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Der merkwürdige Herr Freitag

Dieses Thema im Forum "Aufgeschrieben" wurde erstellt von Tolkien, 23. Februar 2021.

  1. Branches

    Branches Aktives Mitglied

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    Ich bin natürlich auch wieder dabei und freue mich über die spannende Fortsetzung.
     
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  2. Tolkien

    Tolkien Sehr aktives Mitglied

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    :danke:
     
  3. Tolkien

    Tolkien Sehr aktives Mitglied

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    Langsam kehrte Fitzgerald Arlington ins Hier und Jetzt zurück. Er spürte dass er irgendwo lag. War es der harte Hallenboden? War er noch in der Gewalt dieses Monsters? Erschrocken versuchte er mit den Händen den Boden neben sich abzutasten. Doch etwas war anders als sonst. Seine rechte Hand.....sie fehlte!

    Jetzt erinnerte er sich an alles. Moolie, die Halle, der Kampf mit Grindur dem teuflischen Unhold. Doch wo war er? Tastend erforschte er vorsichtig seine Umgebung. Er hatte Angst, seine Augen zu öffnen. Nie wieder wollte er in diese abgrundtief bösen roten Augen blicken müssen.

    Er bemerkte dass er auf einem Bett lag. Seine linke Hand berührte seinen rechten Arm. Fuhr langsam daran herunter. Dann kam sein Handgelenk. Danach kam nichts mehr. Tränen liefen seine Wangen herunter. Seine Hand hatte er unwiederbringlich verloren. Doch war er versorgt worden. Er spürte so etwas wie einen Verband um den Stumpf an seinem Arm. Dies zumindest musste ein gutes Zeichen sein. Langsam öffnete er seine Augen...

    ...und blickte in ein vertrautes Gesicht. Der gütige und mitleidsvolle Blick Moolie's der neben dem Bett sass, liess ihn lächeln. Doch Moolie hatte sich verändert. Er sah anders aus. Irgendwie...verjüngt? Seine Haut war glatter geworden und sein Haar dünner und feiner.

    "Was ist geschehen Moolie?"

    "Ich war überrascht als ich ihn sah, begann Moolie, denn ich hatte ihm doch ein Auge im Kampf genommen, damals. Habe die Macht seines Herrn wohl unterschätzt. Er hat ihm ein neues gegeben. Als ich ihn sah wusste ich, dass ich dass Pentagramm treffen müsste. Doch leider hat er sich etwas bewegt und deshalb habe ich ihn nicht so getroffen, dass er vernichtet wurde. Du warst verletzt und ich habe mich zuerst um Dich gekümmert und Dich hierher gebracht und versorgt, damit Du mir nicht verblutest.

    Grindur ist angeschlagen, aber er lebt. Die Geschichte ist also noch nicht am Ende. Meine Sorge um Dein Wohl hat mir einen Kontakt mit der Welt der Engel verschafft. Meiner Heimat. Eigentlich habe ich meine Aufgabe verfehlt, aber die geistige Welt hat sich gütig gezeigt und es gibt nun noch eine Möglichkeit weiter zu machen."

    "Du siehst so anders aus Moolie?"

    "Ja das stimmt. Ein Stück weit durfte ich mich ihnen wieder nähern und so habe ich ein wenig meines ursprüglichen Aussehens wieder bekommen. Aber nun ruhe Dich erst einmal aus, wir reden später darüber Arlington."

    Mit diesen Worten legte er seine Hand auf Fitzgeralds Stirn. Wohlige Wärme und Ruhe umpfing ihn und er sank in einen wohltuenden Schlaf.

    Moolie stand auf und deckte ihn mit einer Decke zu. Dann ging er zu der Engelsstatue. Er stellte sich vor die Figur und langsam sah er hinauf zum Gesicht. Er konnte es nicht oft genug ansehen, denn seit seinem Kontakt mit der Welt der Engel hatte auch sie sich verändert. Lächelnd sah er in das Gesicht, in dem sich nun wieder leichte, feine Gesichtszüge zeigten, die ihn sehr hoffen liessen, dass sich alles zum Guten wenden würde.

