Das halte ich für völlig normal, solange die belege vorhanden sind. Du verteidigst deine "Belege" ja auch.
Welche Belege gab es denn die Laborhypothese bzw. die Hypothese eines nicht natürlichen Ursprungs zu verurteilen? Bis heute ist die doch nicht widerlegt!
Wenn du erforscht und dann präsentierst: Das habe ich gemessen, das haben alle anderen genauso gemessen, es gibt Leute die Behaupten das Gegenteil aber es fehlen Indizien, es fehlen Ergebnisse und es scheinen erstmal nur Behauptungen zu sein.... sagst du dann: Hier die Ergebnisse, vielleicht stimmen sie aber auch nicht und die Behauptungen der anderen sind richtig. Eher sagst du dann doch, das haben wir gemessen, darum gehen wir davon aus.
Dieser offene Brief ist doch kein wissenschaftliches Paper. Darin wird eine Hypothese, die nach wie vor nicht bewiesen aber auch nicht widerlegt wurde, von der Drosten selbst sagt sie sei nicht ausgeschlossen, als Verschwörungstheorie verurteilt.
Dieser Brief wurde von jemandem auf den Weg gebracht der später wegen Interessenskonflikten von einer weiteren WHO-Untersuchung ausgeschlossen wurde, weil seine Connections zu dem Wuhan Labor öffentlich wurden.
Das ist genau die Hypothese von der die Biden-Untersuchungskommission später sagte, dass sie genau so plausibel ist wie die des natürlichen Ursprungs.
Das ist was andere Wissenschaftler später kritisierten, die sich für eine offene und undogmatische Debatte aussprachen und einen "silencing effect" beklagten.
Ehrlich, ich weiß nicht wie man sowas verteidigen kann und wie man dann noch übersehen kann, dass Drosten sich selbst widerspricht wenn er behauptet, er habe dieser These immer offen gegenübergestanden.
Es geht da nicht mit Samthandschuhen zu. Willst du widerlegen präsentiere Ergebnisse nicht Behauptungen.
Hast du Belege werden sie auch nicht mehr ignoriert wie man sehen kann.
Ich bin kein Wissenschaftler. Welche Belege hatten die Unterzeichner des offenen Briefes denn um diese Hypothese als Verschwörungstheorie zu bezeichnen und "scharf zu verurteilen"? Die hatten keine!
Da würde ich einzig das Regime für verurteilen, nicht aber die Wissenschaftler, weder die einen noch die anderen. Ich hoffe deine Antwort darauf ist jetzt nicht, "wer mit China kooperiert unterstützt die Menschenrechtsverletzungen in China. Drosten unterstützt ergo die Menschrechtsverletzungen."
Du verstehst nicht worum es mir hier geht. Zu dem Zeitpunkt haben sich sowohl US-Wissenschaftler wie auch chinesische Wissenschaftler ernsthaft mit der Frage beschäftigt ob das Virus durch einen Labor-Unfall freigesetzt worden sein könnte.
Drosten hat das auch selbst bestätigt und auch bestätigt, dass die Laborhypothese nicht ausgeschlossen werden konnte (weder ja noch nein) und bis heute nicht ausgeschlossen ist.
Aber dann erscheint dieser offene Brief der genau diese Hypothese verurteilt. Sie wollten damit Solidarität mit den chinesischen Wissenschaftlern in Wuhan bekunden. Das Problem dabei ist aber doch: Auch wenn man diese Wissenschaftler schätzt, kann man denen doch nicht einfach blind vertrauen - weil die einem diktatorischen Regime unterstehen und man davon ausgehen muss, dass sie nicht die Wahrheit sagen dürfen.
Und nein, ich würde nie sagen Drosten würde das Regime unterstützen. Aber er hat sich instrumentalisieren lassen, denn er wusste ja anscheinend auch nicht von dem Interessenkonflikt von Peter Daszak. Es war mindestens naiv diesen Brief zu unterzeichnen und es ist dumm jetzt zu behaupten, er habe der Hypothese immer offen gegenüber gestanden.
