Noch ein paar allgemeine Gedanken von mir dazu:
Meine These lautet, dass zu Beginn des Lebens die Eltern das Ruder des Horoskops in der Hand haben. Für mich repräsentiert Saturn den Vater und der Mond die Mutter. Ich weiß, dass einige die Sonne als Vater erachten, konnte mir da aber bisher keinen empirischen Reim drauf machen.
Jedenfalls zurück zum "Ruder". Zu Beginn unseres Lebens sind wir Erleidende. Insbesondere spannungsreiche Aspekte zeigen sich zumeist in ihren negativen Ausprägungen. Im Verlaufe unseres Lebens - mit Abnabelung vom Elternhaus - steigt die Chance an, selbst das Ruder zu übernehmen und auch spannungsreiche Aspekte in ihrer positiven Ausprägung zu entwickeln sowie die Anlagen im Horoskop bestmöglich zum Vorschein zu bringen und auszudrücken.
Das entscheidende Augenmerk liegt hier auf der Abnabelung vom Elternhaus. Ist das geschehen? Falls nicht, was kann dafür getan werden?
In meiner eigenen Radix habe ich mir ausgiebig die saturnischen Einflüsse angesehen und verstand so auch die Beziehung zu meinem Vater besser bzw. seinen prägenden Einfluss auf mich. Selbiges habe ich mit dem Mond getan - und auch mit der Beziehung zwischen Mond und Saturn. Die Häuser 4 und 10 (für andere 5) sind ebenfalls relevant.
Mit Abnabelung vom Elternhaus ist nicht nur das bloße Ausziehen und materiell auf eigenen Beinen stehen gemeint. Wichtig ist ebenfalls und vor allem sich zu vergegenwärtigen, wie die elterlichen planetaren Energien gelebt werden. Ist das nach wie vor spannungsreich, ist anzunehmen, dass der HE das Ruder noch nicht, oder nur wenig selbst in die Hand genommen hat.
Die Sammlung von ähnlichen Aspekten und Verknüpfungen ist sicher gewinnbringend und interessant. Je größer der Datensatz, desto größer wird das Bild. Dann wäre es erst recht interessant herauszufinden, wie das jeweilige Horoskop aktuell und bislang ausgedrückt wird und wurde.
Denn es gibt ja auch Menschen, die sich bspw. mit Mond Pluto arrangiert haben oder mit Venus Saturn und einen förderlichen, konstruktiven Kanal gefunden haben, und welche bei denen das (noch) nicht der Fall war und ist.