die neue Singlebörse

... hm, das sehe ich anders :) Also bis zum ca. 30.-32. Lebensjahr hätte ich gesagt: Ja. Aber seither habe ich den Eindruck, dass es anders ist.
Nach Erikson (Identitätspsychologe der Lebensspanne) entwickelt sich etwa in dieser Zeit das Vermögen der Distanzierung aus einem festen Persönlichkeitskern heraus. Dem Hinduismus zufolge entwickelt sich vom 28.-35. Lebensjahr das Halschakra, das die gleiche Funktion (Abgrenzung, klare Kommunikation, Authentizität, etc.) hat.
Es gibt dann ein Gegengewicht der "Vernunft" - so würde ich es nennen.
Wenn das Herz und der Bauch irgendwo anbeißen, dann gibt es die Instanz, die abwegt, ob es sinnvoll ist - oder nicht. "Sinnvoll" nicht im zweckrationalen Sinne, sondern ob die LIebe wirklich auf beiden Seiten vorhanden ist - oder ob man blind in etwas hineinrennt.

:)

DAS kann ich voll und ganz unterschreiben, diese veränderung beobachte ich auch seit einiger zeit bei mir. ein toller zustand!
 
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DAS kann ich voll und ganz unterschreiben, diese veränderung beobachte ich auch seit einiger zeit bei mir. ein toller zustand!

Na, dann muss ich doch noch einmal versuchen, deinen Glauben zu erschüttern :D

Du sagst ja nun selbst, dass Selbständigkeit und Eigenverantwortlichkeit nicht einfach gegeben sind. Und wenn die Eltern neben dem Kind stehen und sie fordern, dann wird sie vielleicht gespielt, aber es muss "Innerlich" mehr passieren, damit sie WIRKLICH entwickelt ist.

Und genau deshalb glaube ich nicht, dass alle Menschen "freiwillig" Single sind.

Zu Punkt 1: es gibt Menschen, die nicht beziehungsfähig sind und dennoch in eine neue Beziehung "müssen". Man sieht das dann auch ganz klar, z.B. "sie", die eigentlich gar nicht kann, liebt "ihn" gar nicht, ist aber mit ihm zusammen, um begehrt, etc. zu werden, und er kapiert das alles irgendwie nicht und ist vielleicht blind verliebt und schiebt das jedes Mal auf sich selbst, wenn sie ihn anbrüllt ;)
So etwas gibt es durchaus :D
Zu PUnkt 2: die "Freiwilligkeit" zeigt sich doch auch darin, indem man Angebote potentiell ablehnen kann. Das "Fräulein" aus dem ersten Beispiel konnte ihn nicht ablehnen - er auch nicht sie, obwohl die Beziehung von außen betrachtet vollkommen absurd und nicht "beidseitig" liebevoll ist.
Punkt 3: wenn es nix wird, dann sieht man aber gerade in den Bemühungen, die scheitern, die Unfreiwilligkeit, die Unterträglichkeit des Zustandes

ok, wenn du jetzt wieder sagst, dass du felsenfest weiterglaubst, dann werd ich kein Wort mehr sagen :danke:
 
tja, da müssen wir einen Liebesthread aufmachen :) - oder wir machen einfach Liebe ohne Thread - aber achso, du bist ja schon leidenschaftlich vergeben, ich vergaß :D

Warum willst du mir immer wieder einreden, das ich leidenschaftlich vergeben bin?

Ich bin gestern leidenschaftlich verlassen worden!

Und anstatt mich zu trösten ärgerst mich auch noch:schmoll:

Also eigentlich müsstest du jetzt mit mir Liebe ohne Thread machen, um das wieder in Ordnung zu bringen:D
 
Na, dann muss ich doch noch einmal versuchen, deinen Glauben zu erschüttern :D

Du sagst ja nun selbst, dass Selbständigkeit und Eigenverantwortlichkeit nicht einfach gegeben sind. Und wenn die Eltern neben dem Kind stehen und sie fordern, dann wird sie vielleicht gespielt, aber es muss "Innerlich" mehr passieren, damit sie WIRKLICH entwickelt ist.

Und genau deshalb glaube ich nicht, dass alle Menschen "freiwillig" Single sind.