Hier, noch mal über den Initiator des Briefes:
Peter Daszak hatte über sein Institut EcoHealth Alliance Millionen Dollar Förderungen von National Institute of Allergy and Infectious Diseases (Teil des US-Gesundheitsministeriums) im Zeitraum 2014–2019 bewilligt bekommen, um („Gain of Function“-)Forschung betreffend Corona-Viren bei Fledermäusen in Wuhan zu fördern.[16][17]
https://de.wikipedia.org/wiki/Peter_Daszak
Peter Daszak, der befangene WHO-Ermittler
"Bei seinen Forschungen arbeitet
Peter Daszak oft mit Zheng-Li Shi und dem WIV zusammen. 18 Studien haben die beiden gemeinsam veröffentlicht, sie sind befreundet. Das ist ihr gutes Recht. Fraglich ist nur, ob Daszak dann zur Ermittlungsgruppe der WHO gehören sollte, die die Arbeit von Zheng-Li Shi nun untersucht. Neutralität kann man ihm nämlich nur schwer unterstellen: Um die Virologin zu entlasten,
hat er schon im Februar 2020 26 prominente Virologen rekrutiert, um ein von ihm verfasstes Statement zu unterschreiben: Die Labor-Theorie ist eine "Verschwörungstheorie". Er wusste also schon vor mehr als einem Jahr, was bis heute weder bewiesen noch widerlegt werden kann."
(...)
Die WHO-Ermittlungen kritisiert sie genauso wie 13 andere Virologen, Epidemiologen und Biologen als "Scharade" oder "Maskerade",
die von Interessenskonflikten begleitet ist - vor allem wegen Peter Daszak.
(...)
https://www.n-tv.de/panorama/Peter-Daszak-der-befangene-WHO-Ermittler-article22383822.html
Addendum: competing interests and the origins of SARS-CoV-2
https://www.thelancet.com/pdfs/journals/lancet/PIIS0140-6736(21)01377-5.pdf
Es ist doch verrückt von Drosten sich von jemandem zu einer Unterschrift unter so einen Brief bringen zu lassen der derartige Interessenskonflikte hat. Und es ist doch seine eigene Schuld, dass ihm das momentan derart um die Ohren fliegt. Und wie man es üblicherweise in der Politik sieht: Meistens ist es dann noch unkluger Umgang der noch mehr Schaden anrichtet, also z.B. zu behaupten man habe einer Theorie offen gegenübergestanden die man vorher noch als Verschwörungstheorie diffamierte und verurteilt hat.
Das hatten wir bereits alles besprochen, und es wiederholt sich, es gab die Öffentlichkeit, es gab die Forschungsergebnisse, "genau wie Drosten jetzt auch", da der wissenschaftliche Prozess noch immer währt. Damals gab es gewisse Informationen nicht, man hat sich ausgetauscht, auch mit Labor-Theoretikern und kam zum Schluss unrealistisch.
Du ignorierst hier einfach die Fakten. Du widersprichst sogar dem was Drosten selbst sagt. Aber Du hast Recht, es wiederholt sich.
Wie sie auch heute noch sagen. Dazu das Mediengewitter, sie haben ein Statement abgegeben.
Da gewisse Infos fehlten, hätte man vorher wohl telefoniert bevor man sich dann entschieden hätte das Statement abzugeben. Man hätte bloßen Behauptungen glauben schenken müssen um die Labor-Theorie damals nicht als VT zu betrachten. Natürlich sagen VT´ler jetzt, wieso konnte man das nicht vorher wissen? Das war uns immer klar. Warum nicht Drosten und Co?
Weil die wissenschaftliche Herangehensweise sich nun mal auf Fakten bezieht, selbst wenn eine VT es mal in die Realität schafft.
Wie gesagt: Drosten selbst stellt es anders dar.