Cannabis Konsum legalisieren ?

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"Der US-Staat Colorado ist seit anfang des jahres ein riesiges Versuchslabor für den legalen Handel mit Cannabis. Menschen, die nei davon geträumt hätten, werden reiche Geschäftsleute."
(taz.am wochende, 19./20./21 April 2014)


:thumbup: ich staune nicht schlecht - denn auf betreieben von usa wurde weltwit anbau von cannabis in der20jahren verbot und zwar auch die thc-frei sorten! so können sich die zeiten ändern.


shimon
 
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ich bin absolut dagegen!



damit bist du zwar in guter gesellschaft, aber dieser verbot ist ökonomisch und ökologisch gesehen pure dummheit. gerade du könntest das wissen: es gibt auch thc freier canabispflanaze, wäckst sowohl in östrreich wie in ungarn

diese flanze ist ein erstklassiger rohstoff. daraus lässt sich stoff für kleider und demmstoff herstellen. es ist billig und wiedersatndsfähig und hat keine schädlinge wie zu beispiel baumwolle und verträgt sich mit minderwertigen boden. es wurde verboten unter anderem weil die baumwollzüchter in den amnerkanischen südstaaten das so wollten. alle diese kleinigkeiten werden von all denen ausgeblendet die gegen cannabis sind.


shimon
 
Das ewige Thema. :rolleyes: Marijuana wurde verboten, weil die Hippies es zur politischen Sache erklärt haben, zu kiffen. Hätten sie ihre FlowerPower Revolution mit Brombeerlikör gefeiert, anstatt mit Hasch, wäre Brombeerlikör verboten wurden... die Bande der herrschenden WASP hat es halt nicht wohl gelitten, dass ihre Werte infrage gestellt wurden - ein Bürstenhaarschnitt war OK, einen Whiskey kippen war OK, es den ungewaschenen Kommunisten in Vietnam mal so richtig zu zeigen war OK und amerikanisch, lange Haare bei Männern war nicht OK, nicht nach Vietnam zu wollen war nicht OK und unamerikanisch, also war kiffen auch nicht OK und die ganzen Rechtfertigungen von wegen wie ungesund, zersetzend und ins Elend führend Hasch doch ist, kamen erst danach.

Es ist immer das Gleiche Spiel, die herrschende Klasse wird ihre Werte und Interessen bei den Beherrschten mit Gewalt durchsetzen und es mehr oder weniger verdeckt damit rechtfertigen (zumindest in Demokratien), dass es ja nur zum Besten der unmündigen Kinderchen ist, sie "beschützen" uns und "sorgen" für uns.
Und nebenbei gibt es natürlich viel mehr Geld zu verdienen, wenn eine Ware oder Dienstleistung illegal bleibt, man denke nur mal an die Verflechtungen von Organisiertem Verbrechen und Politik!

Es ist traurig, dass selbst Menschen, die sich vorgeblich für Esoterik/Spiritualität interessieren immer wieder auf diesen Macht-über-andere-Trip gehen.

Natürlich bin ich nicht für oder gegen die Legalisierung von Cannabis, ich erkenne einfach die Rechtmäßigkeit von Verboten, etwas zu tun oder zu lassen, was einem anderen nicht schadet gar nicht an. Ich beuge mich nur der Gewalt, weil ich zu schwach bin um mich erfolgreich gegen ein Rollkommando der GSG9 zu wehren, die über mich kommen würden, sollte ich in meinem Garten wie einst mein Uropa Starken Tobak anbauen und zu feige, für dieses an sich natürliche Recht ins Gefängnis zu gehen.

lg
 
Shimon1938 schrieb:
diese flanze ist ein erstklassiger rohstoff. daraus lässt sich stoff für kleider und demmstoff herstellen. es ist billig und wiedersatndsfähig und hat keine schädlinge wie zu beispiel baumwolle und verträgt sich mit minderwertigen boden. es wurde verboten unter anderem weil die baumwollzüchter in den amnerkanischen südstaaten das so wollten. alle diese kleinigkeiten werden von all denen ausgeblendet die gegen cannabis sind.

