Das Schuldheimholungswerk in der Astrologie

Die Schuldheimholung
Ich schreibe jetzt aus der Sicht der Spirituellen Astrologie. Und es geht um das Thema Schuldheimholung, d.h. sich der eigenen Schuld oder den eigenen Schulden zu stellen und sie anzunehmen.

Der Sinn des Lebens ist ja, wieder heimzukehren ins Gelobte Land, in den Himmel. Jesus Christus hat uns den Weg der Erlösung gezeigt, nämlich unsere Schuld anzuerkennen, zu bereuen und ihn als das innere Licht anzunehmen. Die Schuld aber trägt jeder bei sich, im eigenen Rucksack als das Lebensthema. Und wo zeigt sich dieses Lebensthema astrologisch, am Aszendenten.

Aber die Schuld liegt nicht am Aszendenten, sondern dort, wo der Planet steht, der die Energie des Aszendentenzeichens trägt, da ist die Schuld verborgen. Wer also einen Krebs-Aszendenten hat, bei dem trägt der Mond die Schuld, die es als Lebensaufgabe zu erlösen gilt. Der Mond steht als Aszendentenherrscher z.B. in Löwe im 2.Haus

1.Beispiel
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Die Schuld des Mondes ist die Faulheit und Trägheit. Doch im Zeichen Löwe wird diese Schuld zur Hybris der Selbstüberschätzung. Steht der Mond noch dazu im 2. Haus, so ist man der König/die Königin, die sich bedienen lässt und der Meinung ist, er/sie sei so wertvoll, dass jeder ihr/ihm huldigen und zweithäuslerisch bitte Geschenke mit sich tragen muss, am besten Geld. Ist der Mond zudem in Zeichen und Haus stark gestellt, so gibt es keine Widerrede, Geschenke müssen her und der Hofstaat muss spuren.


Die Erlösung der Schuld

Die Erlösung der Schuld ist aus der Sicht der Spirituellen Astrologie nicht die Strafe, bzw. ist nur die Strafe, wenn die Schuld nicht heimgeholt wird, wenn gestorben wird ohne zu bereuen.
Die Erlösung der Schuld ist der Schuldenausgleich, astrologisch die Polarität. Wenn gesagt wurde, die Schuld ist im Lebensthema am Aszendenten verborgen, so findet der Schuldenausgleich in der Polarität am Deszendenten statt. Aber dort steht Jesus Christus mit seiner Liebe in der Gestalt des Mitmenschen und weist auf den, der deine Liebe erwartet und braucht, er weist auf den Planeten, der die Dynamik des Deszendentenzeichens trägt. Und das ist in diesem Beispiel Saturn, der Protagonist des Deszendentenzeichens Steinbock, der stark gestellt im Skorpion an der Spitze des 5.Hauses steht.
Wie geht es dem Saturn dort? Es geht ihm sehr schlecht, er hat im Zeichen Skorpion zunächst eine saturnisch-skorpionische depressive Verzweiflung, in der nicht wenige Menschen sich aus lauter Verzweiflung das Leben nehmen. Aber das wäre ein unnötiger Kurzschluss, denn es handelt sich in Wirklichkeit um eine notwendige heilsame Depression. In dieser Depression muss etwas gelernt werden und das ist das Gegenteil von der Hybris der Selbstüberschätzung, nämlich die Demut, die unerlässlich ist, um die Gnade der Erlösung zu erlangen. Denn Demut und Gnade sind die beiden Teile des Gebetes im Hexagramm der Erlösung. Wird diese Gnade durch Demut erreicht, so sind fünfthäuslerische Spiele und Spass der Lohn


2.Beispiel: Aszendent Skorpion
Es geht wieder um das Thema Schuldheimholung, d.h. sich der eigenen Schuld oder den eigenen Schulden zu stellen und sie anzunehmen.

