Bedingungsloses Grundeinkommen in EU

@ TouchFH:
Das ist typisch Angestelltenmentalität.
Mit einem BGE ist hingegen jede/r Unternehmer/in. ;)

Wie gesagt: der Trick liegt darin, sich das
für SICH SELBST vorzustellen.
Wir neigen immer dazu, auf die anderen zu
sehen und zu meinen, wir wüssten wie sie
denken und was sie machen würden und und und...

Um mal wieder Götz Werner zu zitieren:
Wo ein Wille ist, finden sich Wege,
wo kein Wille ist, finden sich Ausreden.

Fangen wir einfach bei UNS SELBST an,
und denken wir mal diesen Gedanken bis in alle
Details durch. WAS WÜRDE ICH MACHEN?
WAS WÜRDE SICH ÄNDERN?


:morgen:
 
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WAS WÜRDE ICH MACHEN?
WAS WÜRDE SICH ÄNDERN?


Darf ich von mir erzählen,

aber ich fange am besten an mit meiner Situation jetzt und heute.

Ich bin die Mama zweier Kinder, 3 Jahre und fast ein 1Jahr.
ansonsten bin Hausfrau ... da ich meine Kinder nirgenswo unter bringen kann, ok die große geht ab August in den Kindergarten, aber die kleine muss noch zu Hause bleiben, ja wir haben auch einen Papa, aber er geht täglich 10 Stunden arbeiten und Samstag auch noch halbtags, da bleibt kein Raum auch für mich noch zu arbeiten, denn man will schließlich von seiner Familie noch was haben.

WAS WÜRDE SICH ÄNDERN WENN DAS NEUE DURCHKOMMT

mein Mann hätte bei 10h Tag nur noch an drei Tagen arbeit, und ich hätte die möglichkeit auch Arbeiten zu gehen, wo würde ich am liebsten Arbeiten, hmm irgendwas mit Menschen helfen, aber da es keine Sozialschwachen mehr geben würde, würde ich wohl den Alten und Kranken helfen, oder in einer Kinderbetreuung arbeiten, damit Mütter die allein stehend sind auch die möglichkeit haben zu arbeiten.

:)
 
... wird auch jeder das richtige finden, und es gibt immer Menschen, die eine Bestimmte Aufgaben bevorzugen, auch Toilettenputzen, nehmen wir mal an, das macht wirklich ne Weile keiner, aber schon sehr bald kommt jemand dem das miesfällt, und er/sie wird es sich zur Aufgabe machen das zu ändern, denn wer will schon auf ne Dreckige Toilette gehen, auserdem wird dieser Mensch der sich selbst entschied diese Aufgabe zu übernehmen sehr toll vorkommen, weils ja sonst keiner macht, dieser Mensch wird das Gefühl haben er sei was besonderes :)
und soein Toilettenjob wird ja genau sogut bezahlt wie andere Jobs.

Sorry, aber das finde ich eine recht naive Vorstellung. Wenn dem Menschen die vollgeschissenen Toiletten mißfallen, wird er das in der Tat ändern wollen. Aber nicht indem er selbst die Toiletten putzt sondern er wird sagen "jemand müßte mal die Klos putzen" oder "was ist das denn für ein Saustall, wer ist denn dafür zuständig?". Und warum sollte sich irgendein Mensch toll finden während er den Kot fremder Leute aus der Schüssel kratzt mit dem Wissen dass er der Einzige ist der das macht?

Isisi
 
... und ich hätte die möglichkeit auch Arbeiten zu gehen, wo würde ich am liebsten Arbeiten, hmm irgendwas mit Menschen helfen, aber da es keine Sozialschwachen mehr geben würde, würde ich wohl den Alten und Kranken helfen, oder in einer Kinderbetreuung arbeiten, damit Mütter die allein stehend sind auch die möglichkeit haben zu arbeiten.

Noch zur Ergänzung: du suchst dir (was normal ist) auch nur deinen Lieblingsjob aus und hast auch nicht das Toilettenputzen gewählt.

Ich glaube dass die Lieblingsjobs recht bald überfüllt sind und Arbeiten, die nicht so im Trend sind, bleiben liegen weil sie keiner machen will bzw. es nicht nötig hat. Aber jeder wird den Anspruch haben dass bitte diese Arbeit aber doch erledigt wird - nur nicht von einem selbst.

Isisi
 
Das ist Phychologie, ich hätte im übrigen kein Problem mit Kloputzen oder Spargelstecken oder sowas , warum denn auch.

