"Höre, Israel" - Ein Gedicht von Erich Fried

  • Ersteller Ersteller Farid
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shalom marku.



komisch du weisst es auch nicht... die erste konflikte brachen gar nicht zwisches juden und plaestinser aus, sondern zwischen araber (aus saudi arabien) und juden... juden und palestinser lebten jahrhunderte lang in frieden miteineder und wurden von saudis und engländer aufgehetzt...




shimon

Hallo shimon,

Ich denke, dass dieser Konflikt vor allem durch die vielen jüdischen Einwanderer im letzten Jahrhundert entstanden ist. Viele von ihnen behaupteten, ihnen gehöre das Land und haben die Palästinenser vertrieben. Sie hatten keine engen Beziehungen zu den Palästinensern wie es die alteingesessene jüdische Bevölkerung hatte und sie hatten keine Beziehung zu dem Land.
 
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Hallo shimon,

Ich denke, dass dieser Konflikt vor allem durch die vielen jüdischen Einwanderer im letzten Jahrhundert entstanden ist. Viele von ihnen behaupteten, ihnen gehöre das Land und haben die Palästinenser vertrieben. Sie hatten keine engen Beziehungen zu den Palästinensern wie es die alteingesessene jüdische Bevölkerung hatte und sie hatten keine Beziehung zu dem Land.



shalom farid,


die enwanderungswelle zwischen 1880 und 1920 war nicht da sproblem... die einwandere waren meist linke zionistenj aus russland und ukraine und nicht die relliösen zinisten, die in grossen zahl nach der shoa kamen.

ich bin überzeugt, das die palestinser und auch die zionistische juden vor 33 gut miteinder ausgekommen waren... da gab auch noch kein aussicht auf ein "judenstaat". und nach der gründung des staates hat die "arabische legion" rabbaz gemacht.... und das waren saudis, nicht palestinser - mindestens anfangs...

wie dem auch sei... im momnet ist alles vergiftet und ein frieden kaum möglich ... ausser die judenbeginnen umzudneken....und auch die plaestinenser... und das wäre ein noch grösserer wunder als das erscheinen der MESSIAH!



shimon
 
Das ist ein Gedicht welches gegen das Unrecht was dort von Seiten Israels geschieht gerichtet ist. Es weist nur auf Tatsachen hin.


oh, ok, mein Fehler...sorry
Ich las nur Gedicht, und dachte an Grass....

Gut, das kenne ich noch nicht, werde es mir demnächst mal durchlesen...
 
Hier sind noch ein paar andere Gedichte von Erich Fried in Bezug auf Israel:

1. Ein Jude an die zionistischen Kämpfer - 1988

was wollt ihr eigentlich?
Wollt ihr wirklich die übertreffen
die euch niedergetreten haben
vor einem Menschenalter
in euer eigenes Blut
und in euren eigenen Kot?

Wollt ihr die alten Foltern
jetzt an die anderen weitergeben
mit allen blutigen
dreckigen Einzelheiten
mit allem brutalen Genuss
der Folterknechte
wie unsere Väter sie damals
erlitten haben?

Wollt jetzt wirklich ihr
die neue Gestapo sein
die neue Wehrmacht
die neue SA und SS
und aus den Palästinensern
die neuen Juden machen?

Aber dann will auch ich
weil ich damals vor fünfzig Jahren
selbst als ein Judenkind
gepeinigt wurde
von euren Peinigern
ein neuer Jude sein
mit diesen neuen Juden
zu denen ihr
die Palästinenser macht

Und ich will sie zurückführen helfen
als freie Menschen
in ihr eigenes Land Palästina
aus dem ihr sie vertrieben habt
oder in dem ihr sie quält
ihr Hakenkreuzlehrlinge
ihr Narren und Wechselbälge
der Weltgeschichte
denen der Davidstern
auf euren Fahnen
sich immer schneller verwandelt
in das verfluchte Zeichen
mit den vier Füßen das
ihr nun nicht sehen wollt
aber dessen Weg ihr heut geht!


2. Womit vergleichen?

Im Knesseth, dem Parlament von Israel
war von zionistischen Extremisten die Rede.
Ihre Terroranschläge haben zum Beispiel den
Bürgermeister von Nablus um beide Füsse gebracht.

Da erklärte der zweite Sprecher des Knesseth:
"Aber das ist ja
unsere Aufgabe ihnen die Eingeweide
und die Gliedmassen und die Augen auszureissen!"

