Bis 12,3 Milliarden Menschen bis 2100

Anevay schrieb:
Ich verstehe das Entsetzen nicht, dass Eltern sich ihre Kinder natürlich auch leisten können müssen. Doof ist, dass die Natur es bei uns Menschen so eingerichtet hat, dass dann von durchschnittlich 6,8 Kindern, die eine afrikanische Frau im Durchschnitt in die Welt setzt, nur max. die Hälfte überhaupt überleben und der Rest mehr oder weniger siecht. Wo die Wölfin schlauer Weise gar nicht erst gebieren kann, tut es der Mensch dann erst Recht. Die Biologie des Menschen ist wohl auf Leiden und Tod ausgelegt...

Das war in unseren Breiten auch nicht anders, das ist schlicht Arterhaltungstrieb. Und ich bin ziemlich sicher, dass die Frauen, die Chancen und Perspektiven für ihr Leben bekommen, ganz von selbst weniger Kinder gebären. Aber was ist? Genau das Gegenteil spielt sich ab, es wird ihnen seit vielen Jahren durch Billigexporte und nun auch immer mehr durch Landraub ihre eigene Lebensgrundlage entzogen. Wer trägt dafür die Verantwortung? Die armen Frauen vielleicht? Das kanns doch wohl nicht sein.
In DE bzw. AT haben wir ganz von selbst auf 1,4 bzw. 1,7 Kinder pro Familie reduziert. Schrumpfländer, die Einwanderer brauchen.
Ich frage mich, wie Menschen hierzulande, die die Problematiken der afrikanischen Frauen vorwiegend lediglich aus Zeitung und Fernsehen kennen, auf die Idee kommen zu wissen, was diese Menschen wollen und was gut ist für sie. Welcher Europäer hat das Recht, darüber zu bestimmen? Ich finde das sehr überheblich.

Anevay schrieb:
Zu Afrika konkret hatte ich den Vorschlag den Frauen, die bereit wären sich sterilisieren zu lassen und das wobei aller Freiwilligkeit auch möchten, eine lebenslange Rente zu zahlen. Also statt Kinder in die Welt zu setzen als Altersvorsorge (die dann elendig verhungern, krank weden, darben, in Kinderprostitution oder anderem Missbrauch ziemlich sicher landen werden) Kinderverzicht als sofortige Versorgung.

Du redest von Altersvorsorge, und die haben nicht mal genügend, um zu überleben.

Gib den Afrikanern ihr Land zurück, gib ihnen Hilfsmittel und Maschinen an die Hand, zeige ihnen evtl. weitere Möglichkeiten, Geld zu verdienen und lass sie selber entscheiden. Wenn diese Menschen Perspektiven haben und faire Preise für ihre Produkte, die ihnen ein Einkommen sichern, dann wird sich die ""Überpopulation"" auch auf ganz natürlichem Wege reduzieren.

Anevay schrieb:
ich meine das schon noch global.

1,4-1,7 Kinder pro Familie sind dir zuviel? Ich frag' nur mal so.
China hatte einige Jahrzehnte lang die 1-Kind-Politik, inklusive Zwangsabtreibung und sonstige "Nettigkeiten". Und mittlerweile kommt man drauf, dass das Verhältnis männlich/weiblich nicht mehr stimmt. Das war ein Schuss, der nach hinten losging, und China hat diese 1-Kind-Bestimmung bereits gelockert.

Ich sag nur soviel: Wo der Mensch zu denken anfängt und auch noch seine Finger im Spiel hat in Bereichen, die ihn nix angehen, geht's schief. Das ist bei Eingriffen in der Natur allgemein nicht anders als bei Eingriffen in das menschliche Dasein.

:rolleyes:
 
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Exakt. Und das ist sehr erbaermlich, zumal ganz offensichtlich ist, weshalb es ihnen dreckig geht. Sie sollen nun deiner Vorschlagsweise doppelt bestraft werden. Diese Nichtblickung mit anschliessend einseitig hervorgebrachten Loesungsvorschlaegen aus Sicht moderner Lebensart -> Diese ist ohne Verantwortung. Und somit eine doppelte Verantwortungslosigkeit. Hier wird auch wieder nur auf den Anlass losgedroschen. Die Urheber des bereits seit Jahrhunderten bestehenden Schlamassels werden in keiner Weise bei solchartiger Denkweise mit einbezogen. "Wir sind ja die Herrenrasse" -> Amen.

Quatsch. Die Frau muss sich den Rest ihres Lebens keine Sorgen mehr machen zu verhungern. Und ihre Kinder nicht durchbringen zu können, sie verkaufen zu müssen, ihrem Leiden hilflos zuzusehen.

