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Gespräch über das Ziel des Lebens (CC 2.8)

Dieses Thema im Forum "Religion & Spiritualität" wurde erstellt von anadi, 25. November 2019.

  1. anadi

    anadi Sehr aktives Mitglied

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    Die ersten drei Ziele des Lebens
    gemäß des erreichten Bewusstseins
    wie von Śri Caitanya dargestellt
    sind mit Dharma (die Vorgeschrieben Pflicht gem. Varna - Soziale Klasse und Ashram - Sakrale Klasse) verbunden.

    1. Karma - Handeln gem. Dharma, denn somit stellt man dem Transzendentalen Herrn zufrieden.
    2. Karma-Yoga - Handeln gem. Dharma und die Darbringung der Ergebnisse des Handelns dem Transzendentalen Herrn Karma-Yoga.
    3. Karma-Tyaga - Handelsverzicht gem. Dharma - Zurückziehen und nur den Transzendentalen Herrn als Zuflucht nehmen Dharma-Tyaga und Șaranagati (bhagavan așraya).
     
  2. anadi

    anadi Sehr aktives Mitglied

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    Das vierte Ziel des Lebens
    gemäß des erreichten Bewusstseins
    wie von Śri Caitanya dargestellt
    ist Hingabe - Bhakti - für den Transzendentalen Herrn
    gemischt mit Transzendentalem Wissen - Jñāna

    Nachdem Ramananda Ray das Befolgen von Dharma-Tyaga und Sharanagati als das Ziel des Lebens vorschlug, und Sri Krishna Caitanya es ablehnte, empfiehl er ein viertes Ziel des Lebens - Jnana Mișra Bhakti- Der Verzicht an Dharma und Ihm - Wissen (über dem Absoluten) gemischt mit Bhakti.

    raya kahe, "jñāna-misra bhakti -- sadhya-sara"

    Rāmānanda Rāya entgegnete: Wissen (über dem Absoluten) gemischt mit Bhakti ist die Essenz aller Ziele

    Er zitierte dan Bhagavad-gita 18.54:

    brahma-bhutah prasannatma na socati na kankshati
    samah sarveshu bhuteshu mad-bhaktim labhate param 65

    Die spirituell situierte Seele ist glücklich -bhutah brahma atma prasanna-
    Weder lamentiert noch wünscht sie sich etwas- na socati na kankshati
    (und) allen Lebewesen gleichgesinnt - sarveshu bhuteshu samah
    erreicht die höchsten Hingabe für Mich - labhate param bhaktim mat

    Tika:
    Dies ist die transzendentale Ebene, wovon Reine Bhakti ausgeführt werden kann.
    Diese Ebene ist aber nicht Bhakti.
    In diesem Vers aus Bhagavad-gita stellt der Transzendentale Herr- Bhagavan, Şri Krişna unmissverständlich dar,
    dass Bhakti erst nach dem Erreichen der spirituellen Ebene (brahma bhuta) ausgeführt werden kann.
    Mit anderem Wort kann Bhakti erst dann ausgeführt werden, wenn man die Stufe von Bhava, erreicht hat, wie es in Rupa Gosvamis Bhakti Rasa-amrita Sindhu (1.3.1) dargestellt wird.

    śuddha-sattva-viśeṣātmā prema-suryāḿśu-sāmyabhāk
    rucibhiś citta-māsṛṇya kṛd asau bhāva ucyate

    Der Anfang göttlicher Liebe - BHAVA manifestiert sich wenn im Bewusstsein (citta)
    die reine Tugend, shuddha-sattva (welche der spirituellen Stufe entspricht - welche nicht die materielle Tugend - sattva guna ist) sich offenbart.
     
  3. fhedor

    fhedor Sehr aktives Mitglied

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    Na klar... was sonst...
    aber diese Seele ist eingekleidet in eine Form...
    ... und diese Form - als Ausdrucksinstrument der Seele in Raum und Zeit - entwickelt sich (auch und durch)
    die spirituellen Entwicklung der Seele.

