Die Reflexionen, Gedanken und Zitate, die mich inspirieren.

Das gibt es doch nicht.. Ok, ich kann nicht alles verstehen.. Kein Problem.
Genau das ist der Punkt: Realität wird nicht als etwas Greifbares oder Erfahrbares verstanden, sondern als unveränderlicher Hintergrund, der allen Erscheinungen zugrunde liegt. Dass sie außerhalb der Erfahrung liegt, bedeutet nicht, dass sie „nicht existiert“ — sie ist schlicht nicht direkt zugänglich, bleibt unvergänglich und unverändert, während alles, was wir erleben, in der Wirklichkeit erscheint und vergeht.

Kannst du es so wie anders definieren?

Nochmal: Wenn du über das unveränderliche Fundament des Daseins sprichst, gibt es das doch nicht, denn es würde eine reine Objektivierung bedeuten. Aber die Realität ist nicht dual.


Gott, jetzt würde ich die ganze Nacht darüber nachdenken. Ha--!
Die Realität ist nicht dual und lässt sich nicht als Objekt von außen greifen. „Unveränderlicher Hintergrund“ ist nur eine sprachliche Annäherung: Es bezeichnet das, was allem Vorhandensein zugrunde liegt, ohne selbst Teil der relationalen Erscheinungen zu sein. Es ist nicht erfahrbar, wird nicht gemessen und vergeht nicht — aber diese Nicht-Zugänglichkeit bedeutet nicht „Nicht-Existenz“.
 
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Ja, das lässt sich so verstehen. Der Begriff „Ding an sich“ ähnelt in gewisser Weise dem, was ich mit „unveränderlicher Hintergrund“ oder „Realität“ meine: etwas, das allem Vorhandensein zugrunde liegt, ohne selbst Teil der relationalen Erscheinungen oder der sinnlichen Erfahrung zu sein. Es ist nicht erfahrbar, nicht beobachtbar, vergeht nicht – und doch existiert es als Fundament, das alles Wirkliche trägt.

Die Einschränkung ist dieselbe wie bei Kant: Es kann nicht dualistisch oder objektiv im herkömmlichen Sinne erfasst werden. Es ist nicht „da draußen“ in der Art, wie materielle Dinge erscheinen, sondern das, was die Erscheinungen überhaupt möglich macht.
 
Diese Sicht ergänzt: Dieser Hintergrund wird als Realität gehalten und klar von dem unterschieden, was in Erfahrung erscheint (der Wirklichkeit).
Aha… da sehe ich hier einen Widerspruch, denn wie kann dieser ‚Hintergrund‘ als Grundlage der Realität betrachtet werden?

Denn der ist nicht auffindbar, oder? = Subjekt. / ohne Objekt/.


. Das bedeutet nicht automatisch, dass die unveränderliche Realität nicht existiert
Genau! Warum sollte sie existieren?

Gut, siehe hier, verstehe ich nicht:

Es ist unmöglich, das Ende der Welt durch Gehen zu erreichen; wenn du aber nicht das Ende der Welt erreichst, wirst du nicht das Ende von dukkha erreichen, du wirst nicht das Ende des Leidens erreichen.
(SN 2, 26)18
Da gibt es keine andere "Welt", als im eiegenen "Geist"/ metapher/.

So auch die Neurowissenschaft.

Roth: Gibt es überhaupt eine Beziehung? Diese Frage beantworten drei Denkrichtungen ganz verschieden: der Solipsismus, der radikale und der gemäßigte Konstruktivismus. Der Solipsist sagt: Es gibt keine äußere Welt, alles, was ich wahrnehme, ist eine Konstruktion meines Gehirns. Den Solipsisten kann man streng logisch nicht widerlegen, da er alles – jeden Sinneseindruck und jede Erfahrung – zu einer Illusion erklärt. Man kann das vielleicht vergleichen mit hirngeschädigten Patienten, die keine Erinnerung speichern können, und die sich deshalb jeden Tag eine neue Vergangenheit ausdenken, von deren Realität sie jeweils vollkommen überzeugt sind. Solche Menschen gibt es, sie leben wirklich in einer – täglich neuen – Illusion.
Im Gegensatz zum Solipsisten sagt der radikale Konstruktivist: Es mag eine bewußtseinsunabhängige Umwelt geben, wir können aber ihre Existenz nie beweisen, und wir können auch nichts über sie aussagen. Ich gehöre nicht zu dieser Fraktion, aber diese Überlegung muß man ernst nehmen---
Ja, es heißt--Solipsismus, also das Konstrukt des eigenen "Denkens".. so etwas..?
 
