Loop
Dauntless Banana
- Registriert
- 10. Oktober 2008
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Ich würde das weniger als Rechtsruck, denn als Misstrauen gegenüber der Regierung (und da liegen D und A nicht weit auseinander) auslegen. Hofer hatte durchaus Argumente die mich ansprachen, wie zB Türkeiaufnahme in die EU unter den gegebenen Umständen - auf keinen Fall und auch die klare Aussage sich nicht zentralistisch von einer EU Kommission regieren zu lassen mit gleichzeitiger Nichtbeachtung der Parlamente. Er gehört halt einer Partei an, die die Ängste der Bevölkerung aussprechen und dadurch punkten sie. Dass sie selber nicht anders agieren würden, wissen wir, seit sie in der Regierung waren.
Und für mich war das eine (personenbezogene) Präsidentenwahl - sicher auch ein Zeichen das Resultat - aber vom Machteinfluß des Amtes ehr vernachlässigbar.
Bin der gleichen Meinung, wäre Hofer nicht von der FPÖ und rechts gewesen, da hätte Van der Bellen dann bei den Wählern sicher keine Chance gehabt. Ich hätte ihn auch gewählt, wäre er nicht rechts gewesen, sag ich ganz ehrlich, Türkeiaufnahme in die EU, wo vielleicht bald wieder die Todesstrafe eingeführt wird und Erdogan jeden verhaften lässt, der ihm nicht gefällt, und zentralistische Regierung in Brüssel, wo Österreich dann gar nichts mehr zu sagen hat, das geht gar nicht.
Es gibt halt sonst keine Partei mit dieser ausgesprochenen Meinung, drum wird die FPÖ auch immer stärker, obwohl jedem klar sein müsste, daß sie genauso ist, wenn sie an der Macht ist, als Oppositionspartei ist halt leicht reden und die Regierungsparteien forcieren sie das auch noch. Das Ja zu CETA von Kern wird weiter dazu beitragen, und wenn Van der Bellen doch TTIP unterschreiben sollte trotz gegenteiliger Aussage, dann war es das. Jetzt hängt sehr viel an ihm.
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