Zu Punkt 1: es gibt Menschen, die nicht beziehungsfähig sind und dennoch in eine neue Beziehung "müssen". Man sieht das dann auch ganz klar, z.B. "sie", die eigentlich gar nicht kann, liebt "ihn" gar nicht, ist aber mit ihm zusammen, um begehrt, etc. zu werden, und er kapiert das alles irgendwie nicht und ist vielleicht blind verliebt und schiebt das jedes Mal auf sich selbst, wenn sie ihn anbrüllt ;)
So etwas gibt es durchaus :D
Zu PUnkt 2: die "Freiwilligkeit" zeigt sich doch auch darin, indem man Angebote potentiell ablehnen kann. Das "Fräulein" aus dem ersten Beispiel konnte ihn nicht ablehnen - er auch nicht sie, obwohl die Beziehung von außen betrachtet vollkommen absurd und nicht "beidseitig" liebevoll ist.
Punkt 3: wenn es nix wird, dann sieht man aber gerade in den Bemühungen, die scheitern, die Unfreiwilligkeit, die Unterträglichkeit des Zustandes

ok, wenn du jetzt wieder sagst, dass du felsenfest weiterglaubst, dann werd ich kein Wort mehr sagen :danke:

ich kann dir das kognitiv nicht so gut erklären, wie ich gern möchte, aber:

natürlich red ich von erwachsenen.

und ich glaube, je bewußter wir werden, umso mehr kapieren wir, dass alles seinen sinn hat, dass wir alles selbst mitgestaltet haben in unserem leben und je befreiter wir sind, umso freier können wir unser leben gestalten.

je mehr wir im fluss sind, umso eher sind wir zur richtigen zeit am richtigen ort mit den richtigen menschen.

NATÜRLICH sind wir selbstverantwortlich.
ich glaube sogar, dass sich unsere seele zeit, ort und eltern etc. ausgesucht hat, aber das würde jetzt wohl zu weit führen ;)

also, du siehst, da is nix zu rütteln, an meiner einstellung, an deiner ja scheinbar auch nicht :rolleyes:

ich versuch mal deinen punkt 1 zu beantworten: da spricht ja nix gegen eigenverantwortung, oder? das brauchen die halt grad beide, um sich weiterzuentwickeln...
punkt 2: WER zwingt sie??
punkt 3: na, dann wird man sich halt anschauen "müssen" oder eher WOLLEN, woran es hakt, oder? auch ein "entwicklungshelfer", so eine krise...

rückblickend wirds oft ganz klar :)
 
na gut, dann glaube ich jetzt den Punkt zu sehen, der vielleicht die Verbindung schafft. Wir verwenden das Wort "Eigenverantwortung" unterschiedlich.

Wenn du von "Eigenverantwortung" sprichst, dann meinst du 1. dass prinzipielle jeder für sich verantwortlich ist und die Ereignisse auf seinem Weg auch dazu dienen, diese noch weiter zu entwickeln. Außerdem gehst du ja 2. schon eher von Erwachsenen aus, wie du jetzt sagst.

Ich hatte hingegen eher die "Entwicklung" vom Baby zum Erwachsenen gesehen und mir ging es nicht darum, dass jeder prinzipiell selbstverantwortlich IST, sondern OB er diese Verantwortung auch ÜBERNIMMT.
Insofern haben wir gar nicht über den gleichen Sachverhalt gesprochen.

:)

Liebe Grüße,
Energeia
 
na gut, dann glaube ich jetzt den Punkt zu sehen, der vielleicht die Verbindung schafft. Wir verwenden das Wort "Eigenverantwortung" unterschiedlich.

Wenn du von "Eigenverantwortung" sprichst, dann meinst du 1. dass prinzipielle jeder für sich verantwortlich ist und die Ereignisse auf seinem Weg auch dazu dienen, diese noch weiter zu entwickeln. Außerdem gehst du ja 2. schon eher von Erwachsenen aus, wie du jetzt sagst.

Ich hatte hingegen eher die "Entwicklung" vom Baby zum Erwachsenen gesehen und mir ging es nicht darum, dass jeder prinzipiell selbstverantwortlich IST, sondern OB er diese Verantwortung auch ÜBERNIMMT.
Insofern haben wir gar nicht über den gleichen Sachverhalt gesprochen.

:)

Liebe Grüße,
Energeia

okay, hab mich eh schon gewundert :D
 
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