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Auch in diesem Beispiel finden wir die Schuld bzw. das Lebensthema Schuld am Aszendenten, und das ist hier der Skorpion. Der Aszendentenherrscher ist hier Pluto in der Jungfrau in 11.Haus, dieser trägt die Schuld, das Lebensthema.

Die Sünde des Pluto ist (s.#8) die Unterdrückung und der Fanatismus. Pluto steht aber in Konjunktion mit Merkur-Abendstern, dem Schutzpatron der Wanderer, Händler, Hirten und Viehdiebe in der Jungfrau im 11.Haus der Freiheit, der Ideale und der Freunde. Welcher Sünde kann Pluto in diesem kosmisch-irdischen Klima im Zusammenhang mit seinen Freunden verfallen sein? - - - Es ist der Fanatismus einer peinlichst gesunden und reinen Lebensweise mit reinsten Substanzen und Drogen und die Erwartung, dass alle Freunde dies ebenfalls so teilen müssen.

Die Erlösung der Schuld
Die Erlösung der Schuld ist aus der Sicht der Spirituellen Astrologie nicht die Strafe, sondern die Erlösung der Schuld liegt in der Polarität des Deszendentenzeichens verborgen. In diesem Beispiel ist das Zeichen Stier am Deszendenten und sein Protagonist ist Venus-Abendstern im Zeichen Jungfrau in Konjunktion mit Uranus im 11.Haus.
Wie geht es dieser Venus-Abendstern, der guten Wirtin und Liebhaberin, in Konjunktion mit Uranus ist sie darauf bedacht, immer wieder zu neuen Ufern aufzubrechen, wie geht es ihr im Zeichen Jungfrau. Es ist eine idealistisch-gute, freude- und friedvolle Zusammenarbeit mit allen Freunden, zusammen arbeiten, wandern, spielen, Freude und Spass und zusammen essen und sprechen und fröhlich sein - und sich immer wieder neuen Wind um die Ohren wehen lassen, reisen, andere Länder, Orte, neues Leben suchen und besuchen. Wird dieses Ziel ereicht, so löst sich jeder Fanatismus in Wohlgefallen auf.


Alles Liebe
Hans Joachim
 
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Die 10 Sünden der Planeten
Die Sünde der Sonne ist der Egoismus und der Grössenwahn
Die Sünde des Mondes ist die Faulheit und die Gefühllosigkeit
Die Sünde von Merkur ist Lüge, Neid und Zwietracht
Die Sünde von Venus ist Triebhaftigkeit und Faulheit
Die Sünde von Mars ist die Wut und die Macht
Die Sünde von Jupiter ist die Unmässigeit und die Völlerei
Die Sünde von Saturn ist der Geiz und die Unbarmherzigkeit
Die Sünde des Uranus ist Abbruch, Umsturz und Revolution
Die Sünde des Neptun ist die Täuschung und das Suchtverhalten
Die Sünde des Pluto ist die Unterdrückung und der Fanatismus

.. könnten auch gut über die Rückläufigkeit angezeigt sein, finde ich.
Wenn man sie nicht mehr selbst betreibt, dann begegnen sie einem im Außen.. :D

Interessante Themen hast du immer.

LG Marunia
 
Ich bin grade zufällig auf das Buch von Peter Orban "Astrologie als Therapie" gestoßen. Darin stellt der Autor die Behauptung auf, daß jeder von uns Schuld IST, und daß welche Art von Schuld wir sind, sich am Aszendenten ablesen läßt. Also analog zu #11. Und dort gibt es viele Geschichten und geistige Bilder, um die Zusammenhänge zu verstehen.