    Die Seele hilft durch ihre Entwicklung den formbauenden Devas in deren Entwicklung, die parallel zur menschlichen
    Evolution verläuft ... von den noch recht unbewussten lunaren Pitris hin zu den bewussten solaren Pitris.

    Noch haben die menschlichen Seelen ja einen Tierkörper - durch einen supramentalen Körper, wie Sri Aurobindo
    den zukünftigen Körper des 'Neuen Menschen' nennt, könnte sich der Ishvara wesentlich adäquater zum Ausdruck
    bringen.

    Die höheren göttlichen Entitäten, wie z. ein Planetarischer oder sogar ein Solarer Logos haben ja auch andere
    als tierische Ausdruckskörper! :D

    Und auch nach dem Mensch-Sein als Eingeweihter 5. Grades (Meister) geht ja die geistige Entwicklung
    in körperlichen Ausdrucksformen (auf sieben möglichen Pfaden) weiter, wobei jeder dieser Pfade am Ende
    zur einen oder anderen der sechs Konstellationen führt, die zusammen mit der unsrigen die sieben Zentren
    im Körper des EINEN bilden, VON DEM SICH NICHTS SAGEN LÄSST.


    Diese 7 kosmischen Pfade sind:

    Pfad 1: Der Pfad des Erdendienstes
    Pfad 2: Der Pfad der Magnetischen Betätigung.
    Pfad 3: Der Pfad des Planetarischen Logos.
    Pfad 4: Der Pfad zum Sirius.
    Pfad 5: Der Strahlenpfad.
    Pfad 6: Der Pfad des Sonnenlogos.
    Pfad 7: Der Pfad der absoluten Sohneswürde.
    (aus BAILEY, Alice A./Khul, Djwhal: Eine Abhandlung über kosmisches Feuer, ab S. 1393)

    Sri Aurobindo und Mutter werden ja als den besonderen Fall eines zwei-einigen Avatars angesehen
    (das Ishwara-Shakti-Gespann... die Zwei-in-Einem),
    die als göttliche Gesandte (vermutlich vom Sonnenlogos) einen Rückstand in der Erdbewusstseins-Evolution
    wettmachen sollten.
    Ihr Werk ist "lediglich" eine Verschnellerung der sowieso vorgesehenen Entwicklungsrichtung.


    .
     
    Zuletzt bearbeitet: 18. März 2021
  4. anadi

    anadi Sehr aktives Mitglied

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    Servus fhedor,

    Der Fortschritt der Seele bedeutet, dass sie sich von der materiellen Natur, die sie bedeckt, entfernt.
    Das entspricht einer Gleichgültigkeit in Beziehung zur Erreichung eines bestimmten materiellen Körpers.
    Diese Fortschritt der Seele auf dem spirituellen Pfad entspricht zu einer immer wachsendes spirituellen Bewusstsein (Anhaftung)
    die sich in das Erreichen eines spirituellen Körpers ausdrückt.

    Die materielle Körper sind Ausdrücke eines materiellen Bewusstseins,
    die sich durch die Gemeinschaft mit den Gunas (die materiellen Eigenschaften - Tugend, Leidenschaft und Unwissenheit) sich immer wieder ändert.

    Der materielle Körper einer Seele, die in Svarga-Loka, das Planetarische System der Sura-Götter vorläufig lebt
    ist meistens durch Tugend geprägt,
    aber es hat auch Leidenschaft und auch Unwissenheit
    und wenn die Belohnung für die Guten Taten dieser Seelen verbraucht ist,
    fallen sie wieder runter auf den Bhuvar-Loka, das Planetarische System der Menschen.

    Der Fortschritt der Seele bedeutet, dass sie sich von der materiellen Natur, die sie bedeckt, entfernt
    und nicht, dass sie Körper gem. verschiedener materiellen Bewusstsein Ebenen
    die durch mehr oder weniger Tugend, Leidenschaft und Unwissenheit geprägt sind, anstrebt
     
  5. fhedor

    fhedor Sehr aktives Mitglied

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    Also: Sri Aurobindo sieht das eben anders.
    Hier einmal ein paar klitzekleine Auszüge aus seinem kleinen Büchlein: "Die Offenbarung des Supramentalen."
    (Hier auch als pdf-Datei zum downloaden!)

