Meine sehr geehrten Damen und Herren!
Oder soll ich anders anfangen? Ist das zu schleimig? Dient es dem Leser gleich von vorn herein zur Verwirrung? Was geht vor, im Leser? Zieht er allein aus der Anrede Rückschlüsse auf den Schreiber und dessen Charakter? Zieht er kommunikationspsychologische - gibts das wort überhaupt? -Methoden heran, bereits vom Angfang an, bereits beim Lesen der Anrede?
Das ist mir zwar nicht egal, aber ich bleib mal dabei.
Meine sehr verehrten Damen und Herren!
Es ist schön ...
CRUX NOCH MAL! Jetzt hab ich vergessen, was ich sagen wollte.
Ich schreib weiter, wenns mir wieder einfällt. Sie müssen wissen, meine Damen und Herren, ich werde hier unter Tags auch häufig angeredet, muss zwischendurch auch andere Dinge machen, soll einigermaßen freundlich Rede und Antwort stehen und will auch dem Denkprozess in mir selber ein wenig Beachtung schenken, da ich daraus in der Vergangenheit und Gegenwart schon des öfteren persönliche Gewinne ziehen konnte. Das sage ich hier, um meine Zerissenheit zu erklären.
Ich rede vom DEM Denkprozess IN MIR, nicht von MEINEN Gedanken. Ich für mich sehe hier einen kleinen, aber nicht unwesentlichen Unterschied. Wie der Leser das sieht und verarbeitet, darauf habe ich keinen großen Einfluss. Und ob er nun Rückschlüsse auf den Schreiber bzw. auf des Schreibers Charakter zieht, oder - wie dieser selbst - projektionsfrei einen Denkprozess verfolgt, bleibt auch ihm überlassen.
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Es ist schön! Langsam wird mir klarer, worum es mir geht, wenn ich hier schreibe. Nicht nur hier, in Aufgeschrieben sondern meine ganze Forenbeteiligung betreffend. Nach und nach kristallisiert sich ein Motiv vor meinen Augen und ich erhalte hier mitunter Hilfen, die im Gegensatz zu den Hilfen, die ich im Realleben bekomme, keine Zwangsbeglückungen sind, sondern echte Hilfen, weil es mir hier, auf dieser virtuellen Ebene und schreibender Weise eben leichter gelingt, eine gesunde Distanz zu finden ohne mich dabei zu verschließen.
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Es ist schön! Das Wetter draussen und eigentlich auch in mir, im Moment. eigentlich sollte ich hinaus und ich hätte viel zu tun, aber auch dieser Denkprozess ist mir wichtig. Ich spüre nur, dass er mir wichtig ist, ich weiß es nicht. Ich ahne nur, das der Tod mir sagt, was wichtig ist und was nicht wichtig ist für mich. Der Tod ist eine Realität für mich, der ich ins angesicht blicke, von der ich mich nicht zermürben lassen darf, aber über die ich auch nicht sinn und grundlos in spottender Weise lachen darf, weil ich mich sonst um mein eigenes Leben betrüge. Der Tod ist für mich das Maß aller Dinge. Hier auf dieser Erde. Doch ich begegne ihm "weitgehend Angstbefreit" und möge Gott mir die Kraft geben, diesen Zustand bis zum letzten Atemzug aufrecht zu erhalten.
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Jetzt zum eigentlichen, warum ich eigentlich heute zu schreiben begonnen habe.
Inspiriert von anderen, parallelen Unterhaltungen im Realleben und auch in der PN Box wird mir langsam klar, dass auch ich an einem Projekt arbeite, die ganze Zeit schon und ohne es zu wissen, ohne Vorsatz. Ich bin also nicht wirklich Projektlos. Vielleicht bin ich gar ein Künstler und weiß es nicht. Hmmmm .... alles ist möglich.
