausbrachte, dem Geheimbund beitrat. Aber schon bald wurde der Illuminatenorden bei der bayrischen Obrigkeit denunziert und am 22. Juni 1784 mit anderen Geheimgesellschaften durch Kurfürst Karl Theodor verboten, ihre Mitglieder polizeilich gejagt und als Anarchisten, Gottesleugner und Giftmischer verteufelt.
Nachdem der Illuminatenorden verboten war, wurden alle Papiere des Ordens, derer man habhaft werden konnte, veröffentlicht. 1785 erklärte Papst Pius VI. in zwei Briefen an den Bischof von Freising die Mitgliedschaft im Orden als unvereinbar mit dem katholischen Glauben. Weitere Verbote durch Kurfürst Karl Theodor folgten und am 16. August 1787 stellte man die Rekrutierung von Mitgliedern für Freimaurer und Illuminaten unter die Todesstrafe.
Viele Mitglieder wurden verhaftet, alle mit der Begründung, sie seien „notorische Freidenker“. Unter Johann Joachim Christoph Bode fand 1785 die Ordenstätigkeit in der Weimarer Minervalkirche ihr Ende. Der Illuminatenorden bestand also nicht einmal 10 Jahre. Unter dem Druck der Amtsgewalten zerstob der Geheimbund wie ein Spuk. Nur noch dunkle Sagen lebten fort - bis heute: Erst vor fünf Jahren hat Bestseller-Autor Dan Brown in seinem Thriller "Illuminati" die Schauermär vom "mächtigsten satanischen Kult auf Erden" wieder aufgewärmt.
Somit kann es also nicht der Illuminatenorden sein, dem Jan van Helsing heute geheime Machenschaften unterstellt, denn der hat bereits vor über 200 Jahren sein Leben ausgehaucht. (wikipedia.org)
Alles Liebe. Gerrit