Mein Vorschlag stärkt die Position der Frauen dort.

Was daran eine Bestrafung sein soll erschließt sich mir nicht, sie können sich doch dagegen entscheiden und ihre 6,8 Kinder im Schnitt gebären, der Hälfte davon beim Sterben zuschauen und den Rest, wenn der Fit genug ist, in die Prostitution oder an korrute Arbeitgeber verkaufen...

Es wäre nur so gar nicht im Interesse der Industriebonzen, die ja das Leid und die Überbevölkerung dort brauchen. Und entsprechend will man auch das Mitgefühl der Menschen hier, damit wir uns als Europa gut fühlen können, da es ja Menschen gibt, die sich ehrenamtlich einsetzen. Geld spenden und ähnlich. Jeder, der spendet und hilft, stützt das aubeuterische System dort ebenso. Der Missbrauch findet auf mehreren Ebenen statt.

Stell dir vor dort leben weniger Menschen, das bedeutet, es gibt auch weniger Arbeitskräfte und zwangsläufig muss man den Arbeitern dann mehr bezahlen... deswegen wird bei uns ja so gejammert das wir weniger Menschen werden in Europa und man Zuwanderer will. Es soll mehr Bedürftige geben, je mehr von ihnen, desto besser lassen sich Lebensstandard und Löhne drücken.

Lg
Any
 
Wenn in Tschernobyl die Tierwelt die höhere Sterberate durch mehr Nachkommen ausgleicht, finden das Leute prima und sagen: die Natur hilft sich selbst. Dieselben Leute finden das bei Menschen unnatürlich. Ist schon seltsam.
 
Welcher Europäer hat das Recht, darüber zu bestimmen?

Ich will nicht bestimmen, ich machte einen Vorschlag. :rolleyes:

Und den müsste keine einzige Frau dort annehmen.

Wir brauchen hier auch keine Einwanderer, darauf ist die Wirschaft geil. Mehr Menschen, mehr Billigarbeitskräfte, mehr Profit für die Reichen.

Dabei würde die Wirtschaft bei uns schon nicht zusammenbrechen, wenn wir uns auf die Hälfte reduzieren würden. Das passiert ja ganz langsam und nicht schnell. Und wenn weniger Menschen da sind muss auch weniger produziert werden. Wo weniger produziert wird, fällt auch weniger Umweltschmutz an. Wo weniger Menschen sind, darf es wieder mehr Wildnis geben...

LG
Any
 
Und wenn weniger Menschen da sind muss auch weniger produziert werden.

Du glaubst, die Produktionsmenge sei abhängig von den Bedürfnissen der Menschen?
Da wäre dann die ganze Werbebranche überflüssig.
Bedürfnisse werden hier geschaffen.
Wenn ein Stadtmensch mit einem Geländewagen zum Einkaufen fährt, ist das eine rein psychologische Geschichte und hat nichts mehr mit tatsächlichem Bedarf zu tun.
 
Anevay schrieb:
Ich will nicht bestimmen, ich machte einen Vorschlag. :rolleyes:

Ich weiss. Aber weitergedacht, habe ich NULL Vertrauen in die Leute, die diesen Vorschlag dann zu den Frauen transportieren. Da wird dann viel schöngeredet, ihnen vielleicht weiss Gott was versprochen - und die Dummen sind letztendlich die Frauen, wer sonst? :rolleyes:

Anevay schrieb:
Wir brauchen hier auch keine Einwanderer, darauf ist die Wirschaft geil. Mehr Menschen, mehr Billigarbeitskräfte, mehr Profit für die Reichen.

Das ändert nichts an der Tatsache, dass Landgrabbing den betreffenden Menschen die eigene Lebensgrundlage entzieht. Auch da sind die Betroffenen die Dummen (wie immer, "den letzten beissen die Hunde"). Statt eigenem Grund und Boden stehen dann dort irgendwelche Fabriken, und die Menschen werden mit Hungerlöhnen bezahlt. Was machen die? Richtung Mitteleuropa wandern, weil sie auf der Suche nach einem halbwegs erträglichen Leben sind. Von Luxus, der für die meisten Menschen hier eine Selbstverständlichkeit ist, sind wir da ohnehin weit weg.

Anevay schrieb:
Dabei würde die Wirtschaft bei uns schon nicht zusammenbrechen, wenn wir uns auf die Hälfte reduzieren würden. Das passiert ja ganz langsam und nicht schnell. Und wenn weniger Menschen da sind muss auch weniger produziert werden. Wo weniger produziert wird, fällt auch weniger Umweltschmutz an. Wo weniger Menschen sind, darf es wieder mehr Wildnis geben...