Ich finde den Gedanken meines Daseins als Schuld ja höchst gewöhnungbedürftig, weil von christlicher Kirche, Erziehung und gesellschaftlichen Werten die Unschuld als oberstes Ziel und erstrebenswerter Zustand suggeriert wird. Doch Orban schreibt, jeder Versuch, unschuldig sein oder werden zu wollen durch bestimmte Handlungen, führt zu Verdrängung, Abspaltung und neuer Schuld. "Erkenne dich selbst" solle demnach "Erkenne dich als Schuld" bedeuten, weil man Schuld nicht verändern, sondern nur annehmen kann.
Im ersten Schritt geht es also darum, die eigene (Art von) Schuld zu erkennen, sie anzunehmen und sich damit zu konfrontieren/auseinanderzusetzen. Dies führt meinem Empfinden nach zu einer großen Entspannung und Entlastung vom sich endlos Abstrampeln, um unschuldig und "gut" zu sein. Damit hört dann eine unheimliche Zeit- und Energieverschwendung auf.
 
Ich bin grade zufällig auf das Buch von Peter Orban "Astrologie als Therapie" gestoßen. Darin stellt der Autor die Behauptung auf, daß jeder von uns Schuld IST, und daß welche Art von Schuld wir sind, sich am Aszendenten ablesen läßt. Also analog zu #11. Und dort gibt es viele Geschichten und geistige Bilder, um die Zusammenhänge zu verstehen.

Ich habe dieses Buch von Peter Orban sehr intensiv gelesen, war aber anfänglich, genau wie du, nicht damit einverstanden, mein Leben als eine Schuld zu verstehen. Erst als ich begriffen hatte, dass wir Menchen ja inkarnierte Engel sind, die sich angemasst haben, selbst in der Schöpfung Gottes auf der Erde leben zu wollen, da hat es Klick gemacht. Und noch heute trage ich den Hinauswurf aus dem Paradies in mir und den Wunsch, wieder heimzukehren ins Licht
 
Fressen und gefressen werden, das ist das Prinzip der materiellen Welt. In der Tierwelt frisst ein Tier das andere, Ein Einzeller den anderen, eine Bakterie die andere. Da macht man sich vermutlich über Schuld gar keine Gedanken.

Bei den Menschen ist es eigentlich auch nicht anders. Wir müssen bereits schuldig geboren sein. Denn der Säugling kann doch gar nichts machen. Dennoch kriegt er immer wieder auf den Deckel bis ihm der Kragen platzt und er beschliesst zurückzuschlagen. Raushalten kann man sich nicht wirklich, denn dann wird man automatisch zum Verlierer.

Deswegen empfiehlt uns Krishna in der Gita wir sollen kämpfen. Jedoch für ihn, vereinfacht ausgedrückt. Denn wir müssen unsere gesellschaftliche Rolle spielen. Dass man sich durch Astrologie entschulden kann glaube ich nicht. Das Rad der Wiedergeburten anhalten kann nur Gott, indem er uns in die spirituelle Welt holen lässt.
 
Ich bin grade zufällig auf das Buch von Peter Orban "Astrologie als Therapie" gestoßen. Darin stellt der Autor die Behauptung auf, daß jeder von uns Schuld IST, und daß welche Art von Schuld wir sind, sich am Aszendenten ablesen läßt. Also analog zu #11. Und dort gibt es viele Geschichten und geistige Bilder, um die Zusammenhänge zu verstehen.

Ich finde den Gedanken meines Daseins als Schuld ja höchst gewöhnungbedürftig, weil von christlicher Kirche, Erziehung und gesellschaftlichen Werten die Unschuld als oberstes Ziel und erstrebenswerter Zustand suggeriert wird. Doch Orban schreibt, jeder Versuch, unschuldig sein oder werden zu wollen durch bestimmte Handlungen, führt zu Verdrängung, Abspaltung und neuer Schuld. "Erkenne dich selbst" solle demnach "Erkenne dich als Schuld" bedeuten, weil man Schuld nicht verändern, sondern nur annehmen kann.
Im ersten Schritt geht es also darum, die eigene (Art von) Schuld zu erkennen, sie anzunehmen und sich damit zu konfrontieren/auseinanderzusetzen. Dies führt meinem Empfinden nach zu einer großen Entspannung und Entlastung vom sich endlos Abstrampeln, um unschuldig und "gut" zu sein. Damit hört dann eine unheimliche Zeit- und Energieverschwendung auf.