    "Ein göttliches Leben in einem göttlichen Körper
    heißt das Ideal, das wir vor Augen haben.
    ...
    Wir sind tatsächlich, als Resultat unserer
    Entwicklung, bei der Möglichkeit dieser
    Transformation angekommen. So wie sich die Natur
    über die Materie hinaus entwickelt und Leben
    geoffenbart hat, über das Leben hinaus Denken
    geoffenbart hat, so muss sie über das Denken
    hinaus ein Bewusstsein und eine Macht der Existenz
    o f f e n b a r e n , e i n s u p r a m e n t a l e s o d e r
    W a h r h e i t s b e w u s s t s e i n , d a s v o n d e r
    Unvollkommenheit und Begrenztheit unseres
    mentalen Daseins frei und fähig ist, die Macht und
    Vollkommenheit des Geistes zu entfalten. Und hier
    braucht die Art und Weise unserer Entwicklung nicht
    mehr in einer langsamen und zögernden Wandlung
    zu bestehen; sie wird diesen Charakter mehr oder
    weniger nur so lange haben, als die mentale
    Unwissenheit unseren Aufstieg aufhält und
    e r s c h w e r t ; s o b a l d w i r a b e r i n d a s
    Wahrheitsbewusstsein hineingewachsen sind, wird
    die spirituelle Wahrheitskraft seines Wesens alles
    bestimmen. Zu dieser Wahrheit sollen wir befreit
    werden, und sie wird Denken, Leben und Körper
    umformen. Die natürlichen Kräfte des
    supramentalen Wahrheitsbewusstseins wie Licht und
    Seligkeit, Schönheit und die Vollkommenheit eines
    unwillkürlich richtigen Verhaltens des ganzen
    Wesens werden die eigentliche Natur des Mentalen,
    des Vitalen und des Körpers sogar hier auf Erden in
    eine Offenbarung des wahrheitsbewussten Geistes
    umformen. Die Dunkelheiten dieser Erde werden
    s i c h g e g e n ü b e r d e m s u p r a m e n t a l e n
    Wahrheitsbewusstsein nicht behaupten können,
    denn dieses kann vom allwissenden Licht und der
    allmächtigen Kraft des Geistes genug sogar in die
    Erde bringen, um sie zu erobern."
    (S. 23/24)

    "Wenn wir diese Kraft [das Supramentale bzw. das Wahrheitsbewusstsein]
    in die materielle Welt herunterholen könnten, dann
    würden unsere Jahrtausende alten Träume von
    menschlicher Vervollkommnungsfähigkeit, sowohl
    v o n i n d i v i d u e l l e r w i e a u c h v o n d e r
    Vervollkommnungsfähigkeit der Gesellschaft, des
    Menschengeschlechtes überhaupt, der inneren
    Herrschaft über uns selbst und einer völligen
    Kenntnis, Beherrschung und Nutzung der
    Naturkräfte schließlich und endlich Aussicht auf volle
    Verwirklichung haben. Diese völlige menschliche
    Selbst-Erfüllung könnte durchaus über ihre Grenzen
    hinausgehen und den Charakter eines göttlichen
    Lebens annehmen. Die Materie würde, nachdem sie
    die Kraft des Lebens und das Licht des
    Denkvermögens in sich aufgenommen und offenbart
    hat, das höhere oder höchste Licht des Geistes und
    seine Kraft in sich hineinziehen und in einem
    irdischen Körper, nachdem sie dessen unbewussten
    Teil losgeworden wäre, zu einem vollkommenen
    bewussten Gefäß des Geistes werden. Durch den
    Willen und die Kraft dieses innewohnenden Herrn
    könnte der körperlichen Hülle dauernde Kraftfülle
    und sichere Gesundheit erhalten bleiben; alle
    natürlichen Fähigkeiten des Körpers, alle Kräfte des
    physischen Bewusstseins würden ihre äußersten
    Grenzen erreichen und uns auf Wunsch, ihres
    fehlerlosen Wirkens sicher, zur Verfügung stehen.
    Als Instrument würde der Körper Fähigkeiten in
    einer Fülle, Tauglichkeit für alles, was sein Herr von
    ihm verlangen würde, in einer Totalität erwerben,
    die weit über all das hinausginge, was er bis jetzt
    vermag. Er könnte sogar das Gefäß der Offenbarung
    einer höchsten Schönheit und Seligkeit werden, das
    die Lichtschönheit des Geistes ausstrahlte — von
    ihm überfließend und sich ausgießend, so wie eine
    Lampe das Leuchten ihrer inneren Flamme ausgießt
    und verstrahlt —, das in sich die Glückseligkeit des
    Geistes trüge, seine Freude des schauenden
    Erkennens, seine Freude des Lebens und der
    spirituellen Seligkeit, die Freude der Materie, die zu
    einem spirituellen Bewusstsein erlöst und von einer
    dauernden Ekstase durchschauert wäre. Das wäre
    die totale Vollkommenheit des spiritualisierten
    Körpers.

