Gottlos?

intrabilis

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22. Februar 2005
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ungefähr da
Grüss Euch

Eines ist klar.Alles muss einmal begonnen haben.
Alles muss irgendwann zu Ende gehen um von Neuem bzw Neues zu beginnen.
Wie/wo/wann/warum entzieht sich völlig unserer Kenntnis.
Nun kommt Gott ins Spiel.
Gott als Schöpfer, als Liebe, als Wahrheit, als Vollkommenheit, als Alles,...
Anders: Gott steht für Unwissenheit, Unbegreiflichkeit, Unendlichkeit,...
Ist es nun Gott wonach wir streben?
Wonach streben wir da?
Wie streben wir da?
Jeder glaubt eine Wahrheit gefunden zu haben, jeder auf anderem Weg.
Sei es nun in Glaube, Religion, Spiritualismus, Wissenschaft, Esoterik, Monismus, Dualismus, Materialismus, garnicht etc.
Welcher der Wege ist nun besser als der Andere?
Welcher der Wege benötigt tatsächlich Gott?
Wer hat nun wen erschaffen? Gott den Mensch, oder Mensch Gott?
Wie/was wäre die Natur ohne Gott?

Das soll keine Provokation oder abwertend sein, sonder Anlass zu Hinterfragung.

alles liebe
 
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Ich glaube, man kann drei gemeinsame Dinge aus dem Streben der Menschen als gemeinsamer Nenner extrahieren:

1. langes Leben (entspricht Ewigkeit)
2. Neugierde befriedigen (entspricht Wissen)
3. möglichst frei sein von Leiden (entspricht Glückseligkeit)

Nach der vedischen Ansicht sind das die drei Bestandteile der ewigen Seele: sat-cit-ananda. Danach suchen wir, bewußt oder unbewußt.

Andere Betrachtungsweise:
Tod kommt durch die Identifikation mit dem Vergänglichen
Unwissenheit kommt durch unsere Vergeßlichkeit (wer wir sind)
Leid kommt durch unsere Dummheit (alles auf eigene Faust machern wollen)

Über allem steht: die Sehnsucht nach Liebe, die hier immer enttäuscht wird (weil meist mit Lust verwechselt)

nur ein wenig "Zündstoff" :rolleyes:

Liebe Grüße
C
 
Hallo Cintamani,
Bis hierhin sind wir konform.
Ohne, dass ich Deine Aussage jetzt abtun oder gar negieren möchte.
Cintamani schrieb:
Unwissenheit kommt durch unsere Vergeßlichkeit (wer wir sind)
Das setzt voraus, dass wir vorher tatsächlich etwas anderes waren, was durchaus Möglich wäre, aber Ansichtssache ist. (bis jetzt halt noch)
Cintamani schrieb:
Leid kommt durch unsere Dummheit (alles auf eigene Faust machern wollen)
Da kann ich Dir nicht folgen.
Cintamani schrieb:
Über allem steht: die Sehnsucht nach Liebe, die hier immer enttäuscht wird (weil meist mit Lust verwechselt)
Unter Liebe verstehe ich ein Gefühl, also fest mit mit dem Ich verbunden.

liebe grüsse
 
......das lebensspendende nennt mann es od? energie? das was atome, molekühle antreibt sich zu verbinden, pflanzen zum blühen bringt, das was wir täglich atmen, unsere inspiration die treibende kraft :rolleyes: das nenn ich gott!

lg salome!
 
salome schrieb:
......das lebensspendende nennt mann es od? energie? das was atome, molekühle antreibt sich zu verbinden, pflanzen zum blühen bringt, das was wir täglich atmen, unsere inspiration die treibende kraft :rolleyes: das nenn ich gott!
Hallo Salome.
Guter Gedanke. Man könnte es auch als (Ursprung) Leben oder Natur definieren.
Aber auf jeden Fall ist es "göttlich", entzieht es sich doch unserer Erkenntnis.
Die Inspiration beruht auf Wahrnehmung.

liebe grüsse
 
Intrabilis, Deine Fragen gehören nicht gerade zu den leichtesten.
Ich möchte mich nur auf den letzten Satz beziehen:

Wie/was währe die Natur ohne Gott?

Meine Sichtweise ist Gott=Bewußtsein.Das in mir verwirklichte Bewußtsein ist ein göttlicher Funken,Ist die Fähigkeit in mir,das Leben,die Natur und alle Umstände bewußt wahrzunehmen.Es ist die Fähigkeit in mir,eine subjektive Wirklichkeit zu erschaffen,als den großen menschlichen Abenteuerspielplatz.

Ohne Gott bricht damit meine gesamte subjektive Welt zusammen. Was bliebe, wäre eine wie auch immer geartete objektive Energie.
Ohne Gott währe mein Leben ein nichtbewußtes Leben,und damit belanglos .
 
intrabilis schrieb:
Grüss Euch
Wie/was wäre die Natur ohne Gott?

Moin Intrabilis

Wirklich schwere Fragen die Du da soeinfach aufwirfst.
Eine Teilantwort wäre vieleicht folgender Gedankengang.
Ist vieleicht die Natur Gott (oder Göttin je nach Sichtweise)?
Umgibt uns in der Natur nicht das Göttliche?
Ich denka ja.
Wenn wir gut genug hinsehen und hinhören werden wir es auch bemerken.

Gruß
Galahad
 
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Unsere Welt ist eine Welt voller Licht und Farben.
Wir wissen heute,daß es sich dabei nur um eine bestimmte Wellelänge der el. magn. Wellen handelt.Licht und Farben entstehen mittels der Sinne in unserem Bewußtsein.

Nitzsche läßt seinen Zarathustra zu Sonne sagen:

Was wärst du,
großes Gestirn,
wenn es nicht die gäbe,
denen du scheinst.

Es werde Licht! Diese drei Worte gehören zur Schöpfungsgeschichte der Bibel:

Immer spekulativ vorausgesetzt,es wäre möglich,so wäre die Welt ohne göttliches Bewußtsein ein sehr finsterer Ort.
 
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