Das Schuldheimholungswerk in der Astrologie

Zum Beitrag 19 von ELi: Wann soll der Mensch im Paradies denn vom Baum des Lebens gegessen haben? Abgesehen davon, dass ihm das nicht verboten worden war. Er hat vom Baum der Erkenntnis des Unterschiedes zwischen Gut und böse gegessen laut bibl. Überlieferung. Dadurch stürzte er in die Dualität, die ihm vorher nicht bewusst war.
Unter dem Lebensbaum und seiner Frucht verstehe ich nicht die Versuchung nach irdischer Begierde, sondern das ewige Leben in Geist und Seele. Davon hat er ja nun gerade nicht gegessen und so muss er sterben.
 
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Der Garten Eden - das Paradies - ich denke es war in Mesopotamien und Euphrat und Tigris waren die Flüsse von denen dort die Rede ist. Der Schöpfergott schuf den Menschen ja aus Lehm...

ELi, wie soll ich das verstehen, bzw. wie verstehst du das? Ist die Bibel mit ihrer Schöpfungsgeschichte vielleicht nur der menschlichen Phantasie entsprungen?
 
Eli - du kennst ja mein Geburtsfenster. Mich würde deine Deutung in Bezug auf meine Schuld interessieren.
 
Projektion ist ein Teilbegriff der Übertragung eigener paranoider Persönlichkeitsspaltung auf andere Menschen. Doch hier geht es nicht um die Projektion eigener Schuldkomplexe auf andere Menschen, sondern um, wie hier richtig gesagt worden ist, um ein geistiges Konzept und nicht um eine Seinsweise. Es ist nicht die Frage, Wer trägt die Schuld, sondern Was hat die Schuld verursacht.


Da müsste erstmal geklärt werden, ob es Schuld überhaupt wirklich gibt oder ob sie nicht ein menschliches Konstrukt ist, das gewisse Machtstrukturen ermöglicht.
 
Habe mit grossem Interesse den Faden verfolgt. Wenn ich bei mir nach Schuld suche, so finde ich mich beim ersten Versuch recht unschuldig, denn ich bin weder habgierig noch neidisch, ich habe niemanden bestohlen, niemanden des eigenen Vorteils wegen belogen oder betrogen, kein falsches Zeugnis geredet, bin von Natur aus mitfühlend, grosszügig und tolerant...wobei ich es bei der Toleranz vielleicht zu weit treibe, denn dadurch unterstützte ich womöglich die Untugenden einiger meiner Mitmenschen - das könnte ich als Schuld verstehen, obwohl die Lehre Jesu ja dahin treibt die andere Backe hinzuhalten...

Was ich bei tieferer Betrachtung dann allerdings als grundlegende Schuld bei mir (und anderen Menschen) sehe, ist das hier schon von Pfeil angesprochene Lebensprinzip des 'Fressens und Gefressenwerdens'. Wenn ich mir vor Augen fûhre, dass es hier auf der Erde um das gegenseitige Verschlingen geht, so schäme ich mich zutiefst.
Das hat ja mit Nächstenliebe nun nichts zu tun und Nächstenliebe beziehe ich auch auf Tieren und Pflanzen.
So wurde ich zur Vegetarierin. Doch auch die Pflanzen wollen leben. Vielleicht komme ich doch noch soweit mich nur noch von den Geschenken der Natur zu ernähren, der Überfüle von Früchten, die vom Baum fallen, den Samen der einjährigen Getreide und Hülsenfrûchte, den Kartoffelknollen, den Nüssen und eben all dem, was die Natur uns schenkt, ohne geopfert zu werden.


Hast du dich selbst erschaffen?
Haben Tiere sich selbst erschaffen oder du sie?
Falls nicht, trifft dich auch keine Schuld.
Letzten Endes ist es ein sinnvolles Konzept, das Veränderung und Evolution ermöglicht, denn die Erde ist nunmal nicht unendlich groß.
Zudem stirbt immer nur der physische Körper.
 
Da müsste erstmal geklärt werden, ob es Schuld überhaupt wirklich gibt oder ob sie nicht ein menschliches Konstrukt ist, das gewisse Machtstrukturen ermöglicht.

dieser Gedanke relativiert Verantwortung, relativiert im Grunde genommen unser Dasein, es ist im Grunde genommen ein anarchistischer Gedanke.

Schuld tragen wir, wenn wir wohlwissend um Wirkung unserer Handlung bewußt Schaden zufügen...
Daraus kann - nicht zwingend muß - höchst positive fruchtbare Entwicklung entstehen, mit ethischem, spirituellem Hintergrund, mit Ergebnissen, die die Schuld begleichen, oder wenn es nur heißt, die Verantwortung für die Schuld zu übernehmen...
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Ich halte diese christlich determinierte Astrologie gar nicht aus.... "Schuld", "Bestrafung", "Hölle"....
 
Ich sehe es als Lernprozess. Jede Seele hat etwas zu lernen, so lange bis es eben "verstanden" wird... Emotionen der "Weltenseele" müssen geläutert, gereinigt, transformiert werden. Aber das ist nicht so mit "christlicher Verdammis" behaftet. Einfach eine Vorbereitung und eine Notwendigkeit. Du musst auch zuerst die Volksschule besuchen, bevor Du in eine "höhere" Klasse gehst, ohne "schlecht und schuldig" zu sein... Der Begriff "Schuld" ist dermaßen christlich belegt und schafft dadurch schon viel Leid und "Schuld" wenn wir uns das historisch ansehen.... Es geht darum zu heilen, was verletzt ist... Ich hoffe verständlich.... Auszüge meiner Sichtweise... ;)
 
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dieser Gedanke relativiert Verantwortung, relativiert im Grunde genommen unser Dasein, es ist im Grunde genommen ein anarchistischer Gedanke.

Schuld tragen wir, wenn wir wohlwissend um Wirkung unserer Handlung bewußt Schaden zufügen...
Daraus kann - nicht zwingend muß - höchst positive fruchtbare Entwicklung entstehen, mit ethischem, spirituellem Hintergrund, mit Ergebnissen, die die Schuld begleichen, oder wenn es nur heißt, die Verantwortung für die Schuld zu übernehmen...

Ich halte nichts davon, Schuld zu tragen.
Wiedergutmachung fände ich besser, wenn man jemand Anderem geschadet hat.
Verantwortung trägt man für seine Taten, Schuld braucht man dafür nicht.
 
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