    Das mag nicht alles zugleich kommen, obwohl solch
    eine plötzliche Erleuchtung möglich ist, wenn eine
    göttliche Kraft und göttliches Licht und göttliche
    Seligkeit auf dem Gipfel unseres Wesens stehen und
    ihre Kraft in Denken, Leben und Körper hinabsenden
    könnten, indem sie die Zellen erleuchteten und
    umformten und so im ganzen Gefäß Bewusstsein
    erweckten."
    (S. 21/22)


    .
     
  6. anadi

    anadi Sehr aktives Mitglied

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    Die Frage ist ob er die Wahrheit sagt. Wenn er ein Yogi ist, wie er mal behauptet hat, kann er die Vedische Wahrheiten nicht leugnen, denn das Yoga-Wissen ist Teil der Vedischen Weisheit.

    Was sind seine Argumente welche beweisen, dass folgende Aussagen falsch sind:

    "Der Fortschritt der Seele bedeutet, dass sie sich von der materiellen Natur, die sie bedeckt, entfernt.
    Das entspricht einer Gleichgültigkeit in Beziehung zur Erreichung eines bestimmten materiellen Körpers.
    Diese Fortschritt der Seele auf dem spirituellen Pfad entspricht zu einer immer wachsendes spirituellen Bewusstsein (Anhaftung)
    die sich in das Erreichen eines spirituellen Körpers ausdrückt.

    Die materielle Körper sind Ausdrücke eines materiellen Bewusstseins,
    die sich durch die Gemeinschaft mit den Gunas (die materiellen Eigenschaften - Tugend, Leidenschaft und Unwissenheit) sich immer wieder ändert.

    Der materielle Körper einer Seele, die in Svarga-Loka, das Planetarische System der Sura-Götter vorläufig lebt
    ist meistens durch Tugend geprägt,
    aber es hat auch Leidenschaft und auch Unwissenheit
    und wenn die Belohnung für die Guten Taten dieser Seelen verbraucht ist,
    fallen sie wieder runter auf den Bhuvar-Loka, das Planetarische System der Menschen.

    Der Fortschritt der Seele bedeutet, dass sie sich von der materiellen Natur, die sie bedeckt, entfernt
    und nicht, dass sie Körper gem. verschiedener materiellen Bewusstsein Ebenen
    die durch mehr oder weniger Tugend, Leidenschaft und Unwissenheit geprägt sind, anstrebt."
     
    Zuletzt bearbeitet: 25. März 2021
  7. anadi

    anadi Sehr aktives Mitglied

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    Die Götter befinden sich in Svarga-Loka planetarische System eines materiellen Universum und
    am Ende eines Tages Brahmaas (das erste bedingte Lebewesen in einem materiellen Universum)
    wird Svarga-Loka zusammen mit den Götter zerstört,
    siehe den Zyklus der innere Schöpfung eines Universums,
    welche immer wieder am Ende eines Tages Brahmaas
    die 1000 Zyklen je 4 Yugas dauert
    wie auch in Maha-Bharata 3.188 Buch dargestellt:

    "Der strahlende Junge, welcher das ganze Universum verschluckt hatte und gelbe Kleider trug, war zufrieden mit mir und sprach lächelnd: Oh Markandeya, bester Muni, du hast lange Zeit in meinem Körper gelebt und bist nun erschöpft. Und doch werde ich zu dir sprechen.

