nach.d.Rig Veda (freie Übersetzung)
NICHT konnte die Kerze verlöschen und NICHT konnte sie sich entzünden,
denn nicht existierte der Raum, in dem eine Kerze sich hätte entzünden oder verlöschen lassen,
noch existierte die Kerze, die sich hätte entzünden oder verlöschen lassen.
Weder gab es ein davor, noch gab es ein danach,
weder gab es eine Heimat, noch einen Ort für eine Heimat.
Nicht gab es das Fremde, noch gab es die Ferne.
Kein SINN existierte, denn nichts trat aus dem anderen hervor oder verbarg sich darin.
SO existierte weder der Tod, noch das Leben, da die Wandlung nicht existent war.
Nicht existierte der Anfang, noch das Ende.
Keinen gab es der von der Dunkelheit wusste
und keiner, der von der Helligkeit des Tages berichtete,
denn es gab weder Tag noch Nacht, weder Sein, noch nicht Sein.
Ohne eine Bewegung zu verursachen trat ALL DIES in Erscheinung.
Auf diese Weise ist das, was hinter dem Anbeginn und dem Ende ruht gestaltet.
Ohne Bewegung, durch die Macht EINES EINZIGEN.
NICHTS gibt es vor diesem EINEN.
NICHTS gibt es nach diesem EINEN.
NICHTS gibt es außerhalb von diesem EINEN,
da es NICHTS von alle dem, ohne DEM EINEN gäbe.
DER EINE verbarg sich durch DEN EINEN im Anfang,
DAS ERKENNEN verbarg sich durch DAS EINE ERKENNEN im Anfang.
DER SINN verbarg sich, da es keinen gab, dem man ein Zeichen gab, um sich selbst zu erkennen.
DAS WAS IN SICH LEER WAR trat auf diese Weise IM ANFANG hervor.
In Ihm lag KEIN ERKENNEN, KEIN ZEICHEN, KEINE TRENNUNG.
Durch DIE LIEBE wurde dieses EINE, das in sich LEER WAR, erfüllt und so trat DAS LEBEN aus diesem einen Hervor.
DIE LIEBE ist die URSACHE DER TRENNUNG, da es ohne Trennung KEINEN GÄBE, der LIEBEN KÖNNTE oder den man LIEBEN KÖNNTE.
SO war das BEGEHREN ZU LIEBEN IM ANFANG, es bildet den Samen von allem, das existiert.
Die Nabelschnur, die den Liebenden mit den Geliebten verbindet, fanden die Berufenen,
in dem sie diesem Begehren im Geist und Herzen folgten und es erforschten.
NICHT stolpert der Berufene, da er zwei Augen hat, um zu sehen.
Denn hätte er nur ein Auge, er würde sagen:
DAS ist das Unten und DAS ist das Oben.
DAS ist der Besamer und DAS ist die Besamte.
DAS ist jene, die den Samen in sich trägt
und DAS ist jener, der den Samen spendet.
DER, der aus sich heraus ist, war der erste
und die, die sich Ihm hingibt, ist es nicht
(oder er sagt es umgekehrt).
Da aber an dem Ort, wo es gekeimt ist,
kein Ort war,
wer kann sagen: da ist es?
Da aber an dem Ort, wo es hervorgetreten ist,
kein Zuvor und kein Danach war,
wer kann sagen, dann ist es?
Da aber NICHTS noch hervorgetreten ist,
wie der Vogel, wenn er sich im Ei verbirgt:
Wer kann Auskunft geben über sein DA_SEIN?
Wenn da noch kein Oben oder Unten
oder Erzeuger oder Gebärende ausgebildet ist,
wer kann sagen, wo sie sind und welchen Platz sie einnehmen?
(Rig Veda X 129 (1-7), Über den Ursprung der Welt, freie Übertragung)