Den Tod eines geliebten Menschen überwinden

Hallo Ruschka,
ich kann Dich so gut verstehen, wie schwer es für Dich ist.
Ich habe schon meinen Vater verloren, den ich so liebte, und nun liegt
mein Mann im Krankenhaus, und ich weiss, dass er sterben wird.
Dieser Schmerz ist so unerträglich für uns Menschen !!!
Man weiss nicht, wie man damit umgehen soll ¨
Auch wenn der Verstand weiss, dass der Tod zum Leben gehört,
auch wenn man weiss, dass es den Betreffenden nachher gut geht,
kann man diesen Schmerz fast " nicht " ertragen !
Es heisst dann, es ist das " Loslassen ", dass für uns Menschen so so
schwer ist !!
Es ist sehr warscheinlich unsere Aufgabe auf dieser Erde,
genau das zu lernen !
Ich weiss, dass jeder Mensch, diesen Schmerz erleben wird, und jeder
geht anders damit um.
Man muss ihn einfach durchstehen, man kommt nicht darum herum !
Es tut so wahnsinnig weh !!!
" Wer nie weint, und niemals trauert, der weiss auch nichts vom Glück "
Ich bete immer für Unterstützung, von meinem Engel,
den Weg, muss man aber trotzdem selber gehn !!
Alles alles Liebe
Skorpion
 
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Hallo Skorpion,

ich las Deinen Beitrag und kann Dich so gut verstehen.
Bei meiner Mum wußte ich ja auch durch sie, dass sie sterben würde und hatte das Gefühl der Boden wird mir unter den Füssen weggezogen und trotzdem war da diese Akzeptanz des Todes.
Ich wollte dasein bis zuletzt, genau wie sie es sich gewünscht hatte.
Wir haben oft über das Thema Tod und Sterben geprochen.
Ein Jahr später erlebte ich diese Konfrontination mit dem Tod bei meinem Cousin. Schwer war es, loszulassen, nicht den Menschen, sondern das was was man so liebte, wie Gespräche, gemeinsame Unternehmungen, die täglichen Anrufe.
Ich fühlte mich so alleingelassen und es dauerte lange, bis ich einen Weg fand der das Leben für mich wieder lebenswert machte.
Mein Cousin starb im Hospiz, ich war am Abend vor seinem Tod bei ihm.
Er konnte kaum noch sprechen und sich gar nicht mehr bewegen.
Ich saß an seinem Bett, bis er schwer verständlich flüsterte, ob ich angst vor dem Sterben hätte, denn er hätte angst.
Weißt Du, ich war wie gelähmt und überlegte was ich darauf antworten sollte.
Doch ich sagte ihm, dass unser Gott gnädig sei, da lächelte er mich an und sagte, er würde es mir glauben.
Dann schlief er ein und ich fuhr nach Hause.


Tod und Sterben gehören zum Leben, es ist allerdings schwer für denjenigen, der es erlebt, der dabei ist, der die Trauer verarbeiten muß, der Abschied nimmt.

Daher fand ich den Spruch sehr treffend, der besagt:

"Abschiednehmen ist eine Kunst,
die unser Herz sich weigert
zu erlernen"
(ist von Stefan Zweig)

Dir und Deinem Mann alles, alles Liebe
und schreibe mir, wenn Dir schwer ums Herz ist.

Ruschka
 
Hallo Skorpion,

Bevor mein Vater damals starb, haben wir uns oft über alte Geschichten unterhalten und uns so weit es ging ausgesprochen. Für diese Gespräche bin ich heute dankbar.

Eines ging ich damals aus dem Weg, weil ich nicht wusste wie ich mit ihm darüber reden sollte: Gespräche über den Tod. Indirekt sprach ich über Erbstücke, aber er ging nicht direkt darauf ein. Er war damals sehr wütend über seine Frau, weil er sehr große Angst vorm Sterben hatte. Sogar sein Hausarzt machte ihm Mut, wieder gesund zu werden.

Ihr könntet zum Beispiel jetzt schon miteinander besprechen, durch welche Zeichen sich dein Mann verständlich macht, oder wie du ihm zeigst, dass du gerade an ihn denkst.

Ich wünsche dir viel Liebe und Liebe pluto :liebe1:
 
Ja Pluto,
da stimme ich völlig mit Dir über ein.
Meine Mum und ich wir hatten alles vorher geklärt und es gab nicht ungeklärtes.Allerdings gingen diese Gespräche nicht von mir, sondern von meiner Mum aus.
Ich wollte damals nicht wahrhaben und mir liefen die Tränen nur so runter, aber meine Mum sagte es wäre sehr wichtig für sie und ich sollte gut zuhören.
Später war ich sehr dankbar darüber, dass sie mir alles gesagt hatte.