Im Altenheim wechseln die Mitarbeiter auch Pampers von den Leuten, die sind oft genung völlig vollgekakt ... im Stall von Tieren macht man die Kake auch weg, und man steht da auch noch wortwörtlich drin, un trotzdem gibt es genung Menschen die es gerne tun, das ist doch nix anders wie öffentliche Toiletten putzen, und spargel Stecken usw. würde ich jetzt nur wegen dem Hungerlohn nicht machen, gegen gute Bezahlung sehr gerne ...

ich weiß nicht, kennst du das Gefühl wenn man für etwas Verantwortung hat?
Also ich schon und es ist toll dieser Verantwortung nachzugehen ...
...es ist toll für andere etwas zu tun, sich aufzugeben ...

...und wenn lohn überall gleich gut ist, gibt es keine Aufgaben die man nicht gerne macht, und ich bezweifele stark das ich die einzgste bin die so denkt
 
@ TouchFH:
Das ist typisch Angestelltenmentalität.
Mit einem BGE ist hingegen jede/r Unternehmer/in. ;)

Wie gesagt: der Trick liegt darin, sich das
für SICH SELBST vorzustellen.
Wir neigen immer dazu, auf die anderen zu
sehen und zu meinen, wir wüssten wie sie
denken und was sie machen würden und und und...

Um mal wieder Götz Werner zu zitieren:
Wo ein Wille ist, finden sich Wege,
wo kein Wille ist, finden sich Ausreden.

Fangen wir einfach bei UNS SELBST an,
und denken wir mal diesen Gedanken bis in alle
Details durch. WAS WÜRDE ICH MACHEN?
WAS WÜRDE SICH ÄNDERN?


:morgen:



Moin Herr Libero,

also wenn ich für mich mal spreche, dann bin ich die meiste Zeit meines langjährigen Berufslebens Unternehmerin gewesen und bins ein bißchen noch, allerdings parallel zur Angestelltentätigkeit und auch noch etwas parallel zum Studentendasein. Also alles dabei.

:D

Der Trick ist also für mich nicht, mir das nicht oder doch vorstellen zu können. Ich habe auch nach großen Kämpfen und Niederlagen mein Arbeitsleben immer mehr so gestaltet und tue es weiterhin, daß es mich immer mehr erfüllt und ich dem näher komme, womit ich mich wirklich identifizieren kann. Früher war das anders, da habe ich aus zwei Gründen lange, lange in einem Metier gearbeitet, welches mich von der Sache her immer mehr angewidert hat. Aber die gewisse (Unternehmer-)Freiheit und die Kohle haben das mehr oder weniger ausgeglichen. Und ich konnte das dann auch, als ich mein eigenes Ding machte, so gestalten, daß ich mich einigermaßen gut dabei gefühlt habe. Bin dann aber dennoch ausgestiegen, und rückblickend betrachtet ... besser isses. Muß allerdings auch auf vieles - rein kohletechnisch - verzichten im Gegensatz zu früher.

Somit ich habe also keine Probleme mir meinen Tagesablauf mit mehr Kohle vorzustellen und ihn erfüllend zu kreieren.

:)

Womit ich allerdings Probleme habe, ist die Vorstellung mir vorzustellen, daß es irgendjemanden da oben in der Politik geben könnte, der diese Idee befürwortet, sie verbreitet, sie etabliert, Mehrheiten dafür findet und ... das das Gros Bürger damit auch wirklich klar kommen würde. Die meisten haben nunmal diese Angestelltenmentalität, wäre es anders, würden viel mehr Leute Lücken schaffen und neue Berufe etablieren, um z.B. aus der Hartz IV-Schiete herauszukommen oder eben eine Mistarbeit gegen eine andere schaffen. Das Geld alleine ist es nicht, glaubs mir. Unternehmertum, Risikobereitschaft und die Bereitschaft zur Veränderung und auch sich zu überwinden (Kundenakquise und all so was) das tun sich jetzt schon wenige an und würden dann noch viel weniger machen.

Dazu sind die Strukturen doch zu sehr verankert und die Machtgefüge, selbst sollten sie bröckeln würden sicher durch Ähnliches wieder ersetzt werden, zu fest verbetoniert das alles, no chance.

So sehe ichs.

:morgen:
 
Sorry, aber das finde ich eine recht naive Vorstellung. Wenn dem Menschen die vollgeschissenen Toiletten mißfallen, wird er das in der Tat ändern wollen. Aber nicht indem er selbst die Toiletten putzt sondern er wird sagen "jemand müßte mal die Klos putzen" oder "was ist das denn für ein Saustall, wer ist denn dafür zuständig?". Und warum sollte sich irgendein Mensch toll finden während er den Kot fremder Leute aus der Schüssel kratzt mit dem Wissen dass er der Einzige ist der das macht?