bleibt das zugrundeliegende Bewusstsein als Hintergrund unverändert
Gut, kannst du mir etwas dazu verlinken? Denn ich kann diesen "Basis" kaum nachvollziehen. Da gibt es nicht, wenn ich MMK von Nagarjuna erinnere.
Oder siehe hier, Moment :

Die Philosophie des buddhistischen Gelehrten Nagarjuna kann zu einer Befreiung von extremen Wirklichkeitsbegriffen führen, die nicht nur der indischen, sondern auch modernen Denkweisen zugrunde liegen. Christian Thomas Kohl vollführt den Brückenschlag zwischen östlicher Weisheit und westlicher Logik, der bereits mit der Quantentheorie und ihren Einsichten in das Wesen der physikalischen Wirklichkeit begonnen wurde.
Buddhismus und Quantenphysik Schlussfolgerungen über die Wirklichkeit
 
Die Realität ist nicht dual und lässt sich nicht als Objekt von außen greifen. „Unveränderlicher Hintergrund“ ist nur eine sprachliche Annäherung: Es bezeichnet das, was allem Vorhandensein zugrunde liegt, ohne selbst Teil der relationalen Erscheinungen zu sein. Es ist nicht erfahrbar, wird nicht gemessen und vergeht nicht — aber diese Nicht-Zugänglichkeit bedeutet nicht „Nicht-Existenz“.
Aha, das ist gut, ich denke darüber nach.

Welcher Äquivalent wäre es denn in der westlichen Philosophie?? ?

Na ja, aber wenn "ES" nicht erfahrbar wäre, wie kann man dann darüber etwas wissen?
 
Aha… da sehe ich hier einen Widerspruch, denn wie kann dieser ‚Hintergrund‘ als Grundlage der Realität betrachtet werden?

Denn der ist nicht auffindbar, oder? = Subjekt. / ohne Objekt/.
Ja, der Hintergrund selbst ist nicht auffindbar, weil er nicht innerhalb der relationalen Erscheinungen liegt. Er ist kein Objekt, kein Subjekt, keine Erfahrung – er bleibt außerhalb des Erfahrbaren. Dennoch bildet er das unveränderliche Fundament, auf dem alles Vorhandene auftaucht und erscheint. Realität ist nicht das, was wir beobachten oder messen können; sie ist das, was den Rahmen für alle Erfahrungen bereitstellt, auch wenn sie selbst niemals Teil dieser Erfahrungen wird.
Genau! Warum sollte sie existieren?

Gut, siehe hier, verstehe ich nicht:
Dass die Realität unveränderlich ist, heißt nicht, dass sie sichtbar, messbar oder als Objekt erfahrbar sein muss. Sie existiert nicht „in Erscheinungen“, sondern bildet das Fundament, auf dem alles Vorhandene auftritt. Ihre Existenz ist nicht von Beobachtung, Subjekt oder Objekt abhängig; sie ist der Hintergrund, der allen Erfahrungsinhalten zugrunde liegt. Darum kann sie nicht direkt aufgefunden oder identifiziert werden, aber ohne sie könnten die relationalen Erscheinungen, die wir erleben, nicht auftreten.
Da gibt es keine andere "Welt", als im eiegenen "Geist"/ metapher/.

So auch die Neurowissenschaft.
Das passt genau: Das Zitat zeigt, dass „das Ende der Welt“ metaphorisch für das Ende des Leidens steht und nicht einen äußeren Ort meint. Die „Welt“, auf die sich Bezug genommen wird, existiert nur im eigenen Geist – also in den relationalen Erscheinungen, die wir wahrnehmen und erleben. Auch neurowissenschaftlich lässt sich sagen, dass alle Erfahrungen, inklusive Leid, aus der Aktivität des Geistes bzw. des Bewusstseins entstehen. Das bedeutet: Das Fundament der Realität bleibt unverändert, während alle Erscheinungen – Freude, Schmerz, Weltbilder – nur innerhalb des Geistes auftreten.
Ja, es heißt--Solipsismus, also das Konstrukt des eigenen "Denkens".. so etwas..?
Solipsismus beschreibt die philosophische Position, dass alles, was erlebt wird, letztlich nur in der eigenen Wahrnehmung existiert – die „äußere Welt“ wäre demnach nicht unabhängig vom Bewusstsein. Radikale und gemäßigte Konstruktivisten sagen: Eine bewusstseinsunabhängige Welt könnte existieren, aber wir können sie niemals direkt erfahren oder beweisen.