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In mir keimt eine Schrift, ein Buch, die Arbeit an einem Buch, das in etwa den Titel tragen könnte: "Das verdorbene Wesen und seine Heilung!" oder "Wie kommt der Verbrecher zu Gott ohne dabei die Menschen zu vergessen, an denen er sich im Laufe seines Lebens vergangen hat!" oder eben einfach: "Die Heilung des verdorbenen Charakters". Aber mir ist es nicht mehr wichtig, dieses Buch fertigzustellen. Ich weiß nur, dass das mein Projekt ist, an dem ich arbeite. Mittlerweile nicht mehr verbissen und verkrampft, sondern gelöst und entspannt. Diese Forum hat mir dabei sehr geholfen.
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Die Arbeit ist nicht immer leicht. Der verdorbene Charakter muss während langer, immerwährender Einkehr lernen, gleichzeitig auch nach Außen zu gehen, sich den Menschen zu öffnen, den Menschen zu sagen, wer er ist ohne sich in irreführenden Details zu verlieren und gerade dieser Teil der Arbeit gestaltet sich sehr schwierig, denn im außen erkennen manchen Menschen zwar seinen guten Willen, doch wenn er beginnt, von dem Verderben zu erzählen, das in seinem Inneren ist, beginnen sich viele zu fürchten und versuchen ihn zu heilen, in dem sie sagen: "Ach geh, so schlimm bist du doch gar nicht", "Ach geh, das ist doch Vergangenheit, schau nach vorn!" "Ach geh, du musst lernen, auch deine schattenseiten zu lieben!" "Ach geh, du bist behaftet und befangen von Schuldgefühlen".
Sie wissen ja nicht, dass er bereits viele Gespräche mit Gott hinter sich hat und Vergebung erhalten hat, soweit zumindest, dass er sich nun frei bewegen kann und ohne permanentes und erdrückendes Schuldgefühl, das er natürlich auch kennt, aus der Vergangenheit. Sie wissen ja nicht, dass er von Gott selbst in einem leisen, immerwährenden Zwiegespäch den Auftrag erhalten hat, wieder umzukehren und auf die Menschen zuzugehen, durch ihre oft gutgemeinten Projektionen hindurch nach zwei Seiten gleichzeitig zu gehen, nach Innen und Außen gleichermaßen, um diese beiden Teile des Daseins wieder in sich selbst zusammenzufügen zu einem großen Ganzen. Und an seinem Projekt zu arbeiten: "DIE HEILUNG DES VERDORBENEN CHARAKTERS" an einem Buch, dass vielleicht nie geschrieben und gedruckt wird. Aber das ist nicht wichtig. Das Projekt ist wichtig.
Und sie wissen nicht, dass ihm alles gesagt wird. Wann er sich auf Gott berufen darf und wann er von Gott zu schweigen hat.
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Ich habe einen Freund, das ist ein Mensch den ich sehr schätze und trotzdem hab ich so manches Problem in der Verständigung, aber das soll nicht mein Text sein, jetzt und hier. Dieser Mensch ist künstlerisch aktiv arbeitet gerne mit einem bestimmten Material und versucht auch, in seinem Umfeld Begeisterung zu wecken für dieses Material. Mit teilweisem aber eher mäßigem Erfolg, wie mir scheint. Ich selbst könnte mich bisher in erster Linie für seine Betgeisterung begeistern, denn ich bin hindurchgegangen, durch dieses Material und das hat sich schwer genug gestaltet. Es handelt sich im weiteren Sinn um Erde und manchmal nennt er es auch Gatsch. Klar sehe ich ein paar verspielte Möglichkeiten, die sich aus der Formbarkeit des Materials ergeben, aber mein Freund versucht eben Projekte um das Thema zu gestalten und arbeitet recht intensiv daran, wie ich meine. Und ich nehme seine Arbeit ernst. Er mag spielerisch an die Dinge herangehen, aber ich sehe, dass er an das Material glaubt und an den Wert seiner Verwertbarkeit im sozialen, gesellschaftlichem Sinn und zur Gestaltung einer menschenfreundlichen Welt.