    Arlington schlief zwei Tage durch und wachte danach morgens gut erholt auf.

    "Moolie!", rief er laut. Moo.., da bemerkte er, dass Moolie bereits neben ihm stand. Ich habe einen Mordshunger Moolie, hast Du vielleicht etwas Essbares hier?"

    "Natürlich, ich habe schon etwas vorbereitet und wollte Dich gerade aufwecken, Du sollst ja nicht Dein halbes Leben hier verschlafen. Wie geht es Dir heute?"

    "Ohh, äh, ja. Er richtete sich langsam auf. Ich fühle mich gut. Keine Schmerzen mehr."

    "Dann ist es soweit gut und nun komm an den Tisch, den ich für uns gedeckt habe."

    Fitzgerald erhob sich langsam und folgte dem vorausgehenden Moolie. Dann sah er einen so reichlich gedeckten Tisch, wie er ihn noch niemals vorher gesehen hatte.

    "Wow!, entfuhr es ihm, wo hast Du das denn alles her Moolie? So einen reich gedeckten Tisch habe ich noch nie gesehen!"

    "Du fragst zuviel, Arlington! Ich bin der Auslöser dafür, dass Du Deine Hand eingebüsst hast und es ist das Mindeste was ich tun kann. Und nun lang ordentlich zu, damit Du schnell wieder zu Kräften kommst."

    Erfreut nahm Fitzgerald an dem Tisch Platz und griff beherzt zu. Moolie setzte sich zu ihm und gemeinsam liessen sie sich das oppulente Frühstück schmecken.

    Dann fragte Fitzgerald Moolie:" Wie soll es nun eigentlich weiter gehen Moolie? Ich meine, Du hast Deine Aufgabe noch nicht ganz erfüllt und Grindur lebt noch. Ich bin nur eingeschränkt zur Hilfe fähig und ehrlich gesagt zieht mich auch nichts zu einem weiteren Besuch nach unten."

    "Ich entnehme Deinen Worten, dass Du aber grundsätzlich zu weiterer Hilfe bereit wärest. Das ist sehr gut und bewunderswert. Nun, es ist so, dass ich bei der ganzen Aktion etwas gewonnen und etwas verloren habe. Ich habe Menschlichkeit und Fürsorge oben an gestellt und so einen Teil meines Aussehens und einiger Fähigkeiten zurück erlangt. Und.. ich glaube, ich habe einen Freund gewonnen..., der für mich eine Hand gegeben hat und dem ich nun etwas schulde.

    Verloren habe ich die Fähigkeit mit dem Engelsbogen zu schiessen. Dies müsste nun ein anderer übernehmen."

    "Dabei denkst Du hoffentlich nicht an mich Moolie," sagte Fitzgerald und ob den Arm mit der fehlenden Hand.

    "Nein mein Lieber, es gibt da noch jemanden von dem ich Dir unbedingt erzählen muss....
     
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  4. Branches

    Branches Aktives Mitglied

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    Ich freue mich, dass die Fortsetzung diesmal nicht so lang auf sich warten ließ. Mal sehen, wann es weiter geht. Ich bin im Bann der Geschichte. :)
     
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  5. Tolkien

    Tolkien Sehr aktives Mitglied

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    "Es waren Trugbilder. Herr Freitag hat nie dort gegenüber der Bahnhaltestelle gewohnt. Die alte Dame hat die Wahrheit gesagt." Fitzgerald Arlington sah mich mit grossen Augen an. Er wusste dass all dies schwer zu glauben war und war sichtlich bemüht mir alles schonend und plausibel näher zu bringen.

    "Aber....wie sollte so etwas möglich sein?, fragte ich. Er war doch ganz real! Die Tasche ist doch auch ganz real, ich meine wir können sie doch beide anfassen. Auch den Schlüssel und die Tarotkarte."