Das habe ich auch gelesen und ich halte es für pure Projektion.
Erstens fühlt sich nun wirklich nicht jeder Mensch schuldig und zweitens kann man garnicht Schuld SEIN, denn Schuld ist ein geistiges Konzept und kein Lebewesen.
 
Das habe ich auch gelesen und ich halte es für pure Projektion.
Erstens fühlt sich nun wirklich nicht jeder Mensch schuldig und zweitens kann man garnicht Schuld SEIN, denn Schuld ist ein geistiges Konzept und kein Lebewesen.
Projektion ist ein Teilbegriff der Übertragung eigener paranoider Persönlichkeitsspaltung auf andere Menschen. Doch hier geht es nicht um die Projektion eigener Schuldkomplexe auf andere Menschen, sondern um, wie hier richtig gesagt worden ist, um ein geistiges Konzept und nicht um eine Seinsweise. Es ist nicht die Frage, Wer trägt die Schuld, sondern Was hat die Schuld verursacht.

Was bringt also geistige Wesen, wie wir Menschen in unserem Inneren ja zweifesfrei sind, dazu, sich in der göttlichen Schöpfung auf Erden zu inkarnieren? Es ist die Lust, all die schönen Dinge tun zu können, die man nur in einem irdischen Körper tun kann. Im übertragenen Sinne ist es der Apfel am Baum des Lebens, der von uns Geistwesen mit der Inkarnation gegessen wurde.

Dass hiermit ein Schuldsystem kreiert wurde, ist nur die halbe Wahrheit. Indessen geht es um zwei Ebenen, es geht um die irdische und die geistige Welt. Die Geburt von Jesus am 11.6.7 v. Chr. wie auch Salomon mit dem Salomonsiegel, beides weist auf diese beiden Welten hin.
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Im Salomonsiegel der Geburt von Jesus richtet sich das irdische Trigon nach oben gen Himmel. Das geistige Trigon richtet sich nach unten zum Menschen. Das indische Herzchakra enthält ebenfalls diese beiden Trigone. Im Gebet richtet sich das Trigon der Demut gen Himmel und das Trigon der Gnade senkt sich zum betenden Menschen herab
Alles Liebe
Hans Joachim
 
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Habe mit grossem Interesse den Faden verfolgt. Wenn ich bei mir nach Schuld suche, so finde ich mich beim ersten Versuch recht unschuldig, denn ich bin weder habgierig noch neidisch, ich habe niemanden bestohlen, niemanden des eigenen Vorteils wegen belogen oder betrogen, kein falsches Zeugnis geredet, bin von Natur aus mitfühlend, grosszügig und tolerant...wobei ich es bei der Toleranz vielleicht zu weit treibe, denn dadurch unterstützte ich womöglich die Untugenden einiger meiner Mitmenschen - das könnte ich als Schuld verstehen, obwohl die Lehre Jesu ja dahin treibt die andere Backe hinzuhalten...

Was ich bei tieferer Betrachtung dann allerdings als grundlegende Schuld bei mir (und anderen Menschen) sehe, ist das hier schon von Pfeil angesprochene Lebensprinzip des 'Fressens und Gefressenwerdens'. Wenn ich mir vor Augen fûhre, dass es hier auf der Erde um das gegenseitige Verschlingen geht, so schäme ich mich zutiefst.
Das hat ja mit Nächstenliebe nun nichts zu tun und Nächstenliebe beziehe ich auch auf Tieren und Pflanzen.
So wurde ich zur Vegetarierin. Doch auch die Pflanzen wollen leben. Vielleicht komme ich doch noch soweit mich nur noch von den Geschenken der Natur zu ernähren, der Überfüle von Früchten, die vom Baum fallen, den Samen der einjährigen Getreide und Hülsenfrûchte, den Kartoffelknollen, den Nüssen und eben all dem, was die Natur uns schenkt, ohne geopfert zu werden.
 
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