es beginnt wie ein Witz.
als Technofuzzi mit 14 wollte ich unbedingt an die Street Parade, aber meine Mutter erlaubte mir das natürlich nicht, weil wegen den Drogen und so. Also musste ein Schosshündchen mit, eine Arbeitskollegin meiner Mutter die auf Kleinfist aufpassen sollte, damit ich nicht in berührung mit den bösen bösen Drogen kam. Nun ja, es kam wie es kommen musste, den ersten Joint meines Lebens bekam ich natürlich genau von dieser Arbeitskollegin in die Hand gedrückt. Noch war es lange weg mit regelmässigem Kiffen - zumal ein so junger Rotzlöffel wie ich natürlich gar nicht wusste wie man an Stoff kommt.
Schule gewechselt, 10. Schuljahr in Kriens und schon kursierte das Grass in der Schule von mehreren Seiten und FIST natürlich immer mit dabei. war nichts grosses, nichts wirklich aufregendes, halt das übliche Wochenend in der Jugendzeit kiffen kiffen. Bis dann halt die Lehre kam und die Hanfläden in Luzern aus dem boden sprossen so das man meinen Könnte, Luzern sei das Amsterdam der Schweiz. Das währe alles nicht so schlimm gewesen, währe da nicht die zerbrochene erste Liebe in den Weg und das Rausschmiessen aus der Wohnung durch die Polizei gewesen - von da an war ich kiffer - und ich meine damit Kiffer. Das Dope war stark und günstig, lag, im warsten sinne des Wortes auf der Strasse rum (mehr als einmal hab ich ganze 5g Säcken vom Boden aufgelesen) und ich wurde zum berufskiffer - nach dem Verlust der Lehre hiess das: zwischen 5 - 20 Joints pro tag. ich war Dauerstoned.
Geld kassiert, ich weiss nicht mehr woher, also ab nach zürich in den einzigen Laden der Pilze vertickte und 5g Mexikanische Pilze auf einmal eingeworfen... nach anfänglichem farb und Formenspiel und auslachen von Menschen mit 5 Augen im Kopf wurde es zum ersten ausgewachsenen Horrortripp mit Panikatacken, neurotischem Verhalten und fölligem durchdrehen - ich fands geil.
Viel tiefer auf der Strasse, mal wieder mit einem kleinen Minijob als Zeitunsgverteiler für die 20minuten (die wurde anfänglich an den Bahnhöfen ja verteilt) in Zug dann das erste mal ne Pille mit 3 Freunden. Was für ein Erlebnis - Sex ohne Sex - und auch sowas wie eine Spirituelle erfahrung nachher und ein Nerfenzusammenbruch.
anderthalb jahre oder so später - ich war am rande eines langsamen Selbstmordes, war drauf und drann im reichsten Land der Welt zu verhungern, weil ich keine Energie mehr aufbrachte zum betteln. ich ernährte mich blos noch von Nudeln und Karotten, abgemagert bis auf die Knochen, allnächtliches Kippenstummelzusammenlesen auf der strasse und aus dem Mülleimer des Nachbars die Jointstummel rausfischte (eklige Scheisse, aber nichts haut kiffermässig mehr rein als ein aus peacejointstummel gerollter Pennerjoint) - Baby Woodrose - LSA - empfohlene Dosis 8 Stück - ich narr: 40 Stück.
Anfänglich nichts grossartiges, Graustufen mit leichtem Psychedelischen Vibrieren, bis sich die Welt vor meinen Augen zusammenriss und mein erster und bisher einziger wirklicher Horrortripp begann. Ich erlebte die gesammte Evolution bis hin zum bitteren Ende auf Golgata wo mir ein satz eingegeben wurde "Vergiss das Mitleid nicht", machte Bekanntschaft mit dem Teufel der mir meinen Lebenswillen rauspeitschen wollte, mich zum aufgeben zwingen, einfach zu sterben. Ich schrie ihn an, egal wieviele Schmerzen er mir zufügen würde, ich würde nicht aufgeben und auf die Frage nach dem wieso blos ein: weil ich nicht kann.
der einzig wirklich wichtige Drogentripp in meinem Leben. Er rettete meines nämlich, und schon tags darauf war ich grossartig am Geld zusammenschnorren und gönnte mir mal wieder richtiges Essen, richtiges Bier, richtige Kippen, richtiges Gras.
Später dann LSD, man was fühlte ich mich saucool, ich war so fatt, so breit, so der King der Welt, richtig sanft, massierend, irgendwie erfrischend, föllig anders als ich es mir vorgestellt habe, voll Easystyle wie mein jetziger Arbeitskolege wohl sagen würde und dadurch irgendwie auch - enttäuschend.