    "Moolie weiss um alle diese Dinge und er hat es mir so erklärt," begann Arlington.

    Zum ersten Mal hatte ich heute seinen Stumpf gesehen. Er hatte gefragt, ob es in Ordnung für mich wäre, wenn er den Arm mit der fehlenden Hand aus der Tasche heraus holen würde. Als ich meine Zustimmung gegeben hatte legte er seinen Arm auf den Tisch und ich merkte deutlich, dass es ihm schwer fiel ihn zu zeigen, weil er sich deswegen schämte.

    Nervös rieb er die Finger seiner verbliebenen Hand gegeneinander, als wenn er ganz konzentriert erspüren wollte, wie ich innerlich darauf reagieren würde. Es hatte ihn Überwindung gekostet und abgesehen von Moolie war ich der erste Mensch, der ihn sah.

    "Also...., fuhr Fitzgerald Arlington fort und beförderte eine fettige störende Haarsträhne zum Hinterkopf, ....Moolie sagt, dass Sie etwas Besonderes sind, weil Sie eine besondere Gabe haben."

    Fragend sah ich ihn an. Er hatte inne gehalten, als wollte er zunächst meine Reaktion auf seine Worte abwarten.
    Fieberhaft arbeitete sein Gehirn an der Wahl der richtigen Worte, um mich nicht zu sehr zu verwirren, denn er wusste nur zu genau wie unglaublich diese ganze Geschichte hier war.

    "Moolie sagt dass Sie sich dessen vermutlich nicht erinnern können, weil Sie es früh schon begraben haben und mit Ihren Kräften nicht mehr in Kontakt gommen wollten."

    "Von welchen Kräften reden Sie, Arlington?, fragte ich, hält er mich für Superman?"

    "Ganz sicher nicht, beschwichtigend hob er seine Hand, aber haben Sie schon einmal davon gehört, dass es Menschen gibt, die mit besonderen Gaben und Fähigkeiten gesegnet sind? Die sich zum Beispiel in Gedanken an andere Orte begeben können und alles dort haarklein beschreiben können und dies bestätigt bekommen. Die eine ganz starke Energie in sich haben oder heilende Hände?"

    "Was soll das jetzt Arlington?", fragte ich etwas barsch.

    "O.K., vielleicht versuche ich es mal anders, nämlich so wie Moolie es mir geraten hat. Sie sind ihm nie begegnet, richtig?"

    Ich nickte kurz.

    "Haben ihn nie gesehen?"

    "Nein, natürlich nicht."

    "Gut! Ich soll Sie von Moolie bitten, sich an eine Situation in Ihrer Kindheit zurück zu erinnern. Sie waren etwa acht Jahre alt. Spielten hinter dem Haus auf der Wiese. Plötzlich hörten Sie einen dumpfen Schlag und bemerkten einen Vogel der gegen die Scheibe des Hauses geflogen war und reglos am Boden lag. Er war tot.

    Sie nahmen ihn auf und legten ihn in Ihre Hände. Sie wünschten sich ganz intensiv, dass er wieder fliegen würde und umschlossen ihn mit beiden Händen. Nach einem Moment zuckte der kleine Kerl, stellte sich in Ihrer Hand auf und flog davon. Sie rannten erfreut zu Ihren Eltern und erzählten die Geschichte.

    Und.... man glaubte Ihnen nicht und machte sich lustig über Sie. Seitdem haben Sie sich nie wieder mit dieser Gabe beschäftigt, stimmts?"

    Die Szene war sofort in meinem Kopf! Auch das Gefühl war sofort präsent, dass ich damals hatte. Mein inniger Wunsch hatte eine Art Energiestrom ausgelöst. Ich spürte wie er von überall her in meine Arme floss und über meine kleinen Hände das Gefieder des Vogels berührte. In seinen Körper drang und ihm ein winzig kleines Licht zurück brachte....den Funken, der ihm aus welchen Gründen auch immer das Leben zurück gab.

