Die Seele des Anderen spüren

  • Ersteller Ersteller Tinamaster
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Ja, also,
Wir packen also irgendwann unseren Rucksack und machen uns auf den Sprung,
um dieses Leben zu beginnen.
Dann nehmen wir unser großes rotes Wollknäul und lassen es über diese Erde rollen,
so dass sich der Faden unseres Lebens vor uns ausrollt. Ein Stück weit können wir
ihn noch sehen, aber sehr schnell verliert er sich in Richtung Horizont.
Er liegt für uns bereit, als Erinnerung an unseren eigenen Lebensplan, mit den
Markierungen, die für uns wichtig sind.

Wenn wir dann auf diese Erde, in dieses Leben kommen, dann verknüpfen wir als
erstes unseren roten Faden mit den Fäden unserer Eltern, die da schon neben
unserem liegen, damit wir Halt finden, und erstmal gezeigt bekommen, wie man
sich hier am besten bewegt.
Durch die Liebe, die wir mit unseren Eltern austauschen, entstehen immer neue
Knoten zwischen den Fäden, unsere Leben sind für eine ganze Reihe von Jahren
recht eng miteinander verbunden, verknotet.

Doch dann, wenn wir etwas älter werden, dann spüren wir, dass unser Faden uns
etwas sagen will. Er ändert die Farbe, oder besser gesagt, wir sehen, dass dieses
Stück des Fadens, zu dem wir jetzt gekommen sind, eine andere Farbe hat, denn
der Faden selbst war schon immer an dieser Stelle so, seit wir ihn ausgerollt hatten.

Der Faden wird mehr violett als rot, und intuitiv wissen wir, dass wir ihn jetzt
etwas zur Seite ziehen sollten, etwas weg von den Fäden unserer Eltern.
Wir spüren auch, dass es Zeit ist, keine neuen Knoten mehr zu unseren Eltern
zu knüpfen, wir lassen einfach weniger Liebe fließen, auch wenn sie jetzt meinen,
wir seien plötzlich zickick, eigensinnig, sturköpfig, verschlossen, oder so.
Aber wir müssen ganz einfach unseren Weg jetzt allein finden, unser Faden hat
es uns gesagt, und da wir noch recht gut auf unsere Intuition hören, haben wir
es leicht erkannt.

Irgendwann kommt dann eine Stelle, da zeigt uns unser Faden ein herrliches Rosa.
Kann sein, dass wir garnicht darauf achten, denn an dieser Stelle nähert sich
ein anderer Faden, der dort auch rosa ist, und mit ihm ein Mensch, zu dem wir
sehr viel Liebe verspüren. Er oder sie hatte seinen Faden von Anfang an so gelegt,
dass unsere Fäden sich an dieser Stelle sehr nah kommen. Und wenn wir nun einfach
die Liebe fließen lassen, so wie es vorgesehen ist, dann verknoten sich die Fäden,
und wir gehen unseren Weg gemeinsam.

Solange die Liebe zwischen uns fließt, entstehen immer neue Knoten, und verbinden
unsere Wege. Und während wir gemeinsam gehen, packen wir verschiedenes aus dem
Rucksack aus, den wir ganz zum Anfang, vor dem Anfang, mal gepackt hatten.
Jeder von uns zweien hat etwas anderes mit, und es ist sehr spannend zu sehen,
was der andere hat, und wir lernen daraus sehr viel, besonders auch dadurch,
dass wir vieles gemeinsam benutzen und ausprobieren.

Das ist für ein mehr oder weniger großes Stück des Weges sehr interessant, doch
es kommt die Zeit, da wir alles probiert und alles erfahren haben, was es für uns
gemeinsam zu erfahren gab. Und falls wir auf unseren Faden achten, werden wir sehen,
dass er langsam beginnt, wieder eine violette Farbe anzunehmen, ganz sacht, aber
doch deutlich. Es ist der Punkt gekommen, keine neuen Knoten mehr zu knüpfen,
unseren Faden wieder etwas zur Seite zu ziehen, ein Stück für uns allein zu gehen.
In aller Dankbarkeit können wir uns verabschieden, froh über alles, was wir
erlebt haben, und in dem Wissen, dass jeder Faden demnächst wieder eine andere
rosafarbene Stelle zeigen wird.