    Als er diese Worte sprach, erlangte ich im selben Moment eine neue Sicht.
    Ich erkannte mich als Besitzer wahren Wissens und befreit von den Täuschungen der Welt.
    Und als Zeuge der unerschöpflichen Macht dieses Wesens von unermesslicher Energie, ehrte ich seine wohlgeformten Füße mit den hellen, kupferroten Sohlen und den geschmückten Zehen von sanfter, rosa Tönung und stellte sie vorsichtig auf meinen Kopf.
    Ich faltete meine Hände in Demut und verbeugte mich ehrfürchtig vor dem Göttlichen Wesen, welcher die Seele von Allem ist und dessen Augen den Blütenblättern des Lotus gleichen.

    Oh du mit den Lotusaugen, ich wünsche dich zu erkennen, denn du bist ohne jeglichen Makel. Warum sitzt du hier in Gestalt eines Knaben, nachdem du das ganze Universum verschlungen hast?


    Die Gottheit sprach: Oh Brahmane, nicht einmal die Götter können mich vollends erkennen.
    Doch ich bin mit dir zufrieden, und so werde ich dir erzählen, wie ich das Universum erschuf.




     
  8. anadi

    anadi Sehr aktives Mitglied

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    Zur Erinnerung

    Die ersten vier Ziele des Lebens

    gemäß des erreichten Bewusstseins
    wie von Śri Caitanya dargestellt
    sind mit Dharma (die Vorgeschrieben Pflicht gem. Varna - Soziale Klasse und Ashram - Sakrale Klasse) verbunden.

    1. Karma - Handeln gem. Dharma, denn somit stellt man dem Transzendentalen Herrn zufrieden.
    2. Karma-Yoga - Handeln gem. Dharma und die Darbringung der Ergebnisse des Handelns dem Transzendentalen Herrn Karma-Yoga.
    3. Karma-Tyaga - Handelsverzicht gem. Dharma - Zurückziehen und nur den Transzendentalen Herrn als Zuflucht nehmen Dharma-Tyaga und Șaranagati (bhagavan așraya).
    4. Jñāna-misra bhakti - Transzendentales Wissen gemischt mit Hingabe für den Transzendentalen Herrn - Jnana Mișra Bhakti
     
  9. fhedor

    fhedor Sehr aktives Mitglied

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    2. März 2007
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    Du verkennst ganz offensichtlich die Größe von Sri Aurobindo:
    Dieses - und noch mehr - erreichte er bei seiner ersten Yogaübung innerhalb von 3 Tagen!

    "...traf er [Sri Aurobindo] sich nach dem Surat-Kongress mit dem tantrischen Yogi Vishnu Bhaskar Lele.
    ...zogen sie sich gemeinsam in die Dachkammer eines Hauses zurück.
    Zu Leles nicht geringem Erstaunen hatte Aurobindo innerhalb von drei Tagen eine der stärksten
    Verwirklichungen, die man im Yoga haben kann, die des passiven Brahman.