    Dies alles hatte mich irgendwie mit so grosser Freude und Liebe erfüllt, dass ich es augenblicklich meinen Eltern erzählen wollte. Es war ein herber Dämpfer! Man glaubte mir nicht...

    Diese Enttäuschung wollte ich nicht noch einmal erleben. Ich fühlte mich schuldig und habe alles "begraben".

    Nacheinander stiegen andere Situationen aus meiner Kindheitserinnerung in mir auf. Der kleine Nachbarsjunge... Er hatte sich bei einem Sturz böse am Knie verletzt und war auf eine Glasscherbe gefallen. Es blutete stark und er weinte herzzereissend. Ich legte meine Hand auf sein Knie und wünschte, dass es heilt. Ich spürte wie Energie floss. Der Junge beruhigte sich und als ich meine Hand wegnahm, war nichts mehr zu sehen. Nicht mal eine Wunde! Er lachte mich nur an und wir spielten weiter, als wäre das alles ganz selbstverständlich.

    Oder Blacky, der schwarze Schäferhand meines Grossvaters. Er war krank geworden und konnte sich kaum bewegen. Er frass nicht mehr und Grossvater wollte ihn schon einschläfern lassen, da nichts von allen Medikamenten geholfen hatte. Wir spielten im Garten. Unter Schmerzen kam Blacky zu mir und leckte meine Hand. Fiepend legte er seinen Kopf auf meine Knie und sah mich traurig an.

    Ich legte eine Hand auf seinen Kopf und eine auf seinen Bauch. Ich wünschte mir dass er wieder gesund ist und mit uns herumtollt. Kurz darauf übergab sich Blacky, bellte und rannte plötzlich durch den Garten wie ein aufgescheutes Huhn. Er war wieder ganz der Alte. Grossvater hatte die Szene beobachtet und kam zu mir. Er lächelte mich an, legte seine grosse Hand auf meinen kleinen Kopf und sagte: "Heute ist ein guter Tag mein Junge!" Ich glaube er hat gewusst, dass ich diese Gabe habe.

    Ich kam wieder zu mir.

    "Woher weiss Moolie davon?", fragte ich.

    "Nun, er ist ein Engel." Arlington lächelte mich an.

    "Genauso wie es dem Teufel und seinen Schergen möglich ist Trugbilder zu erschaffen, können Wesen wie Moolie den Menschen Träume senden und manchmal tauchen sogar mysteriöse Aktentaschen mit seltsamen Inhalten auf, die bei genauerer Betrachtung einen tieferen Sinn haben."

    "Er will etwas von mir, oder?", fragte ich unverblümt.

    "Er bittet Sie um etwas."

    "Und um was?"

    "Er bittet Sie, seinen Engelsbogen zu führen und den Unhold zur Strecke zu bringen. Er bittet Sie gemeinsam mit mir zur Höhle zu kommen. Er will Ihnen dort alles erklären, Ihnen helfen sich wieder an die Energiequelle anzuschliessen und viele Seelen zu befreien. Ketten zu sprengen und alte Flüche aufzulösen."

    "Das ist recht viel auf einmal Arlington, hörte ich mich sagen, klingt nach einer ganzen Lebensaufgabe."

    Ich war plötzlich seltsam gelassen. Und meine Frage brachte Arlington ins Staunen und ich sah in sein überraschtes Gesicht.

    "Wann kann ich ihn kennen lernen....?
     
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  6. Branches

    Branches Aktives Mitglied

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    Diesmal mussten wir lange auf die Fortsetzung warten. Aber ich kann noch folgen. Und bin weiterhin fasziniert. :)
     
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  7. Tolkien

    Tolkien Sehr aktives Mitglied

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    Dankeschön!

    Ja stimmt. Momentan ist weniger Zeit zum Schreiben. :)
     
  8. upgrade

    upgrade Sehr aktives Mitglied

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    toll, das Warten hat sich gelohnt!
     
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  9. Tolkien

    Tolkien Sehr aktives Mitglied

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