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Aber Egoist, der ich bin, geht es mir nicht darum, seine Ideen zu bewerben. Das muss er selbst machen. Und gierig wie ich bin, habe ich insofern profitiert, dass ich nach und nach dahinter gekommen bin, dass auch ich ein Material habe, in das ich zwar nicht verliebt bin, aber das mir nun mal zu Teil wurde, gegeben vom Leben um damit zu arbeiten und im Grunde arbeitete ich schon immer an einem Projekt, wenn ich mir auch nicht bewusst war. Mein Material, mit dem ich arbeite und große Erfahrungen gesammelt habe ist "das Böse" und mein Hauptprojekt befasst sich damit: wie kommt es in die Welt, wie kommt es in den Menschen, in den Körper, also auch in den Lehm, wie bekomm ich es raus aus dem Menschen, aus der Welt und aus dem Leb`n, weils zwar manchmal lustig erscheint, ein bissel bös zu sein, aber dem Leben im Ganzen nicht wirklich gut tut. Und mein Ausgangspunkt für die notwendigen Recherchen bin zunächst mal ich selber gewesen, also mein verdorbener Charakter und im weiteren die Erkenntnis des Selbigen und eine Menge Beobachtungen in meinem näheren und weiteren Umfeld.
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Mein Material is also das Böse nd mein Projekt hab ich jetzt beschrieben, aber nicht weil ich so naiv bin und denk, ich könnt vielleicht irgend jemanden begeistern, an meinem Projekt mitzuarbeiten oder es gar zu fördern. Ich will niemanden zwangsbeglücken mit meinen Projektgedanken und all zu große Beteiligung würde nur meine Konzentration stören, die ich bei dieser Arbeit brauche. man kann mit diesem Material nur arbeiten, wenn man gute Verbindungen hat, die ich hier jetz mal namentlich nicht nenne. Die Arbeit ist mitunter nicht einfach und ganz harmlos, wie auch die Arbeit mit Erde nicht immer ganz einfach ist. Ich hab mal auf einem Friedhof gearbeitet als Hilfsgärtner, auf einem vom Regen aufgeweichten Tujenfeld, da bin ich fast bis zum Schritt eingesunken und hab gespürt, wie das klebt und bindet und einen nicht mehr losläßt. Aber die Erde ist gut. ein gutes Material. Man muss wahrscheinlich immer ein bisserl drüber schweben, wenn man gestaltend und formgebend mit der Lehmerde arbeitet und baut. Lieber als Beton und Asphalt is mir die Erde als Material allemal.
Aber es ist nicht meine Arbeit, mich darum zu kümmern, welchem Material man den Vorzug gibt, bei der weiteren Gestaltung der Erde. Das ist Sache der Erdexperten, Architekten und Baumeister. Das Material mit dem Ich arbeite ist "das Böse" und mein hauptprojekt ist der verdorbene Charakter und seine Heilung und betrifft als solches auch nicht nur mich und meinen eigenen Schwanz, denn ich weiß, ich habe es gesehen, mit eigenen augen gesehen - das ich nicht der einzige verdorbene Charakter BIN auf dieser Erde. Und Teil meines Projektes ist auch nicht, das Verderben des Charakters einzuteilen in harmlosem kleinere Verderbnisse oder in schwere Charakterfäulnis, sondern einen Weg zu finden, es als ganzes hinaus zu bekommen, aus dem Körper, also aus dem Lehm. Denn der Lehm selbst ist ein gutes, formbares Material.
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Aber wie gesagt; es ist nicht meine Sache, die welt zu gestalten. Ich wollte nur Dank sagen für die Unterstützung, das ich endlich mein Projekt gefunden habe und dem Kind einen Namen geben kann. Ich arbeite am ICH, denn in dem ICH ist das Böse und das ist mein Material. Und wer mein Projekt finanziert, darum mache ich mir im Moment keine Sorgen. Es gibt einen großen und mehrere kleine Gönner, die großes Interesse an meinem Projekt gezeigt haben. Und sie sind nicht immer zufrieden mit meiner Arbeit, ich bin auch oft sehr nachlässig, aber es wird besser. Alles wird besser.
Danke für die Geduld beim lesen.
