Ein Fötus ist keine Person

Ich habe mir im Laufe des Abends alle Postings durchgelesen.
Natürlich gibt es viele Aspekte bei dieser Thematik.....und jedes stimmt.

Ich möchte erklären, weswegen mich dieses Urteil so erschüttert hat:
Als ich zur Geburt meiner Tochter - vor mittlerweile über 20 Jahren - im Krkh. war, waren wir (der Vater meines Kindes) und ich in der Cafeteria des Krkh. Am Nebentisch saß ein Ehepaar, beide hatten eine Flasche Bier vor sich stehen. Meine Tochter lag wegen Geb. Komplikationen auf der Neugeborenen-Intensivstation und auf dieser Station habe ich die Frau einmal gesehen. Ihr Baby lag auch dort. Rund um dieses Ehepaar standen ihre 6?7? 8? Kinder wie die Orgelpfeifen und alle waren sichtbar behindert. Der ca.6 jährige Sohn sagte etwas (unverständliches), woraufhin ihm die "Mutter'" mit der Faust auf den Hinterkopf schlug und ihn als "du Dodel" beschimpfte.

Ich habe dieses Bild grad wieder sehr deutlich vor den Augen und ich muss gestehen, dass ich in diesem Moment für diese Eltern Hass empfand.
 
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Habe eigentlich noch nichts speziell zum Thema Alkohol gesagt.

Natürlich ist es ein Unding, wenn jemand Alkohol während der Schwangerschaft trinkt. Ich trinke selbst überhaupt keinen Alkohol und würde anderen auch allgemein das gleiche raten.

Aber andererseits wäre es auch ein Eingriff in das Persönlichkeitsrecht wenn wir Leuten etwas verbieten, was wir sonst erlauben, nur weil diejenige schwanger ist. Quasi: Lebe gesund, sonst... Man kann auch nicht einfach sagen, dass sie dem Kind Alkohol gibt, denn das macht sie ja auch nicht wirklich direkt. Und es dürfte auch intuitiv nicht so einfach für die Frauen zu begreifen sein, die weiter trinken. Es ist keine gewöhnliche Interaktion zwischen Menschen, wenn man Alkohol trinkt und dieser dann über Nabelschnur in den Körper des Babys kommt. Ich finde es schon auch sinnvoll, dass man bei einer Schwangeren nicht plötzlich von zwei Personen spricht.

Ja, das ist meiner Meinung nach natürlich ein Dilemma. Aber was soll man tun, der Schwangeren normale Rechte entziehen?

LG PsiSnake
 
Zuletzt bearbeitet:
Ja, das ist meiner Meinung nach natürlich ein Dilemma. Aber was soll man tun, der Schwangeren normale Rechte entziehen?

Die Kinder müssen mit dieser Entscheidung leben.....

Ich finde, Eltern die sich dieser Verantwortung nicht bewusst sind, sollten/müssten sterilisiert werden.
Mag sein, dass jetzt der Eine oder Andere aufschreit und Vergleiche zieht.

Aber Eltern, die sich den Schädel volldröhnen, sind keine Eltern.
 
Die Kinder müssen mit dieser Entscheidung leben.....

Ich finde, Eltern die sich dieser Verantwortung nicht bewusst sind, sollten/müssten sterilisiert werden.
Mag sein, dass jetzt der Eine oder Andere aufschreit und Vergleiche zieht.

Aber Eltern, die sich den Schädel volldröhnen, sind keine Eltern.

Man braucht da nicht unbedingt historische Vergleiche. Argumentativ läuft das jedenfalls darauf hinaus:

Du willst also die Gesundheit potentieller Kinder schützen, indem du gleichzeitig das Recht bereits existierender Personen auf körperliche Unversehrtheit angreifst?! Das ist für mich ein klarer Widerspruch.

