Anerkennung - ich habe das mit Mond Hund in Verbingung gebracht.
Bin mir immer noch nicht sicher, dass das das richtige Wort ist. Vom Sinn fände ich Akzeptanz, oder angenommen sein besser. Es ist das Gefühl, wenn ich etwas sage, und es wird ignoriert, es kommt keine Diskussion zustande, es verhallt. Man kann es nicht vergleichen (und ich tu es dennoch) wenn meine Kollegen etwas sagen, wird darauf eingegangen, sie werden einbezogen...
Die Resonanz auf mich ist "Grossartig", "Du hast den besten Report abgeliefert", oder Applaus, aber das bringt die Diskussion nicht weiter, das fühlt sich an, wie abgewürgt. Was für mich wichtig ist, ist der Austausch, in den ich mich einbringen möchte, die Veränderlichkeit des Inhalts, das da diskutiert wird, das sich formt und wächst.
Meine technischen Fragen (ich war krank und habe nachgefragt, was in meiner Abwesendheit besprochen wurde), wurden mit "Ich verstehe, dass du müde bist" beantwortet; und das nicht einmal, sondern mehrmals.
Dank dieser fehlenden Kommunikation, habe ich Arbeiten abgeliefert, die ich garnicht hätte tun müssen, die nicht besprochen wurden (und nun von einer anderen Person verwendet werden).
Das konstante Gehacke und Gehetze gegen den Auftraggeber, das ständig hinter dem Rücken reden, aber auch das Massregeln über die Gruppe, statt direkt, und die Art einem Worte in den Mund zu legen, bzw zu verdrehen, ist so anstrengend, insbesondere, da es mich in einen Erklärungsnotstand bringt, die Tatsachen wieder gerade zu rücken.
Die Leistung die ich erbringe, was ich aus freien Stücken in das Projekt einbringe, soll der Weiterentwicklung des Projekts dienen, und ja, ich habe einen gewissen Anspruch an die Qualität, die ich produziere, und ja, ich möchte mich verbessern, aber ich sehe mich als Teil der Gruppe, und ich sehe meine Leistung als etwas, dass der Gruppe zugute kommt.
Und ich wünsche mir einfach, dass ich genauso ernst genommen werde, wie die Anderen, vielleicht auch, weil ih das Projekt ernst nehme.
Wenn die Anderen nicht dieselbe Leistung bringen (in den Urlaub fahren 2x), dann versuche ich sie zu unterstützen, dass sie ihren Teil des Projekts schaffen, vielleicht liegt da der Hase im Pfeffer?
Nachdem ich mich bereit erklärt hatte, eine bestimmte Rolle in der Präsentation zu übernehmen, hat der Prof (nach Absprache mit der Projektleitung) dem Auftragegeber erzählt, dass mich meine Aufgaben (psychisch) zu sehr stressen, und ich deswegen das Projekt verlasse.
Nichtsahnung komme ich an die Uni, und der Auftraggeber konfrontiert mich damit, dass ich ja nun nicht mehr dabei bin, ich hätte ja auch abgeliefert. Ich habe den Sachverhalt aufgeklärt und hinterfragt, wieso ich gehen muss, obwohl ich meine Aufgaben fristgerecht eingereicht habe, ohne Probleme (und ohne Stress). Gerade dass die Kollegen so gestresst sind, und deshalb ihre Aufgaben nicht erfüllen können, war der Kritikpunkt am Auftraggeber.
Und - in Erklärungsnot, was mich stresst, habe ich zugegeben, dass ich mir bessere Kommunikation wünschen würde, und ich die Kritik daran, dass ich mehr Leistung erbracht habe, nicht verstehe.
Der Prof wiederholte nur, dass er für mein 'Wellbeing' verantwortlich ist, und es ist klar, was er damit meint. Es wird ein Bild von mir, hinter meinem Rücken, und seit neuem auch vor allen, verbreitet, gegen das ich mich nicht wehren kann.
Ich fühle mich 'entblöst', es macht mich unsicher, ich bin nicht mehr stark, direkt und präzise, und damit werde ich noch angreifbarer.
Ich vermute, dass hinter meinem Rücken gesprochen wird, denn seitdem werde ich von allen wie ein rohes Ei behandelt, ich werde nicht mehr an der Analyse beteiligt, die Augen werden gerollt, wenn ich etwas sage, und ich werde offen 'im falschen Licht dargestellt'. Es ist sehr anstrengend, da so viel Energie drauf geht, die Aussagen richtig zu stellen... und es bringt mich in eine Position, die mir mehr als unangenehm ist.
Mir ist wichtig, an dem Projekt zu arbeiten, und die Animositäten hindern mich daran.
Der Kollege sagt A, der Prof antwortet B; ich geh auf den Kollegen zu, nehme den Gedanken auf und 'übersetze'; die Projektleitung wiederholt meine Worte; der Prof nimmt es an, lobt Kollege und Projektleitung, diskutiert und notiert den Gedanken.
Mir wurde eine weitere Rolle (Essen für die Gruppe zu kaufen) angetragen, und die Dame, die zuvor dafür zuständig war, und keine Lust mehr darauf hatte, mäkelt an allem und hat viele Sonderwünsche. Als ich versichert habe, jeden ihrer Wünsche Rechnung zu tragen, aber auch gerne mich dem Projekt widmen möchte, kam vom Prof sofort: wenn dir das zu anstrengend ist, dann macht das jemand anderer. "Wir wollen doch, dass deine Bedürfnisse erfüllt werden" (?).