Um Kleider- und Dämmstoffe geht es aber nicht in diesem Thread, sondern um den Konsum von Cannabis als Droge.
 
:thumbup: ich staune nicht schlecht - denn auf betreieben von usa wurde weltwit anbau von cannabis in der20jahren verbot und zwar auch die thc-frei sorten! so können sich die zeiten ändern.
shimon
Das stimmt so nicht ganz.
Nutzhanf wurde dort bis Ende des zweiten Weltkrieges angebaut.
Und verboten wurde die psychoaktive Variante des Krautes in den USA erst 1937, vornehmlich auf Betreiben von Harry Anslinger (http://de.wikipedia.org/wiki/Harry_J._Anslinger), der zuvor bereits wesentlich für die Einführung der Alkohol-Prohibition verantwortlich war.
Als diese 1934 aufgehoben wurde, hat er sich verstärkt der Verteufelung der von ihm so bezeichneten "Mörderdroge" gewidmet.

Aber du hast schon Recht, neben diesem persönlich motivierten Kreuzzug spielten natürlich auch ökonomische Interessen, wie die der aufkommenden Kunstfaserindustrie eine Rolle. Auch rassistisches Gedankengut war eine Grundlage, da als Hauptgruppe der Konsumenten Mexikaner und Afro-Amerikaner angesehen wurden, die im Rausch dann angeblich enthemmt über "weiße" Frauen herfallen würden.

Aus den 20er Jahren hingegen ist mir nur diese interessante Fußnote bekannt:
1925
Genf: Bei der zweiten internationalen Opium-Konferenz werden weltweite Kontrollmassnahmen für Cannabis eingeführt, obwohl 18 der 19 teilnehmenden Staaten keine Probleme im Zusammenhang mit Cannabis vermelden können; lediglich Portugal berichtet, in seiner Kolonie Angola seien Fälle von schwarzer Aufsässigkeit nach Hanfgenuss vorgekommen. Die knapp ausgehende Schlussabstimmung zu ungunsten des Hanfs wird von handfesten wirtschaftlichen Interessen bestimmt; so droht etwa Ägypten den Deutschen an, im Falle eines Cannabisfreundlichen Abstimmungsverhaltens Importbeschränkungen für Kokain (Merck) und Heroin (Bayer) zu erlassen.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Das stimmt so nicht ganz.
Nutzhanf wurde dort bis Ende des zweiten Weltkrieges angebaut.
Und verboten wurde die psychoaktive Variante des Krautes in den USA erst 1937, vornehmlich auf Betreiben von Harry Anslinger (http://de.wikipedia.org/wiki/Harry_J._Anslinger), der zuvor bereits wesentlich für die Einführung der Alkohol-Prohibition verantwortlich war.
Als diese 1934 aufgehoben wurde, hat er sich verstärkt der Verteufelung der von ihm so bezeichneten "Mörderdroge" gewidmet.

Aber du hast schon Recht, neben diesem persönlich motivierten Kreuzzug spielten natürlich auch ökonomische Interessen, wie die der aufkommenden Kunstfaserindustrie eine Rolle. Auch rassistisches Gedankengut war eine Grundlage, da als Hauptgruppe der Konsumenten Mexikaner und Afro-Amerikaner angesehen wurden, die im Rausch dann angeblich enthemmt über "weiße" Frauen herfallen würden.