So gehen wir ein Stück allein, sehen in unseren Rucksack, denn da ist einiges
dazugekommen, was wir jetzt noch mal betrachten und ordnen können.
Bald nähern wir uns wieder einer Stelle unseres Fadens, die uns die Farbe rosa
präsentiert, und siehe da, es liegt auch wieder ein zweiter Faden ganz in der Nähe.


Ja, so würde das prima funktionieren, harmonisch und sanft durch das ganze Leben.

Aber, aber, da gibt es leider die tausende von Verlockungen der materiellen Welt,
und es gibt die Trägheit des Menschen, der am liebsten immer alles so lassen
möchte, wie es ist, nur keine Veränderung, nur nichts neues eingehen,
nur nichts vorhandenes loslassen.

Uns so passiert es eben, dass wir eigentlich an der rosa Stelle unseres Fadens sind,
aber wir merken es garnicht, da wir völlig in den Dingen der oberflächlichen
materiellen Welt verstrickt sind. Es wartet vielleicht jemand, aber es kann nicht
das geschehen, was vorgesehen ist, was wir selbst vorgesehen hatten.

Es beginnt das Chaos, alles kommt durcheinander, die Zeit verrinnt, es nähert sich
schon die zweite rosa Stelle unseres Fadens, aber wir zögern noch mit der ersten
Partnerschaft. Unsere Seele macht natürlich etwas Druck, um uns zu bewegen,
und das heißt für uns nichts anderes als Leid und seelischen Schmerz zu erfahren.
Das andere Leben, die anderen Leben, kommen genauso durcheinander, wer soll dieses
ganze Netz wieder neu ordnen, dieses System von verketteten Gittern?

Was uns Kuthumi sagen will, ist:

Spürt eurem Faden nach, ihr nehmt ihn mit eurem Herzen war.
Fragt nicht euren Kopf, was ihr tun sollt, sondern stellt die Frage eurem Herzen.

Macht euch frei von allem, was euch daran hindert, freie Entscheidungen für euren
Weg treffen zu können. Ihr könnt alles, was es auf dieser Welt gibt, haben,
aber seit auch bereit, es gehen zu lassen, wenn der Augenblick es erfordert,
damit ihr genau zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein könnt.

Knüpft eure Knoten, wenn ihr das Rosa spürt, und lasst eurem Faden freien Lauf,
wenn die Zeit des Violett gekommen ist. So erfahrt ihr alles, was ihr braucht in
diesem Leben, in Harmonie und voller Glück.

Ob wirs wohl lernen werden?


Alles Liebe,
Diddi :kiss4:
 
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Hi Diddi

Deine Geschichte gefällt mir, sie ist poetisch und spricht mein Herz an.

Doch an zwei Stellen stellte sich bei mir ein Widerspruch ein, dort, wo es hieß, dass zu den Eltern weniger Liebe fließt. Eine gesunde Distanz bedeutet für mich jedoch nicht, dass ich weniger liebe. Meine Liebe geht nicht aus. Ich werde meine Familie nicht weniger lieben, wenn ich einen Mann liebe.

Das Rosa erinnert mich an die Rosa-Brille, als wäre diese Verknüpfung ein rosa Wölkchen und nicht tiefergehend und beständig. Nach der ersten Verliebtheit geht man weiter. Aber für mich ist Liebe beständig und nicht nur ein rosa Knoten.
 
....Aber für mich ist Liebe beständig ....