Isisi

Abgesehen davon...daß bis der erste...eher wohl die erste losgeht und die Klos reinigt...sie gar nicht bis dort hin kommt...weil die Müllberge inzwischen zu hoch geworden sind...die Klospülung auch nicht mehr funktionieren würde...weil all die Leutz, die sich beim Energieversorger und an der Claire Anlage in die Köppe gekriegt haben, wer nu was an Arbeit zu erledigen hat und ein Großteil von ihnen beleidigt nach hause gegangen ist und sic liebr ausschläft...
Einen Vorteil hat aber das Ganze...lang"vermißte" "Freunde" wie Pest und Cholera halten wieder Einzug in unseren Häusern...und der Arzt behandelt den Meistbietenden zuerst....danach fährt er in Urlaub...
Wahrscheinlich wird das auch zum Umweltschutz beitragen...da ja eine drastische MwSrt-Erhöhung auf Luxusgüter...und da gehören für mich auch Flugreisen dazu....auch ein Auto braucht man nicht unbedingt...Dank der Grundsicherung kann man sich ja nen Job umme Ecke besorgen...werden mit ner 70%-igen Mwst belegt...man wird wieder morgens seinen Haferbrei lutschen...und vielleicht am Abend mit der Familie a Brennsuppen aus dem großen Topf löffeln...schätze daß auch die Mieten steigen werden...so daß der Traum von der "Großfamilie, so wie das doch früher so schön war" dann in Erfüllung gehen wird...so 15 bis 20 Personen in der 4-Zimmerwohnung...hei das wird aber muckelig...
Die paar Figuren, die dann noch nen PC haben, der lauffähig ist, werden sich in den Foren über die beschweren, die arbeiten und Grundversorgung erhalten...und sich dadurch dann auch mal echtes, frisches Gemüse und ein Stück Fleisch leistn können...und man wird fordern, daß diese Blutsauger endlich Steuern zahlen sollen...so wie das früher mal war...als man noch ein Zimmer für sich hatte...und überhaupt...als es noch Hartz-IV gab...da war das Leben auch noch nicht so teuer...da kriegte man noch mal ein Hemd für 5€ und nicht wie jetzt...daß man 200€ dafür bezahlen muß...



Sage
 
ach Leute warum unterhalten wir uns überhaupt über arbeit die angeblich niemand gerne macht???

denken wir doch an hier und heute die Polen, die den Spargel stechen und die Putzfrau aus Tschechien tun ihre Arbeit sehr gerne, aber warum, weil sie von dem Gehalt gut leben können, deshalb sind sie sich nicht zu schade für ...
 
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ich weiß nicht, kennst du das Gefühl wenn man für etwas Verantwortung hat?
Also ich schon und es ist toll dieser Verantwortung nachzugehen ...

Ja milinkaja, ich weiß sehr gut was Verantwortung ist. Ich habe 17 Jahre Vollzeit als Krankenschwester gearbeitet, Menschen den Kot, das Erbrochene und den Urin abgewischt. Mir sind Blut- und Eiterklumpen über die Hände gelaufen und als Stationsschwester habe ich auch noch zusätzlich darüber hinaus Verantwortung für meine Mitarbeiter übernommen.

Und als ich diesen Beruf nicht mehr ausüben wollte (und das lag nicht am Geld) habe ich die Verantwortung übernommen und das Abitur am Abendgymnasium nachgeholt, dann eigenverantwortlich ohne Bafög studiert und bin jetzt Abteilungsleiterin. Ich habe mir nicht einmal etwas schenken lassen und alles immer selbst erarbeitet und auch immer selbst bestimmt.

Also erzähl mir bitte nichts von Verantwortung übernehmen. Die helfenden Berufe lassen sich immer unwahrscheinlich verklären und verherrlichen, wenn man zu Hause sitzt, den Haushalt schmeißt und immer wenn man Lust hat mal ins Altenheim geht und den Leutchen vorliest, sie mal aufs Klo bringt. Und wenn man in zwei Tagen wieder Lust und Zeit hat dann geht man wieder hin oder auch nicht. Das brauchen diese Berufe aber nicht hauptsächlich. Da muß man auch hin wenn einen die Menstruationsbeschwerden vor Schmerzen nicht gerade gehen lassen oder Heilig Abend während die Kleinen zu Hause auf Mutti warten damit endlich die Bescherung stattfinden kann.

...es ist toll für andere etwas zu tun, sich aufzugeben ...
Nein, es ist nicht gut sich für andere aufzugeben. Es ist gut anderen zu helfen. Keiner der sich für irgendwas aufgibt ist in der Lage jemandem zu helfen.

...und wenn lohn überall gleich gut ist, gibt es keine Aufgaben die man nicht gerne macht,
Auch das halte ich für falsch. Ob man eine Aufgabe gern oder ungern macht bzw. ob man sie auch bewältigen kann oder nicht hängt nicht vom Geld ab.

Isisi
 
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