Oder soll ich anders anfangen? Ist das zu schleimig? Dient es dem Leser gleich von vorn herein zur Verwirrung? Was geht vor, im Leser? Zieht er allein aus der Anrede Rückschlüsse auf den Schreiber und dessen Charakter? Zieht er kommunikationspsychologische - gibts das wort überhaupt? -Methoden heran, bereits vom Angfang an, bereits beim Lesen der Anrede?
Das ist mir zwar nicht egal, aber ich bleib mal dabei.
Meine sehr verehrten Damen und Herren!
Es ist schön ...
CRUX NOCH MAL! Jetzt hab ich vergessen, was ich sagen wollte.
Ich schreib weiter, wenns mir wieder einfällt. Sie müssen wissen, meine Damen und Herren, ich werde hier unter Tags auch häufig angeredet, muss zwischendurch auch andere Dinge machen, soll einigermaßen freundlich Rede und Antwort stehen und will auch dem Denkprozess in mir selber ein wenig Beachtung schenken, da ich daraus in der Vergangenheit und Gegenwart schon des öfteren persönliche Gewinne ziehen konnte. Das sage ich hier, um meine Zerissenheit zu erklären.
Ich rede vom DEM Denkprozess IN MIR, nicht von MEINEN Gedanken. Ich für mich sehe hier einen kleinen, aber nicht unwesentlichen Unterschied. Wie der Leser das sieht und verarbeitet, darauf habe ich keinen großen Einfluss. Und ob er nun Rückschlüsse auf den Schreiber bzw. auf des Schreibers Charakter zieht, oder - wie dieser selbst - projektionsfrei einen Denkprozess verfolgt, bleibt auch ihm überlassen.
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Es ist schön! Langsam wird mir klarer, worum es mir geht, wenn ich hier schreibe. Nicht nur hier, in Aufgeschrieben sondern meine ganze Forenbeteiligung betreffend. Nach und nach kristallisiert sich ein Motiv vor meinen Augen und ich erhalte hier mitunter Hilfen, die im Gegensatz zu den Hilfen, die ich im Realleben bekomme, keine Zwangsbeglückungen sind, sondern echte Hilfen, weil es mir hier, auf dieser virtuellen Ebene und schreibender Weise eben leichter gelingt, eine gesunde Distanz zu finden ohne mich dabei zu verschließen.
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Es ist schön! Das Wetter draussen und eigentlich auch in mir, im Moment. eigentlich sollte ich hinaus und ich hätte viel zu tun, aber auch dieser Denkprozess ist mir wichtig. Ich spüre nur, dass er mir wichtig ist, ich weiß es nicht. Ich ahne nur, das der Tod mir sagt, was wichtig ist und was nicht wichtig ist für mich. Der Tod ist eine Realität für mich, der ich ins angesicht blicke, von der ich mich nicht zermürben lassen darf, aber über die ich auch nicht sinn und grundlos in spottender Weise lachen darf, weil ich mich sonst um mein eigenes Leben betrüge. Der Tod ist für mich das Maß aller Dinge. Hier auf dieser Erde. Doch ich begegne ihm "weitgehend Angstbefreit" und möge Gott mir die Kraft geben, diesen Zustand bis zum letzten Atemzug aufrecht zu erhalten.
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Jetzt zum eigentlichen, warum ich eigentlich heute zu schreiben begonnen habe.
Inspiriert von anderen, parallelen Unterhaltungen im Realleben und auch in der PN Box wird mir langsam klar, dass auch ich an einem Projekt arbeite, die ganze Zeit schon und ohne es zu wissen, ohne Vorsatz. Ich bin also nicht wirklich Projektlos. Vielleicht bin ich gar ein Künstler und weiß es nicht. Hmmmm .... alles ist möglich.
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In mir keimt eine Schrift, ein Buch, die Arbeit an einem Buch, das in etwa den Titel tragen könnte: "Das verdorbene Wesen und seine Heilung!" oder "Wie kommt der Verbrecher zu Gott ohne dabei die Menschen zu vergessen, an denen er sich im Laufe seines Lebens vergangen hat!" oder eben einfach: "Die Heilung des verdorbenen Charakters". Aber mir ist es nicht mehr wichtig, dieses Buch fertigzustellen. Ich weiß nur, dass das mein Projekt ist, an dem ich arbeite. Mittlerweile nicht mehr verbissen und verkrampft, sondern gelöst und entspannt. Diese Forum hat mir dabei sehr geholfen.
