In Ruhe über etwas nachdenken ist immer gut. Dir ist noch was eingefallen- mir nicht so wirklich. Ich hatte schon alles gesagt, was ich dir zu sagen hatte- aber gut, ich wiederhole es noch mal an einem Beispiel.
Welch eine Arroganz klingt aus Deinen Sätzen. Wenn Du nicht möchtes, daß ich antworte, hättest Du mich nicht ansprechen sollen...
Ja, das ist so- der Mensch hängt am Vertrauten, auch wenn es ein vertrautes Elend ist. Veränderung bedeutet Ungewissheit- es könnte ja noch schlimmer kommen, als es bereits ist.
Schön, das Du es verstanden hast, was ich geschrieben habe
Hier liegt der Fehler, bluebody- man kann diesen Teil der Persönlichkeit weder abstellen noch lähmen, er ist, wie er ist, er fürchtet sich vor Neuem. Das Einzige, was man tun kann, ist, die Angst anzuschauen.
...und da liegt Dein (!) Fehler, bzw. eher Deine Unwissenheit. Die Angst noch mal zu bestätigen, wäre wirklich unklug - aber ich weiß, daß es eine allgemeine Handhabung , ja eigentlich eine sogar eine Gewohnheit ist. Wie willst Du Angst anschauen, wenn Dir dabei die Beine schlottern???
Man kann sehr wohl diesen Teil des Gehirn lähmen - mit relativ leichten Übungen - man kann - Ich (!) kanns - noch nicht perfekt, aber es wird immer besser
Nein, eben nicht. Das Fokussieren auf einen neuen Traum ist genau das, was verhindert, dass die Angst angeschaut und damit aufgelöst wird.
Ja, ich weiß nur zu gut, daß wir unser Drama lieben und gerne auskosten, anstatt es abzustellen...
Beispiel:
Du bist arm, hast kein Geld und kannst die Miete nicht bezahlen. Du hast Angst, deinen Vermieter um Zahlungsaufschub zu bitten, du fürchtest, er wird dir die Bude kündigen. Wenn du nun statt deine Angst anzuschauen dir vorstellst, wie es wäre, wenn die Miete bereits bezahlt sei, ändert sich gar nichts. Mal ganz davon abgesehen, dass es dir in einer solchen Situation schwerfallen wird, dir sowas überhaupt vorzustellen. Was wirkt, ist das Anschauen der Tatsachen, wie sie sind. Du bist pleite. Hätte, wäre, könnte hilft nicht. Jetzt kommt der schwierige Teil: warum bist du pleite? Nein, ich meine nicht, wie es dazu gekommen ist, ich meine, welchen Vorteil bringt es dir, pleite zu sein? Unbewussterweise glaubst du, dass es dir einen Vorteil bringt, pleite zu sein- sonst wärst du es nicht. Das Pleitesein ist nämlich das, was du wirklich willst- das gilt es, dir bewusst zu machen. Wenn du den Grund siehst, warum du pleite sein wolltest- und es deshalb geworden bist- dann lachst du dich nicht nur kaputt über dich selbst, du wirst es schlagartig nicht mehr sein wollen und deshalb entsprechend handeln.
Ich rede nicht davon, daß man mit geschlossenen Augen durch die Welt maschiert. Wenn sich jemand in der Hauptverkehrszeit auf die Autobahn stellt und glaubt, er ist beschützt, weil er sich vorstellt, die Autos fahren alle um ihn herum, dann hat das nichts mit meistern zu tun - es ist dämlich und sollte bestraft werden 
Gut, das ist eine ziemlich umfassende Lehre - das führt hier wirklich zu weit, besonders, weil Du ja sowieso nicht genau wußtest, ob Du mit mir reden wolltest.
Ja, wie gerade beschrieben- die Änderung erfolgt automatisch mit dem Sehen des Grundes.
Um beim Beispiel zu bleiben: mit Sicherheit geht jemandem, der vor der Pleite steht, durch den Kopf, dass er sparen müsste oder zumindest anders mit Geld umgehen- er kann es nicht. Weil es, wie du schon sagst, Veränderung seiner Lebensweise bedeutet. In Wirklichkeit ist er ja gerne pleite, wegen des unbewussten Vorteils, den er sich verspricht.
Wenn derjenige den Grund sieht, warum er gerne pleite ist- das bedeutet Evolution. Denn dann will er es nicht mehr sein und beginnt, sich zu entwickeln hin zu bewussterem Umgang mit Geld. Setze statt Geld jeden x-beliebigen Begriff ein, wenn du kein Problem damit hast- Geld ist ja nur ein Beispiel.
Ja, da hakt es, die meisten wollen nicht sehen.....