Im Tessin dann nur kiffen, selbst angebautes, selbt geernetes, selbst getrocknetes Kraut - was für ne Scheissarbeit die Blüten zu ernten, was für ein schöner Anblick die Ernte dann zu sehen.
Berlin. Einmal nur Pilze - das erste mal wurde ich von Drogen generft, einfach nur noch generft.
Österreich. Natürlich Kiffen, was sonst, aber nicht grossartig, schön diskret, man redet auf dem Land nicht über solches Zeugs, man tut es einfach. wieder mal eine Pille, man was war ich abgenerft, generft von mir selber. LSD... scheisse, was für ein Reinfall, was für ein Generfe, was für n scheiss und ich hab ne entscheidung getroffen: um mich zu nerfen, brauch ich keine Drogen. Keine Pschedelika mehr. Begann ich halt hin und wieder zu schnupfen... Ephedrin, Speed, irgendwelche Aufputschenden und legalen mittelchen - keine Grosse Wirkungen, erhöhter Schweis und hoher Wachheitsgrad - nichts weltbewegendes, zum saufen eher scheisse, weil man den Alk nicht merkt - blöd nur wenn dann die Wirkung nachlässt und der Alk so schlimm reinhaut, dass man ins Koma fällt und im Spital aufwacht.
Keine Drogen mehr also, ausser Kiffen hin und wieder, arg kontrolliert, immer nur wenig und immer mit grossen Zeitabständen. ein Jahr lang kaum ein einziger Joint, jetzt wieder etwas mehr, aber blos an den Abenden an den Wochenenden, und auch das nur alle Monate. Keine Sucht mehr.
Alkohol, eine Geschichte für sich. mit 15 Jedes Wochenende Besoffen, kaum einmal gereiert, mein 18 Geburtstag eine Dreitägige Sauf und Kifftour durch die halbe schweiz (Luzern - Genf Retour), nach dem Kotzen wurde weitergesoffen, weitergekifft. Danach lange nichts mehr, weil ich merkte wie ich die Kontrolle über mich selber verlohr auf Alkohol und ich begann Dinge zu tun die ich bereute.
Klassenzusammenkunft irgendwann mal, wieder begonnen zu trinken, voll Easy und so, auf der Strasse halt täglich Bier, weils Günstiger ist als Wasser, mehr nährt als Wasser und man die Strasse nicht nüchtern ertragen kann.
In Berlin glaub ich ganz selten was getrunken, da wahr ich sowieso meist nüchtern - komische Zeit übrigens, hab da auch fast keine Musik gehört
in österreich - naja, Mostschadln halt, kommt man um Alk nicht herum, ich war moderat, oft wochenlang trocken, entdeckte aber Whiskey für mich, was für ne Faust jeden Morgen. Weise Mäuse, sich bewegende Maschinen, ich lebte nach der Maxime "wer saufen kann, kann auch arbeiten". War ein stehtes auf und ab, ein richtiger Teilzeitalkoholiker.
Zurück in der Schweiz, echt kein Thema mehr, ich trinke nur selten was, und wenn dann nur moderat (ich hasse es im Suff im Bett zu liegen wenn sich alles dreht, und das geschieht bei mir meist recht schnell - ein mieser Zustand) und seit ich für meinen Selbstmordversuch zuviel Kräuterschnapps (was für ein hässliches Zeugs) reingehauen habe und mir der Magen ausgepumpt werden musste, vertrage ich hartes zeugs noch viel schlechter.
was mir bei der Drogenkarriere das Leben rettete? ich sah als keines Kind in der Hochphase der offenen Szene in der Schweiz die Heroinopfer in Zürich rumliegen und wusste stehts, dass ich da nicht hin will. Später sah ich die Junkies auf der Strasse, kannte sie auch persönlich - war nichts für mich - zu viel stress, zu viel zerstöhrung - ich hab nie Koks oder Heroin angefasst, auch kein Meth, und das wird auch so bleiben. Und das ich mich aufs Kiffen festgelegt hatte, das war meine Droge, davon war ich süchtig, der rest war okay, so für zwischendurch, aber auch nur das.
so sieht also meine Bilanz aus
Hanf: wohl mehrere Kilos schon verraucht
Alkohol: ein paar Liter werden es schon gewesen sein
LSD: 3 Stück
XTC: 4 Stück
Speed: wohl insgesammt 5g
andere pülferchen: auch ungefähr 5g alles zusammen
Andere Kräuterdrogen zum rauchen: richtig wenig, keine mit erwähnenswerter Wirkung, abgesehen von Spice dem Hanfersatz der kurze Zeit legal erhältlich war - hat schon krass geflasht
Pilze: 4 Tripps, insgesammt wohl 20g
meine Drogenzukunft:
Kippen und Kaffe, gelegentlich ein Bier oder etwas Wein, hin und wieder etwas Kiffen. nix anderes
lg
Stefan
als Technofuzzi mit 14 wollte ich unbedingt an die Street Parade, aber meine Mutter erlaubte mir das natürlich nicht, weil wegen den Drogen und so. Also musste ein Schosshündchen mit, eine Arbeitskollegin meiner Mutter die auf Kleinfist aufpassen sollte, damit ich nicht in berührung mit den bösen bösen Drogen kam. Nun ja, es kam wie es kommen musste, den ersten Joint meines Lebens bekam ich natürlich genau von dieser Arbeitskollegin in die Hand gedrückt. Noch war es lange weg mit regelmässigem Kiffen - zumal ein so junger Rotzlöffel wie ich natürlich gar nicht wusste wie man an Stoff kommt.
