Die Ur-Formel

Simi schrieb:
Ja. Wie sagte Krishnamurti: "Das ist das erste, das zu lernen ist: nicht zu suchen! Solange Sie suchen, machen Sie nur einen Schaufensterbummel." Aus "Einbruch in die Freiheit" Seite 14.


Wenn ich mal den Wissenschaftler Johannes Kepler als Beispiel nehme, dem wir enorm viel Erkenntnisgrundlagen verdanken, der lernte in seiner Jugend lateinische und griechische Philosophie (in den Originalsprachen), sowie Rhetorik, Dialektik, Musik, Astronomie (damals noch nicht getrennt von Astrologie) und Arithmetik. Als Student hörte er Vorlesungen über Griechisch, Hebräisch, Astronomie, Physik, Ethik, Dialektik und Rhetorik. Dabei wollte er ursprünglich Theologe werden, da er (und zwar lebenslang) ein tief religiöser, trotzdem freidenkender Mensch war.
In seinem Lebenswerk:Weltharmonik verwendet er eine Sprache die gleichzeitig streng wissenschaftlich und doch durchdrungen von Ehrfurcht und Hingabe ist...

Oder gehen wir weiter zurück zu Phytagoras. Der war, wie die meisten hier wissen werden, nicht einfach Mathematiker, sondern in erster Linie Mystiker (mit eigenem Orden). Dass er so grundlegende mathematische Gesetzmäßigkeiten "empfing", hat mehr mit seiner mystischen Hingabe, als mit suchendem Errechnen zu tun. Hätte er sich aber nicht wissenschaftlich ausgebildet, wäre seine Erkenntnisfähigkeit nicht auf diesem Niveau gelandet (behaupte ich).

Oder Johann Sebastian Bach... hat unermüdlich studiert und seine Kunst auf eine solide Wissensbasis gestellt. In seinen Werken drückt sich übrigens auch eine hohe Kenntnis der mystischen Zahlenkunde aus. Dabei war er immer gottverbunden und mit dem Leben verbunden, welches ihm auch eine Menge an Schicksal erleiden lies, das er aber gemeistert hat. Leben und Kunst haben sich absolut ergänzt und ich halte ihn für einen der Erkennenden.

Goethe hat sich in einigen möglichen wissenschaftlichen und künstlerischen Bereichen ausgebildet, wegen der Lust am Wissen. Und seine schriftstellerischen Werke beweisen einen tiefen Einblick ins universale Wissen.
(Fällt mir auch gleich sein Zitat ein: "Ey, so habt doch endlich einmal die Courage, euch den Eindrücken hinzugeben...")

usw.
damit will ich nicht sagen, dass wissenschaftliche Grundlagen absolute Voraussetzung für Erkenntnisfähigkeit sind. Jedoch können sie sehr unterstützend wirken auf dem Erkenntnisweg, wenn sie nicht rein wissenschaftlich distanziert erlernt werden, sondern mit dem ganzen Sein erfahren und verarbeitet.

Hab mich gestern Abend interessehalber in einen Ärztvortrag gesetzt. War absolut wissenschaftlich gehalten. Das ist meines Erachtens wesentlich zu wenig, um wirklich über Heilung zu sprechen. Kommen aber wissenschaftliche Kenntnis und ganzheitliches Erkennen durch innere Ausbildung (energetischer Art und Bewusstsein für Natur und Lebenszusammenhänge, Verbundenheit...) in Einklang, dann lässt sich auch mit der Wissenschaft was anfangen... obwohl die Methodik der Verwendung der Wissenschaft sich anders äußern würde... (War jetzt etwas schwierig für mich in wenig Worte zu fassen, hoffentlich nicht mißverständlich).

Und dass sich hier niemand auf den Schlips getreten fühlt, weil er/sie vielleicht keine Lust auf Wissenschaft hat. Ist alles frei. Wir müssen nichts. Und ich bin sicher, dass Erleuchtung nicht unbedingt Wissenschaft braucht, dass sie sogar blockierend wirken kann. Unmittelbares Wissen ohne Vorbildung ist auf jeden Fall wahrer, als nachgeplapperte Weisheit.

Ufff,
:liebe1: K.S.
 
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Komisch...
Ist Euch nie aufgefallen, dass die Münze nicht nur 2, sondern 3 Seiten hat?
Und dass die MÜNZE EINE Münze ist, und nicht 2?
Die Frage ist gut !
Das hatte ich vor Zeiten auch mal angedeutet.

Man achtet immer nur darauf welche Seite oben ist - wenn man sie wirft, aber niemand kommt auf die Idee das sie dabei auch mal auf dem Rand stehen bleiben könnte.
Kommt zwar sehr selten vor, aber es kommt vor.

Alle halten sich da immer nur an die Wahl - Kopf oder Zahl.
 
Suchen schliesst das Schöpfen aus.

Unser Ur-... hat zwei Anfänge: Vernunft und Anti-Vernunft

Der erste Mensch kannte nur die Vernunft.

Dann hat er angefangen nach der Ur-Formel zu suchen, und somit leben wir in Zeiten der Anti-Vernunft.

Die Erfahrung der Anti-Vernunft ist notwendig, um zu erkennen, dass das Ur-... ein Schöpfer ist. Und nur durch das Schöpfen selbst offenbart sich die Ur-Formel.

So freiwillig wie wir (nicht nur einmalig) den Vernunftsweg verlassen haben, so freiwillig sollen wir den Anti-Vernunftweg verlassen.