Monate vor ihrem Tod hatte sie einen Brief für mich geschrieben und darin all ihre Liebe zum Ausdruck gebracht.
Ich hüte ihn wie einen Schatz.

Meine Mum hat mir immer gesagt, wenn ich am Himmel eine kleine weiße Wolke sehe, dann denkt sie ganz fest an mich.
Was glaubst Du, wie ich aufmerksam den Himmel betrachte und jede kleine Wolke mit Freude beobachte.

Ruschka

Pluto, hast Du Deinen Mann überzeugen können?
 
Hallo zusammen,
vielen Dank für eure tröstenden Worte.
Mein Mann hat eine Hirnblutung, sie können es nicht mehr operieren.
Sie machen alles, was sie noch für ihn tun können.
Er kann nicht mehr sprechen, und öffnet die Augen nur noch ganz, ganz selten! Ich hab ihm immer gesagt, dass alles wieder gut kommt.
Damit will ich ihm sagen, hab keine Angst, mache Dir keine Sorgen,
es kommt gut !!! Ich hoffe damit, ihm die Angst nehmen zu können.
Ich habe früher viel mit ihm geredet, und ihm immer gesagt, dass die Seele
nur in eine andere Welt geht, wenn man stirbt.
Er hat den Tod seines Vaters (mit 16 Jahren) nie überwinden können.
Er hätte auch sterben wollen, war sich aber nicht sicher, ob er dann bei ihm sein kann. Bevor seine Mutter starb, habe ich mit ihr mal darüber gesprochen, sie glaubte auch nicht, dass die Seele unsterblich ist.
Ich habe ihr auch gesagt, schicke doch dann einen Regenbogen als Gruss.
Als mein Mann nach ihrem Tod, einen Regenbogen sah, hat er an sie gedacht
und war gerührt. Er hatte immer Mühe solche Sachen zu glauben.
Ich bitte meinen Engel, dass er ihn unterstützen soll.
Dass er keine Angst hat, und nicht leiden muss !!!
Wenn man einen Menschen liebt, ist es das schwerste, ihn leiden zu sehn.
Es ist die grösste Herausforderung für uns Menschen, denn Tod anzuerkennen, dass er dazu gehört.
Ist das nur unsere Unwissenheit, vor dem was kommt ?
oder ist es unser " Ego " welches so Mühe hat, den Tod zu akzeptieren ?
Was meint ihr dazu ?
Alles Liebe Skorpion
 
Hallo Skorpion,
ich denke es ist beides.
Du liebst Deinen Mann und möchtest natürlich nicht, dass er leidet.
Dennoch wird der Tod in Dein Leben massiv eingreifen, indem er Dir Deine Liebe nimmt.Es ist die Endgültigkeit, die uns dann in ein tiefes Loch fallen läßt.
Wenn Dir bewußt wird, Du kannst nicht mehr mit ihm reden oder seine Hand halten.
Das was Du bisher geleistet hast ist bewundernswert, und zeigt wie sehr Du ihn liebst, denn Du machst ihm bewußt, dass er keine angst zu haben braucht, weder vor dem Sterben, noch vor dem Tod.
Er vertraut jetzt ganz einfach, weil Du ihm dieses Vertrauen gegeben hast.
Möge Gott Deinen Mann behüten und Dir Engel schicken, damit Du die Kraft bekommst.

Alles Liebe Ruschka
 
meine oma ist freitag abend gestorben. es klingt vielleicht gefühlslos, aber ich war erleichtert, als ich davon erfuhr. die tage vorher waren schlimm, vor allem auch die nächte, in denen ich nicht schlafen konnte und an sie dachte. als ich sie das letzte mal besuchte, sah sie schrecklich aus, ganz ausgezerrt, kaum zu erkennen. ich wünschte ich hätte sie so nie gesehen.
ich weiß, dass es ihr gutgeht. opa hat sicher auf sie gewartet.

liebe oma, ich denk an dich!
 
Hallo!
Ich habe in diesem Forum ein bisschen gelesen und mich haben die Beiträge hier gerührt!
Manche berichten, dass sie ohne die verstorbene Person nicht weiterleben können geschweigedenn wieder so glücklich sein wie früher!

