Ist es gerechtfertigt sich beeinträchtigt zu fühlen und seine Lebensqualität beeinträchtigt zu sehen wenn man von unliebsamen Menschen wahrgenommen wird?
Das kommt auf die Umstände an.
Wenn mich Nachbar Meier nervt, wenn ich ihm in einem Supermarkt oder einem Internetforum begegne, muss ich das wohl hinnehmen. Das ist dann mein Problem, wenn ich mich durch dann normales Verhalten desjenigen belästigt fühle.
Wenn mich Nachbar Meier darüber hinaus nicht nur im RL, sondern auch im Internet verfolgt, mir ständig kleine Zettelchen in den Briefkasten wirft mit Beschimpfungen, überall laut herausposaunt wie dumm ich sei, mein Sexualverhalten öffentlich thematisiert, dazu weitere Fantasien hinzu erfindet, Lügen verbreitet, dann besteht ein Unterlassungsanspruch ggü. diesem Menschen.
Oder, um
@Lucia s Beispiel herzunehmen, das ganz hervorragend passt, denn sie sagt ja aus, es ist falsch abzufordern:
Es ist dieselbe Argumentation, die vorschlägt, dass Frauen sich einfach anders verhalten sollen, um nicht vergewaltigt zu werden, anstatt schon bei den Kindern zu beginnen, diese Rape Culture nicht weiterzugeben.
Das Recht des Stärkeren wird damit halt einfach wirklich zum "Recht".
Traurig.
Übertragen: das Opfer soll gefälligst in einem Forum so schreiben, dass niemand auf die Idee kommt, ihre Beiträge zu vergewaltigen, sie zu beleidigen, nachzustellen... ach neee, natürlich haben es die Stänkerer zu unterlassen. Oder doch nicht? Oder kommt es lediglich darauf an, ob man persönlich wen mag oder nicht, dann gilt mal das Eine und mal das Andere. Das nannte man wie? Ach ja, Heuchelei.