leider habe ich Deinen Beitrag erst jetzt gesehen.
Gizurr schrieb:
Das ist jetzt ersteinmal eine Behauptung von Dir, die Du nicht weiter belegst oder belegen kannst, außerdem ein Widerspruch: Der paradiesische Zustand soll Weibliches und Männliches vereint haben, im Paradies sind sie dann getrennt? Unlogisch. Ich sehe das anders: Vor meiner Geburt war ich ein Geistwesen (kein Mensch) und lebte in einer spirituellen Welt. Nach allem was wir aus medialen Durchgaben wissen (Spiritismus), gibt es im Jenseits auch männliche und weibliche Geister nach dem alten Gesetz wie oben, so unten auch völlig logisch. Selbst Gottheiten gibt es weiblich und männlich.
Da stimmen wir teilweise überein, so dass ich Dir da nur in einem widersprechen muss.
Es gibt männliche und weibliche Geister, ja das mag sein, aber sie zeugen nicht wie wir Menschen und das verstehe ich unter weiblich oder männlich.
Wir sind Menschen, wie Du das ganz recht bemerkst und wir haben einen tierischen Leib und stehen in der physiachen Zeugung, als Mann und als Frau spielen wir die Rollen, die uns von unserer tierischen Natur zugewiesen wurden...
Ob es nun männliche und weiblihe Geister gibt das kann ich nur vermuten, denn alles was sich offenbart ist auf Polarität aufgebaut.
Als Mensch des 6. Schöpfungstages ist jedoch die Polarität, in der sich der Mensch spiegelt Gott selbst.
Deshalb würde ich hiier nicht von weiblich oder männlich sprechen. Der Drang zur Vereinigung mit dem andersgeschlechtlichen ist nicht mehr da. Der Mensch ist so als Bild gottes angedacht. Das alles kannst Du nachlesen bei Hildegard von Bingen in ihrem Visionswerk "Vom Wirken Gottes"
Mehr möchte ich dazu nicht sagen.
Sünde bedeutet Absonderung, stimmt. Damit ist aber die Absonderung vom Gesetz gemeint, die dann auch zu einer Vertreibung, also einer Absonderung von der Gemeinschaft, führt. Die Inkarnation sehe ich nicht als Sünde an, denn selbst viele Götter haben sich auf der Erde inkarniert. Es ist ein natürlicher Vorgang und auch die Tiere und Pflanzen durchlaufen ihn, ohne deswegen sündig zu sein.
Du sagst es doch beinahe selbst.
Sünde kommt von Sonderung und die Geburt ist DIE Sonderung von der geistigen Welt, von der Gemeinschaft der Lebewesen der geistigen Welt.
Wir verlieren doch den Kontakt zu unserer wahren geistigen Natur als spirituelles Wesen.
Ist es nicht so?
Da wir hier nicht persönlich im herkömmlichen Sinne verantwortlich sind, spricht man von Erbsünde.
ABER
Das ist etwas ganz anderes als das was die Kirche daraus machen möchte. Denn die Person Jesus hat uns, vor 2000 Jahren davon nicht alle erlöst, sondern jeder Einzelne muss erlöst werden durch die Wiederkehr Christi im Tod. Und er kommt zu jedem, der auf dem Totenlager liegt...
Geistwesen begeben sich in Körper, um hier in der materiellen Welt Erfahrungen machen zu können, um als Geistwesen zu reifen. Und übrigens gelangt die Seele erst mit dem ersten Atemzug in den Körper des Kindes, nicht schon während der Schwangerschaft. Diese Feststellung ist wegen der Abtreibungsproblematik und dem Zeitpunkt der Horoskopberechnungen wichtig.
Das ist ein schwieriger Stoff und ein weites Feld.
Ich würde sagen, dass mit dem ersten Atemzug das vergangene Karma wieder aufgenommen wird (->Horoskop), vorher war der Mensch aber auch schon da, nur nicht als selbständiges Wesen, sondern halb hübern und halb drüben.
Ein Embrio durchläuft alle Stationen der Evolution. Es wurzelt sich erst wie eine Pflanze ein, dann bekommt es ein Aussehen wie ein Fisch usw. usw.
Du siehst mir die Erde, die Natur, die Tiere als zu negativ an. Es ist eben nicht unsere Aufgabe, unsere irdische Natur zu überwinden und das Stoffliche zu beherrschen, es ist unsere Aufgabe, Geist und Körper (Materie) in Einklang zu bringen.
Es ist das Selbe. Ja ich danke Dir für die Anregung.
Einklang ist ein gutes Wort.
Ein Pianist kann jedoch nur im "Einklang mit der Partitur stehen, wenn er sein Instrument "Beherrscht"
Verzeih bitte mine Sturheit. Ich denke wir meinen in ausreichender Übereinstimmung das Selbe
Alles andere ist widersinnig, und die Beherrschung des Stofflichen ist ja gerade ein Grund, warum wir heute was Umweltschutz usw. betrifft, so schlecht dastehen:
Die Ausbeutung ist daran schuld, nicht die Beherrschung.
Die Menschen ordnen sich nicht in das Gefüge der Natur ein, sondern wollen die Natur, Materie oder den Stoff beherrschen und nach eigenem Gutdünken gestalten.
Nach Gutdünken, aber was ist das für ein Gutdünken. Es geht hier um Geld, das man kurzfristig aus den Resourcen pressen will. Das ist keine Beherrschung, sondern Ausbeutung.
Gestalten ist wieder etwas anderes. Ich kann im Gestalten durch Züchtung nichts verwerfliches finden. Ich bin Rosenliebhaber und freue mich immer über diese wunderbaren Neuzüchtungen. Das ist Beherrschung der Natur in einem positiven Sinn. Damit meine ich nicht. die Gentechnuk das ist wieder Ausbeutung...
