Shimon1938
Sehr aktives Mitglied
1962 und 1963 verübte der Mossad mit der Hilfe von Informationen seines Agenten Wolfgang Lotz Anschläge auf mehrere deutsche Ingenieure, die seit 1959 am ägyptischen Raketenprogramm arbeiteten - eine entsprechende Betätigung in Deutschland war damals aufgrund alliierter Bestimmungen noch verboten. Der Ingenieur Dr. Heinz Krug verschwand im September 1962 in München - sein Auto wurde gefunden, seine Leiche jedoch nicht. Ein anonymer Anrufer behauptete seinen Tod. Im Februar 1963 entging der Elektronik-Experte Hans Kleinwächter nur knapp einem Mordanschlag in Lörrach - sein Wagen wurde blockiert und es wurde mit einer schallgedämpften Pistole auf ihn geschossen. Eine Briefbombe an den Ingenieur Dr. Wolfgang Pilz in Ägypten kostete dessen Sekretärin das Augenlicht, eine weitere Bombe einen Tag später tötete fünf Personen. In der Schweiz wurden zwei israelische Agenten verhaftet, als sie die Tochter des Raketenexperten Prof. Paul Goerke bedrohten. Schließlich musste der verantwortliche Mossad-Chef Harel auf Druck Ben Gurions zurücktreten, um die Zusammenarbeit mit deutschen Behörden nicht zu gefährden, und die Arbeit des Mossad in dieser Sache wurde in moderatere Bahnen gelenkt. Als die Ägypter Mitte der 1960er Jahre stattdessen mit der Sowjetunion und anderen Ostblockstaaten wie der DDR kooperierten, erübrigte sich ein weiteres Vorgehen.
Nachdem der französische Präsident Charles de Gaulle 50 bereits bezahlte und gebaute Mirage aufgrund des Sechstagekrieges nicht nach Israel ausliefern lassen wollte, bemühte sich im Februar 1968 eine Beschaffungskommission des Staates Israel in Paris um die Baupläne der Triebwerke der Mirage des schweizerischen Lizenzbauers. Nachdem die Schweizer Firma den Verkauf ablehnte, bestach der Mossad einen Mitarbeiter des Schweizer Unternehmens mit $ 200.000 und schaffte demonstrativ 47 Zentner Akten über die Bundesrepublik Deutschland nach Israel. Allerdings ist auch die Ansicht vertreten worden, dass dies mit insgeheimer Unterstützung der Franzosen geschah, die nur offiziell keine Waffen an Israel liefern wollten
Im Dezember 1968 kaperten Mossad-Agenten acht Raketenboote, die im französischen Cherbourg für Israel gebaut worden waren, die Präsident Charles de Gaulle aber nicht ausliefern lassen wollte. Gleichzeitig im November 1968 verschwand der 1142-BRT-Uranfrachter Scheersberg A auf dem Weg von Antwerpen nach Genua spurlos. Es wird angenommen, dass er den Schnellbooten auf ihrem Weg nach Israel als Versorgungsschiff diente und gleichzeitig Uraninit nach Israel transportierte.
Im Zuge der unter dem Namen Operation Zorn Gottes bekannt gewordenen Aktionen exekutierten Mossad-Kommandos etwa 20 Palästinenser, deren Verbindung zur Geiselnahme von München allerdings teilweise umstritten ist. Bei den häufig mit Bomben durchgeführten Anschlägen kamen nicht nur Zielpersonen, sondern auch Begleiter und Passanten zu Tode. Die gezielte, irrtümliche Liquidierung eines Unschuldigen wurde als Lillehammer-Affäre bekannt.
Und die Liste liesse sich beliebug weiterführen. Und ein fetter roter Faden lässt sich erkennen. A) Israel fühlt sich ziemlich schnell in der Positions sich verteidigen zu müssen B) schert sich einen Dreck um internationale Rechtsabkommen und Gerichtbarkeiten C) interessiert sich nicht wirklich um Kollateralschäden und die folgenden diplomatischen Streitereien und das immer wieder aus der gleichen "Wir dürfen das.." Position herraus.
wie oft wurde schon israel, seit 1948 von irgendwelchen arabischen staataten angegriffen? ich weiss, dass die regierung israels viel mist baut... ich weiss aber auch, dass gleich nach der staatsgründun (!) die angriffe begonne haben. ich finde, dass es richtig ist, (und das hat die shoah bewirkt!) dass juden sich mit allen mitteln wehren.. das ist einmalig in der geschichte. (wenn ich mich richtig besinne, dann war das letzte mal in der makkabeer aufstand, dass sich juden wehemnt gewehrt haben die welt ist empört, dass juden sich wehren, warum?
shimon

