Gestrandeter Wal in der Ostsee

Jenna Wallace hat das grundsätzliche Vorhaben, den Wal zu retten, nie kritisiert.

Richtig.

Sie deklarierte lediglich einzelne Teilnehmer für völlig ungeeignet und kritisierte das Chaos im Team, die behördlichen Hürden und den Zeitverlust.

Ebenfalls richtig.

Jenna Wallace hat den Wal vor Ort nicht nur ein einziges Mal gesehen, sondern 4-5 Tage lang begleitet, bis zum Tag ihrer Abreise am 21. April.

Ich hab mir die Daten nicht eingeprägt, aber ja, das könnte hinkommen.

Sie war danach laufend in Kontakt mit dem Tierärzte-Team und mit den Walrettern, pflegte laut eigener Aussage engeren Austausch zu Anne Herrschaft und Pedro Baranda, die ihr offensichtlich auch mehrere Nahaufnahmen vom Wal schickten.

Irrelevant. Du hast schließlich geschrieben, man müsse vor Ort sein, um den Gesundheitszustand beurteilen zu können. Nicht, "man muss mal dort gewesen sein."

So weit ich gelesen habe, herrscht Einigkeit darüber, dass der Gesundheitszustand von Meeressäugern sich schnell verschlechtern kann. Hinzu kommt, dass das Tier sich auf dem Transport auch noch Verletzungen zugezogen haben soll. Beziehungsweise zugezogen hat.
 
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Irrelevant. Du hast schließlich geschrieben, man müsse vor Ort sein, um den Gesundheitszustand beurteilen zu können. Nicht, "man muss mal dort gewesen sein."
Nein, ich meinte mit meinen Aussagen, man sollte den Wal wenigstens persönlich in Augenschein genommen bzw. vor Ort untersucht haben, bevor man sich eine Prognose über seinen Gesundheitszustand erlaubt.

So weit ich gelesen habe, herrscht Einigkeit darüber, dass der Gesundheitszustand von Meeressäugern sich schnell verschlechtern kann.
Was in diesem Fall nicht geschehen ist ... ganz im Gegenteil, der Gesundheitszustand des Wals hat sich in den letzten Tagen vor Transportbeginn offensichtlich deutlich verbessert.

Hinzu kommt, dass das Tier sich auf dem Transport auch noch Verletzungen zugezogen haben soll. Beziehungsweise zugezogen hat.
Es ist unter Tierärzten für Meeressäuger und Walforschern offenbar bekannt, dass Hautverletzungen bei Walen relativ schnell abheilen, sofern sie sonst gesund sind und sie sich in ihrer gewohnten Umgebung aufhalten.
 
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Wenn es das gibt (...)

Wenn es verifizierte Senderdaten oder Flossenfotos gibt, werde ich gerne zugeben, dass ich mich geirrt habe und Timmy offensichtlich doch länger überlebt hat, als auch ich vermutet hätte - und ich würde da nicht vorschnell in Verschwörungsmythen abdriften.

PS: Und, wie auch schon angekündigt, würde ich mich darüber auch sehr freuen.

Mit verifiziert meine ich, dass nicht nur Sergio Bambaren - wohlgemerkt eine Person, mit der auch Jenna Wallace ihre großen Probleme hatte - und das Team da Senderdaten empfangen und präsentieren, sondern auch andere Wissenschaftler oder Behörden Zugang dazu bekommen und das bestätigen können.

Wie sieht es aber umgekehrt aus? Nur mal angenommen, Timmy ist tatsächlich schon tot oder so geschwächt, dass er in den nächsten Tagen jetzt sterben wird. Wann und wie könnten wir realistisch davon hören?

Haben wir jetzt anzunehmen, dass die Aktion ein Erfolg war, nur weil es keinen Gegenbeweis gibt?

Müssen die Protokolle für Walrettungen weltweit umgeschrieben werden, weil Timmy auch jetzt nach fünf Wochen Rettungsversuchen als erfolgreich gerettet zu gelten hat - es sich also offensichtlich lohnen muss, es auch länger zu versuchen - und begründete Zweifel daran nicht erlaubt sind und sofort mit derart dümmlichen Strohmannargumenten unsachlich abqualifiziert werden?
 
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