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Die Arbeit ist nicht immer leicht. Der verdorbene Charakter muss während langer, immerwährender Einkehr lernen, gleichzeitig auch nach Außen zu gehen, sich den Menschen zu öffnen, den Menschen zu sagen, wer er ist ohne sich in irreführenden Details zu verlieren und gerade dieser Teil der Arbeit gestaltet sich sehr schwierig, denn im außen erkennen manchen Menschen zwar seinen guten Willen, doch wenn er beginnt, von dem Verderben zu erzählen, das in seinem Inneren ist, beginnen sich viele zu fürchten und versuchen ihn zu heilen, in dem sie sagen: "Ach geh, so schlimm bist du doch gar nicht", "Ach geh, das ist doch Vergangenheit, schau nach vorn!" "Ach geh, du musst lernen, auch deine schattenseiten zu lieben!" "Ach geh, du bist behaftet und befangen von Schuldgefühlen".
Sie wissen ja nicht, dass er bereits viele Gespräche mit Gott hinter sich hat und Vergebung erhalten hat, soweit zumindest, dass er sich nun frei bewegen kann und ohne permanentes und erdrückendes Schuldgefühl, das er natürlich auch kennt, aus der Vergangenheit. Sie wissen ja nicht, dass er von Gott selbst in einem leisen, immerwährenden Zwiegespäch den Auftrag erhalten hat, wieder umzukehren und auf die Menschen zuzugehen, durch ihre oft gutgemeinten Projektionen hindurch nach zwei Seiten gleichzeitig zu gehen, nach Innen und Außen gleichermaßen, um diese beiden Teile des Daseins wieder in sich selbst zusammenzufügen zu einem großen Ganzen. Und an seinem Projekt zu arbeiten: "DIE HEILUNG DES VERDORBENEN CHARAKTERS" an einem Buch, dass vielleicht nie geschrieben und gedruckt wird. Aber das ist nicht wichtig. Das Projekt ist wichtig.
Und sie wissen nicht, dass ihm alles gesagt wird. Wann er sich auf Gott berufen darf und wann er von Gott zu schweigen hat.
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Ich habe einen Freund, das ist ein Mensch den ich sehr schätze und trotzdem hab ich so manches Problem in der Verständigung, aber das soll nicht mein Text sein, jetzt und hier. Dieser Mensch ist künstlerisch aktiv arbeitet gerne mit einem bestimmten Material und versucht auch, in seinem Umfeld Begeisterung zu wecken für dieses Material. Mit teilweisem aber eher mäßigem Erfolg, wie mir scheint. Ich selbst könnte mich bisher in erster Linie für seine Betgeisterung begeistern, denn ich bin hindurchgegangen, durch dieses Material und das hat sich schwer genug gestaltet. Es handelt sich im weiteren Sinn um Erde und manchmal nennt er es auch Gatsch. Klar sehe ich ein paar verspielte Möglichkeiten, die sich aus der Formbarkeit des Materials ergeben, aber mein Freund versucht eben Projekte um das Thema zu gestalten und arbeitet recht intensiv daran, wie ich meine. Und ich nehme seine Arbeit ernst. Er mag spielerisch an die Dinge herangehen, aber ich sehe, dass er an das Material glaubt und an den Wert seiner Verwertbarkeit im sozialen, gesellschaftlichem Sinn und zur Gestaltung einer menschenfreundlichen Welt.