Im Endeffekt machen viele Eltern viel falsch. Trotzdem muss man wohl einige Fehler akzeptieren. Und letztlich akzeptiere ich es dann schon, dass ich (oder die Gesellschaft) kein komplettes Recht darauf habe, was eine Frau mit ihrem "Bauch" tut. Dass man Kinder ab einem bestimmten Zeitpunkt nicht mehr abtreiben kann ist da schon ein Eingriff, der aber für mich ok ist, weil die Kinder dann immer lebensfähiger werden, und weil der Abbruch ja früher schon möglich gewesen wäre. Aber zu bestimmen, was sie isst und trinkt (notfalls einsperren und entsprechend füttern)? Das ist genauso unmoralisch wie ihr eigenes Verhalten nicht auf Alkohol verzichten zu wollen.

Daher ist das Problem wohl nicht zu lösen, außer mit einem Appell an die Vernunft.
 
Man braucht da nicht unbedingt historische Vergleiche. Argumentativ läuft das jedenfalls darauf hinaus:

Du willst also die Gesundheit potentieller Kinder schützen, indem du gleichzeitig das Recht bereits existierender Personen auf körperliche Unversehrtheit angreifst?! Das ist für mich ein klarer Widerspruch.

Im Endeffekt machen viele Eltern viel falsch. Trotzdem muss man wohl einige Fehler akzeptieren. Und letztlich akzeptiere ich es dann schon, dass ich (oder die Gesellschaft) kein komplettes Recht darauf habe, was eine Frau mit ihrem "Bauch" tut. Dass man Kinder ab einem bestimmten Zeitpunkt nicht mehr abtreiben kann ist da schon ein Eingriff, der aber für mich ok ist, weil die Kinder dann immer lebensfähiger werden, und weil der Abbruch ja früher schon möglich gewesen wäre. Aber zu bestimmen, was sie isst und trinkt (notfalls einsperren und entsprechend füttern)? Das ist genauso unmoralisch wie ihr eigenes Verhalten nicht auf Alkohol verzichten zu wollen.

Daher ist das Problem wohl nicht zu lösen, außer mit einem Appell an die Vernunft.
genau das ist eine Meinung,.aber bitte lasse andere ihre Meinung vertretten,.danke lg Bonzei
 
Die Kinder müssen mit dieser Entscheidung leben.....

Ich finde, Eltern die sich dieser Verantwortung nicht bewusst sind, sollten/müssten sterilisiert werden.
Mag sein, dass jetzt der Eine oder Andere aufschreit und Vergleiche zieht.

Aber Eltern, die sich den Schädel volldröhnen, sind keine Eltern.

Die Krux ist, dass in der Schule zwar eine sexualkundliche Aufklärung betrieben wird, doch auf die Gefahren, welche Drogen im Körper anstellen und deren üble Folgen, wird nicht so eingegangen, wie es eigentlich sein sollte.
Es muss!! klar herausgestellt werden, dass Drogen nichts für ungeborenes Leben sind.
Dafür sollten klare Fallbeispiele gezeigt werden. Zeigen! damit es visuell erkannt wird. Wenn man es sieht lässt es sich leichter merken!
 
nein nur mit angemessener Erziehung und das hat nichts mit Schule zutun, sondern dafür sind wohl immernoch die Eltern da,


Verbote fördern das Übertreten. Haben also noch nie geholfen, so wenig wie *Zwangsmaßnahmen* zB Sterilisation.

Ja eben, die Wurzeln liegen tief.
Und nicht jeder nimmt Drogen.

Und Sexualität ist ja immer noch ein Tabu Thema.
 
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nein nur mit angemessener Erziehung und das hat nichts mit Schule zutun, sondern dafür sind wohl immernoch die Eltern da,


Verbote fördern das Übertreten. Haben also noch nie geholfen, so wenig wie *Zwangsmaßnahmen* zB Sterilisation.

Und wenn die Eltern Alkohol trinken wie die meisten, weil Alkohol in unserer Gesellschaft dazugehört, dann lernen die Kinder, daß es in Ordnung ist, zu trinken. :rolleyes:
 
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