DDR

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Nur weil ein Teil der Bevölkerung es sich schön gemacht hat, darf man den Teil, der es sich nicht schön gemacht hat, sondern unter Lebensgefahr geflüchtet ist und teilweise auch dabei sein Leben verlor, nicht erwähnen?

Da haben Menschen ihr Leben riskiert, Abschied für immer von ihrer Familie und ihrer Heimat genommen, nur um aus diesem Land, in dem sie eingemauert waren, raus zu kommen.

Ich finde es ungeheuerlich, dass Menschen erschossen werden weil sie einen Fuß über die Grenze ihres Landes setzen.

Die DDR war ein Unrechtsstaat. Manche machten es sich darin schön, andere hielten es darin nicht aus und riskieren ihr Leben. Es ist noch mal ein Schlag ins Gesicht der Opfer, wenn man darüber bis in alle Ewigkeit schweigen soll, nur weil dann das Gejaule losgeht.

Mich erinnert das immer an den Satz "Bei Hitler war auch nicht alles schlecht". Was hat das eine mit der Tatsache des Unrechtsstaats zu tun?

Übrigens hätte ich es mir in der DDR wahrscheinlich auch schön gemacht. Ich glaube nicht, dass ich den Mut gehabt hätte, mein Leben zu riskieren, meine Familie und Heimat zu verlassen. Aber ich hoffe, dass ich wenigstens den Mut gehabt hätte, hinter das Unrecht nicht tot zu schweigen.
Nicht den Fehler machen zu glauben, wenn man darauf hinweist, dass es eben auch noch eine andere Seite gab, dass man damit das andere relativiert

Nochmals es gab nicht nur die eine DDR
 
Ich denke keiner musste damals aus der DDR raus, die Grenzen wurden geöffnet und ich fand es toll.
Wenn sie dort geblieben wären und es langsam aufgebaut hätten dann wäre niemals Unzufriedenheit entstanden und der Wunsch, die Mauer wieder hoch zu ziehen.
Diesen Wunsch hatte ich hauptsächlich von Ossi gehört und von enttäuschten Wessi, denen vorgeworfen wurde wie gut sie es doch hatten.
 
Der Mist der hier immer wieder hochkommt, ala "...die im Osten lebten alle in einem Unrechtsstaat und wurden ständig überwacht..." etcpp. ist doch ziemlich kurz betrachtet, gerade im Kontext, dass eben genau das, was "früher" so schlimm war, heute von den Leuten freiwillig!!! (mit)gemacht wird.
Bei all den Daten die im www herumflirren...

Meint ihr wirklich, das "jetzige" System BRD wäre "gerechter"?
(rhetorische Frage)
 
Das stimmt nicht. Habe ich auch noch nie gehört.
Ich habe es von mehreren Arbeitskollegen gehört, heute sind sie alle geschieden und haben neue Partner.
Aber bestimmt wurde auch aus Liebe geheiratet oder weil ein Kind unterwegs war.
Aber es war leichter eine Wohnung oder ein Auto zu bekommen wenn man verheiratet war, so war ihre Aussage.
 
Es gab nur einen Staat DDR. Und der war ein Unrechstsstaat.

Dann gab es noch die Bürger der DDR. Und die waren so vielfältig wie in jedem Land: gut, liebevoll, gehässig, helfend, denunzierend, egoistisch, altruistisch, mordend, verbödet, intelligent, intrigant.
 
Der Mist der hier immer wieder hochkommt, ala "...die im Osten lebten alle in einem Unrechtsstaat und wurden ständig überwacht..." etcpp. ist doch ziemlich kurz betrachtet, gerade im Kontext, dass eben genau das, was "früher" so schlimm war, heute von den Leuten freiwillig!!! (mit)gemacht wird.
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Meint ihr wirklich, das "jetzige" System BRD wäre "gerechter"?
(rhetorische Frage)
Hat keiner gesagt, hier geht es um etwas anderes denke ich.
 
Der Mist der hier immer wieder hochkommt, ala "...die im Osten lebten alle in einem Unrechtsstaat und wurden ständig überwacht..." etcpp. ist doch ziemlich kurz betrachtet, gerade im Kontext, dass eben genau das, was "früher" so schlimm war, heute von den Leuten freiwillig!!! (mit)gemacht wird.
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Meint ihr wirklich, das "jetzige" System BRD wäre "gerechter"?
(rhetorische Frage)

ich denke was Randgruppen betrifft schon.
jedenfalls gibt es hier in unserer BRD kein Gästebuch im Hausflur, wo sich jeder Besucher eintragen muss, ansonsten ein Nachbar das übernahm.
immerhin hat man die Möglichkeit überall hin zu reisen,
die Möglichkeit alles zu erwerben wenn genug Geld da ist,
und ich darf im Inet überall alles nschauen, sowie den Fernsehsender sehen den ich möchte, auch wenn er ein ausländischer ist.

usw.

ich weiss aber, das manche Sachen, wie Kindergarten, Arbeit und <grundnahrung durchaus *sicher* waren.
 
Nur weil ein Teil der Bevölkerung es sich schön gemacht hat, darf man den Teil, der es sich nicht schön gemacht hat, sondern unter Lebensgefahr geflüchtet ist und teilweise auch dabei sein Leben verlor, nicht erwähnen?

Da haben Menschen ihr Leben riskiert, Abschied für immer von ihrer Familie und ihrer Heimat genommen, nur um aus diesem Land, in dem sie eingemauert waren, raus zu kommen.

Ich finde es ungeheuerlich, dass Menschen erschossen werden weil sie einen Fuß über die Grenze ihres Landes setzen.

Die DDR war ein Unrechtsstaat. Manche machten es sich darin schön, andere hielten es darin nicht aus und riskierten ihr Leben. Es ist noch mal ein Schlag ins Gesicht der Opfer, wenn man darüber bis in alle Ewigkeit schweigen soll, nur weil dann das Gejaule losgeht.

Mich erinnert das immer an den Satz "Bei Hitler war auch nicht alles schlecht". Was hat das eine mit der Tatsache des Unrechtsstaats zu tun?

Übrigens hätte ich es mir in der DDR wahrscheinlich auch schön gemacht. Ich glaube nicht, dass ich den Mut gehabt hätte, mein Leben zu riskieren, meine Familie und Heimat zu verlassen. Aber ich hoffe, dass ich wenigstens den Mut gehabt hätte, hinter das Unrecht nicht tot zu schweigen.

Klar war die DDR ein Unrechtsstaat, das wird wohl keiner ernsthaft leugnen können.
Wer da was gegen den Staat/das System sagte, dem ging es ganz schnell ganz dreckig.
Aber, wie @JimmyVoice schon schrob, den Großteil von Otto Normalverbraucher betraf das eher nicht. Die haben in politischer Hinsicht die Klappe gehalten und sich ihren Teil nur gedacht, sich einfach auf ihr Privatleben konzentriert und dann konnte man auch ganz gut leben.
Angst vor Arbeitslosigkeit, Armut und sonstige Zukunftsängste kannten die damals gar nicht.
 
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Also ich denke @Crowley hat schon alles gesagt was es dazu zu sagen gibt.
Nun wissen alle wie es wirklich ist und wir sollten die Vergangenheit ruhen lassen.
Jeder kann ja jetzt sein Leben gestalten wie er will und wohnen wo und wie er will, ohne Vorwürfe.
 
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