Ein Fötus ist keine Person

(...) Was aber wenn doch? Was wäre, wenn so ein Fötus einen realen geistigen Anteil hat, wie Du und ich auch? Ein ICH. Wenn sich seelisches und geistiges schon mit dem Fötus verbunden hat und daran arbeitet und nach der Abtreibung wie ein Heraus gerissen, ein Abreissen, eine große Verletzung empfunden wird? Was, wenn dies geistige Wesen sich oftmals nach so einem Abbruch erst einmal nicht zurecht findet, weil es in einer Zwischenwelt hängt? Es möchte weiter auf die Erde, geht aber plötzlich nicht mehr?

Klar, das kann man als Gespinnst abtun.

Was aber, wenn es wirklich so ist?
Was aber, wenn es nicht nur ein Zellhaufen ist, der sich wie ein Geschwür, wie Sabbah es betitelte, gebildet hat?

Gegenfrage: Was aber, wenn es einen Gott gibt, der eine Seele nur in den Himmel lässt, wenn der entsprechende Mensch vorher fleißig missioniert und dabei dann missionsunwillige Menschen getötet hat? Kannst Du beweisen, dass es nicht so ist?

Damit will ich allerdings NICHT jegliche ethisch/moralischen Bedenken gegen Abtreibung wegwischen. Es gibt für diese Bedenken allerdings auch Gründe, die ohne Seelenpostulate auskommen. Da kann/muss man sich dann überglegen, ab welche Stadium wir es mit einem empfindungsfähigen "Zellhaufen" zu tun haben. Ab der Befruntung? Ab der Einnistung? Ab der ersten Zelldifferenzierung? Ich weiß es nicht.

(...) Ich kenne Frauen, die um diese Sache wissen und jene haben aus schwerwiegender Entscheidung heraus abgetrieben. Danach haben sie jedoch meditiert sich entsculdigt und dem Ich-Wesen geholfen, sich wieder zurecht zu finden. Das war Arbeit und nicht nur Beseitigung eines Zellhaufens.

Eine Abtreibung ist eine ziemlich heftige Sache und psychisch für die Frauen sehr belastend. Auch für Atheist(inn)en.
 
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Eine Abtreibung ist eine ziemlich heftige Sache und psychisch für die Frauen sehr belastend. Auch für Atheist(inn)en.

Das ist ein Allgemeinplatz, der nicht stimmt.
Lebt man in einer Kultur, in der Abtreibung gesellschaftlich absolut verpönt ist und dementsprechend dann natürlich die persönliche Konditionierung ist, dann ist es für weit über 90 % der Frauen tatsächlich belastend. Es wird ihnen ja auch ordentlich eingehämmert.
Dennoch ist es nicht für alle eine psychische Belastung. Egal ob sonstwas gläubig oder auch nicht.

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Gegenfrage: Was aber, wenn es einen Gott gibt, der eine Seele nur in den Himmel lässt, wenn der entsprechende Mensch vorher fleißig missioniert und dabei dann missionsunwillige Menschen getötet hat? Kannst Du beweisen, dass es nicht so ist?

Ich missioniere nicht, ich sage meine Meinung wie Du, falls Dir das aufgefallen ist.

Und beweisen kann es sich jeder selbst, wenn er den inneren Weg einmal selbst geht. Wer sich aber schon von vornherein zurück lehnt und meint, andere sollen es erst der äußeren Naturwissenschaft "beweisen", dem kann man zu dieser Frage nicht weiter helfen. Er will eben nicht. Auch ok.-

Damit will ich allerdings NICHT jegliche ethisch/moralischen Bedenken gegen Abtreibung wegwischen. Es gibt für diese Bedenken allerdings auch Gründe, die ohne Seelenpostulate auskommen. Da kann/muss man sich dann überglegen, ab welche Stadium wir es mit einem empfindungsfähigen "Zellhaufen" zu tun haben. Ab der Befruntung? Ab der Einnistung? Ab der ersten Zelldifferenzierung? Ich weiß es nicht.



Eine Abtreibung ist eine ziemlich heftige Sache und psychisch für die Frauen sehr belastend. Auch für Atheist(inn)en.


Völlig richtig. Ich kenne auch Frauen, die die Abtreibung sehr gelassen erst einmal gesehen haben, wie eine Blinddarmoperation, danach aber dann sehr große Problemne mit ihrem Gefühlsleben bekamen.
Ein Materialist würde sagen, sind eben die Hormone durcheinander geraten, aus andere Sicht würde man deuten, diese Frau hat den seelisch geistigen Riss innerlich gefühlsmäßig miterlebt.

Dazu muss man aber auch sagen: Es gibt aber auch Frauen, die haben ein halbes Dutzend mal abgetrieben und es nicht für tragisch empfunden. So wie manche Menschen es nicht tragisch finden, wenn das eigene geborene Kind zur Adoption frei gegeben wird, andere hingegen leiden darunter sehr.

Und das Leiden ist ein seelische, geistiger Ausdruck würde ich sagen, ein Materialist sagt hingegen, das seien nur die Hormone.- Hm.-
 
Das ist ein Allgemeinplatz, der nicht stimmt.
Lebt man in einer Kultur, in der Abtreibung gesellschaftlich absolut verpönt ist und dementsprechend dann natürlich die persönliche Konditionierung ist, dann ist es für weit über 90 % der Frauen tatsächlich belastend. Es wird ihnen ja auch ordentlich eingehämmert.
Dennoch ist es nicht für alle eine psychische Belastung. Egal ob sonstwas gläubig oder auch nicht.

