begrifflich-kommunikative Findung unwissenschaftliches religiösen Anhängens an "Wissenschaft"

Um Dinge erklären zu können, um Prognosen treffen zu können, um Sicherheit zu schaffen indem was er tut und was zukünftig auf ihn zukommen wird. Ob ich nun an Wissenschaftliches "glaube" oder an Esokram ist dabei einerlei, die Grundmotivation ist dieselbe.

Es wäre ja auch fatal, wenn Wissenschaftler angstfrei annehmen würden, es wäre Blödsinn sich der Statik zu vertrauen, statt persönlichen Sicherheitsgefühlen. Oder wenn Ärzte gefühls - statt leitliniengerecht arbeiten würden.

Aber diejenigen, die versuchen mittels Esoterik etwas herzuleiten, erhoffen sich ein "Plus" - gerade was die Zukunft angeht.

Da werden dann esoterische Werkzeuge genutzt, um die Unsicherheit zu besiegen, ob man den Job jetzt bekommt. Man sich von dem Partner trennen sollte. Ob eine Abmahnung droht. Uvm.

Daher halte ich diese Aussage für falsch:

Wird dieses Weltbild nun angegriffen, ist auch der Schutzmechanismus derselbe. Angst.
 
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Wenn ich der Logik von @FreeStar folge, müssten Wissenschaftler es auch für möglich halten, das rosa Elefanten freitags im über die Sahara fliegen. Dass dass nie jemand welche gesehen hat, wäre ja kein Beweis, denn rosa Elefanten die fliegen können, bleiben vielleicht lieber unter dem Radar..
 
Darum geht es nicht.
Es geht darum, was wir nicht wissen, was Wissenschaftsgläubige aber doch behaupten zu wissen, weil sie es mit etwas begründen, was sich nicht eignet als Begründung.
Der Link passt doch, er ist sehr allgemein aber ich habe ihn geteilt, weil in dem kleinen Absatz alle für mich in dieser Diskussion relevanten Begriffe enthalten waren. Ich bin selbst in einem Verstehensprozess und wollte keine klare Aussage damit tätigen sondern der Link ist ein guter Ankerpunkt, zumindest für mich und liefert Differenzierungen, auf deren Grundlage ich weiterarbeiten kann.

Sie tun vieles als Aberglaube ab, meinen sich als im Besitz besseren Wissens und übersehen, dass sie selbst auch nur nicht daran glauben. An etwas nicht zu glauben ist ebenfalls nur Glaube und nicht Wissen und schon gar nicht wissenschaftlich. Mich wundert eben, dass denen selbst nicht auffällt, dass sie Gläubige sind.
Wie du schon erwähntest, sind das keine Wissenschaftler oder Anhänger irgendeiner wissenschaftlichen Methodik. Deshalb ist ein Streiten darum und mit ihnen müßig und auch irrelevant. Diese Leute sind irrational und ihre Haltung erwächst aus subjektiven Dingen. Man kann bei solchen Leuten nicht mit Argumenten arbeiten. Am besten man ignoriert sie einfach oder man macht sich einen Spaß aus dem "Austausch".

Wir wissen nicht, ob es Gott oder etwas Ähnliches gibt, wir wissen nicht, ob es ein Leben nach dem Tod gibt, nicht, ob es Engel gibt oder es ob Karma und Wiedergeburt gibt, nicht, ob das Bewusstsein an eine organische Form und Funktion gebunden sein muss, um zu existieren, ob es eine Seele gibt und was sie von der Psyche unterscheidet etc.
Die Bringschuld allerdings liegt immer bei demjenigen, der eine Aussage tätigt.
Keiner ist aufgefordert, mein Konzept von x oder y zu beweisen, genauso wenig ist es seine Aufgabe es zu widerlegen. Sofern es keine Erkenntnisse zum Sachverhalt gibt, sollte eine Antwort offen bleiben, oder zumindest im Rahmen der Meinung oder des Glaubens.
 
Zuletzt bearbeitet:
Die Bringschuld allerdings liegt immer bei demjenigen, der eine Aussage tätigt.

Genau. Aber sehr vielen Esoterikgläubigen reicht es aus, wenn sich etwas für sie "stimmig anfühlt". Was ja okay wäre, wenn es nur sie selber beträfe. Aber es gibt auch viele Angriffe, die mittels Segen der Planeten kaschiert werden. Ein vielfach gelikter Kommentar lautete sinngemäß: "Dafür, dass Astrologie funktioniert, ist dein Radix der beste Beweis." - Es folgte die Aufzählung diverser negativer Charakerzüge....
 
Genau. Aber sehr vielen Esoterikgläubigen reicht es aus, wenn sich etwas für sie "stimmig anfühlt". Was ja okay wäre, wenn es nur sie selber beträfe. Aber es gibt auch viele Angriffe, die mittels Segen der Planeten kaschiert werden. Ein vielfach gelikter Kommentar lautete sinngemäß: "Dafür, dass Astrologie funktioniert, ist dein Radix der beste Beweis." - Es folgte die Aufzählung diverser negativer Charakerzüge....
Lass da doch Likes sein. Wen interessieren Likes, in irgend einem Forum? Das was ich sagte, gilt ebenso in Richtung der "Esos", die ja per se schon nicht wissenschaftlichen Aussagen anhängen, da diese "Theorien" eben nicht nicht objektiv und in reproduzierbarem Rahmen bewiesen worden sind.

