Renate Ritter
Sehr aktives Mitglied
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- 7. Januar 2018
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Gemobbt werden, was das heißt, das will ich hier mal am Beispiel eines erwachsenen Mannes darstellen, der jahrelang Mobbingopfer war in seinem beruflichen Umfeld, der also verhöhnt, verspottet, beleidigt, runter gemacht wurde, und das andauernd.
Verständlich ist, dass ein solcher Mensch die schwerwiegendsten gesundheitlichen Symptome entwickelt, dass er oft und lange krank ist, bis er schließlich Operationen ausgesetzt ist usw. usw.
In seinem privaten Umfeld aber hat das Mobbingopfer meist einen nahestehenden Menschen, meist die Ehefrau, die er emotional ausquetscht wie eine Zitrone. Er verlangt und braucht es für sich, dass die Ehefrau ihn total auffängt, sich ihm zuwendet, immerzu „für ihn da ist“, wie das heißt.
Und das als Einbahnstraße, heißt, die Frau bekommt nichts zurück. Im Gegenteil, sie gibt ihm letztlich zu wenig Liebe und Fürsorge, sagt er.
Das geht solange, bis die Frau die totale Umklammerung nicht mehr ertragen kann, bis sie sich leer und ausgelaugt fühlt. Dann kommt die Scheidung, an der nicht nur der Mann sondern auch die Frau moralisch zugrunde gehen kann, denn eigentlich liebt sie ja ihren Mann.
Irgendwann aber ist die Mobbing-Situation beendet, weil der Mann entweder den Arbeitsplatz wechselt, oder weil er aus gesundheitlichen Gründen in Frührente geht.
Was nun? Man würde ja meinen, jetzt geht es bergauf mit dem Mann, jetzt findet er zur Selbstachtung zurück.
Nein.
Mobbing - so belastend und zerstörerisch so was ist, es ist ja verbunden mit totaler Aufmerksamkeit, die das Mobbingopfer permanent erhält. Er musste nur erscheinen, schon stand er im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit. Alle Augen ruhten auf ihm, was er auch tat oder sagte, es wurde gehört, aufgenommen und dann allerdings mit einem hämischen Kommentar bedacht.
Aber er wurde gehört, er wurde gesehen, er stand im Mittelpunkt. Und das fällt nun weg. Jetzt interessiert sich niemand mehr für ihn, jetzt steht er allein da mit seinem bis auf Null gebrachten Selbstwertgefühl. Und eben dieses Selbstwertgefühl, das lässt ihn nicht ruhen.
Was er jetzt erreichen will, das ist nicht etwa ein „normaler“ Mensch zu werden wie alle anderen auch. Das nicht, denn die Normalen stehen nicht im Mittelpunkt.
Er sucht nach Möglichkeiten sich aufzuwerten, und zwar über alle Maßen aufzuwerten. Er will ein ganz Großer sein, ein Held sein, bewundert werden, sich eventuell einen Heiligenschein aufsetzen. Alles der großen Aufmerksamkeit wegen, die so was ja mit sich bringt. In seinem privaten Umfeld ist er bald durch mit diesem Ansinnen, heißt, er erreicht es nicht, die bestaunte Ausnahmepersönlichkeit zu werden.
Bleiben so Internetforen wie dieses hier zum Beispiel.................
Verständlich ist, dass ein solcher Mensch die schwerwiegendsten gesundheitlichen Symptome entwickelt, dass er oft und lange krank ist, bis er schließlich Operationen ausgesetzt ist usw. usw.
In seinem privaten Umfeld aber hat das Mobbingopfer meist einen nahestehenden Menschen, meist die Ehefrau, die er emotional ausquetscht wie eine Zitrone. Er verlangt und braucht es für sich, dass die Ehefrau ihn total auffängt, sich ihm zuwendet, immerzu „für ihn da ist“, wie das heißt.
Und das als Einbahnstraße, heißt, die Frau bekommt nichts zurück. Im Gegenteil, sie gibt ihm letztlich zu wenig Liebe und Fürsorge, sagt er.
Das geht solange, bis die Frau die totale Umklammerung nicht mehr ertragen kann, bis sie sich leer und ausgelaugt fühlt. Dann kommt die Scheidung, an der nicht nur der Mann sondern auch die Frau moralisch zugrunde gehen kann, denn eigentlich liebt sie ja ihren Mann.
Irgendwann aber ist die Mobbing-Situation beendet, weil der Mann entweder den Arbeitsplatz wechselt, oder weil er aus gesundheitlichen Gründen in Frührente geht.
Was nun? Man würde ja meinen, jetzt geht es bergauf mit dem Mann, jetzt findet er zur Selbstachtung zurück.
Nein.
Mobbing - so belastend und zerstörerisch so was ist, es ist ja verbunden mit totaler Aufmerksamkeit, die das Mobbingopfer permanent erhält. Er musste nur erscheinen, schon stand er im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit. Alle Augen ruhten auf ihm, was er auch tat oder sagte, es wurde gehört, aufgenommen und dann allerdings mit einem hämischen Kommentar bedacht.
Aber er wurde gehört, er wurde gesehen, er stand im Mittelpunkt. Und das fällt nun weg. Jetzt interessiert sich niemand mehr für ihn, jetzt steht er allein da mit seinem bis auf Null gebrachten Selbstwertgefühl. Und eben dieses Selbstwertgefühl, das lässt ihn nicht ruhen.
Was er jetzt erreichen will, das ist nicht etwa ein „normaler“ Mensch zu werden wie alle anderen auch. Das nicht, denn die Normalen stehen nicht im Mittelpunkt.
Er sucht nach Möglichkeiten sich aufzuwerten, und zwar über alle Maßen aufzuwerten. Er will ein ganz Großer sein, ein Held sein, bewundert werden, sich eventuell einen Heiligenschein aufsetzen. Alles der großen Aufmerksamkeit wegen, die so was ja mit sich bringt. In seinem privaten Umfeld ist er bald durch mit diesem Ansinnen, heißt, er erreicht es nicht, die bestaunte Ausnahmepersönlichkeit zu werden.
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