Ich denke, dass uns andere Menschen deswegen glücklich machen, weil wir in diesen Menschen Persönlichkeits- oder Bewusstseinsteile entdecken, die wir in uns selbst nicht gewahr sind!
Wie gelange ich zu dieser These? Nun, wie können wie diese Bewusstseinsteile in anderen Menschen denn entdecken, wenn wir sie selbst nicht (irgendwoher) kennen würden? Das legt die Vermutung nahe, dass alle Dinge, die wir in anderen Menschen erkennen, selbst (verborgene) Teile in uns sind und umgekehrt. Der Spruch "Alles ist eins" macht nun plötzlich Sinn und bekommt eine noch gewichtigere Bedeutung. Durchdenkt man das Ganze weiter, hat es den Anschein, dass wir uns gegenseitig zur Selbsterkenntnis verhelfen. Was hat das wiederum zu bedeuten? Ist die Erde etwa ein Lernplanet?! Ich denke ja!!! Wird man sich dieses gewahr, wird man auch zunehmend seine schöpferischen Möglichkeiten bewusst. Man merkt plötzlich "Hey! Ich bin nicht hier um zu arbeiten, sondern um zu lernen, mich selbst zu erkennen und anderen dabei behilflich zu sein!".

Der Spruch "Er/sie wird ewig in deinem Herzen weiter leben" kommt nicht von ungefähr, wenn man das oben beschriebene betrachtet.

Die Welt ist viel mehr als sie zu sein scheint, ein schönes und freudiges Abenteuer zu dem wir uns alle bewusst entschieden haben. Ist man sich dieses jedoch nicht gewahr und/oder leugnet das, erfährt der Mensch das (scheinbare) Getrennt-Sein in seiner größten Ausformung, was mit sehr viel Leid verbunden ist.

Entdeckt also das in euch selbst, was ihr bei anderen entdecken könnt und verhelft anderen dabei sich selbst zu erkennen.

Liebe Grüße
Stefano


Hi Stefano,

ich finde deine Worte sehr treffend ...

Mir fällt ein Gedicht dazu ein ...

~*~




Einssein

Im Augenblick, in dem ich sterbe,

will ich versuchen, zu dir

so schnell ich kann zurückzukehren.

Ich verspreche, es dauert nicht lang.

Stimmt es nicht,

dass ich bereits jetzt bei dir bin,

da ich jeden Augenblick sterbe?

Jeden Moment kehre ich zu dir zurück.

Schau nur hin

und fühle meine Anwesenheit.

Wenn du weinen möchtest,

so weine nur.

Und du sollst wissen,

ich weine mit dir.

Die Tränen, die du vergießt,

werden uns beide heilen.

Deine Tränen sind auch meine.

Die Erde, auf der ich heute morgen gehe,

transzendiert die Geschichte.

Frühling und Winter sind beide da in diesem Augenblick.

Das junge und das abgestorbene Blatt sind wirklich eins.

Meine Füße berühren Todlosigkeit,

und meine Füße gehören dir.

Geht jetzt mit mir.

Laß uns eintreten in die Dimension des Einsseins

und den Kirschenbaum im Winter blühen sehen.

Warum sollten wir über den Tod sprechen?

Ich brauche nicht zu sterben,

um wieder mit dir zusammenzusein.



(Thich Nhat Hanh)
 
Hallo ihr Menschen ich habe schon5 tiere verloren und es droht das ich meine geliebte großmutter verliere ich find es traurig menschen zu ferlieren und auch tiere zu verlieren aber ich bin schon über einen haufen sachen hinweggekommen und iich hoffe das ich es wieder schafe und zwar mit REIKI:cry3::cry3::cry3::cry3::cry3:
 
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Hi Stefano,

ich finde deine Worte sehr treffend ...

Mir fällt ein Gedicht dazu ein ...

~*~




Einssein

Im Augenblick, in dem ich sterbe,

will ich versuchen, zu dir

so schnell ich kann zurückzukehren.

Ich verspreche, es dauert nicht lang.

Stimmt es nicht,

dass ich bereits jetzt bei dir bin,

da ich jeden Augenblick sterbe?

Jeden Moment kehre ich zu dir zurück.

Schau nur hin

und fühle meine Anwesenheit.

Wenn du weinen möchtest,

so weine nur.

Und du sollst wissen,

ich weine mit dir.

Die Tränen, die du vergießt,

werden uns beide heilen.

Deine Tränen sind auch meine.

Die Erde, auf der ich heute morgen gehe,

transzendiert die Geschichte.

Frühling und Winter sind beide da in diesem Augenblick.

Das junge und das abgestorbene Blatt sind wirklich eins.

Meine Füße berühren Todlosigkeit,

und meine Füße gehören dir.

Geht jetzt mit mir.

Laß uns eintreten in die Dimension des Einsseins

und den Kirschenbaum im Winter blühen sehen.

Warum sollten wir über den Tod sprechen?

Ich brauche nicht zu sterben,

um wieder mit dir zusammenzusein.



(Thich Nhat Hanh)

v e r m i s s e D I C H :cry2:
 
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