    Lele sagte: ,Sitze still und mach deinen Geist ruhig und leer von Gedanken.
    Du musst spüren, dass all deine Gedanken von außen kommen. Sobald
    du sie wahrnimmst, wirf sie stets zurück, immer wieder, bevor sie in dich
    eintreten können.'
    Ich versuchte das, und es gelang mir.
    In drei Tagen war mein Geist gänzlich ruhig und leer, ohne auch nur einen Gedanken.
    Als ich dann nach Poona und anschließend nach Bombay ging, war ich
    in einem Zustand nirvanischer Stille.
    ...
    Von nun an vertraute er nur noch auf die Eine, im Herzen eines
    jeden Menschen anwesende Gottheit; dieser gab er sich bedingungslos
    hin, was auch geschehen mochte. Diese Hingabe sollte die Basis für
    seinen ganzen Yoga bilden. Die Upanishaden und die Bhagavad Gita
    wurden zu seiner Richtschnur und zur Quelle seiner Inspiration.
    ...
    Im Gefängnis von Alipore hatte er seine zweite große Verwirklichung,
    die des allgegenwärtigen Brahman, dem Einen in Allem, und vom
    kosmischen Bewusstsein. „Ich sah auf das Gefängnis, das mich von den
    Menschen ausschloss, und es waren nicht mehr die hohen Mauern, die
    mich gefangen hielten, es war Vasudeva, der mich umfing. Ich wandelte
    unter den Ästen des Baums vor meiner Zelle, aber es war nicht der
    Baum: Ich wusste, es war Vasudeva, es war Sri Krishna, den ich dort
    stehen sah und der mir Schatten gab. Ich blickte zu den Gitterstäben
    meiner Zelle, zum Metallrost, das als Tür diente, und wieder sah ich
    Vasudeva." Vasudeva ist einer der vielen Namen Sri Krishnas, und Sri
    Krishna, der frühere Avatar, ist eine Verkörperung der Einen Gottheit.
    „Ich sah die Gefangenen, die Diebe, die Betrüger - und sie erblickend
    sah ich Vasudeva ... Ich schaute, und es war nicht der Richter, den
    ich sah, sondern es war Vasudeva, es war Narayana, der dort auf dem
    Richterstuhl saß."
    Die Alltagswirklichkeit war für ihn eine spirituelle Wirklichkeit
    geworden, wie und wo auch immer, ob er nun in Konzentration saß,
    aß, schrieb, sich unter Menschen bewegte oder auf einer politischen
    Zusammenkunft eine Ansprache hielt - was von ihm als Führer der
    Extremisten immer wieder verlangt wurde.
    ...
    Durch die Hintertür der Politik war er zur großen Verwirklichung gelangt.
    ...
    Wer leitete ihn auf diesem Weg?
    ...
    Er bekam sie
    hauptsächlich aus „nichtmateriellen" Quellen. Eine dieser Quellen war
    der 1886 verstorbene Ramakrishna Paramahamsa und eine andere war
    Vivekananda, wie es in Sri Aurobindos persönlichen Aufzeichnungen
    steht.
    „Er suchte mich 14 Tage lang im Gefängnis von Alipore auf und
    unterwies mich, bis ich alles völlig begreifen konnte; er lehrte mich
    das Wirken des höheren Bewusstseins ... Er wollte mich nicht eher
    verlassen, bis er es mir gänzlich vermittelt hatte", vertraute Sri Aurobindo
    später einigen seiner Schüler an.
    Swami Vivekananda, die Säule
    der Kraft, der spirituelle Kronprinz Ramakrishna Paramahamsas, war
    1902, sechs Jahre zuvor, verstorben.

    Aurobindos größte Mentoren, seine wahren und bleibenden Lehrer,
    waren jedoch Sri Krishna und - letztlich - die Große Mutter.

    Einmal mit Leles Hilfe auf den Weg gesetzt, führte ihn seine intensive
    und ungewöhnlich schnelle Entwicklung von einer überraschenden
    Entdeckung zur anderen, und er erkannte bald, dass er, nach seiner
    anfänglichen bedingungslosen Hingabe, als menschliche Person selbst
    nur recht wenig mit seiner eigenen Entwicklung zu tun hatte.

    Höhere Kräfte hatten die Zügel seines Geschicks in die Hand genommen:
    Aus Aurobindo A. Ghose wuchs Sri Aurobindo hervor.

    Nach seiner Ankunft in Pondicherry entwarf Sri Krishna einen
    Plan für seine weitere Entwicklung, „die Landkarte meines spirituellen
    Wachstums".
    aus Georges Van Vrekhem: Über den Menschen hinaus. Leben und Werk von Sri Aurobindo und Mutter
    (Seiten 31-34)




    "Was die frühen Seher angeht, so bereiten sie mir keine Kopfschmerzen.
    Wenn es so schockierend ist, über die Erfahrungen von Sehern und Weisen der
    Vergangenheit hinauszugehen, so hat jeder neue Seher oder Weise jeweils solchen Schock
    ausgelöst - Buddha, Shankara, Chaitanya, usw. taten alle diese böse Tat.
    ...

