Gestrandeter Wal in der Ostsee

Ertrinken ist nun wirklich nicht die bessere Wahl
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Sowohl das Ertrinken als auch das Stranden sind für Wale extrem leidvolle, todesursächliche Ereignisse, wobei beide Szenarien spezifische, massive Qualen verursachen.
BBC Science Focus Magazine +1
  • Ertrinken/Ersticken (z.B. durch Beifang): Wenn Wale sich in Fischernetzen verfangen, können sie nicht an die Oberfläche zum Atmen kommen. Da Wale Säugetiere sind, atmen sie Luft und müssen an die Oberfläche. Ein Ertrinken bzw. Ersticken ist mit enormem Stress, Panik und einem langen Todeskampf verbunden.
    Whale and Dolphin Conservation Deutschland +2
  • Strandung: Gestrandete Wale leiden unter dem Druck ihres eigenen Körpergewichts auf ihre Organe, Austrocknung, Überhitzung (durch den dicken Speckmantel) und Stress. Auch hier ist der Todeskampf oft langwierig.
    BBC Science Focus Magazine +4
Vergleich des Leids:
  • Ertrinken/Ersticken (z.B. im Netz) wird oft als direkter, gewaltsamer Kampf gegen das Element Wasser erlebt, während der Wal bei Bewusstsein ist.
  • Strandungen führen zum qualvollen Tod durch inneres Erdrücken oder Überhitzung, da der Körper nicht mehr vom Wasser getragen wird.
    FOCUS online +3
Die Aussage, dass Ertrinken mehr Leid verursacht als eine Strandung, lässt sich pauschal schwer bestätigen, da beide Szenarien zu den grausamsten Todesarten für Meeressäuger zählen. Ein gestrandeter Wal, der nicht mehr schwimmen kann, erstickt oder überhitzt, ähnlich wie ein ertrinkender Wal, nur unter anderen physikalischen Bedingungen. Daher ist die Situation bei beiden "ausweglos", wenn keine Hilfe kommt.
BBC Science Focus Magazine +4
 
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Indirekt schon, denn Du merkst an, dass (stattdessen) eine Tierärztin ohne Wal-Expertise den Transport begleitet.

Nein. Das hast du versucht, aus meinem Beitrag zu basteln. Ich schrieb zwar von Expertise - habe aber auch nichts von Walen geschrieben. Das hast du wiederum hineinlesen wollen.
Deine ursprüngliche Frage war, ob ich anzweifeln würde, was die begleitenden Tierärzte sagen.
Kann ich so nicht sagen, aber ich könnte mir vorstellen, dass Tierärzte die sich mit dem Schutz von Meeressäugern beschäftigen, das Ansinnen diese Tour zu begleiten, aus gutem Grund abgelehnt haben. Sofern sie überhaupt angefragt wurden.
 
Kann ich so nicht sagen, aber ich könnte mir vorstellen, dass Tierärzte die sich mit dem Schutz von Meeressäugern beschäftigen, das Ansinnen diese Tour zu begleiten, aus gutem Grund abgelehnt haben. Sofern sie überhaupt angefragt wurden.
Eben, nichts anderes dachte ich mir.
Und genau das ist jetzt wieder nur Deine persönliche Annahme.

Zumal Tierärzte mit Wal-Expertise wird es ohnehin nicht besonders viele geben.
Und ich wette, auch unter jenen Personen, die diese Wal-Rettung kritisieren, gibt es kaum Tierärzte, die speziell eine Wal-Expertise vorweisen können.
 
Und genau das ist jetzt wieder nur Deine persönliche Annahme.

Und das es nur eine Annahme ist habe ich klar zum Ausdruck gebracht. Es hätte keine Notwendigkeit bestanden, mich zu wiederholen.

Zumal Tierärzte mit Wal-Expertise wird es ohnehin nicht besonders viele geben.

Vermutlich. Aber doch mit mehr Ahnung als die Betreiberin einer gewöhnlichen Tierarztpraxis. Auch wenn schon geraunt wird, dass man das doch gar nicht wisse. Vielleicht hat sie ja heimlich etwas in dieser Richtung studiert....
 
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Diese Rettungsaktion hatte nur dann wirklich Sinn, wenn der Wal dauerhaft überlebt, was aber nicht der Fall sein wird.
Wenn der Wal ertrinkt statt auf einer Sandbank oder Bucht zu sterben, dann wurde nur eine Grausamkeit durch eine andere Grausamkeit ersetzt, was Nutzen und Sinn der Aktion nur in Frage stellen wird.
 
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