Liebe Sunnygirl,

da muss ich jetzt mal fragen - ist das eine Erfahrung deines Lebens, oder eine innere Vorstellung?
Natürlich hat Liebe sehr viele Facetten, aber in diesem Zusammenhang hier geht es ja um die Liebe,
die in der Realität wirklich mit anderen Menschen ausgetauscht wird, die als Energie zwischen
Menschen fließt.
Ist die bei dir über dein ganzes Leben beständig?

Alles Liebe,
Diddi :kiss4:
 
Liebe Sunnygirl,

da muss ich jetzt mal fragen - ist das eine Erfahrung deines Lebens, oder eine innere Vorstellung?
Natürlich hat Liebe sehr viele Facetten, aber in diesem Zusammenhang hier geht es ja um die Liebe,
die in der Realität wirklich mit anderen Menschen ausgetauscht wird, die als Energie zwischen
Menschen fließt.
Ist die bei dir über dein ganzes Leben beständig?

Alles Liebe,
Diddi :kiss4:

Hi Diddi

Ich bin ein Mensch, der nicht so schnell Bindungen eingeht, dafür beständige, auch wenn sich die Beziehung ändern kann. Bei meiner Familie wird sie nicht kleiner, von meinem Ex habe ich mich gelöst, doch war diese Bindung auch nie mit einer Familienbindung vergleichbar. Es hätte durchaus eine tiefe Freundschaft daraus werden können, wenn die Bindung tiefer gewesen wäre. Es lag also nicht an mir.
 
Hallo zusammen :)

Sehe , dass es hier etwas ruhig geworden ist. Gehts Euch im Moment wie mir ??
Irgendwie iss es bei mir so , dass ich das Gefühl hab , auf einer Stelle zu stehen , und nicht weiss , wo es weiter geht.

So wie wenn man spürt , es kommt etwas , aber es ist noch nicht da.

Mir selbsts gehts aber wieder um einiges besser , als letzte Woche. Da war das perfekte Chaos in mir :confused:

Bin morgens immer noch sehr müde , und später wieder ganz ok . Dann wieder müde. Nach nem Mittagsschlaf gehts auch wieder.
In meinem Umfeld passieren sehr viele Trennungen , Versöhnungen , Neue Beziehungen , sehr interessant.......


Meiner Naala (Lee) ihr Papa ist am Sonntag 9.9.2007 unerwartet gestorben.
Morgens um halb acht ist er aufgestanden , war auf dem Weg ins Bad , und ist dann umgefallen . Als meine Tante dann kurz darauf ins Bad wollte , sah sie ihn da liegen. Es war ein Sekundentod.
Sein Wecker blieb um 7:37 Uhr stehen .
Man sieht den Sekundenzeiger auf der Neun noch wackeln. Hab das schon so oft gehört , und nun hab ichs selbst mit eigenen Augen gesehen.
Wir sind sehr traurig , dass er nicht mehr da sein wird , in dieser Form , in dieser Rolle.


Wie gehts Euch ???

Liebe Grüsse Tina:liebe1:
 
Liebe Tina, schön daß Du wieder da bist und die Chaos-Tage vorbei sind. Ich fühle mit Nala mit, daß ihr Papa in eine andere Wirklichkeit gehen wollte. Es ist die Form, der Geruch, die Stimme... die einem fehlen. Du hast es wunderschön beschrieben.

Die letzten Tage habe ich über Gebühr entgiftet, die Milchsäure im Gewebe feierte fröhliche Urständ. Und stehe immer noch unter Strom, ganz so extrem ist es derzeit aber nicht mehr. Morgens brauche ich auch einen großen starken Kaffee, damit ich wach werde. Es ist die Zeit der Aufbrüche und Umbrüche.

Wie geht´s Dir? Konntest Du mit Deinem Münchner und vor allem in Dir einiges klären?

Bussi, La Dame
 
Bei mir zeichnet sich der ersehnte Umbruch ab. Ich bin derzeit sehr kreativ, es fließt und geht in die Richtung, welche meine Präkognitionen aufweisen. Irgendwie bin ich ganz aufgeregt und in Aufbruchstimmung!