    Natürlich kannst Du sagen, sie erklärten bloß die alte Wahrheit, jedoch in der rechten Weise -
    aber dies würde bedeuten, dass niemand sie vorher richtig erklärt oder verstanden hätte -
    was wiederum „Lügen strafen usw." bedeutet.

    Oder Du magst sagen, all die neuen Weisen, z.B. Shankara, Ramanuja, Madhva, wiederholten
    jeweils bloß dieselbe gesegnete Sache, wie es all die früheren Seher und Weisen mit unermüdlicher
    Monotonie vor ihnen getan hatten.
    ...
    Schließlich ist das Göttliche unendlich und das Entfalten der Wahrheit kann ein unendlicher Vorgang sein,
    ... mit einigem Raum für neue Entdeckung und neue Aussage, vielleicht sogar neue Leistung versehen...

    (aus Sri Aurobindo: Sri Aurobindo und die Seher der Vergangenheit. Aus dem Buch: Sri Aurobindo. Über sich selbst. S. 141/142, Verlag: Hinder + Deelmann)


    Dieses ist für Aurobindo in seinem Yoga nur der 1. Schritt...
    danach sucht er das Supramental herabzuholen!!!

    "Nicht im Hinblick auf persönliche Größe suche ich das Supramental herabzuholen.
    Ich schere mich nicht um Größe oder Kleinheit im menschlichen Sinne.
    Ich ringe darum, ein Prinzip der inneren Wahrheit, des Lichts, der Harmonie, des Friedens in das
    Erdbewusstseins herabzubringen; ich sehe es oben und weiß, was es ist - ich fühle, wie es ständig von oben
    auf mein Bewusstsein herabstrahlt, und suche es ihm zu ermöglichen, das ganze Wesen in seine ureigene
    Kraft aufzunehmen...

    Ich glaube, es ist der letztliche Sinn der Erdevolution, dass die Herabkunft dieser Wahrheit den Weg
    einer Entwicklung von göttlichem Bewusstsein hier öffnet.
    ...
    Wenn die menschliche Vernunft mich für einen Narren hält, weil ich versuche, was Krishna nicht versuchte,
    so kümmert mich das nicht im Geringsten.
    ...
    Es ist eine Frage zwischen dem Göttlichen und mir - ob es der Göttliche Wille ist oder nicht,
    ob ich gesandt bin, jenes herabzubringen oder den Weg für seine Herabkunft zu öffnen oder
    es wenigstens möglich zu machen.

    Sollen alle Menschen mich wegen meiner Anmaßung verspotten, wenn sie das wollen, soll die Hölle
    über mich kommen, wenn sie das will - ich mache weiter, bis ich den Kampf gewinne oder untergehe."
    10-2-1935 (Hervorhebung von mir!)
    (Sri Aurobindo: Warum das Supramental angestrebt wird. Aus dem Buch: Sri Aurobindo. Über sich selbst. S. 147/148, Verlag: Hinder + Deelmann)


    Hier mal ein schönes und kurzes, zusammenfassendes Video:





    :winken5:
     
  10. anadi

    anadi Sehr aktives Mitglied

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    Diese Art von Vorurteile gründen im Logikfehler namens argumentum ad verecundiam.

    Appeal to authority (Argument von der Autorität, argumentum ad verecundiam) - eine Behauptung wird aufgrund der Position oder Autorität der Person, die sie behauptet, für wahr gehalten.
    Quelle Appeal to authority


    Die angebliche Größe von "Sri Aurobindo" ist kein Beweis, dass folgende Aussagen falsch sind:

    "Der Fortschritt der Seele bedeutet, dass sie sich von der materiellen Natur, die sie bedeckt, entfernt.
    Das entspricht einer Gleichgültigkeit in Beziehung zur Erreichung eines bestimmten materiellen Körpers.
    Diese Fortschritt der Seele auf dem spirituellen Pfad entspricht zu einer immer wachsendes spirituellen Bewusstsein (Anhaftung)
    die sich in das Erreichen eines spirituellen Körpers ausdrückt."

     
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