Gestrandeter Wal in der Ostsee

Warum überhaupt die ganze Senderaktion? Konnte man sich nicht damit begnügen, den Wal aus seiner mißlichen Lage befreit zu haben? Warum ihn darüber hinaus noch verfolgen wollen? Er ist ein Wildtier und ist frei. Ich hab die letzten Bilder vor mir, wie er kraftvoll wegschwimmt in sein weiteres Leben. Das fühlte sich gut an, war eine Freude und ein guter Abschluß dieser Geschichte.

Zum Beispiel um zu eroieren, ob sich die ganze Aktion wirklich gelohnt hat, oder ob man nur sein Sterben aus unseren Augen verlagert hat.

Darüber hinaus ist es für die Forschung durchaus interessant, die Wanderung von Wildtieren zu verfolgen und so z.B. auch schädliche Umwelteinflüsse auf sie dingfest zu machen.
 
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Wäre er tot, wäre das ein weltweites Fest für die Wissenschaftler ("Tierquälerei! Haben wir ja gleich gesagt, dass sowas nicht gutgeht!" etc.), und diese Art Rettungmaßnahmen wären für den Vergleichsfall vom Tisch oder zumindest wieder sehr umstritten.

Ganz vom Tisch sicher nicht, aber es würde eben exemplarisch erneut zeigen, dass das nur in einem gewissen Zeitrahmen guten Sinn ergibt.
 
Zum Beispiel um zu eroieren, ob sich die ganze Aktion wirklich gelohnt hat, oder ob man nur sein Sterben aus unseren Augen verlagert hat. Darüber hinaus ist es für die Forschung durchaus interessant, die Wanderung von Wildtieren zu verfolgen und so z.B. auch schädliche Umwelteinflüsse auf sie dingfest zu machen.

u. eruieren. Entweder man hilft oder man hilft nicht. Was geht die Menschen seine weitere Geschichte an?
Du siehst, was jetzt dabei herauskommt. Diese Penetranz zieht die Rettungsaktion im Nachhinein hinunter.
Das hätte nicht sein müssen, hätte ihnen das Erreichte genügt. Eine einfache Erfolgsstory hätte gut getan.
Geforscht werden kann sonstwo genügend, in Ruhe und ohne Zuschauermengen mit ihren Empfindungen.
hätte, hätte ... es ist jetzt halt so.
 
Wäre er tot, wäre das ein weltweites Fest für die Wissenschaftler ("Tierquälerei! Haben wir ja gleich gesagt, dass sowas nicht gutgeht!" etc.), und diese Art Rettungmaßnahmen wären für den Vergleichsfall vom Tisch oder zumindest wieder sehr umstritten.

Du meinst, dass "Fest" sollen lieber diejenigen feiern, die der alternativen Rettungstruppe viel Erfolg wünschten - mit dem edlen Gedanken, dass die Wissenschaftler dann mal blöd gucken würden?

(...) und diese Art Rettungmaßnahmen wären für den Vergleichsfall vom Tisch oder zumindest wieder sehr umstritten.
Daran haben weder Wallace noch Foster und andere ein Interesse.
Die sind so engagiert, die wollen ganz sicher, dass dieses Beispiel Schule macht, und das würde es nicht, wenn er jetzt nachweislich tot wäre...

Ich glaube nicht, dass es in ihrem Interesse wäre, dass eine missglückte Rettungsaktion Schule macht. Wenn das Tier nun ertrunken ist, könnte das ein guter Grund sein zu prüfen, wie jemand mit der nötigen Expertise in einem vergleichbaren Fall eine Sprengung einleiten kann. Und wie man dessen Anonymität gewährleistet, damit derjenige nicht von selbsternannten Rettern der Moral bedroht wird.

Wenn man sich jetzt einfach damit zufrieden gibt, dass alle ihr Bestes taten, besteht die Gefahr, dass sich nächstens wieder Autor, YouTuber und andere ohne entsprechende Fachkenntnisse auf den Weg machen. Und dass das nächste Tier nach seiner "Rettung" ebenfalls ertrinkt - während im Netz diejenigen gefeiert werden, die als "Macher" mal etwas geleistet hätten...
 
Wenn die Hilfe keine wirkliche Hilfe ist, ist es zwar gut gemeint, aber nicht gut gemacht.
Ist es denn eine Erfolgsstorry?

Ich habe meinen Gedanken hinreichend dargelegt. Der Wal war gefangen, er wurde befreit - super!
Der Sender war eine technikverliebte Extraspielerei, mit der es jetzt eben doch Schwierigkeiten gibt.

Wie es dem Wal geht, wüßte man auch ohne die Senderaktion nicht. Erst der Sender verleitet dazu,
vielleicht doch wissen zu können, was aus dem Wal geworden ist, der ein freilebendes Wildtier ist.
So ist mein Eindruck, und bei dem bleibe ich. Wer anders darüber denkt, der mag das gerne tun.
 
.... prüfen, wie jemand mit der nötigen Expertise in einem vergleichbaren Fall eine Sprengung einleiten kann. ...

Wer hat Lust, eine Reihe von Quellen durchzugucken? :morgen:

Da dürften Infos u.a. zur legendären "Sprengung" zu finden sein -
damit man eine nähere Vorstellung bekommt, wovon die Rede ist.

(hab noch nicht näher reingeguckt und sortiert sind sie auch nicht)
sorry, sollten sie schon im Thread stehen, hab nicht alles mitgelesen)









 
Es ist trotzdem kein Vergleich, ein Tier auf einer Sandbank in der Ostsee langsam verenden zu lassen, oder es - wenngleich krank und geschwächt - in der Nordsee rauszulassen, mit der Chance, sich wieder zu erholen.
Der Walbulle Timmy ist schätzungsweise erst 4 bis 6 Jahre alt.
Das ist ein Teenageralter bei Buckelwalen und an sich kein Alter, ein Tier einfach sterben zu lassen.
Zumal, durch den Klimawandel und andere menschengemachte Einschränkungen sind Wale - kaum, dass sie sich nach der Bejagung gerade wieder erholt haben - bereits wieder in Gefahr.

Man kann übrigens bezüglich Anholt schon mal Entwarnung geben:
Es wurden wohl jetzt Fotos aus der Nähe gemacht und es ist nicht Timmy, der da tot auf Anholt angespült liegt.
EDIT: Stranded No More wartet aber jetzt trotzdem die Untersuchungen ab.
Siehe:

 
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