Es gibt kein Karma !!!

Ja eben, hinzugefügt. Das mein ich ja grad, da wird was hineininterpretiert. Zu allen Zeiten meinetwegen ist das schon hineininterpretiert worden. Aber grad das will ich ja vermeiden... genau gegen diese Vermengung schreib ich ja immer wieder an. Die ja auch von Buddha nicht gemacht wurde... erst von seinen Schülern. Buddha selbst weist drauf hin, daß gut und schlecht immer abhängig ist von den Umständen...
Aber diese Unterscheidung von dir ist problematisch, darauf will ich hinaus. Ich war da nicht ganz präzise. Wenn du sagst "hineininterpretiert", dann muss ich eben auch darauf aufmerksam machen, dass Karma bereits eine Interpretation ist. Karma als solches existiert nicht! Die einzige Realität, wo nichts mehr hinzugefügt und weggenommen werden kann, ist Shunyata, Leerheit - nichts sonst (auch Buddha, der Buddhismus und der edle achtfache Pfad sind leer). Karma ist in Wahrheit leer, und eben darum ist der Begriff selbst gewissermassen illusorisch, er ist bloss relativ und nicht absolut. Eine von vielen Formen also.

Wenn das aber so ist, dann wird's ganz schnell ganz schwierig, denn jetzt zu klären, welches die RICHTIGE Interpretation von Karma ist, wird dadurch unmöglich. Ich könnte mit gleichem Recht behaupten, Karma sei eben nun mal AUCH das moralische Gesetz von Tat die zu Belohnung und Strafe führt. Wie könntest du oder irgendwer sonst das widerlegen? Karma selbst ist eine Interpretation der Realität, ist Maya, und über die Interpretation der Interpretation reden wir hier.
 
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Glück, Wohlstand, Reichtum ist auch Karma...Karma ist doch nicht nur Leiden durchstehen müssen, Karma ist doch keine Bestrafungsform und eben nicht immer was negatives...

Für die meisten bedeutet Leiden = Karma, denn nur so ist es für viele Hokuspokus-Tanten zu erklären...

...was sollen die denn Jemandem sagen,...

...außer Karma !!!
 
Karma als solches existiert nicht! Die einzige Realität, wo nichts mehr hinzugefügt und weggenommen werden kann, ist Shunyata, Leerheit - nichts sonst (auch Buddha, der Buddhismus und der edle achtfache Pfad sind leer). Karma ist in Wahrheit leer.

Laß mich mal in Zeitlupe da hineindenken. Shunyata heißt ja, nichts existiert aus sich selbst heraus, alles besteht abhängig und unbeständig. Shunyata bedeutet ja eben nicht Nichtexistieren, sondern Abhängigexistieren. Selbstverständlich ist aus dieser Sicht auch der Begriff Karma abhängig existent. Aber damit IST er doch auch Shunyata - sofern ich ihn nicht als etwas ansehe, was aus sich selbst heraus existiert. DAS versteh ich dann unter hineininterpretieren.

Hier wirds dann aber wirklich schon total sophisticated.
 
Alles Maya : Mich gibt's nicht, Dich gibt's nicht, Karma gibt's nicht (es gibt übrigens auch "gutes Karma" - das es natürlich auch nicht gibt) - also laßt uns ein Bierchen trinken (das es auch nicht gibt) und all das andere genießen, das es nicht gibt.


bier.gif



Reinhard
 
Alles Maya : Mich gibt's nicht, Dich gibt's nicht, Karma gibt's nicht (es gibt übrigens auch "gutes Karma" - das es natürlich auch nicht gibt) - also laßt uns ein Bierchen trinken (das es auch nicht gibt) und all das andere genießen, das es nicht gibt.

bier.gif

Och, Reinhard, und nun ist auch mein Verdienst futsch...

Aber was will ich auch mit angesammelten Illusionen. :D

Liebe Grüße
Rita
 
Hallo,

1) wäre mal zu klären, ob Karma nur als Kausalität zu betrachten ist, oder auch mit moralischem Hintergrund

2) Für mich ist die Karmatheorie, "noch" ein billiges Erklärungsmodell für die Gerechtigkeit (z. B. Tsunami resultiert aus dem Karma der Erde)

3) Sollte es einen moralischen Hintergrund haben, wo liegt der Maßstab für Gutes Karma und böses Karma, ist es die Nächstenliebe?

4) Grund für die Überzeugung: Gab es schon mal Karmaauflösungsprozesse die Menschen glücklicher machten, oder sogar das Leiden gebessert hat, welche definitive auf Grund dieser Handlung ausgelöst wurden?
Persönliche Erlebnisse wären sicher interressant :tuscheln:

Ich persönlich kann an das Karma nur glauben, als Tatsache hat es sich mir "noch" nicht offenbart :cool:

liebe grüsse
prema
 
:) Karma ist das Gesetz von Ursache und Wirkung. Sunscht garnix. Und das gibt es, völlig wurscht, ob einer dran glaubt oder nicht. Alles was passiert, hat eine Ursache und eine Wirkung. Mehr ist da nicht hineinzugeheimnissen in den Begriff.


100 Punkte für Kinnarih! :zauberer1
Viele Leute haben nämliche ein ganz falsche Vorstellung von dem was Karma ist.
 
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3) Sollte es einen moralischen Hintergrund haben, wo liegt der Maßstab für Gutes Karma und böses Karma, ist es die Nächstenliebe?

Im "guten" oder "schlechten" Karma liegt der Anspruch zu richten, zu bewerten, die Welt verstanden zu haben, wie auch Kinnarih schon andeutete.
Wo entspringt der Wunsch, sein Karma aufzulösen? Der Ebene der Bewertung. Dem Wunsch der Befreiung, wovon auch immer.
Wo entspringt der Wunsch, Karma nicht existent zu nennen? Oder: Als reines Ursache-Wirkung-Prinzip zu betrachten? Dem Wunsch nach wertfreier Annahme dessen, was geschieht und was man tut. Die Nicht-Befreiung.

Und der Threadstarter meinte vielleicht: Dazu braucht man das Wort Karma, das Prinzip Karma nicht. Er hat es aber schon geschrieben. :)
Noch interessanter wird es dann, wenn man sich der Befreiung von der Nicht-Befreiung und der Nicht-Befreiung der Befreiung hingibt:

Dem Nicht-Annehmen von Karma. Das existiert.
Dem Annehmen von Karma. Das nicht existiert.
 
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