Mir geht es um den unnötig konfrontativen Stil.
Und vor diesem einen Beitrag gab es keinen vergleichbar herabwürdigenden Beitrag, der diese Reaktion rechtfertigen würde.
Stell Dir vor, Du schreibst in einem Thema mit, in dem Du tatsächlich auch viel Ahnung hast. Dir ist auch bekannt, dass andere in dem Thema anderer Meinung sind als Du, so wie auch, dass Du bei einigen der Mitschreibenden allgemein unbeliebt bist. Das in der Vorgeschichte und zusammen mit kleinen Stichelleien etc... Wie würdest Du handeln? Würde es Dir nicht in den Fingern jucken, Deinem Unmut nicht auch derart Luft zu machen?
Zumal, das hier ist in erster Linie ein Esoterikforum und kein Wissenschaftsforum.
Da könnte man genauso gut betrachten, dass man als Wissenschaftsinteressierter nicht unbedingt erwarten kann, dass alle gleich "Du hast recht!" rufen.
Sicher nicht. Und besser noch: Wenn in Foren und Plattformen nur Menschen gleicher Ansicht miteinander interagieren würden, wären die meisten Plattformen sehr schnell tot. Viele Plattformen leben vom Disput, der dann schlimmstenfalls aber in Rage-Bait ausartet, was wiederum doch auch wieder Klicks bringt.
Und wenn die Uneinigkeit nicht schon darüber bestanden hätte, ob diese Rettungsaktion Sinn ergibt oder nicht, hätten sich andere Uneinigkeiten heraus-kristiallisiert, wo sich wieder andere "Seiten" unversönlich provokativ gegenüber stehen und sich behakt hätten - seies z.B. darüber, wie mit den Tracker-Daten umgegangen wurde.
Außerdem ... jemand, der laufend Naturschutzthemen zum Thema macht, belegt damit auch nicht automatisch, dass er sich wirklich gut mit dem Thema "Walrettungen" auskennt, die in anderen Ländern wie Mexico, USA oder Australien / Neuseeland regelmäßig durchgeführt werden.
In all diesen Ländern gibt es Richtlinien, wie lange sich eine Walrettung noch lohnt. Und die Erfahrungen, die man in diesen anderen Ländern hat, haben hier trotzdem nicht wirklich geholfen bzw. wurden auch nur teilweise sehr selektiv betrachtet.
In den Niederlanden gilt ja z.B. eine 12-Stunden-Frist. Ich persönlich finde das auch sehr kurz und würde auch gefühlt-gerne dafür plädieren, das zumindest etwas fairer richtung Rettungsversuche zu verschieben. Aber solche Richtlinien gibt es leider auch nicht ohne guten Grund, und sie gelten vor allem auch da, wo sogar nicht noch die zusätzliche Schwierigkeit besteht, das Tier noch mehrere 100 km nordwärts aus einem beinahe-Binnengewässer wieder heraus leiten zu müssen.