Mir als Jude fällt der Vergleich
von Juden mit Nazis nicht leicht
aber womit
kann man diese Worte vergleichen?

3. Freiheit und Selbstbestimmung für die Palästinenser

Die Schreie der gefolterten Palästinenser im Gefängnis von Hebron
und in den anderen israelischen Geheimdienstkellern
und auch die Schüsse
die palästinensische Kinder und Jugendliche auf der Straße
niedergestreckt haben
sind nicht ungehört verhallt.
Trotz Terror demonstrieren Zehntausende und fordern ihr Recht
über 1.000 wurden verhaftet, Dutzende erschossen.
Israel geht den Weg seines heimlichen Bundesgenossen Südafrika
Apartheid und Rassismus endlich ganz ohne Maske.

Als von Hitler vertriebener Jude und in der Welt herumgekommener
Schriftsteller
erkläre ich meine Solidarität
mit dem palästinensischen Volk.
Alle Welt ist aufgerufen zu verhindern, daß Terror und
Unrecht eskalieren.
Die Juden sind aufgerufen, sich laut gegen die Verbrechen zu wenden,
die in ihrer aller Namen begangen werden.
Die Deutschen sind aufgerufen zu helfen:
Ohne Hitler wären nie genug verbitterte Einwanderer gekommen,
um die Palästinenser so unterdrücken zu können.
Die Amerikaner sind aufgerufen, ihren israelischen Satelliten nicht
weiter rasen zu lassen.

Alle Welt muß endlich offenen Auges Solidarität üben.
Der Terror muß aufhören.
Freiheit und Selbstbestimmung für die Palästinenser!

4. Eure Toten - Die Palästinenser an die Zionisten

Eure Toten
eure toten Eltern und Großeltern
eure toten Brüder und Schwestern
auf die ihr euch immer beruft
eure Toten die euer Trumpf sind
eure Toten für die ihr euch Geld bezahlen laßt
als Wiedergutmachung
sie sind nicht mehr eure Toten


Ihr habt eure Toten verloren
denn eure Toten
das waren die Opfer der Mörder
die Gerechten die Unterdrückten:
Die Machtlosen die Verfolgten
die ermordeten Widerstandskämpfer
und ihre Kinder
das waren eure Toten

Jetzt aber seid ihr Machtanbeter und Mörder geworden
und werft Bomben auf eure Opfer wenn sie sich wehren
Ihr vertreibt die Machtlosen aus ihren niederen Hütten
Ihr kommt rasselnd in rasenden Panzern
Ihr laßt das Sprühgift
aus euren Flugzeugen regnen
nieder auf unsere Felder
und euer Napalm auf unsere Frauen und Kinder

Glaubt ihr denn eure Toten würden euch wiedererkennen
versteckt in eure Panzer und Kampfflugzeuge?
Eure Toten sind übergegangen zu uns
Opfer zu Opfern
Verfolgte zu Verfolgten
denn die Ermordeten sind der Ermordeten Brüder und Schwestern
und nicht die der Mörder
Eure Toten wollen euch nicht mehr kennen

Darum beruft euch lieber nicht mehr auf eure Toten
um die Welt schweigen zu machen jedes Mal wenn ihr tötet
Darum tut lieber nicht mehr
als wären sie das gewesen was ihr seid
als wäret ihr wirklich noch ihre echten Kinder und Enkel
denn ihr habt Verrat begangen an ihrem Leben und Sterben
als ihr eingetreten seid in die Dienste derselben Ordnung
die eure Toten gequält und getötet hat

Eure Toten sind nun zu Gast bei unseren Toten
die versuchen sie zu beruhigen daß ihr vielleicht nur
aus Unwissenheit und aus Dummheit tut was ihr tut
Doch eure Toten sagen ihr seid immer so klug gewesen
die klügsten Kinder der Welt
und sie können euch nicht mehr verstehen
Und unsere Toten wollen sie trösten und sagen
daß nur die Macht der Mächtigen euch so verlockt und verwirrt hat
und daß ihr vielleicht es noch sehen und doch noch umkehren werdet
statt so zu sterben daß eure Toten euch nicht mehr kennen
 
Ich habe heute ein Gedicht aus dem Jahr 1974 von Erich Fried gefunden, was ich hier gerne reinstelle.


Wie gefällt es euch?

Wer Erich Fried nicht kennt, hier die Wikiseite:

Nun angehört, finde es gut.
Es wird auch sehr gut und eingehend vorgetragen, in diesem Clip, wer ist der Sprecher, weiß man das?
 
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