Die Tiere galten unsern Vorfahren als heilig und den Göttern näherstehend, als die Menschen. Deswegen sollten wir unsere Natur als Tiere (mit zugegeben mehr Verstand, aber dafür weniger Intuition) akzeptieren und nicht dagegen ankämpfen. Denn was wir alle konkret über höhere Wesen und Welten wissen, können wir nur von der Natur ablesen. In der Natur finden wir die spirituellen Gesetze, die auch in höheren Bereichen gelten. Die Tiere verhalten sich noch heute so, wie es ihre Erschaffer (die Götter) gedacht haben, während wir Menschen uns von unserem urprünglichen Programm immer mehr distanzieren. Das kann nicht richtig sein, und nach einer Deutung ist ja die Erbsünde verbunden mit dem Erwachen des Verstandes, der uns nun dazu bringt, gegen unsere Instinkte (unser ursprüngliches Programm) zu handeln.
Du hast das schön gesagt, das sehe ich auch so. Der Mensch wird immer gegen oder mit seiner tierische Natur kämpfen, weil der Mensch maßlos ist, wird er auf der Suche nach Glück immer in Extreme verfallen und entweder seine tierische Natur dazu benützen sie aus zu pressen um maximales Vergnügen zu haben, oder ihr verfallen und in die abhängigkeit fallen.
Es gibt keine Harmonie zwischen beiden, eines ist immer im Widerstreit gegen das Andere.
Das fängt schon an, wenn wir morgens Aufstehen. Der Körper möchte liegen bleiben aber wir müssen in die Arbeit...
Da nenne ich jetzt keine weiteren Beispiele.
Es ist, da gebe ich Dir recht, vergeblich die tieriesche Natur zu unterdrücken, aber es ist unsere Aufgabe sie zu kultivieren...
Der Mythos von Kain und Habel (Abel) ist ein ursprünglicher Göttermythos, in dem Abel/Abelio/Apollo der Sommer-, Tages- und Sonnengott ist, Kain aber der Dunkel-, Nacht- und Wintergott. Im deutschen Volksglauben sieht man in den Mondflecken das Bild des Kain. Sommer- und Wintergott bekämpfen sich gegenseitig wie im germanischen Mythos Baldr und Hödr, und da der Sommer mit der Frühlingsgleiche im März beginnt, opfert Abel einen Widder (später zum Osterlamm umgedeutet), da ja noch nichts wuchs, Kain aber beginnt die Herrschaft der dunklen Jahreshälfte mit der Herbstgleiche im September und opfert daher die Früchte des Feldes ist ja Erntezeit. Der Mythos geht übrigens weiter, daß Abel im nächsten Jahr wieder aus dem Totenreich zurückkehrt und nun seinerseits Kain tötet. Es ist ein zyklischer Mythos.
Mörder sind beide nicht, denn die 10 Gebote gab es ja noch gar nicht, also konnte keiner gegen irgendein Gebot verstoßen.
Meine Tochter(9) meint, Kain war der erste Möder und wir stammen von ihm ab, war ja sonst keiner da. Ich finde das gar nicht so Dumm.
Ob damit Sommer und Winter gemeint waren weis ich nicht, aber ich vermute, so Einfach wird es wohl nicht sein. Ist im Prinzip ein anderes Thema, mach doch ein neues Thema auf.
Jedes Lebewesen hat einen göttlichen Funken in sich, das ist ein Naturgesetz und gilt genauso für die Dinosaurier und Neandertaler, wie für Wesen unserer Zeit. Mit dem Bibelgott und Christus hat das gar nichts zu tun.
Nein aber der Bibelgott hat mit dem göttlichen Funken zu tun, dieses Thema handelt davon und es steckt mehr Wahrheit drin als wir glauben.
Wir haben alle diese Wesen in uns, vom Einzeller bis zum Dinosautier und Neanderthaler usw, denn ein Mensch durchläuft, wie wir ja bereits festgestellt haben alle Phasen der Evolution während der embrionalen Entwicklung im Mutterleib. Und das macht das Besondere des Menschen aus.
Nach unserer Mythologie war es der Gott Lodurr, der uns den Funken (Lá genannt) gab. Der heilige Geist verdankt sein Dasein nur dem Fehlverständnis des Altgriechischen, wo es immer heißt: ein heiliger Geist kam.... Den Artikel ließ man einfach weg. Du meinst mit heiliger Geist so etwas wie Odkraft, auch die hat mit Christus nichts zu tun und besitzt jedes Lebewesen.
Ja besitzt jedes Lebewesen, aber nicht jedes Lebewesen ist sich dessen bewußt.
Nein! Der ganze Kreuzigungsmythos ist anders gemeint: Es ist eine Selbstkasteiung, die Schamanen durchführen, um einen Blick in die Jenseitswelt zu erhaschen. Dies bewirkt auch eine Verbesserung des eigenen Karmas. Wer Jesus nachfolgen will, muß diese Technik am eigenen Leibe nachvollziehen (wie das im Mittelalter z. B. die Geißler taten), dadurch verliert er auch eigene Sünden. Aber wenn er das nicht tut, geschieht karmisch auch nichts.
Nein ich glaube nicht dass wir Sünden verlieren, wenn wir uns geisseln.
Aber dass wir unsere spirituellen Fähigkeiten schärfen, wenn wir uns einen Verzicht auferlegen, das glaube ich schon.
Dies verlangt jedoch unser Leben so wie so, wir müssen das nicht extra tun.
Schmerz macht uns weder klüger noch erwerben wir und dadurch irgendwelche Fähigkeiten.
Gruß Willibald