Hmpf, eigentlich wollte ich was zum Thema schreiben.
Formfehler sind normal, denke ich. Kein Mensch, auch kein Beamter, hält penibel alle Regeln ein. In der arg hitzigen Stimmung kann so etwas natürlich gefährlich sein, denn wenn man nach solchen Fehlern sucht, dann findet man auch welche. Wichtig ist, dass keine Manipulationen nachgewiesen werden konnten, denn daraus folgt, dass sich beide Lager an die Grundregeln demokratischer Wahlen gehalten haben.
Die FPÖ hat sich natürlich nicht aus Sorge um die Demokratie beschwert, sondern weil sie noch eine Chance wollte. Das ist eine schmutzige Taktik, die gerade schwer in Mode kommt; man beachte nur die Debatte um den Brexit. Gestern ließ die "Zeit" allen Ernstes einen Mathematiker erklären, warum die 52% in Wahrheit gar keine Mehrheit seien. Viele beleidigte EU-Fans behaupten nun ernsthaft, das Referendum sei als ungültig einzustufen, da die (gegnerischen) Wahlkämpfer nicht ehrlich gewesen seien und viele Leute aus Dummheit falsch gewählt hätten, oder verlangen gleich, abzubauen, was es so an direkter Demokratie gibt, da die Bürger sich mit ihrer Entscheidung dauerhaft disqualifiziert hätten. Zu schade, dass sich Strache und Freunde nicht getraut haben, ähnlich unverschämt auf die Neuwahl zu pochen. Ich hätte die Reaktionen de
Nun, da immer das absolute Gute (die jeweils eigenen) gegen das absolute Böse (die jeweils anderen) antritt, wird es erst einmal nur noch schlechte Verlierer geben, und die werden immer mal wieder auf irgendeine Klausel, irgendeinen Unterparagraphen oder irgendwelche anderen Petitessen stoßen, die es ihnen ermöglichen, das Ergebnis anzufechten.
Und sowieso: Hätte VdB verloren und die Wahl erfolgreich angefochten, hätten wir jetzt dieselbe Debatte. Nur mit vertauschten Rollen.