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Ja, ich verstehe, was Du meinst. Und Du hast Recht, dass die gesellschaftliche Meinung da eine große Rolle bei den Schuldgefühlen mit-spielt.
 
Bis zu einem gewissen Punkt (unsere Regelung ist wohl ok) denke ich, dass die durchaus größeren Komplikationen einer Schwangerschaft und der Folgen (existierendes Kind) für die Frau relevanter sind als ein Potential eine Person zu werden, welches zu dem Zeitpunkt aber nicht zur Entfaltung gekommen ist, sofern die Person eben ein echtes Problem mit der Schwangerschaft hat. In anderen Ländern macht es auch schon wegen der Übervölkerung Sinn, das zu erlauben.

Finde es richtig, dass die Frauen da beraten werden sollen. Viele entscheiden sich wohl aus Gründen dagegen, die eventuell zu lösen sind. Und wenn solche Gründe (fehlende Unterstützung usw.) ursächlich für die Entscheidung waren drohen auch psychische Probleme.

Ich bin übrigens nicht mal überzeugt, dass die Gesellschaft wirklich gegen Abtreibung ist. Heute sind Frauen mit Kindern ja eher schlechter angesehen...Insofern sollte man vorsichtig sein. Es besteht auch die Gefahr, dass jemand deshalb abtreibt und sowas könnte Folgen haben.

LG PsiSnake
 
Ich missioniere nicht, ich sage meine Meinung wie Du, falls Dir das aufgefallen ist.

Doch, ist mir aufgefallen. Ich wollte Dir auch nicht missionieren unterstellen, sondern zeigen, dass sich dieses "Was aber, wenn es wirklich so ist?" auch auf Behauptungen anwenden lässt, die Dir nicht im Traum einfallen. "Was aber, wenn Gott in wirklichkeit doch will, dass ungläubige getötet werden?" ist da logisch betrachtet eine gleichberechtigte Frage wie "Was aber, wenn Föten auch im Frühstadium schon einen empfindungsfähigen Geist-Anteil haben?"

Und wie ich schrieb, mit diesem Einwand will ich NICHT alle moralisch/ethischen Bedenken gegen Abtreibung wegwischen.

(...) Und das Leiden ist ein seelische, geistiger Ausdruck würde ich sagen, ein Materialist sagt hingegen, das seien nur die Hormone.- Hm.-

Nö. Das Leiden wird nicht nur durch die Hormone hervorgerufen - auch nicht aus Sicht eines Materialisten. Sondern durch das Erlebnis und die Gedanken/Vorstellungen, die man sich dazu macht.
 
Keiner kennt die Frau und weiß, warum sie trinkt. Eine halbe Flasche Wodka und 8 Dosen Bier jeden Tag ist enorm viel, das ist schon schwere Abhängigkeit, die Frau hatte wahrscheinlich genauso viel Wahlmöglichkeit zu trinken oder nicht zu trinken wie ein Heroinsüchtiger. Da löschen die Entzugserscheinungen jeden eigenen Willen aus.

Sie ist nur deswegen verklagt worden, weil es dem Staat ums Geld geht, und weil dem Staat Geld so wichtig ist, spart er das paradoxerweise gerne bei der Behandlung und bei Therapien und Beratungsstellen für Süchtige und deren Angehörige.

Gleichzeitig wird in unserer Gesellschaft Alkohol verharmlost und verherrlicht, trinken ist anerkannt trotz der negativen Auswirkungen, für die Betroffenen Alkoholiker selbst, für die Angehörigen, Familie, Freunde, Kollegen. Er enthemmt, bei sehr viele Gewalttaten ist Alkohol mit im Spiel. Trotzdem wird er nicht geächtet, wer trinkt gehört dazu, wer zu viel trinkt, wird belächelt. So lange, bis jemand zu Schaden kommt wie hier das Baby.
 
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Gleichzeitig wird in unserer Gesellschaft Alkohol verharmlost und verherrlicht, trinken ist anerkannt trotz der negativen Auswirkungen, für die Betroffenen Alkoholiker selbst, für die Angehörigen, Familie, Freunde, Kollegen. Er enthemmt, bei sehr viele Gewalttaten ist Alkohol mit im Spiel. Trotzdem wird er nicht geächtet, wer trinkt gehört dazu, wer zu viel trinkt, wird belächelt. So lange, bis jemand zu Schaden kommt wie hier das Baby.

Vollkommen richtig!
Mein Mann ist das, was man umgangssprachlich als "Schrank" bezeichnet.
Es ist weniger seine Körpergröße, es ist mehr seine Ausstrahlung.
Er betritt den Raum und er ist DA.
Nur, er trinkt einfach nicht. Gar nicht. Mag einfach keinen Alkohol.
Für manche ist das entmannend, nicht hinnehmbar, ein Mann, dann noch so ein Mann - der einfach nicht trinkt.
 
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Ich bin nicht dafür, ein zurück in die Steinzeit, aber jedem Menschen der in die Pubertät kommt, sollte ein Gefühl für Verantwortung mitgegeben werden.
ok, und wer ist dafür verantwortlich, dass der frau die verantwortung nicht mitgegeben wurde - und wer für die verantwortungslosigkeit des schwängerndes mannes?

weißt - ich bin wahrlich kein abtreibungsfan - aber alle verantwortung einzig auf eine frau abzuschieben, die nur rädchen ist in dem gesamtmissverständnis -
das ist für mich verantwortungslos.
 
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