Natürlich ist es für viele schwierig Shantals Geschichte zu glauben- auch für mích- und es wäre natürlich eine Schandtat wenn sie gelogen hat und uns an der Nase rumführt.
Nein, das hat und tut sie sicher nicht. Sie lügt uns nicht an. Es ist ihre derzeitige "Realität".
Sie glaubt fest daran, Gott (persönlich) begegnet zu sein oder gechannelt zu haben.
Irgendwie gibt ihr das wohl auch Kraft, mit den "Konsequenzen", die "Gottes ungewollte Invasion" in ihrem Leben mit sich bringt, klarzukommen bzw. sie zu akzeptieren.
Erst dachte ich ja, es könnte immerhin noch ihr Guide (also ihr Geistführer) gewesen sein. Man hört oft, dass auch die sich mal als "Gott" ausgeben, weil sie sich ihrer eigenen Göttlichkeit und Verbundenheit mit allem-was-ist bereits vollbewusst sind.
Aber durch die Schilderung dessen, was der, der/die/das sich ihr mit "Gott" vorgestellt hat, so mit ihr anstellt und von ihr verlangt und ihr "voraussagt", wie ihr Leben verlaufen oder enden wird, glaube ich persönlich mehr und mehr an einen Foppgeist oder eine Anhaftung (besonders bei sehr labilen, offenen Menschen kommt das schon häufig vor).
GOTT (und sei er tatsächlich "persönlich", ich bin da selbst anderer Meinung und halte "GOTT" für unpersönlich) verlangt von Menschen keine solchen "Opfer", die in den Abgrund oder ins Irrenhaus führen MÜSSEN - er schränkt Menschen nicht so ein oder respektiert ihre Wünsche und ihren "Willen" und ihr Recht auf ein menschenwürdiges Leben nicht, versklavt sie stattdessen und lässt sie bewusst und ohne Anlass leiden - für "IHN". Weil er es so VERFÜGT.
Was soll das bitte für ein "Gott" sein ^^?
WENN er das wollte - kriegt "der" das nicht auch anders hin, braucht er dazu einen "Sklaven", einen "Handlanger", einen "Ausführer", einen "persönlichen Sprecher" ?
Es gäbe da noch die Theorie, dass die Seele des Menschen selbst sich solche "Lebenspläne" bewusst aussucht, um sie (bzw. eben sich selbst, inkarniert in einen menschlichen Seelenaspekt) z.B. die Erfahrung machen zu lassen, wie es sich anfühlt, leidend zu sein, eingesperrt zu sein, willenlos, wehrlos, ohnmächtig zu sein ....
Die Erfahrungswünsche der Seele sind für Menschen oftmals schwer annehm- oder nachvollziehbar, aber sie will eben unter anderen als rein menschlichen Aspekten Erfahrungen hier machen, und gut oder böse sind für sie nichts als erfahrungsträchtige Fokussierungen innerhalb der Dualität, die sie so sonst nicht erleben kann.
Aber schön beschrieben hat sie es ja schon. Nun gut und die Psychatrie hätte echt nicht sein müssen...weil ja wir doch selbst die Entscheidungen treffen...
Und was sagt das nun unserem gesunden Menschenverstand (und sogar unserem "Gefühl")?
Für mich kann es sich dabei nie und nimmer um "Gott" handeln.
Sorry, Chantal, es tut mir sehr leid, dass dich diese Situation nicht glücklich macht, dir kaum einer glaubt und du resigniert und in dein weiteres "Schicksal" schon ergeben scheinst und alles einfach so hinnimmst, in deinem "Gott-Vertrauen". Als müsse oder könne es gar nicht anders sein und du habest selbst keinerlei Handhabe.
Aber da kann man wohl nichts machen ....
Unabhängig davon bin ich mittlerweile überzeugt, unsere jeweiligen "Geschichten" sind eh schon geschrieben. Von unserem Höheren Selbst, denn allein dieses hat die "Macht" dazu. Wir Menschen sind nur ausführendes Organ sozusagen, als ein einzelner Fokus der Seele, von denen es - unabhängig von Raum und Zeit - noch viele mehr gibt.
Mensch hat also zwar -*nur*- eine "Seele", aber "Seele" hat sozusagen u.a. mehrere Menschen usw. in verschiedenen Ebenen und mit verschiedenen Foki (anderswo sagt man gern dazu: sie hat sie "abgespalten"; hat aber nix mit (BW-)"Spaltung" zu tun oder mit Verlust von Seelenanteilen usw.; ist nur ein mittlerweile gebräuchlicher Terminus).