Aha… da sehe ich hier einen Widerspruch, denn wie kann dieser ‚Hintergrund‘ als Grundlage der Realität betrachtet werden?
Denn der ist nicht auffindbar, oder? = Subjekt. / ohne Objekt/.
Ja, der Hintergrund selbst ist nicht auffindbar, weil er nicht innerhalb der relationalen Erscheinungen liegt. Er ist kein Objekt, kein Subjekt, keine Erfahrung – er bleibt außerhalb des Erfahrbaren. Dennoch bildet er das unveränderliche Fundament, auf dem alles Vorhandene auftaucht und erscheint. Realität ist nicht das, was wir beobachten oder messen können; sie ist das, was den Rahmen für alle Erfahrungen bereitstellt, auch wenn sie selbst niemals Teil dieser Erfahrungen wird.
Genau! Warum sollte sie existieren?
Gut, siehe hier, verstehe ich nicht:
Dass die Realität unveränderlich ist, heißt nicht, dass sie sichtbar, messbar oder als Objekt erfahrbar sein muss. Sie existiert nicht „in Erscheinungen“, sondern bildet das Fundament, auf dem alles Vorhandene auftritt. Ihre Existenz ist nicht von Beobachtung, Subjekt oder Objekt abhängig; sie ist der Hintergrund, der allen Erfahrungsinhalten zugrunde liegt. Darum kann sie nicht direkt aufgefunden oder identifiziert werden, aber ohne sie könnten die relationalen Erscheinungen, die wir erleben, nicht auftreten.
Da gibt es keine andere "Welt", als im eiegenen "Geist"/ metapher/.
So auch die Neurowissenschaft.
Das passt genau: Das Zitat zeigt, dass „das Ende der Welt“ metaphorisch für das Ende des Leidens steht und nicht einen äußeren Ort meint. Die „Welt“, auf die sich Bezug genommen wird, existiert nur im eigenen Geist – also in den relationalen Erscheinungen, die wir wahrnehmen und erleben. Auch neurowissenschaftlich lässt sich sagen, dass alle Erfahrungen, inklusive Leid, aus der Aktivität des Geistes bzw. des Bewusstseins entstehen. Das bedeutet: Das Fundament der Realität bleibt unverändert, während alle Erscheinungen – Freude, Schmerz, Weltbilder – nur innerhalb des Geistes auftreten.
Ja, es heißt--Solipsismus, also das Konstrukt des eigenen "Denkens".. so etwas..?
Solipsismus beschreibt die philosophische Position, dass alles, was erlebt wird, letztlich nur in der eigenen Wahrnehmung existiert – die „äußere Welt“ wäre demnach nicht unabhängig vom Bewusstsein. Radikale und gemäßigte Konstruktivisten sagen: Eine bewusstseinsunabhängige Welt könnte existieren, aber wir können sie niemals direkt erfahren oder beweisen.
Im Bezug auf die vorherige Diskussion: Auch wenn Erscheinungen wie die „Welt“ nur im Geist erlebt werden, bedeutet das nicht, dass das unveränderliche Fundament (die Realität) nicht existiert. Es bleibt unzugänglich für Erfahrung, während alles, was erlebt wird, Wirklichkeit ist – relational, bedingt, konstruiert. Das Zitat aus den Suttas zeigt metaphorisch, dass das „Ende der Welt“ nur im Geist erreichbar ist, also dass alle Erfahrung letztlich subjektiv-geprägt ist. Die Neurowissenschaft unterstützt diese Sicht insofern, als alles Erleben aus der Aktivität des Gehirns/Bewusstseins entsteht, ohne dass dadurch die Idee eines grundlegenden, unveränderlichen Hintergrunds ausgeschlossen wird.