Gestrandeter Wal in der Ostsee

Kommt drauf an ... Delfine bzw. Kleinwale sind kein Problem.
Bei so vielen Tonnen Körpermasse sieht das anders aus.
Das ist ja sowieso klar.
Aber das 2012 war ein Buckelwal, der dann "Johanna" genannt wurde, der Rettungsversuch scheiterte, danach hat man das Protokoll beschlossen.
Für kleinere Wale haben die Niederlande ohnehin eine Auffangstation.
Die Einschläferung des Buckelwals hatte damals zwar nicht gut funktioniert, das Tier starb erst 2 Tage später, aber wenn es jetzt eine Vorschrift dazu gibt dann werden sie es wohl inzwischen können, nehme ich zumindest an...
 
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Wie jetzt ich dachte, das geht gar nicht!? Das beteuerten doch alle, auch die Experten stets und ständig, die das doch alles so gut wissen angeblich?
Von wegen.... :rolleyes:

Nein - das haben Experten nicht, und schon gar nicht stets und ständig, beteuert. Wohl aber, dass dies rechtlich sehr problematisch wäre. Und auch in der praktischen Umsetzung, da es sehr schwierig bis unmöglich sein kann, dem Tier dabei nicht noch erhebliches Leid zuzufügen.
 
Die Einschläferung des Buckelwals hatte damals zwar nicht gut funktioniert, das Tier starb erst 2 Tage später, aber wenn es jetzt eine Vorschrift dazu gibt dann werden sie es wohl inzwischen können, nehme ich zumindest an..
EDIT: ist wohl noch nicht so bei Großwalen, da ist jetzt auch Sprengung vorgesehen in den NL.

Aber:
"In den USA wurden spezielle Verfahren entwickelt, um auch bei riesigen Tieren wie Buckelwalen eine schmerzfreie Einschläferung zu garantieren – etwas, das bei Johanna 2012 in den Niederlanden noch schiefging:
  • Alissa Deming: Sie wurde bekannt, als sie im Herbst 2025 einen gestrandeten Buckelwal in Oregon erlöste. Sie nutzt eine Methode, bei der das Herz direkt mit einer extrem langen Nadel punktiert wird, um ein Medikamenten-Cocktail (oft Kaliumchlorid) präzise zu verabreichen.
und:
  • Expertise: Frances Gulland ist Tierärztin und Vorsitzende der US-amerikanischen Marine Mammal Commission. Sie verfügt über jahrzehntelange Erfahrung, insbesondere durch ihre Arbeit am Marine Mammal Center in Kalifornien.
  • Bezug zum Fall Johanna: Frances Gulland war eine der Expertinnen, deren wissenschaftliche Arbeiten und Protokolle nach dem Drama um Johanna (2012) herangezogen wurden, um das niederländische Wal-Protokoll zu professionalisieren. Sie hat maßgeblich daran mitgewirkt, Methoden zu entwickeln, wie man Medikamente bei Großwalen so dosiert und verabreicht, dass sie zuverlässig wirken." (KI)
Also, es geht. Man könne Tierärzte das lernen lassen - wenn man denn wollte.
 
Also, es geht. Man könne Tierärzte das lernen lassen - wenn man denn wollte.

Ich glaube, dass ist zu einfach gedacht. Eine Kollegin von mir hatte ein exotisches Haustier - und hatte große Schwierigkeiten eine geeignete Tierarztpraxis zu finden. Selbst als sie eine fand, wo die Richtung schon stimmte, wurde sie weitergeschickt, da die Expertise bei der Tierart in Kombination mit der Erkrankung Fachwissen voraussetzt, über das man dort nicht verfügte. Nun könnte man natürlich mangelndes Fachwissen beklagen - aber letztlich könnte man vermutlich bis zum Rentenalter studieren, wenn man für alle Eventualitäten gerüstet sein wolle.

Bezüglich der KI und zu dem was sie über die Expertin schreibt (sofern es in Anbetracht der hohen KI-Fehlerquote stimmt) : So weit klingt das ja erfreulich. Aber es wird vermutlich nichts sein, was man in einer Fortbildung eben lernen kann. Es bleibt auch unerwähnt, wie oft so etwas schief geht. Und auch wenn es grausam klingt: Etwas zu lernen, was man voraussichtlich nie braucht, kann auch kontraproduktiv sein. Und zwar deshalb, weil viele Tierärzte sich auf Krankheiten spezialisieren, mit denen sie auch häufiger Tieren helfen können.
 
Und:"Die Niederlande führten nach einem gescheiterten Rettungsversuch 2012 ein klares Protokoll ein: maximal zwölf Stunden Rettungsversuche, danach Einschläferung."

Ja, das wäre dann ein klares Protokoll. Sowas könnte vielleicht in Deutschland übernommen werden, oder man verlängert die Frist der Rettungsversuche noch.

Im übrigen hat Robert Lehmann selbst in einem seiner YouTube-Statements noch ziemlich früh in der ganzen Geschichte solchen Protokollen vehement widersprochen. In dem Kontext erinnere ich mich auch an seine mMn steile These, dass gestrandete Wale nicht so schnell am Eigengewicht sterben würden.

Wie jetzt ich dachte, das geht gar nicht!? Das beteuerten doch alle, auch die Experten stets und ständig, die das doch alles so gut wissen angeblich?
Von wegen.... :rolleyes:

Nein.

Es wurde gesagt, dass es in Deutschland gesetzliche Probleme mit der schnellen Umsetzung geben würde - was man jetzt im Aftermath dieses Vorfalls ja auch hierzulande ändern kann - wie auch, dass die sichere Umsetzung nicht so einfach ist, wie es klingt.
 
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Falls noch jemand wissen möchte, was der zweite Geldgeber Walter Gunz zum Ablauf meint ...
... und wer noch ausreichend Durchhaltevermögen hat ... Walter Gunz spricht etwas holprig ...
hier das Interview:


Walter Gunz meint übrigens, dass Karin Walter-Mommert den Fehler beging, bereits die komplette Summe im Vorfeld an die Reederei(en) (er sagte "Kapitän") zu zahlen, anstatt mit dem Rest nach erfolgreicher Freisetzung zu warten.
So hätte/n der/die Schiffsverantwortliche/n keinen Grund gesehen, den Wal zum vereinbarten Ort zu bringen.

Ich frage mich, ob es eigentlich einen wasserdichten schriftlichen Vertrag über den Ablauf des Waltransports gegeben hat ...
So wie das alles klingt, sieht's nicht danach aus ... :unsure:
 
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