Schule gewechselt, 10. Schuljahr in Kriens und schon kursierte das Grass in der Schule von mehreren Seiten und FIST natürlich immer mit dabei. war nichts grosses, nichts wirklich aufregendes, halt das übliche Wochenend in der Jugendzeit kiffen kiffen. Bis dann halt die Lehre kam und die Hanfläden in Luzern aus dem boden sprossen so das man meinen Könnte, Luzern sei das Amsterdam der Schweiz. Das währe alles nicht so schlimm gewesen, währe da nicht die zerbrochene erste Liebe in den Weg und das Rausschmiessen aus der Wohnung durch die Polizei gewesen - von da an war ich kiffer - und ich meine damit Kiffer. Das Dope war stark und günstig, lag, im warsten sinne des Wortes auf der Strasse rum (mehr als einmal hab ich ganze 5g Säcken vom Boden aufgelesen) und ich wurde zum berufskiffer - nach dem Verlust der Lehre hiess das: zwischen 5 - 20 Joints pro tag. ich war Dauerstoned.
Geld kassiert, ich weiss nicht mehr woher, also ab nach zürich in den einzigen Laden der Pilze vertickte und 5g Mexikanische Pilze auf einmal eingeworfen... nach anfänglichem farb und Formenspiel und auslachen von Menschen mit 5 Augen im Kopf wurde es zum ersten ausgewachsenen Horrortripp mit Panikatacken, neurotischem Verhalten und fölligem durchdrehen - ich fands geil.
Viel tiefer auf der Strasse, mal wieder mit einem kleinen Minijob als Zeitunsgverteiler für die 20minuten (die wurde anfänglich an den Bahnhöfen ja verteilt) in Zug dann das erste mal ne Pille mit 3 Freunden. Was für ein Erlebnis - Sex ohne Sex - und auch sowas wie eine Spirituelle erfahrung nachher und ein Nerfenzusammenbruch.
anderthalb jahre oder so später - ich war am rande eines langsamen Selbstmordes, war drauf und drann im reichsten Land der Welt zu verhungern, weil ich keine Energie mehr aufbrachte zum betteln. ich ernährte mich blos noch von Nudeln und Karotten, abgemagert bis auf die Knochen, allnächtliches Kippenstummelzusammenlesen auf der strasse und aus dem Mülleimer des Nachbars die Jointstummel rausfischte (eklige Scheisse, aber nichts haut kiffermässig mehr rein als ein aus peacejointstummel gerollter Pennerjoint) - Baby Woodrose - LSA - empfohlene Dosis 8 Stück - ich narr: 40 Stück.
Anfänglich nichts grossartiges, Graustufen mit leichtem Psychedelischen Vibrieren, bis sich die Welt vor meinen Augen zusammenriss und mein erster und bisher einziger wirklicher Horrortripp begann. Ich erlebte die gesammte Evolution bis hin zum bitteren Ende auf Golgata wo mir ein satz eingegeben wurde "Vergiss das Mitleid nicht", machte Bekanntschaft mit dem Teufel der mir meinen Lebenswillen rauspeitschen wollte, mich zum aufgeben zwingen, einfach zu sterben. Ich schrie ihn an, egal wieviele Schmerzen er mir zufügen würde, ich würde nicht aufgeben und auf die Frage nach dem wieso blos ein: weil ich nicht kann.
der einzig wirklich wichtige Drogentripp in meinem Leben. Er rettete meines nämlich, und schon tags darauf war ich grossartig am Geld zusammenschnorren und gönnte mir mal wieder richtiges Essen, richtiges Bier, richtige Kippen, richtiges Gras.
Später dann LSD, man was fühlte ich mich saucool, ich war so fatt, so breit, so der King der Welt, richtig sanft, massierend, irgendwie erfrischend, föllig anders als ich es mir vorgestellt habe, voll Easystyle wie mein jetziger Arbeitskolege wohl sagen würde und dadurch irgendwie auch - enttäuschend.