Im Bezug auf die vorherige Diskussion: Auch wenn Erscheinungen wie die „Welt“ nur im Geist erlebt werden, bedeutet das nicht, dass das unveränderliche Fundament (die Realität) nicht existiert. Es bleibt unzugänglich für Erfahrung, während alles, was erlebt wird, Wirklichkeit ist – relational, bedingt, konstruiert. Das Zitat aus den Suttas zeigt metaphorisch, dass das „Ende der Welt“ nur im Geist erreichbar ist, also dass alle Erfahrung letztlich subjektiv-geprägt ist. Die Neurowissenschaft unterstützt diese Sicht insofern, als alles Erleben aus der Aktivität des Gehirns/Bewusstseins entsteht, ohne dass dadurch die Idee eines grundlegenden, unveränderlichen Hintergrunds ausgeschlossen wird.
 
Gut, kannst du mir etwas dazu verlinken? Denn ich kann diesen "Basis" kaum nachvollziehen. Da gibt es nicht, wenn ich MMK von Nagarjuna erinnere.
Oder siehe hier, Moment :


Buddhismus und Quantenphysik Schlussfolgerungen über die Wirklichkeit
Der Bezug zu Nagarjuna ist interessant, weil er betont, dass alles bedingt und leer von inhärenter Existenz ist – also kein „Ding an sich“ existiert. Das bedeutet jedoch nicht, dass der zugrundeliegende Hintergrund des Bewusstseins nicht als stabiler, unveränderlicher Rahmen gedacht werden kann.

Ein passender Ansatz ist, den Hintergrund als nicht-erfahrbare, unveränderliche Basis zu betrachten: Er ist nicht selbst Objekt der Erfahrung, sondern das, worauf alles Erleben auftritt. Nagarjuna würde sagen, dass Erscheinungen leer von Eigenexistenz sind, während die Bedingtheit und Relationalität dieser Erscheinungen durch diesen Hintergrund ermöglicht wird.

Der von dir verlinkte Brückenschlag zwischen Buddhismus und Quantenphysik passt: Auch in der modernen Physik zeigt sich, dass die beobachtete Realität relational ist, während das „Feld“ oder die zugrundeliegende Struktur – z. B. Quantenfelder – nicht direkt erfahren wird, aber alles Erleben ermöglicht.
 
Aha, das ist gut, ich denke darüber nach.

Welcher Äquivalent wäre es denn in der westlichen Philosophie?? ?

Na ja, aber wenn "ES" nicht erfahrbar wäre, wie kann man dann darüber etwas wissen?
Ein westliches Äquivalent ist etwa Kants „Ding an sich“ – also etwas, das der Erfahrung selbst zugrunde liegt, aber nicht direkt erfahrbar ist. Auch in der modernen Metaphysik taucht die Idee einer nicht-objektiven Basis auf, z. B. bei Konzepten wie einem unbedingten Fundament oder ontologischen Strukturen, die die Bedingungen für Erscheinungen liefern, ohne selbst beobachtbar zu sein.

Man „weiß“ darüber nicht im empirischen Sinn, sondern man kann es gedanklich ableiten: Wenn alles Erleben relational und bedingt ist, muss es eine nicht-bedingte, unveränderliche Grundlage geben, auf der Relationen überhaupt auftreten können.

Mit anderen Worten: Man erfährt es nicht direkt, aber man kann es logisch oder konzeptionell erkennen als das, was allem Vorhandensein zugrunde liegt.
 
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Gut, welches Äquivalent gibt es dazu in der Philosophie? Ich kann mich nicht sofort erinnern.
Ein mögliches Äquivalent wäre Platos Ideenwelt, speziell die Idee des Guten als unveränderliche Grundlage, die allem Seienden zugrunde liegt, oder bei Kant das „Ding an sich“, das den Erscheinungen zugrunde liegt, aber nicht direkt erfahrbar ist. In der modernen Metaphysik spricht man von ontologischen Fundamenten oder unbedingten Bedingungen für Existenz – etwas, das selbst nicht als Objekt erscheint, aber als Basis aller relationalen Erscheinungen gedacht werden kann.

In allen Fällen geht es um eine nicht-objektive, unveränderliche Grundlage, die das Vorhandensein relationaler Dinge ermöglicht, ohne selbst Teil der Erfahrung zu sein.
 
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