Lass ihnen ihre Intuition und ihren Glauben daran, und derjenige, der sich davon einlullen lässt, hat es nicht anders verdient. Gehen wir davon aus, dass jeder für sich selbst verantwortlich ist. Dann wird er eben ausgenommen oder hat einen anderen Schaden aufgrund von Fehlbehandlungen oder sonst was. Selbst Schuld.

Das ändert allerdings nichts daran, dass eben vermeintlich "wissenschaftlich" orientierte Personen unwissenschaftlich argumentieren können, da das Label "wissenschaftlich" für jeden einzelnen Sachverhalt neu aufgestellt werden muss. Deshalb gibt es immer das eine oder andere wo auch ansonsten rational, aufgeklärte Menschen einem (Irr)glauben verfallen, da sie nicht über die notwendigen Informationen verfügen (können).
 
Wie du schon erwähntest, sind das keine Wissenschaftler oder Anhänger irgendeiner wissenschaftlichen Methodik. Deshalb ist ein Streiten darum und mit ihnen müßig und auch irrelevant. Diese Leute sind irrational und ihre Haltung erwächst aus subjektiven Dingen. Man kann bei solchen Leuten nicht mit Argumenten arbeiten. Am besten man ignoriert sie einfach oder man macht sich einen Spaß aus dem "Austausch".
Ich finde, ganz so einfach ist es nicht.
Unsere gesamte Gesellschaft beruht auf dem Glauben an Wissenschaft, woran erstmal nichts verkehrt ist.
Dennoch wird nicht gesehen, dass es sich in großen Teilen eben um Glauben handelt (s.o.) und sich trotzdem mehr oder weniger arrogant von "Gläubigen" abgegrenzt.
Die Wissenschaft kann große Fragen (s.o. Gibt es Gott, Seele, Leben nach dem Tod etc.) überhaupt nicht beantworten, und das wird mit ihren zur Zeit bekannten Mitteln vermutlich auch so bleiben - sie stellt sich aber häufig über Gläubige, die das versuchen. Und gibt wie oben beschrieben trotzdem Antworten, die keine Grundlage haben, die aber akzeptiert werden, weil sie Teil des rein materialistischen Weltbildes sind- was in sich bis heute auch nicht als letzte Wahrheit bewiesen werden kann.
Gläubige werden mindestens nicht so richtig ernst genommen in Bezug auf ihre Beantwortungen der offenen Fragen bis hin zu heruntergemacht. Man glaubt auf Wissenschaftsseite darüber zu stehen, die nähere Betrachtung zeigt aber, dass es dafür häufig keine Grundlage gibt.

Das materialistische Weltbild ist eine Glaubensrichtung.

Ich glaube nicht, dass das sehr vielen klar ist, die ihm anhängen, den sog. "Gläubigen" hingegen ist klar, dass sie glauben....
Und das ist schon sehr! bemerkenswert, finde ich.
 
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Genau. Aber sehr vielen Esoterikgläubigen reicht es aus, wenn sich etwas für sie "stimmig anfühlt". Was ja okay wäre, wenn es nur sie selber beträfe. Aber es gibt auch viele Angriffe, die mittels Segen der Planeten kaschiert werden. Ein vielfach gelikter Kommentar lautete sinngemäß: "Dafür, dass Astrologie funktioniert, ist dein Radix der beste Beweis." - Es folgte die Aufzählung diverser negativer Charakerzüge....
Es geht hier zur Abwechslung mal, der Titel koennte es manchen anzeigen, um religioeses Annhaengen an Wissenschaft.
 
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Lass ihnen ihre Intuition und ihren Glauben daran, und derjenige, der sich davon einlullen lässt, hat es nicht anders verdient. Gehen wir davon aus, dass jeder für sich selbst verantwortlich ist. Dann wird er eben ausgenommen oder hat einen anderen Schaden aufgrund von Fehlbehandlungen oder sonst was. Selbst Schuld.

Ganz schön hart, insbesondere wenn man bedenkt, dass auch Kinder schwere Schäden dadurch erlitten, dass die Eltern Scharlatanen mehr vertrauten als evidenzbasierten Behandlungsmethoden. So starb z.B. eine Vierjährige, weil die Eltern sich der Quacksalbermeinung anschlossen, ihr an Diabetes erkranktes Kind würde kein Insulin benötigen. Oder eine Dreizehnjährige die schwer unter Krebs litt - und ihre Eltern lediglich alle "Möglichkeiten" ausschöpften, die die Alternativszene bot.

Auch jemand der selber sehr krank ist, ist eher gefährdet unseriösen Alternativangeboten zum Opfer zu fallen.

Nimmt jemand Globuli gegen eine Erkältung ist es ja egal. Aber die Verheißungen in der esoterischen Szene offerieren mehr.

Das ändert allerdings nichts daran, dass eben vermeintlich "wissenschaftlich" orientierte Personen unwissenschaftlich argumentieren können, da das Label "wissenschaftlich" für jeden einzelnen Sachverhalt neu aufgestellt werden muss.

Die wissenschaftlichen Standarts bleiben und müssen nicht für jeden Sachverhalt neu definiert werden.
 
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