Aus den 20er Jahren hingegen ist mir nur diese interessante Fußnote bekannt:





danke für die richtigstellungen...

ich befürworte die freigabe von canabis und zwar alle sorten. canabis indiaca ist eine heilpflanze und andere canabis sorten sind rohstoffe. dass die thc freie sorten auf kargen boden auch gedeihen kann, macht canabis zu einem wertvollen rohstoff. aus canabis hergestellet hosen, sind besser und haltbarer als baumwollhosen - und canabis beansprucht die böden sehr viel weniger als baumwolle. das sind lobbiy-intersessen und nichts anderes.

ich bin sicher,dass eine zeit kommen wird, in der canabis wieder voll rehabilitiert wird, schlich wird sich in den nächsten 50-100 jahren die klima so veräändern, dass die menscheit ein anderes landwirtschaft haben wird...(ich werde das nicht mehr erleben, aber das macht überhaupt nichts aus...) darüber kann diskutiert werden, in welche form cnabis indiaca vermarktet werden darf, aber es ist ein "aberglaube" anzunehmen, das verbot vom kiffen, das problem löst. es ist vverboten, es ist kriminalisiert und die einzige folger davon ist, dass kranke kein canbis offiziell bekommen können...es wäre längst an der zeit zum beispiel aidskranken cananbis als hilfe zugänglich zu machen - wa heute "verboten" ist.

shimon
 
baeh0206.gif


Da lenkt er doch die Schritte lieber
Zum Keller, der nicht fern, hinüber.

Er wählt sich unter vielen Bänken
Die Bank, die angenehm zum Denken.

Zwar erst verwirrte seinen Sinn
Das Nahgefühl der Kellnerin;

Doch führt ihn bald ein tiefer Zug
Zu höherem Gedankenflug.


Schon brennt der Kopf, schon glüht der Sitz,
Schon sprüht ein heller Geistesblitz;

Schon will der Griffel ihn notieren;
Allein es ist nicht auszuführen.

Der Hut, als Dämpfer der Ekstase,
Sinkt plötzlich tief auf Ohr und Nase.

Wilhelm Busch (Projekt Gutenberg)
 
Aber du hast schon Recht, neben diesem persönlich motivierten Kreuzzug spielten natürlich auch ökonomische Interessen, wie die der aufkommenden Kunstfaserindustrie eine Rolle. Auch rassistisches Gedankengut war eine Grundlage, da als Hauptgruppe der Konsumenten Mexikaner und Afro-Amerikaner angesehen wurden, die im Rausch dann angeblich enthemmt über "weiße" Frauen herfallen würden.

die rassistischen "argumente" waren aber wohl eher vorgeschoben, um bei der weißen bevölkerung das verbot populär zu machen.
man kann sich ja schlecht einfach hinstellen und offen zugeben, dass man der holzverarbeitenden papierindustrie die potenzielle konkurrenz durch den hanfanbau vom hals schaffen will.

farnblüte;4572358 schrieb:
Das ewige Thema. :rolleyes: Marijuana wurde verboten, weil die Hippies es zur politischen Sache erklärt haben, zu kiffen. Hätten sie ihre FlowerPower Revolution mit Brombeerlikör gefeiert, anstatt mit Hasch, wäre Brombeerlikör verboten wurden...

aha. wann war denn deiner meinung nach die hippiezeit? :D
 
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die rassistischen "argumente" waren aber wohl eher vorgeschoben, um bei der weißen bevölkerung das verbot populär zu machen.
man kann sich ja schlecht einfach hinstellen und offen zugeben, dass man der holzverarbeitenden papierindustrie die potenzielle konkurrenz durch den hanfanbau vom hals schaffen will.
Ich denke schon, dass da unterschwelliger oder auch ganz offener Rassismus in Teilen der amerikanischen Bevölkerung nicht nur bedient wurde, sondern auch ursächlich mit reinspielte.
Hier sind zwei Zitate von Anslinger, speziell das zweite gewährt einen ganz guten Einblick in den dahinterstehenden Mindset.
"Most marijuana smokers are Negroes, Hispanics, jazz musicians, and entertainers. Their satanic music is driven by marijuana, and marijuana smoking by white women makes them want to seek sexual relations with Negroes, entertainers, and others. It is a drug that causes insanity, criminality, and death — the most violence-causing drug in the history of mankind."
„Reefer makes darkies think they‘re as good as white men.“


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Und hier mal ein erschütterndes Beispiel für die wahrlich unanständige,
zutiefst satanische Musik des gefährlichen dunklen Mannes,
die damals die Jugend zu verderben drohte......

:D
 
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