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Aber Egoist, der ich bin, geht es mir nicht darum, seine Ideen zu bewerben. Das muss er selbst machen. Und gierig wie ich bin, habe ich insofern profitiert, dass ich nach und nach dahinter gekommen bin, dass auch ich ein Material habe, in das ich zwar nicht verliebt bin, aber das mir nun mal zu Teil wurde, gegeben vom Leben um damit zu arbeiten und im Grunde arbeitete ich schon immer an einem Projekt, wenn ich mir auch nicht bewusst war. Mein Material, mit dem ich arbeite und große Erfahrungen gesammelt habe ist "das Böse" und mein Hauptprojekt befasst sich damit: wie kommt es in die Welt, wie kommt es in den Menschen, in den Körper, also auch in den Lehm, wie bekomm ich es raus aus dem Menschen, aus der Welt und aus dem Leb`n, weils zwar manchmal lustig erscheint, ein bissel bös zu sein, aber dem Leben im Ganzen nicht wirklich gut tut. Und mein Ausgangspunkt für die notwendigen Recherchen bin zunächst mal ich selber gewesen, also mein verdorbener Charakter und im weiteren die Erkenntnis des Selbigen und eine Menge Beobachtungen in meinem näheren und weiteren Umfeld.
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Mein Material is also das Böse nd mein Projekt hab ich jetzt beschrieben, aber nicht weil ich so naiv bin und denk, ich könnt vielleicht irgend jemanden begeistern, an meinem Projekt mitzuarbeiten oder es gar zu fördern. Ich will niemanden zwangsbeglücken mit meinen Projektgedanken und all zu große Beteiligung würde nur meine Konzentration stören, die ich bei dieser Arbeit brauche. man kann mit diesem Material nur arbeiten, wenn man gute Verbindungen hat, die ich hier jetz mal namentlich nicht nenne. Die Arbeit ist mitunter nicht einfach und ganz harmlos, wie auch die Arbeit mit Erde nicht immer ganz einfach ist. Ich hab mal auf einem Friedhof gearbeitet als Hilfsgärtner, auf einem vom Regen aufgeweichten Tujenfeld, da bin ich fast bis zum Schritt eingesunken und hab gespürt, wie das klebt und bindet und einen nicht mehr losläßt. Aber die Erde ist gut. ein gutes Material. Man muss wahrscheinlich immer ein bisserl drüber schweben, wenn man gestaltend und formgebend mit der Lehmerde arbeitet und baut. Lieber als Beton und Asphalt is mir die Erde als Material allemal.
Aber es ist nicht meine Arbeit, mich darum zu kümmern, welchem Material man den Vorzug gibt, bei der weiteren Gestaltung der Erde. Das ist Sache der Erdexperten, Architekten und Baumeister. Das Material mit dem Ich arbeite ist "das Böse" und mein hauptprojekt ist der verdorbene Charakter und seine Heilung und betrifft als solches auch nicht nur mich und meinen eigenen Schwanz, denn ich weiß, ich habe es gesehen, mit eigenen augen gesehen - das ich nicht der einzige verdorbene Charakter BIN auf dieser Erde. Und Teil meines Projektes ist auch nicht, das Verderben des Charakters einzuteilen in harmlosem kleinere Verderbnisse oder in schwere Charakterfäulnis, sondern einen Weg zu finden, es als ganzes hinaus zu bekommen, aus dem Körper, also aus dem Lehm. Denn der Lehm selbst ist ein gutes, formbares Material.
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Aber wie gesagt; es ist nicht meine Sache, die welt zu gestalten. Ich wollte nur Dank sagen für die Unterstützung, das ich endlich mein Projekt gefunden habe und dem Kind einen Namen geben kann. Ich arbeite am ICH, denn in dem ICH ist das Böse und das ist mein Material. Und wer mein Projekt finanziert, darum mache ich mir im Moment keine Sorgen. Es gibt einen großen und mehrere kleine Gönner, die großes Interesse an meinem Projekt gezeigt haben. Und sie sind nicht immer zufrieden mit meiner Arbeit, ich bin auch oft sehr nachlässig, aber es wird besser. Alles wird besser.
Danke für die Geduld beim lesen.

So oder ähnlich könnte ich es mal angehen, doch ich weiß es noch nicht. Ich muss mich eben jetzt erst mal zurückziehen und in der Stille an meinem Projekt weiterarbeiten, wie es ja viele andere auch tun.
