Das geschieht ja auch; es werden Medikamente gesucht, erforscht und ggf. zugelassen. Ob sie wirklich die Lage effektiv entschärfen können, steht auf einem anderen Blatt.
Impfungen waren und sich darüber hinaus schon sehr lange ein großer und wichtiger Anteil des medizinischen Betreuung der Bevölkerung. Mittels Durchimpfung wuren die Pocken ausgerottet. Mittels Durchimpfung wurde Polio aus Europa zurückgedrängt - noch in den 1950er Jahren gab es in vielen Krankenhäusern Säle mit sog. "eisernen Lungen", um die (Atem-)Lähmung bei Polio/Kinderlähmung zu überürcken/umgehen. Aktuell ist die WHO bemüht, die Masern mit Durchimpfung auszurotten. Zu diesem Zweck gibt es sogar schon längere Zeit eine Art Zwangsimpfung: Die meisten Kindergärten nehmen nur Kinder auf, die entweder geimpft sind oder bei denen eine Kontraindikation vorliegt.
Und auch bei Krankheiten, die wir so gar nicht mehr auf dem Schirm haben, haben wir einer Durchimpfung zu verdanken, dass wir uns kaum noch Gedanken darüber machen müssen. Die Tollwut tauchte seit Jahren nicht mehr in Deutschland auf, weil mit Impffallen und Impfködern die Wildtiere gut durchgeimpft wurden. Ohne dieses gäbe es auch in Deutschland bei Menschen, die von infizierten Wildtieren gebissen wurden, noch so einige Opfer dieser Krankheit.
Dank der Maßnahmen. wie es gänzlich ohne Maßnahmen ausgesehen hätte, habe ich hier schon einige Male vorgerechnet.
Da erzählen mir Ärzte in meinem direkten Umfeld aber ganz anderes...
Dass Omicron den Impfschutz in einem gewissen Maße umgeht, ist schon seit dem Auftauchen bekannt. Das macht die Impfung aber immernoch nicht vollkommen wirkungslos. Darüber hinaus ist anhand dieser Datengrundlage auch gut denkbar, dass es die Impfungen sind, die eben bewirken, dass Omicron milder erscheint. D.h. der Impfschutz wird zwar zum Teil umangen, er verhindert aber immernoch schlimmeres.