Austausch zu individuellen Meditationserfolgen

Die Unterschiede zwischen "Ich", "Beobachter" und "selbstwandlerischer Kraft im Sein" sind mir noch nicht ganz klar. Was verstehst du jeweils genauer darunter? Wie fühlen sie sich an?
Das Ich ist die Summe meiner Persönlichkeitsanteile und meines Gemüts. Darunter fallen auch alle meine kognitiven Fähigkeiten. Das Ich ist bewußt. Den Beobachter nimmt das Ich als eine Instanz wahr, die selbständig ist und dem das Ich nicht befehligen kann. Das Ich kann, im Bezug zum Beobachter, nur zurücktreten und dem Beobachter das Feld überlassen. Der Beobachter ist aber im Hintergrund immer als Beobachter da, was dem Ich (den meisten Menschen) nicht immer bewußt ist. Wenn es einem Menschen bewußt wird, dann kann er sein Ich auch bewußt zurücktreten lassen und dem Beobachter bewußt das Feld überlassen. Vor Jahren im Traum wurde mir der Beobachter bewußt, ich konnte ihn wahrnehmen und ab da lernte ich ihm bewußt das Feld zu überlassen.

Der Beobachter beobachtet nur, ohne zu werten oder zu ordnen. Der Beobachter greift nicht in eine Aktion oder Situation ein und ist völlig wertfrei. Der Beobachter ist passiv. Der Beobachter beobachtet auch "Dinge", die dem Ich nicht bewußt sind, da sich das Ich auf bekannte Muster, Wertungen und Ordnungen zu oft verlässt, oft blind gegenüber neuen Wahrnehmungen ist und auch dementsprechend automatisch agiert. Wenn dem Ich der Beobachter und seine Vorteile bewußt sind, überläßt es dem Beobachter gern (ohne Widerstand) das Feld. Wegen dem Beobachter sieht das Ich neue Möglichkeiten.
Das Ich kann agieren/in Aktion treten und das Beobachtete dann werten, auswerten oder sich darauf einstellen, muß es aber nicht.

Die selbstwandlerische Kraft im Sein, im Bezug meiner Erzählung, ist ein Automatismus. Der Körper geht, ohne das es dem Ich oder dem Körper bewußt ist. Das ist so ähnlich, wie dein Herz schlägt, ohne dass du darauf Einfluss hast. Diese selbstwandlerische Kraft ist nicht Dasselbe, wie die Instanz, die ich vorher zu beschreiben versuchte:
Dieses "Andere" ist so Etwas wie eine unsichtbare entscheidende und wirkende "Kraft", die aber mehr einer eindeutig Übergeordneten entspricht. Das Ich hat wahrgenommen, dass da "Etwas" ist, das über Verschiedenes (vllt. sogar über Alles) entscheidet, ohne dass das Ich darauf einfluss hätte. Dieses Etwas ist schwer zu beobachten oder durch das Ich wahrzunehmen. Dieses Etwas scheint sich in dem Moment der bewußten Wahrnehmung zu entziehen, in welchem das Ich es erfassen will. Diese auf einer anderen Ebene lenkende Kraft ist tief verborgen, aber ihre Präsenz ist immer da. Ich hat viele Freiheiten, aber keinen absolut freien Willen.

Das Ich hat viele Gedanken, Gefühle und Emotionen. Der Beobachter ist gedankenfrei, emotions.- u. gefühlfrei. Die selbstwandlerische Kraft kann ich nur im Nachhinein beschreiben aus der Sicht des Ich, das versucht das Feeling (ein-)zu ordnen.
 
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Ich hab nachfolgend nur Wiederholungsschleifen gelesen.
Nachfolgend meint in Austausch mit anderen oder dir?

Nach meinem Verständnis haben wir uns zunächst über einige Begriffe ausgetauscht, um eine besser Grundlage für ein Verstehen zu schaffen. Deswegen fragte ich nach.

Du hast den Begriff des Beobachters verwendet. Hast du den Eindruck ApercuCure versteht darunter das, was du damit bezeichnest?
 
Nachfolgend meint in Austausch mit anderen oder dir?

Nach meinem Verständnis haben wir uns zunächst über einige Begriffe ausgetauscht, um eine besser Grundlage für ein Verstehen zu schaffen. Deswegen fragte ich nach.

Du hast den Begriff des Beobachters verwendet. Hast du den Eindruck ApercuCure versteht darunter das, was du damit bezeichnest?
Im Austausch mit weiteren Usern haben sie selbiges mit Dir wiederholt, halt mit anderem Hintergrund ,wie der Kabbala. Es spielt keine Rolle, auf welchem Hintergrund man das Klavier spielt, es ist nur eine Geschmacksache des Ichs.

Ihre Beschreibung ist sehr präzise, ich könnte es nicht treffender formulieren.
 
Zunächst sondiere ich:

Wenn er z.B. nicht ordnet, dann kennt er auch nicht den Unterschied zwischen einem Bogen Papier und dem weißen Fleck einer Kuh?
Das Ich lernt den Unterschied zw. Papier und weissem Fleck einer Kuh im laufe seiner Entwicklung kennen.

Der Beobachter ist eine Instanz von der man im Grunde sagen kann: ja, der Beobachter unterscheidet nicht.

Das ist so ähnlich wie mit den Augen. Durch die Augen wird ein Bild ins Hirn geworfen, aber sie selbst unterscheiden nicht und werten nicht.

Man könnte den Beobachter als inneres Auge bezeichnen.
 
Warum sollte es ein wunder Punkt sein, einen anderen Blickwinkel zu haben? Und warum versuchst du, meine Aussage überhaupt so zu interpretieren?
Wir hatten uns über einiges ausgetauscht, dann verengte es sich auf diesen Punkt und brach ab.

Deinen "Blickwinkel" halte ich in diesem Fall für objektiv eindeutig falsch. Mich wundert, daß du so reagiertest, wie du reagiertest. Dumm bist du doch eigentlich nicht.
 
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Das ist so ähnlich wie mit den Augen. Durch die Augen wird ein Bild ins Hirn geworfen, aber sie selbst unterscheiden nicht und werten nicht.
Der Beobachter beobachtet auch "Dinge", die dem Ich nicht bewußt sind, da sich das Ich auf bekannte Muster, Wertungen und Ordnungen zu oft verlässt, oft blind gegenüber neuen Wahrnehmungen ist und auch dementsprechend automatisch agiert.
Der Beobachter nimmt also zumindest in irgendeiner Weise auch unabhängig vom Ich wahr? Wie kann er beobachten ohne zu ordnen oder auf Ordnungsgewohnheiten des Ichs zurückzugreifen?
 
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