Dann werden wir selbst zu Schöpfern jenseits der Vernunft und Anti-Vernunft.
 
Hi,
Ja, man kann Heuristik als die Technik der "besten Vermutung" bezeichnen.
Fuzzylogik ist die Logik der 3 - wertigkeit. Also eben nicht nur 0 + 1 oder Ja + Nein, Gut und Schlecht.....

Sondern eben auch alles dazwischen. Die Fuzzylogik ist der Logik übergeordnet und mit ihr vollständig schlüssig, wenn man sie zu verwenden weiß.
Man könnte sagen, dass es die Logik der "Übergeordneten Betrachtung" ist, der Dissoziazion.
Also könnte man es auch durchaus als holografisches Denken bezeichnen.
 
Suchen schliesst das Schöpfen aus.

Unser Ur-... hat zwei Anfänge: Vernunft und Anti-Vernunft

Der erste Mensch kannte nur die Vernunft.

Dann hat er angefangen nach der Ur-Formel zu suchen, und somit leben wir in Zeiten der Anti-Vernunft.

Die Erfahrung der Anti-Vernunft ist notwendig, um zu erkennen, dass das Ur-... ein Schöpfer ist. Und nur durch das Schöpfen selbst offenbart sich die Ur-Formel.

So freiwillig wie wir (nicht nur einmalig) den Vernunftsweg verlassen haben, so freiwillig sollen wir den Anti-Vernunftweg verlassen.

Dann werden wir selbst zu Schöpfern jenseits der Vernunft und Anti-Vernunft.

Für mich schließen sich Vernunft- im Sinne von benutzter Denkfähigkeit - und empfangendem oder aktivem Schöpfertum einander in keiner Weise aus. Man sollte es nur nicht unbedingt gleichzeitig tun!
 
Eine sehr schöne Umschreibung! :) *sehr erfreut bin*


Man könnte auch sagen: Nichtwissen kommt dem Einssein am nächsten!


.
Ja,

aber man kann doch noch einen Schritt weiter denken.

Nehmen wir mal an man könnte das oder hätte das erreicht
...
Die absolute Fülle, das All-Erfüllende-Eins-Sein.
(Gleich sage ich mir, nei ich kann es mir nicht vorstellen und dann passiert folgendes...

ich beginne in diesem All-Eins-Sein nach "Etwas" suchen,
und könnte ich etwas darin finden? Nein.
ich fände "Nichts", die absolute Leere.

Damit wäre man aus den All-Eins-Sein ind das Nicht-Sein, in die Leere gefallen.
Die Leere 0 und die All-Einheit 1 sind also zwei Aspekte ein und der Selben "Sache"

Nun, da ich über solche "Dinge", die dem Intellekt unfassbar sind nachdenken kann, muss mein Sein in der Transzendenz gründen, sonst könnte ich ja garnicht darüber nachdenken, ich könnte keinen Begriff wie Unendlich oder Absolut oder All-Eins-Sein denken. Woher käme denn so ein Begriff, der Verstandesmäßig nicht erfassbar ist.
Daher muss es so sein, dass mein Bewußtsein in dem All-Eine-Sein oder dem Absoluten gründet.

Und immer dann, wenn ich mir etwas wünsche, falle ich von der 1 in die 0, ich schaffe ein Loch, eine Leere in meinem Bewußtsein und diese Leere bedeutet Leiden, da ich mir einbilde etwas zu wollen, was ich nicht habe.

Wünsche sind daher das Hindernis, das verhindert, dass ich die Wurzel meines Wesens erkenne. Sie bilden Löcher in meinem Bewußtsein...

Meditation ist in der Tat die einzige Methode, Denken hilft da nicht, ich muss was tun oder besser Innehalten von tun und wünschen.
 
Konnte ich so ungefähr beschreiben, was hier abgeht? Wenn nicht, dann bitte ich, beide Herrschaften mich zu korrigieren. :liebe1:
Liebe Grüße
Ich wiederhole nochmals - Du hast eine sehr gute Auffassungsgabe.
Zwar könnte man einiges noch geringfügig und ergänzend korrigieren, aber das ist nicht der Rede Wert.
Er ist doch schon mal mit einem Förmelchen rausgerückt. Das ist doch schon mal was.
 
Dafür ist dann die meditative Erfahrung zuständig, nicht der Intellekt...

Absolut :)
Das mit der Liebe, und wo die ist, ja das kann man wohl auch nur erfahren.
Die Liebe ist für mich ein Heilstrom. Dieser Heilstrom ist aber wieder nichts anderes als Leben. Leben innerhalb der Materie, welche die Mystiker mit den vier Elementen symbolisieren. In mitten dieser vier Elemente strömt das Leben ein. Anders kann ich das intellektuell nicht auffassen, wobei der erste Ansatz wieder erlebt wurde. Es muss die 5 sein. 4:5:6 oder besser ein Teil der Fibonaccireihe 3:5:8 Nun dürftest Du musikalisch bescheid wissen.
Schau Dir mal die Bildnisarie aus der Zauberflöte an. Mozart war der selben Auffassung, das ist doch schon was oder?

Lieben Gruß
Willibald
 
Für mich schließen sich Vernunft- im Sinne von benutzter Denkfähigkeit - und empfangendem oder aktivem Schöpfertum einander in keiner Weise aus. Man sollte es nur nicht unbedingt gleichzeitig tun!
*schmunzel*
Das ist doch der Punkt- sie schliessen einander aus. Man kann sie nicht gleichzeitig tun.
 
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