Im Tessin dann nur kiffen, selbst angebautes, selbt geernetes, selbst getrocknetes Kraut - was für ne Scheissarbeit die Blüten zu ernten, was für ein schöner Anblick die Ernte dann zu sehen.
Berlin. Einmal nur Pilze - das erste mal wurde ich von Drogen generft, einfach nur noch generft.
Österreich. Natürlich Kiffen, was sonst, aber nicht grossartig, schön diskret, man redet auf dem Land nicht über solches Zeugs, man tut es einfach. wieder mal eine Pille, man was war ich abgenerft, generft von mir selber. LSD... scheisse, was für ein Reinfall, was für ein Generfe, was für n scheiss und ich hab ne entscheidung getroffen: um mich zu nerfen, brauch ich keine Drogen. Keine Pschedelika mehr. Begann ich halt hin und wieder zu schnupfen... Ephedrin, Speed, irgendwelche Aufputschenden und legalen mittelchen - keine Grosse Wirkungen, erhöhter Schweis und hoher Wachheitsgrad - nichts weltbewegendes, zum saufen eher scheisse, weil man den Alk nicht merkt - blöd nur wenn dann die Wirkung nachlässt und der Alk so schlimm reinhaut, dass man ins Koma fällt und im Spital aufwacht.
Keine Drogen mehr also, ausser Kiffen hin und wieder, arg kontrolliert, immer nur wenig und immer mit grossen Zeitabständen. ein Jahr lang kaum ein einziger Joint, jetzt wieder etwas mehr, aber blos an den Abenden an den Wochenenden, und auch das nur alle Monate. Keine Sucht mehr.
Alkohol, eine Geschichte für sich. mit 15 Jedes Wochenende Besoffen, kaum einmal gereiert, mein 18 Geburtstag eine Dreitägige Sauf und Kifftour durch die halbe schweiz (Luzern - Genf Retour), nach dem Kotzen wurde weitergesoffen, weitergekifft. Danach lange nichts mehr, weil ich merkte wie ich die Kontrolle über mich selber verlohr auf Alkohol und ich begann Dinge zu tun die ich bereute.
Klassenzusammenkunft irgendwann mal, wieder begonnen zu trinken, voll Easy und so, auf der Strasse halt täglich Bier, weils Günstiger ist als Wasser, mehr nährt als Wasser und man die Strasse nicht nüchtern ertragen kann.
In Berlin glaub ich ganz selten was getrunken, da wahr ich sowieso meist nüchtern - komische Zeit übrigens, hab da auch fast keine Musik gehört
in österreich - naja, Mostschadln halt, kommt man um Alk nicht herum, ich war moderat, oft wochenlang trocken, entdeckte aber Whiskey für mich, was für ne Faust jeden Morgen. Weise Mäuse, sich bewegende Maschinen, ich lebte nach der Maxime "wer saufen kann, kann auch arbeiten". War ein stehtes auf und ab, ein richtiger Teilzeitalkoholiker.
Zurück in der Schweiz, echt kein Thema mehr, ich trinke nur selten was, und wenn dann nur moderat (ich hasse es im Suff im Bett zu liegen wenn sich alles dreht, und das geschieht bei mir meist recht schnell - ein mieser Zustand) und seit ich für meinen Selbstmordversuch zuviel Kräuterschnapps (was für ein hässliches Zeugs) reingehauen habe und mir der Magen ausgepumpt werden musste, vertrage ich hartes zeugs noch viel schlechter.
was mir bei der Drogenkarriere das Leben rettete? ich sah als keines Kind in der Hochphase der offenen Szene in der Schweiz die Heroinopfer in Zürich rumliegen und wusste stehts, dass ich da nicht hin will. Später sah ich die Junkies auf der Strasse, kannte sie auch persönlich - war nichts für mich - zu viel stress, zu viel zerstöhrung - ich hab nie Koks oder Heroin angefasst, auch kein Meth, und das wird auch so bleiben. Und das ich mich aufs Kiffen festgelegt hatte, das war meine Droge, davon war ich süchtig, der rest war okay, so für zwischendurch, aber auch nur das.
so sieht also meine Bilanz aus
Hanf: wohl mehrere Kilos schon verraucht
Alkohol: ein paar Liter werden es schon gewesen sein
LSD: 3 Stück
XTC: 4 Stück
Speed: wohl insgesammt 5g
andere pülferchen: auch ungefähr 5g alles zusammen
Andere Kräuterdrogen zum rauchen: richtig wenig, keine mit erwähnenswerter Wirkung, abgesehen von Spice dem Hanfersatz der kurze Zeit legal erhältlich war - hat schon krass geflasht
Pilze: 4 Tripps, insgesammt wohl 20g
meine Drogenzukunft:
Kippen und Kaffe, gelegentlich ein Bier oder etwas Wein, hin und wieder etwas Kiffen. nix anderes
lg
Stefan

