Die Persistenz der Kondensstreifen, also ihre Langlebigkeit, wird stark durch die Gegebenheiten der Atmosphäre und insbesondere deren Schichtungsstabilität beeinflusst. An erster Stelle steht die Temperatur, da bei etwa −40 °C eine obere Grenze für die Herausbildung von Kondensstreifen besteht. Der genaue Wert hängt von zahlreichen Faktoren wie der Art des Treibstoffs oder der Luftfeuchte ab, wobei trockene Luft dazu führt, dass sich die Kondensstreifen gar nicht erst ausbilden oder sich recht schnell wieder auflösen. Dies ist bei etwa 80 % der Kondensstreifen mit einer Lebensdauer von unter einer bis wenigen Minuten der Fall. Bei feuchter Luft kann diese hingegen mehrere Minuten bis Stunden betragen, was ein Anzeichen für eine Wetterverschlechterung ist. Voraussetzung hierfür ist jedoch ein schwacher Wind, der in großen Höhen wenig bis nichts mit dem Wind am Boden gemein haben muss, sowohl in Richtung als auch Stärke. Scheren Kondensstreifen daher auseinander, statt sich einfach aufzulösen, kann es sich dennoch um feuchte Luft handeln.
Durch die Wirkung von Wind, Temperatur, Atmosphärenschichtung und Luftfeuchte sind die Erscheinungsbilder der Kondensstreifen, ihre Veränderung mit der Zeit und die Dauer ihrer Existenz folglich sehr unterschiedlich. Ein allgemein gültiger Lebenszyklus mit identischem Aussehen, wie er von Verfechtern der Existenz von Chemtrails zu deren Abgrenzung angeführt wird, existiert nicht. Zunächst verlieren die Kondensstreifen ihre linienartige Struktur und dehnen sich bei Windstille gleichmäßig aus, wobei in besonderen Fällen auch mammatusähnliche Ausstülpungen an der Unterseite beobachtet werden können. Dies kann bis zur Bildung gewöhnlicher Cirruswolken führen, deren Ursprung aus Kondensstreifen dann nicht erkennbar ist. Auch können die sonstigen Aerosolpartikel der Flugzeugabgase noch über Tage und vergleichsweise großräumig die Wolkenbildung verstärken.