Das musst du nicht mir sagen, sondern den Politikern und Firmenbonzen.
 
Auch Wiki kann sich davor nicht druecken....

Die Unterscheidung zwischen indigenen Völkern Afrikas und der übrigen, nicht indigenen Bevölkerung ist in Afrika eine vergleichsweise neue Kategorisierung, da noch bis vor wenigen Jahrzehnten fast die gesamte Bevölkerung europäischer Kolonialherrschaft unterworfen war (mit Ausnahme Äthiopiens und Liberias).

Dennoch existieren auch in afrikanischen Staaten ethnische Gruppen, die sich kulturell, wirtschaftlich und sozial erheblich von der Mehrheitsbevölkerung unterscheiden und oftmals einer fortdauernden Diskriminierung ausgesetzt sind. Die Lebens- und Wirtschaftsweisen dieser Gruppen sind durch Jagd, Sammeln und Nomadismus oder Transhumanz geprägt.

Eine besonders klare Unterscheidung zwischen indigener und nicht-indigener Bevölkerung existiert im südlichen Afrika. Hier gelten v.a. die San (Buschleute) und die Khoi Khoi als indigen, deren Siedlungsgeschichte bis zu 20.000 Jahre umfassen soll, während die Mehrheit der schwarzen Bevölkerung den später zugewanderten bantusprachigen Ethnien (u.a. Xhosa, Tsonga und Zulu) angehört und damit nicht als indigen gilt.[1

Indigene Völker haben besonders auf dem afrikanischen Kontinent Akzeptanzschwierigkeiten, durch die verschiedenen Regierungen der einzelnen Länder. Daher erfahren sie eine starke Diskriminierung und sind rechtlich in ihrem Land benachteiligt.

2010 war ein bedeutendes Jahr für die indigene Bevölkerung Afrikas. Zum ersten Mal in der Geschichte des Kontinents hat die Afrikanische Kommission für Menschenrechte (ACHPR) einem indigenen Volk seine Landrechte zugesprochen. Die Endorois, ein semi-nomadisches indigenes Volk in Kenia, wurden während der 1970er für die Gründung eines Nationalparks aus ihrem Land vertrieben. Im Februar 2010 wurden den Menschen schließlich ihre Rechte zugesprochen, wodurch sie uneingeschränkten Zugang zu dem Gebiet, sowie eine Mitbeteiligung der auf dem Land erlangten Gewinne bekamen. [2]

Im April 2010 ratifizierte schließlich die Zentralafrikanische Republik als erstes afrikanisches Land die Konvention 169 der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO). Dieses Dokument ist das einzige verbindliche internationale Abkommen, welches die Rechte indigener Völker schützt und bisher von nur wenigen Staaten ratifiziert wurde, darunter lediglich vier europäische Staaten. Durch die Unterzeichnung der Konvention wurden die Rechte der in dem Land lebenden Pygmäen gestärkt.

Also, wer das alles ausblendet, der hat wenig bis gar nix in den eigenen Gedanken an Inhalt, wenn es darum geht, sich um afrikanische Belange Gedanken zu machen im Sinne von "Besserungen".
 
Du glaubst, die Produktionsmenge sei abhängig von den Bedürfnissen der Menschen?
Da wäre dann die ganze Werbebranche überflüssig.
Bedürfnisse werden hier geschaffen.
Wenn ein Stadtmensch mit einem Geländewagen zum Einkaufen fährt, ist das eine rein psychologische Geschichte und hat nichts mehr mit tatsächlichem Bedarf zu tun.

Gier.

Darum würde auch niemand den Frauen in Afrika meinen Vorschlag unterbreiten. ;)

Gir ist auch der Vermehrungsdrang: je mehr Kinder ich habe, desto besser geht es mir. Das ist doch höchst egoistisch gedacht dann, oder? Ich glaube, könnten die Frauen ihre Gebärmutter alleine wirklich kontrollieren, sähe es anders aus. Oft bestimmen die Männer über den Körper der Frauen.

LG
Any
 
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Wenn in Tschernobyl die Tierwelt die höhere Sterberate durch mehr Nachkommen ausgleicht, finden das Leute prima und sagen: die Natur hilft sich selbst. Dieselben Leute finden das bei Menschen unnatürlich. Ist schon seltsam.

Wer hat das hier geschrieben, das prima zu finden? Es ist ein Naturgesetz.

Naturgesetze arbeiten nicht mit esolike Licht&Liebe-Methoden.

LG
Any
 
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