Wenn ich den einzelnen Gong einer Glocke höre, hat dieser auf mich eine Wirkung, die ich nicht mit dem in Verbindung setze, was heute in Kirchen gemeint wird, bleibe neutral und höre und achte nur auf den Gong. Dieser Gong hat mit seinem plötzlichen Erscheinen eine haltende, anhaltende und eine mahnende, innehaltende, achtende bis erschütternde und mit seinem abklingenden Nachklang auch eine meditative und nach innen gehende, erinnernde Wirkung, etwa so, wie ein Denkmal wirken kann. Der plötzliche Gong fordert von mir: "Höre zu!" Der Nachklang aber fordert eine Richtung des Zuhörens: "Höre nach innen!" - Hier finde ich als Gebet einen Sinn, nach innen horchen zu sollen.