Allerdings bin ich so hippelig, dass es sich manchmal auch rächt und ich deswegen nicht schlafen kann.

Gestern war ich auf Elternbesuch an der Schule meines Neffen - das hat mich nun echt runtergezogen, weil es mich total an meine traumatische Jugend erinnerte. Außerdem ist das Schulhaus in einem derart desolaten Zustand und mit so vielen belastenden Wahrnehmungen behaftet, dass es zum Davonrennen war.
 
...Bin morgens immer noch sehr müde , und später wieder ganz ok . Dann wieder müde. Nach nem Mittagsschlaf gehts auch wieder....

Hallo liebe Tina,

ja, das ist im Moment ganz normal, ich schlafe auch ganz bewusst mehr als sonst,
weil ich spüre, dass mein Körper es braucht.
Wir stellen uns um, gewöhnen uns an die neue, höherschwingende Energie, die wir jetzt
zur Verfügung haben.
Vieles verlässt uns noch, was von alten, sehr alten Erlebnissen geprägt war, in der letzten
Woche war es noch mehr auf mentaler (Kopf-) Ebene, in dieser Woche sind die Gefühle dran.
Und dann werden wir langsam aber sicher an unsere wirkliche Schöpferkraft herangeführt,
wir werden spüren, dass es Zeit wird etwas Reales für die Lebensaufgabe zu tun.

Bei allem Mitgefühl für die Trauer von Naala - es ist ein gutes Zeichen, ein irdisches Leben
gerade am 09.09.2007, mit der dreifachen 9, der Vollendung, abzuschließen.
Meine Mama hat am 23.08.2007 die Welt gewechselt, numerologisch die 22, die doppelte
Meisterzahl, sowohl für die irdische als auch die Welt des Lichts, sie ist fertig, alle Prüfungen bestanden,
aber sie wird mich weiter begleiten. Kann man sich einen schöneren Meister als Begleitung
auf der anderen Seite des Schleiers vorstellen?

Alles Liebe,
Diddi :kiss4:
 
Irgendwie iss es bei mir so , dass ich das Gefühl hab , auf einer Stelle zu stehen , und nicht weiss , wo es weiter geht.

So wie wenn man spürt , es kommt etwas , aber es ist noch nicht da.

liebe tina :liebe1:,

genauso wie du das schreibst, fühl ich mich auch zur zeit... ist ein bisschen ein ungutes gefühl - ein bisschen ungeduld, ein bisschen ratlosigkeit... optimismus, aber alles noch so sehr im nebel. tief drin ein glauben und vertrauen, aber außen noch so viele fragezeichen und unklarheiten. und obwohl man eigentlich weiß, dass die dinge ja in bewegung sind - weil sie niemals stillstehen - kommt man im augenblick (scheinbar?) grade so gar nicht voran...

:blume:
 
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oiso, is des bei Euch auch so, dass Ihr einen Dauerdialog mit einer Dualseele
habt? Also wenn ich nicht grad arbeite oder mich mit wem anderen unterhalte
und dadurch abgelenkt bin, is da irgendwie kann man schon fast sagen ein
Dauerdialog zwischen den beiden Seelen. Über alles mögliche, jetzt frag ich
mich ob das der Dialog mit seinem Höheren Selbst is und er das bewusst
gar nix mitkriegt, oder ob beide menschliche Bewusstsein das gleiche wahrnehmen. Und nochmal neugierig bin. Was habt ihr so für ein Gefühl, wann
die Dualseelen sich begegnen? Ich hab so das Gefühl, dass die erste Welle
kurz bevor steht, also der erste "Dualseelentrupp" sich bald begegnen wird.
Womöglich alle Paare glei am selben Tag. :weihna1

Also wenn ich im Universum was zu sagen hätt, dann würd ich es so machen. :weihna1

Ich würds am 22.9. machen, schönes Datum. :weihna1
 
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